Kapitel 20 / Ich bin zurück
Kapitel 20 / Ich bin zurück
Ich bin zurück
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Er geht durch die Tür die wieder zum Schulgebäude zurückführt.
Es gibt ja Fragen noch wie, wie haben meine Eltern auf mein neues Äußeres reagiert und wie bin ich jetzt wieder, usw.
Ich laufe mal extra eine längere Runde um zu gucken, ob ich vielleicht auch zeitgleich versteckte Orte finden kann.
Nun zur Frage wie meine Eltern reagiert haben, ich kann nur soviel sagen. Es war schwierig.
Ich bin erstmals für eine Woche nachhause gegangen und habe nicht in der Schule übernachtet, wie es eigentlich üblich ist. Weil, dass Problem war, dass Yuki mich sonst in der Nacht sehr einfach aufsuchen konnte, wegen dem Schlüssel den sie zu meinem Zimmer hatte. Deswegen bin ich zur Direktorin gegangen und habe meinen zweiten Wunsch eingelöst. Und zwar eine Tür mit neuem Schlüsselloch, damit je keiner in mein Zimmer unbemerkt rein kann.
So, dann bin ich eben Zuhause angekommen und…
„Bin wieder zurück.“
„Willkommen Schatz.“ begrüßt mich Mama.
„Willkommen Zuhause, mein Junge.“ begrüßt mich auch mein Papa.
Doch als ich meine Sachen ablegte im Flur, bemerkte meine Mutter etwas an mir…
„Haru, ist was mit dir passiert?“
„Mir? Nein… es ist garnichts passiert.—“
Ich versuchte irgendwas ihnen vorzuspielen.
„—Wie kommst du dadrauf?“
„Weil, du hast ein bisschen Farbe an den Augen verloren.“
„Wie meinst du das?“
„Du hast ein bisschen Fröhlichkeit in den Augen verloren, und…“
Sie schaut dann auf meine Arme.
„—Ach du Schreck…
Liebling komm mal kurz her.“
„Was ist denn los, Schatz?—“ fragt Takeshi verwundert und blickt auf Harus Arme.
„—Was ist mit dir passiert?“
„Und Liebling guck mal seine Augen an.“
„Guck mich mal an Haru.“
Er guckt sein Vater an.
„Schatz warum überreagierst du so? Vielleicht ist der Stoff in der Schule, oder so ihm zu viel.“
„Wie kannst du sowas sagen?—“
Sie fängt demzufolge an Haru zu umarmen.
Und sie flüsterte daraufhin.
„Wenn was ist, sag uns einfach Bescheid.“
Doch anstatt das ich es akzeptierte, schubste ich sanft meine Mutter weg.
„Es ist nichts. Ich bin nur etwas müde.“
„Schatz wenn du Müde wärst, hättest du nicht solche Augen, ganz zu schweigen von solchen Armen.“
In dem Moment versuchte ich meine Arme zu verdecken.
„Schatz, lass den jungen mal kurz in Ruhe. Er ist neu nachhause gekommen. Wahrscheinlich ist er einfach wirklich Müde. Er kann uns ja alles später erzählen.“
„Okay.“
Daraufhin ging ich in mein Zimmer, wechselte meine Klamotten und lag mich auf’s Bett.
Was soll man sagen… Das war halt meine erste Begegnung mit meinen Eltern nach den Tagen an der Mädchenschule…
Meine Mutter war besorgt um mich, dass versteh ich jetzt komplett. Weil Mütter eben…
Aber was ich selber nicht mal verstehe ist, warum ich sie in dem Moment weggeschubst habe? Ich werde selber nicht mal von mir schlau.
Wenn ihr euch fragt, wo Haruka war? Naja… der crazy Part kommt noch…
Denn nachdem ich mich hingelegt hatte und kurz eingenickt war, kam wie die Rakete Ruka in mein Zimmer und saß sich auf mich.
Ich war in dem Moment noch im Halbschlaf und habe gesehen, wie eine furchtbar hässliche Hexe sich auf mich drauf gesessen hatte.
Doch es fühlte sich zu real an…
Ich öffnete meine Augen und…
„Guten Morgen, lieber Bruder.“
„Ah, guten Morgen.“
„Was ist los? Keine Beleidigungen, oder rumzappeln?“
„Ne…“
„Was ist denn los mit dir?“ Du warst ein paar Tage weg von Zuhause und schon bist du wie ein Zombie.“
„Kann schon sein…“
Vor ungeduld nahm sie mich am Kopf und versuchte mich wachzurütteln.
„Hallo? Erde an Haru, bist du da?“
„Lass das mal.“
Und sie hörte auf.
„Ich weiß nicht mehr ob das Gestern war, oder Vorgestern, aber ich hatte dich angerufen und da warst du noch putz munter. Was ist passiert? Und was ist mit Yuki.“
Als sie Yuki erwähnt hatte, weiteten sich meine Augen sehr stark.
Was hätte ich auch machen sollen in der Situation? Ich war da noch ein Opfer. Ich wollte ihr nicht die ganze Wahrheit erzählen. Meinen Eltern ebenso nicht. Ich wollte das denen später erzählen.
Zurück zur story…
„Warum weitest du deine Augen? Ist da zwischen euch was passiert?“
Ich blickte zur Seite und gab keinen Mucks von mir.
