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Kapitel 38 / Wir gehen in Phase 2 über!

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Kapitel 38 / Wir gehen in Phase 2 über!

Wir gehen in Phase 2 über!

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„Aber nun zur wichtigen Frage, warum zum Teufel bist du immer noch nicht beim Schülerrat?“

Die Frage musste ja auch irgendwann kommen…

„Ach das… Ehh… ich weiß noch nicht…“

Hätte ich mich darauf nicht eingelassen. Hätte mein dummes ich von vor vier Monaten nicht einfach die Schnauze halten können? Jetzt muss ich mich mit diesem Schülerrat da befassen…

Freya beugt sich über den Tisch und fängt an ihn anzuschreien. Haru geht gleichzeitig in die Verteidigungsposition. Natsu hingegen bleibt ruhig. Als wäre ihre Angst weggegangen.

„WARUM WEIßT DU ES NICHT?! Ich habe dir vor vier Monaten. VOR VIER!!! Ich hab dir ein Angebot schwarz auf weiß gemacht!“

„Ok. Schrei mich nicht mehr an. Das Ding ist ich weiß nicht mal was so ein Schülerrat ist. Und was der macht. An meiner alten Schule hatten wir sowas garnicht. Nur solche, Klassensprecher.“

Freya die versucht nicht mehr aggressiv auf ihn zu reagieren geht langsam zurück auf ihren Platz zurück.

„Boah. Ich klatsch dir gleich eine! Dann erkläre ich es dir nun zum tausendsten mal, Meister…! Ein Schülerrat ist so etwas wie die Politik der Schule. Zum Beispiel du hast die Interesse, das wir, keine Ahnung, einen neuen Sportplatz hier bauen sollen. Dann kann man alle Schüler bei der Wahl abstimmen lassen und es dann der Direktorin in dem Fall einreichen. Wenn es gut läuft wird es getan, wenn nicht, dann Pech gehabt.—“

„Aber warte mal. War es nicht so das man gewählt werden muss oder so?“

„—Hör zu! Ich komme noch dazu!“

Hört sich eigentlich interessant an. Ab—

„Also. Man kann entweder als Klassensprecher in den Schülerrat eintreten, oder wenn dort ein Platz frei ist, dann kann man sich auch für den Posten bewerben und mit viel Glück kann man dann in den Schülerrat eintreten.“

„Und hat man da Vorteile?“, fragt er als würde er Interesse daran haben.

„Und ob! Man hat Mitspracherecht bei Schulprojekten, Regeln, oder sonstigem Kram. Man lernt zu reden, organisieren und mit den Lehrern zu verhandeln.

Und natürlich wird man besser wahrgenommen, sowohl von Schülern als auch von Lehrern.

Und zum Schluss natürlich, du kannst deine Pläne mehr im Verborgenen machen, wenn grade Projekte oder sonstiges anstehen. Zum Beispiel auch aus dem Unterricht gezogen werden.“

Haru traut seinen Ohren nicht. Der letzte Satz hallt in seinem Kopf.

Aus dem Unterricht gezogen werden? Ich mache da sowas von mit! Vergesst was ich gesagt habe, tschau altes langweiliges Leben und hallo neues Leben im Schülerrat. Das wird geil.

„Woah, woah. Entspann dich. Du bist noch nicht drin, also beruhig dich.“

Was denn jetzt?

Harus Selbstbewusstsein schwindet wieder. „Aber das Ding mit ‚ich kann meine Pläne mehr im verborgenen machen klingt geil‘.“

„Jetzt mal aber unter uns. Du willst doch natürlich wissen, wer gerade ganz oben, quasi die Leiterin ist oder?“

„Natürlich!“

„Das Mädchen ist eine liebe, und hübsche. Ganz organisiert und setzt sich dafür ein.“

„Wer ist das? Kenn ich die?“

„Ich denke nicht. Sie heißt ‚Fesarina‘.“

Was ist das für ein alberner Name? Welche Eltern haben sich so ein bescheuerten Namen überlegt? Wenn jemand Geisteskrank sein soll, dann aber die Eltern und niemand anderes. Und apropos ‚Fesarina‘ ist nicht mal ein richtiger Name bestimmt. Er klingt zwar irgendwie ein bisschen Spanisch, aber sonst nichts dahinter. Wer ist diese Person???

„Hör mir mal zu. Wenn sie will, kann sie dich in Minuten erledigen. Du musst aufpassen vor ihr. Sie ist ein anderes Kaliber. Pass auf dich auf also! Vielleicht bist du sogar auf ihrem Radar. Weil, einziger Junge und so.“

Ohne davon auch nur im entfentesten Sinne eingeschüchtert zu sein, wedelt er mit der Hand vor sich hin. „Entspann dich. Mir passiert schon nichts.“

Auf einmal wird sie so ernst. Als würdest du, Freya, eine Maske tragen. No Problem für mich— ich mein für uns.

Haru legt sich ganz tief in den Stuhl hinein.

Wer ist diese Tante von der Freya mir erzählt? Könnte sie etwa irgendwie damit zu tun haben? Das wäre halt ein Gedankenloser guess, aber, vielleicht könnte es so sein. …Aber ich brauche dafür erstmal Beweise. Ich kann ja nicht ohne Grund jemanden beschuldigen von dem ich keine Ahnung habe. Wenn ich ihr dennoch gegenüber treten müsse, dann würde ich mir keine Sorgen machen.

