Kapitel 11 / Etwas unerwartetes
Kapitel 11 / Etwas unerwartetes
Etwas unerwartetes
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Oben angekommen im Zimmer.
Ich bin zum Glück allein. Keine Yuki die mich schief anguckt,
wenn ich mit mir selber rede.
„Du hattest ja vorhin gesagt, dass du wie ein Guide mir dienen jetzt wirst so ungefähr. Dürfte
ich dann dir ein Namen geben? Weil „Stimme“ hört sich schon sehr unpersönlich an.“
*Nur zu. Wie willst du mich denn nennen?*
„Ich habe mir überlegt wegen „Guide“ dich „Gaid“ zu nennen. Weil die ja sich gleich anhöre—“
*… was ein Name. Kannst du nicht mal ein bisschen Kreativer mit der Namensgebung sein. Man sagt doch immer, der Name beschreibt den Charakter—*
„Willst du Poet werden oder was? Ich gib zu das mir nix besseres eingefallen, aber sowas zu
sagen ist schon Ehrenlos.“
*Was soll ich denn machen wenn du mir so ein kack Namen gibts.* sagte die Stimme wütend.
„Junge wir haben jetzt Pause und ich habe echt kein Bock mehr mit dir zu streiten.“
*Dann hättest du mir ein besseren Namen geben sollen.*
Ich seufzte.
„Das wird eine schwere Challenge mit dir.“
*Red mal lieber von dir, du affe!*
„Warum beleidigst du, die ganze Zeit? Kannst du nicht einfach den Namen mal akzeptieren,
damit wir mal über die richtigen Themen sprechen können?“
*Dann pausieren wir das Thema und du kannst mir deine erste Frage stellen.*
„Na geht doch—“ sagte ich erleichtert.
„—wer kann dich außer mir dich noch hören eigentlich?
Das hatte mich grad im Englisch Unterricht auch beschäftigt, als ich mit dir nur noch über
meine Gedanken kommuniziert habe.“
*Zufälligerweise geht das.*
Ich bin erleichtert. Und fragte sofort.
„Und wie?“
*Nicht so ungeduldig, Bengel.
Du musst sie nur an der Schulter anfassen und ich kann dann mit der jeweiligen Person reden.*
Mir kam ein Geistesblitz auf.
„Also sagen wir mal ich fass jemand an der Schulter an, kannst du dann auch ihre Gedankengänge usw. sehen und analysieren?“
*Junge… was erwartest du von mir? Denkst du ich bin ein Analytiker? Und nein. Und ja ich
hab kein Bock dazu, selbst wenn ich es könnte.*
„So eine Antwort hab ich jetzt nicht erwartet, aber ok.“
Ich lies mich fallen aufs Bett und wollte gerade weiterfragen, als plötzlich—
Klopf, klopf.
Meine Augen weiten sich vor Freude.
Ich drehe mich zur Tür, dann wieder zur Decke.
„Oh nein.“
*Oh ja. Deine Liebling ist da.*
„Sei leise!“ zischte ich.
„Haru?“, rief Yukis Stimme von draußen.
„Kann ich reinkommen?“
„Ja kannst du.“
Gleichzeitig hab ich bemerkt das es die perfekte Gelegenheit ist um das Ding
mit der Schulter zu testen, was Gaid angesprochen hatte.
*Ich krieg das blanke Kotzen, wenn du mich so nennst. Weißt du das?*
Ich weiß, aber du wolltest einen und nun hast du ihn. Leb damit!
*Wir reden später weiter über dieses Thema.*
Die Tür öffnet sich und Yuki trat ein.
„Ich habe von draußen gehört, dass du mit jemandem geredet hast. Aber niemand ist hier?“
„Ich… äh, niemandem?“
Ich lachte nervös und kratzte mich am Kopf.
„Aha.“
Ihr Blick wurde noch misstrauischer und sie kam näher.
Währenddessen sagt Gaid mir auch etwas.
*Junge, Es ist jetzt die beste Zeit jetzt dies auszuprobieren! Jetzt oder nie.*
„Jedenfall wollte ich nur fragen, ob du—“
Jetzt ist der beste Moment um die neue Fähigkeit zu testen. Ich ließ sie nicht ausreden und
legte schnell meine Hand auf ihre Schulter.
Na dann, schauen wir mal, ob‘s klappt.
„Was zum…?“ schreit sie auf, zucke zurück und errötete ein wenig.
„Ich wusste ja nicht das wir uns schon so nah stehen, werter Haru.“ sagt sie nervös mit dem Blick nach unten.
„Nein, nein! Du verstehst das ganz Falsch.“
Ich versuchte die Situation noch irgendwie gerade zu biegen.
„Aber du bist auch süß, daran kann man nichts aussetzen.“
Ich sagte es direkt danach mit einem zwinkern.
Sie atmete aufeinmal sehr schwer und ihr Gesicht war rot wie ‘ne Tomate.
Er versucht es nochmal. Ganz von vorn.
„Dürfte ich bitte an dir ein Experiment durchführen?“
Sie weicht aber nach hinten aus.
Haru weiß es nicht, aber ihr war die Situation ein bisschen zu viel.
Sie ist spricht immernoch im nervösen Ton.
„Was willst du machen? Ich komme ins Zimmer rein UND DAS ERSTE IST, DAS DU MICH AN DER SCHULTER ANPACKST, nicht das ich was dagegen hätte, ABER GEHTS NOCH DU PEVERSER!“
Sie wurde viel wütender und schlug die Tür feste zu.
Ich atmete tief ein und ließ mich vor auf den Boden fallen.
„Warum sind Mädchen so kompliziert?“
*Jetzt auf ernst du hast sie so überrascht, dass du sie erst begrabschst hast und dann noch gesagt das sie süß ist. Danach sagst du, du willst ein Experiment machen.*
„Was ist denn schon Dabei?“ antwortet ich ahnungslos.
*DU VOLLIDIOT HAST DU NICHT GEMERKT WIE ROT SIE ANGELAUFEN IST?!
Und warum redest du? Sprich mit deinen Gedanken zu mir!*
„Ohh, stimmt.“
Ja, sorry hatte damals nicht viel Mädchen zu tun. Hatte immer nur ein oder
zwei beste Freunde mit denen ich abhing. Und mit Mädchen hatte ich eh kein Kontakt.
*Du Vollidiot! Hast nicht mal ihr rotes Gesicht gesehen bestimmt, oder?*
Rotes Gesicht?
Und gleichzeitig streichelte ich mit meinem Finger meine Wange.
*Ich glaub, ich muss dir den Umgang mit Mädchen auch mal beibringen. WEIL das von vorhin
war eine komplette Katastrophe. Das arme Mädchen.*
Okay, hau jetzt nicht den raus, man. Wie soll ich ihr das überhaupt erklären? Ich habs ja
versucht ab—
*Du entschuldigst dich erst bei ihr und erklärst danach ganz in Ruhe was du gerade eben
machen wolltest. Fertig.*
Man merkt er hat eine gewisse Erfahrung gehabt.
*Aber die Entschuldigung muss natürlich aufrichtig sein und nicht so wie ‘ne p*ssy aussehen.*
Ich weiß wie man sich entschuldigt du kack Gaid.
Die Stimme seufzte.
Ich stand vom Boden auf und ging zum nächsten Unterricht. Aber davor muss ich noch was wichtiges erledigen…