Kapitel 21 / Eine Runde Uno?
Kapitel 21 / Eine Runde Uno?
Eine Runde Uno?
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[Klopf, klopf]
„Ich komme.", hört man mit lauten Schritten vom Zimmer.
„Da bist du ja.
Dein Tee ist schon ganz Kalt geworden!"
„Sorry, für die Verspätung.—"
Er zögert kurz.
„Warte... seit wann hast du den Teppich da besorgt?"
„Habe den Zuhause irgendwo gefunden und habe ihn einfach mitgenommen.—"
Krass. Ein Teppich vor dem Balkon, wo ein Panorama Fenster war.
„—Gefällt er dir?"
„Schon. Aber musste nicht unbedingt sein."
Sie dadrauf den kleinen Tisch und zwei Stühle dahin gestellt.
„Komm, setz dich hin und lass Uno spielen, wenn du Bock hast."
Auf dem Tisch sind zwei Kerzen. Draußen prasselt der Regen nur so runter. Zum Glück hat Harus Zimmer ein Dach für den Balkon bekommen. Sonst ist Feierabend am nächsten Tag.
Der Regen trommelt gegen die Scheibe, gleichmäßig und beruhigend, wie ein Hintergrundlied, das nicht aufhört. Man hört zwischen dem Regen noch wie das Gewitter immer näher kommt.
Die Box der Uno Karten liegtauf dem Tisch.
„Wenn du willst können wir anfangen, Haruto."
Achja... Nur zur Info, sie hatte mich irgendwann mal gefragt, ob sie mich so nennen darf. Ich meinte das es komisch ist, weil ich Haruki Takahashi heiße und da kein „to" drin ist. Doch nach den vielen anbetteln von ihrer Seite aus musste ich nachgeben. Und ja... nun nennt sie mich so.
Ich nehme zwei Küchenstühle die keinen Rücken hatten und legte sie neben meinen und neben Freyas Sitz.
„Wofür das?"
„Wirst du gleich sehen."
Ich setze mich hin und lege meine übereinander geschlagenen Beine über den Küchenstuhl und lehne mich seitlich in den Stuhl hinein.
„Ahh."
Sie macht im selben Moment das selbe wie ich.
„Weil...—"
Er zeigt mit dem Daumen nach draußen.
„—Wir müssen so eine Atmosphäre genießen, weißte?"
„Grad wo du es sagst."
„Du spürst grad den Vibe nh? Uno, Zwei Ker—"
„Genau."
„So eine Möglichkeit werden wir vielleicht nie mehr haben. Lass uns einfach den Moment genießen.
Also... willste Mischen?"
„Ok."
Sie fängt an zu mischen. Doch nicht wie eine normale Person. Sie mischt wie ein Poker Spieler.
„Spielst du eigentlich Poker?"
„Ne. Ich spiele gerne aber Schach. Warum fragst du?"
„Na, weil... du mischst wie ein Poker Spieler. Deswegen..."
Sie schaut zu den Karten.
„Ach... Kann schon sein. Also 10 Karten für jeden?"
„Klingt gut."
Während sie die Karten verteilt, schaue ich nach draußen und genieße das prasseln des Regen. Gleichzeitig freue ich mich das wir gleich Uno spielen werden.
Ich trinke meinen Tee und bemerke das er wirklich völlig kalt geworden ist.
„Tzzt."
„Was ist los?"
„Mein Tee ist ganz kalt. Ich mach mir 'nen neuen. Willste auch einen?"
„Ja."
„Verteil weiter die Karten, ich mach kurz den Wasserkocher an."
Er füllt Wasser ein und drückt den Knopf beim Wasserkocher an.
„Während das Wasser kocht, können wir ja über etwas reden."
Schlägt er vor während er zu seinem Platz zurückläuft.
„Können wir machen. Aber über was denn."
Im Hintergrund hört man schon wie der Wasserkocher anfängt zu kochen.
„Wir können ja reden, was damals zwischen dir und Yuki vorgefallen ist, während ich weggelaufen bin."
„Aber ich habs dir doch schon erzählt."
„Ehh...—"
Er kratzte sich am Hinterkopf.
„—Kannst du es nochmal bitte erzählen?"
Sie seufzte.
„Na gut."
„Du weißt ja wie ich sie mehrmals gedemütigt habe. Hoffe ich.—"
„Das weiß ich noch."