„Boah… Ich wollt Herr Langweilig mal wieder sehen und nicht Herr Zombie.“
Ich blickte wieder zu ihr und bittete das sie einfach gehen soll.
„Nein! Ich gehe nicht, wenn du mir nicht sagst was dort passiert ist.“
Man könnte jetzt denken, dass ich in dem Moment die Wahrheit ausgesprochen habe, doch ihr irrt euch…
Ich habe in dem Moment einfach so laut gebetet, dass die besagte Situation unterbrochen wurde.
Er erreichte jetzt Haru die Treppe zur zweiten Etage.
Die Schule hat schon schöne Ecken, dass muss ich der lassen.
Yuriko kam aufeinmal zu Harus Zimmer. Die Zimmertür stand offen, obwohl Haru eigentlich schlafen sollte. Ihre Neugier schleppte sie dann dahin.
Als sie seine Zimmertür erreichte, hielt sie die Hand vorm Mund.
„Ruka ist das dein Ernst? Warum weckst du dein Bruder?!“
„Eh… Ich.. Ich…“
„Geh wieder in dein Zimmer, und lass dein Bruder schlafen!“
Sie stand auf und konnte nichts gegen die Ansage meiner Mutter machen.
1 zu 0 für mich Ruka. Yes! Meine Gebete wurden erhört.
„Wir sind hier noch lange nicht fertig, Haru.“
Danach schloss sie die Zimmertür.
Das waren die damaligen Reaktionen meiner Familienmitglieder auf mich.
Für meine Mama die immer fürsorglich um mich war, war es natürlich ein Schock mich so zu sehen. Und das meine Mama direkt die Veränderungen bemerkt hatte, war auch ein krasser Moment. Weil… Mütter eben.
Ich dreh mal wieder eine Runde. Ich glaube ich bin viel zu schnell gerade gelaufen, als ich in meinen Gedanken vertieft war.
Währenddessen fing es an stark zu regnen. Man hat das laute herunterprasseln des Regens in der ganzen Schule gehört.
[Mein Handy vibriert]
[Wo bist du abgeblieben?]
[Ich komme ja schon]
[Gib mir 5 min]
[Der Weg nach oben dauert nur 2 min]
[Wie kommst du auf 5?]
[Ich komm gleich]
[Warte noch‘n bissl]
Nun zur Frage, ob ich Mika von meinen ersten Schultag eins zu eins berichtet habe. Die Antwort ist Nein. Ich habe ihm verschwiegen, obwohl er mein bester Freund ist, dass ich ein nicht so guten Start gehabt hatte an dieser Schule. Er war am Telefon mit seinen Freunden im Videoanruf zu viert und mich lud er dann ein. Ich erzählte denen was passiert war, blablabla, und die waren in den paar Minuten, wo ich alles erzählt hatte in Schockzustand und haben ganze Zeit geschrien.
Die hatten Bemerkungen wie:
„Ich wusste das du eine Legende bist“
„Wie du hast eine Assistentin?!“
„Das Leben ist zu unfair.“
Wenn die aber nur wüssten…
Nun zu der Frage, ob ich mich denn besser fühle?
Ich… weiß es nicht so ganz. Ich weiß nur noch, diese Verfolgungsjagd von vor 4 Monaten hatte mir riesigen Spaß gemacht, sodass ich sogar mein Traumata kurz vergessen hatte. Es war wirklich wie in einem Mariokart. Und dazu noch konnte ich coole Sprüche klopfen. Ich hab mich einfach frei von jeglicher Last gefühlt.
Trotzdessen lebe ich grade noch dafür das ich meine Revanche gegen Yuki haben werde. Wie, wo und wann ich das machen werde, entscheide ich einfach spontan. Einer der oberen Ziele ist es einfach, dass ich sie erstmal einfangen muss. Dann werden wir weiter sehen.
Die Schule sieht eigentlich so schön aus, wenn man darüber nachdenkt, wenn niemand hier ist. Man hat hier sein Freiraum, man könnte rumschreien oder auch irgendwas kaputt machen (Keine Empfehlung). Aber andererseits fühlt es sich auch sehr gruselig an. Das Licht flackert manchmal an der Decke und die Gänge sind schon lang. Man kann nie wissen, ob z.B. aus dem Gang rechts ein Monster rauskommen könnte. Oder vielleicht ein hässliges Mädchen.
Warum 4 Monate? Weil einfach in den 4 Monaten sonst nichts passiert sind. Das crazieste war an diesen ersten zwei Tagen. Alles ist in den zwei Tagen passiert. Das mit Yuki, Freya und die Verfolgungsjagd. Einfach alles! Danach gabs noch Sachen, wie Klausurenphase, wieder ein bisschen verstecken vor Yuki, usw. Aber ich habe bis jetzt überlebt. Konnte in der Zeit auch ein bisschen meinen Körper stählern, damit ich beim nächsten aufeinander treffen nicht mehr so Schwach bin gegen die drei Mädchen.
Endlich die Treppe zur dritten Etage zum zweiten mal erreicht. Bin irgendwie fertig gerade. Habe immer noch Muskelkater von der gestrigen Trainingseinheit.
Dann gabs noch ein Moment währenddessen in den 4 Monaten, wo ich Gaid von meinen Zielen erzählt hatte, worauf er schon lang gewartet hatte.
Endlich an der Zimmertür angekommen.
Fortsetzung folgt.