„Wir haben doch in den letzten vier Monaten im geheimen mich gestählt, oder nicht?“

„Das schon… aber gegen sie hilft auch kein Training. Gegen sie kann man nicht gewinnen!“

Nicht gewinnen? Gewinnen ist mein Zweiter Spitzname Freya! …Aber das musst du noch nicht wissen. Denn ich werde diese Tante dann in den Boden stampfen, damit du es mit eigenen Augen sehen wirst! Ist mir egal wie diese Person drauf ist, ich werde kurzen Prozess mit ihr machen!

Haru wird ernst und richtet sich auf. Natsumi schläft währenddessen schon.

„Wenn du sagst, man kann nicht gegen sie gewinnen, dann werde ich erst recht dort in den Schülerrat gehen und gegen sie gewinnen.

Wie heißt sie nochmal? Fes— Fesfienchen? Festplatte…?“

Freya steht von ihrem Platz auf und geht direkt zu Haru rüber. Sie zieht an seinem Kragen und drückt ihn eine Ansage. Ihre Stimme wird rauer und sie schaut mit kaltem Blick auf ihn.

„Guck mal, ich weiß dir macht es Spaß hier zu sein. Aber nehm die nicht auf die leichte Schulter. Vielleicht verheimlicht sie was.“

Warum wird sie aufeinmal so ernst? Ich kenne sie so garnicht. Ich dachte sie ist eine starke und bisschen gefühllose Frau.

Er drängt ihre Hand zurück und äußert sich direkt danach. „Wenn sie mich kriegt ist es aus? Ich habe noch nie über so etwas gehört. Bist du dir sicher?“

„Nein Haru… ich mache nur Spaß, weißt du?!“

„Beruhig dich mal wieder und setz dich mal wieder hin!“

„Du bist in irgendeinem dummen Actionfilm grad gefangen. DAS IST KEIN SPAß DU BESCHEUERTER!!!“

Ruckartig öffnet Natsu langsam ihre Augen. Er bemerkt es sofort und wirft Freya einen Blick zu, der sie direkt leise stellen soll. „Nein, Natsu schlaf wieder. Es ist nichts.“

Er schaut direkt wieder zu Freya und spricht schon fast flüsternd zu ihr. „Bist du bescheuert geworden?“

Freya hält sich den Mund zu und entschuldigt sich daraufhin bei Natsu.

Nachdem sich beide wieder beruhigt haben, setzen sie das Gespräch fort.

„Fassen wir dann mal ernsthaft zusammen. Also, diese Schnorchel Tante ist also Mysteriös. Sie ist vielleicht ein Monster, was grad der Boss im Schülerrat ist—“

„Ja…“

„—OK. Und wenn man von ihr gepackt wird, dann ist es für einen das Ende?—“

„Ja!“

„Dann werden wir mehr Mann stärke haben müssen und einen gut durchdachten Plan. Was hältst du davon?“

„Ich weiß nicht… Sie ist halt…“

Haru beugt sich über den Tisch und streckt seine Hand aus während er sagt.

„Wir werden einen unbesiegbaren Trupp aufbauen und damit einen perfekt durchdachten Plan haben um diese Tante zu besiegen. Bist du dabei?“

Kurz zögert sie. Als würde sie einen kurzfilm in ihrem Kopf abspielen lassen. Haru der zu ihr lächelt und die Hand in der Luft liegt, muss sie annehmen.

Freya reicht langsam ihre Hand ein.

„Dann ist ja gut. Dann hab ich ja nun ein drittes Ziel, worauf ich mich einstellen muss, oder?“

„Ich sag‘s dir aber nochmal. Das wird nicht einfach!“

„Wenn es einfach wäre hätte es mich nicht gejuckt“ Er betont es noch mit einem Achselzucken „Und wobei… es macht Spaß unmögliche Sachen zu machen… findest du nicht?“

Freya kommen plötzlich Freudentränen auf.

Sie sieht Haru an — und plötzlich glitzern ihre Augen. Tränen laufen über ihr Gesicht, leise, unerwartet und echt.

Warum weint sie jetzt?

„Ach, du und dein Selbstbewusstsein. … Ich liebe dich jetzt schon als mein Meister!“

Als sie anfängt zu weinen und nicht den Handschlag annimmt beschließt er was anderes. Er steht auf und läuft zu ihr rüber. Haru fängt an sie zu umarmen. Ohne Vorwarnung. Daraufhin erwidert sie es.

„Ich weiß es nicht notwendig, aber mein Instinkt wollte es so.“

Sie wischt sich die Tränen weg und gebt ihm sanft einen Ohrfeige.

„Wofür war das denn??“

„Das ist für die Umarmung, die du mir gestohlen hast.“

„Hast du etwa noch nie—“

„Hab ich nicht…“

„Ich auch nicht. Du warst auch meine erste.“

Vor Freude umarmt Freya ihn wieder.

Ich habe nun ein neues Ziel. Und werde mit all meiner Macht versuchen dies zu erfüllen, Wenn diese Schnorchel Tante wirklich so gefährlich sein soll, dann wird sie mich erstmal kennenlernen müssen! In den letzten 4 Monaten habe ich nur an mich gearbeitet mit Freya. Aber ab diesem Schuljahr, werde ich allen zeigen, was ich in dieser Zeit gemacht habe! Ich lag nicht nur auf‘m Bett und hab fern gesehen. Ich habe an mir selber gearbeitet mit der süßen hier unter mir.

Mein Ultimativer Plan eine Fraktion zu gründen und danach die Geheimnisse der Schule zu lüften geht nun in Phase 2 über. Ich habe ein neues Ziel, brauche ein paar neue Mitglieder, und einen geilen, und durchdachten Plan. Der Grundstein ist gelegt, fehlt nur noch das aufpolieren.

„…Bin auf einmal Poet geworden.“, spricht er leise zu sich, ohne das es Freya auch nur hören kann.