„Ok.
Dann sind wir halt zur Direktorin gegangen und ich habe gemerkt wie sie nur vor Wut brannte und mich in dem Moment umbringen wollte."
„Doch ich... ich blieb ganz ruhig in dem Moment und grinste nur mit verschlossenen Augen. Weil... mich hat's nicht interessiert.—"
„Ok und weiter?"
„—Ich hatte das in dem Moment nicht nur für mich getan, sondern auch für dich um etwas dein Vertrauen zu gewinnen.—"
„Du hast was?!", fragt er verwundert. Denn in dem Moment hörte er dies zum ersten Mal.
„—Hör mir zu! Danach sind wir zu der Direktorin gegangen. Sie hatte natürlich die üblichen Fragen gestellt. Wer hat angefangen, warum habt ihr es gemacht, usw. halt.
Dann als wir fertig waren, gingen wir beide aus dem Raum raus und...—
Ach übrigens der Wasserkocher ist fertig."
Haru steht auf und schüttete das Wasser in die Tassen. Er sucht nach Teebeutel und findet zwei Teebeutel Kamillentee dort.
Währenddessen fährt Freya fort.
„—Sie drückte mir irgendeine Ansage, dass ich auch auf ihrer Liste nun stehe, oder so. Hat mich ehrlich gesagt nicht gejuckt, was die vor mir gelabert hat.—"
„Also ich... hätte in dem Moment ein bisschen Angst bekommen."
„Genau das müssen wir ja bei dir wegbekommen. Du hast ja mir deinen Plan schon erzählt, das du deine Rache haben willst."
„Genau."
„Aber wir müssen dich erstmal Mental wieder auf Vordermann bringen. Es ist zwar ein bisschen Zeit vergangen, aber im inneren bist du fast der selbe, wie vor 4 Monaten.
„Hättest du es nicht mal ein bisschen netter sagen können...?"
„Sorry. Aber ich bin halt so. Ich nehme kein Blatt vorm Mund, wenn ich mit jemandem rede."
Ich mag eigentlich solche Menschen. Aber das war schon hart...
„So... hier ist ihr Tee Mademoiselle."
„Dankeschön Monsieur."
Kurze stille. Und sie lachen auf.
„Ich liebe den Moment einfach gerade."
„Ich auch."
„Wenn nichts mehr los ist, dann können wir ja anfangen, oder?" fragte er mit ein bisschen Ungeduld.
„Yes."
[Das Spiel beginnt]
Haru hat die Karten:
9 Gelb, 3 Rot, Farbe Wünschen, Richtungswechsel Rot, 1 Grün, 6 Blau, +2 Rot, Aussetzen Rot, 7 Rot, Aussetzen Grün.
Ganz schön viel Rot. Ich hoffe ich habe die bessere Hand.
Mal gucken wie gut sie ist.
[Spannung]
[Die start Karte ist die „grüne 5".]
Freya: [Grüne 1]
Haru: [Grüne Aussetzen]
Ich grinse dabei.
„Freu dich mal nicht zu früh, Haruto."
Haru: [Grüne 1]
Freya: [Grüne 7]
Haru: [rote 7]
„Was denkst du eigentlich, wie Yuki reagiert hat, wo sie gesehen hat, dass die beiden Mädels in einander gekracht sind?"
„Was?"
„Was denkst du, wie hat sie reagiert als sie mitbekommen hat, dass die beiden Mädels mich nicht gefangen nehmen konnten."
„Nein, nein, dass mein ich nicht."
„Meinst du, dass mit dem ineinader knallen?"
„Genau! Wie hast du das geschafft?—"
Freya: [Aussetzen rot]
„—Sorry Haruto, aber setz mal eine Runde aus."
„Boah!
Egal... ich hab einen last minute plan gemacht und— bam!—"
Sie zieht dann eine Karte. Kann oder will es aber nicht legen.
„Krass... aber vergiss nicht, dass wenn du verlierst, dass du mir etwas Persönliches erzählen musst."
Sie sagt es mit einem gefährlich süßen Ton und stützt ihren Kopf dabei.
Ich schlucke tief.
„Ich werd schon nicht verlieren."
Und versuche dabei meine Unsicherheit zu überspielen.
Beide nehmen ein Schluck Tee und spielen weiter.