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Kapitel 39 / Es wird mir eine Ehre sein…

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Kapitel 39 / Es wird mir eine Ehre sein…

Es wir mir eine Ehre sein…

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Ich freue mich, dass ich jetzt zwei neue und gute Partnerinnen gefunden habe. Mein Herz pocht, als hätte ich etwas gewonnen, was man mir nie wieder nehmen kann. Ich bin gerade einfach der glücklichste Mensch der Welt!

„Aber Freya… bitte. Lass mich los!“

Ihre Arme sind wie ketten um seinen Oberkörper geschlungen. Er drückt dagegen, aber sie klammert sich nur fester, ihre Wange ruht warm an seiner Schulter.

„Keine Chance! Ich bleibe jetzt so.“

Er lässt die Hände sinken und kippt mit dem Kopf verzweifelt nach hinten. Seine Augen wandern an die Decke, als würde da sein Retter in Not stehen.

„Warum muss das nur immer mir passieren…“

Freya grinst frech. „So leicht gibst du schon auf?“

„Ja…“ Sein Seufzer klingt länger, als er es eigentlich wollte.

„Hm… ich lasse dich trotzdem nicht los~!“

Ihr Griff verstärkt sich. Sein Atem stockt, die Brust hebt und senkt sich angestrengt.

Daraufhin presst er die Lippen zusammen, überleg kurz und sagt dann mit einer gespielten Gelassenheit: „Na dann gehen wir eben… dann zusammen duschen.“

Freya blinzelt, ihre Augen weiten sich einen Moment. Dann kneift sie die Lider halb zu, ein leichtes Lächeln zuckt über ihr Gesicht. „Du meinst das eh nicht ernst.“

Sie hält ihn noch fester, so als könnte sie seinen Körper in sich hineinziehen.

„Fre— Ich… bekomm… fast keine Luft mehr.“

Seine Stimme ist abgehackt, jeder Atemzug klingt wie durch einen Strohhalm gepresst. Er tastet schon halb blind in Richtung Badezimmer, und die Finger kratzen über die Wand, bis sie ihn endlich loslässt.

Er reißt die Arme nach vorne, und atmet tief ein. Die Luft brennt fast in seiner Lunge, aber es fühlt sich an wie ein Sieg. Ein Sieg gegen einen Verbündeten, so eigenartig wie es auch klingt.

„Ich meins ernst! Ich will duschen gehen. JETZT!“

Freya zuckt zurück, als hätte sie einen elektrischen Schlag bekommen. Ihre Augen werden groß, dann macht sie einen Schritt nach hinten, hebt beide Hände, als würde sie vor ihm kapitulieren.

„Na geht doch.“ Er richtet sich auf, atmet einmal tief durch und geht Richtung Badezimmer. „Bin in zehn Minuten wieder hier.“

Das Wasser prasselt auf seinen Kopf, rinnt über sein Gesicht, seinen Hals, seine Brust. Er legt die Stirn gegen die kühlen Fliesen, dazu schließt er die Augen. Ein tiefes Ausatmen erfolgt. Der Dampf füllt den Raum wie eine Wolke, die alle Gedanken in ihn aufwirbelt.

Hm. Nicht schlecht.

Er betrachtet sein Spiegelbild durch den beschlagenen Glasrand. Man sieht den Progress. Die Schultern breiter, die Brust definierter. Sein Rücken wirkt, als würde er langsam fliegen können.

Er streicht mit der Handfläche über seinen Oberarm, die Spannung, die auf seinem Oberarm nun haftet ist surreal für ihn. Ein halbes Grinsen schleicht sich auf dem Gesicht.

Doch sofort taucht Yuki in meinen Gedanken auf. Ihr Blick. Ihr Schlag. Das Gefühl, zu Boden gedrückt zu werden. Ein Kloß schnürt ihn die Kehle zu.

Er ballt die Faust, lehnt sich mit der Stirn wieder fester gegen die Fliesen. „Nie wieder…“

Die Stimme in meinem Kopf ist dunkel, schwer. Aber dann taucht Freya wieder auf – ihre Umarmung, die Wärme, ihr Geruch nach Shampoo. Er lacht leise. „Sie ist schon süß…“

Mädchen sind für mich wie eine fremde Welt. Früher habe ich sie gemieden. Ich fand sie anstrengend, zu kompliziert, und etwas, naja, komisch… Ich hatte immer nur Jungsfreunde gehabt und habe mit Jungs abgehangen. Yuki war die Erste, die wirklich in mein Leben gedrängt ist – und selbst das ist gescheitert.

Aber jetzt? Er atmet tief ein, hebt das Kinn. Jetzt bin ich nicht mehr der Haru von damals. Ich habe mich verändert. Ich bin stärker geworden. Mit Freya und Natsu an meiner Seite… niemand kann mir mehr das Wasser reichen.

„Scheiße.“ Er wischt mit der Hand die Tropfen aus dem Gesicht. „Ich hab noch nie so lange geduscht.“

Blitzschnell wickelt er das Handtuch um die Hüfte, streift die Latschen über und schlendert aus dem Badezimmer.

Ein Blick zur Uhr. „30 Minuten?! Was hab ich da drin gemacht… Smalltalk mit mir selber? Ernsthaft?“

Er kratzt sich am Hinterkopf, und zeitgleich grinst er kopfschüttelnd. „Das glaubt mir keiner.“

„Und Fre—“

Seine Stimme verstummt.

Das Zimmer liegt im Halbdunkel. Die Kerzen sind erloschen, nur der Mond schickt ein silbriges Licht durch die Gardinen. Schatten liegen über dem Boden.

Er kneift die Augen zusammen. „Freya? Willst du mich erschrecken, oder was?“

Er tastet nach seinem Handy. Auf dem Tisch, wo wir vorhin Uno gespielt hatten, finde er es. Ein leises Klicken, dann blendet ihn die Taschenlampe. Als würde schon im Himmel sich befinden.

Und nach schnellem absuchen im Zimmer mithilfe des Lichts findet er sie schließlich.

Freya und Natsu, zusammengerollt in meinem Bett, beide tief eingeschlafen. Ihre Gesichter sind entspannt, fast kindlich. Freyas Arm liegt halb über Natsus Schulter.

Er hält den Atem an. Für einen Moment fühlt es sich an, als wäre die Zeit stehen geblieben. Dann atmet er leise aus, lächelt. „Süß… gute Nacht ihr beiden.“

Er zieht vorsichtig die Decke höher über sie, als könne schon der kleinste Windzug sie aufwecken können.

Ein Problem weniger. Aber… wo schlafe ich jetzt?

Direkt beim Gedanken blitzt ihm ein Gedanke in den Kopf.

Er öffnet die Tür zum Trainingsraum, tapst im Dunkeln zu seinem Kleiderschrank. „Vielleicht hat Yuki ja an Matratzen gedacht…“

…

Nichts. Nur Kissen, Decken, Klamotten. Er stützt sich die Hände an die Hüfte. „Ernsthaft? Zwei Jahre mit derselben Matratze?“ Er schnaubt leise. „Na gut. Aber Kissen sind auch nicht schlecht.“

Er geht zurück ins Zimmer. Leise und mit Gefühl. Freyas Teppich liegt noch unter dem Tisch. Er lacht leise. „Freya, ich liebe dich dafür.“

Behutsam schiebt er den Tisch und die Stühle zur Seite. Die Beine knarren über den Boden, er beißt sich auf die Lippe, damit er nicht zu laut wird. Dann breitet er die Kissen aus, eins neben dem anderen, bis es wie ein improvisiertes Nest aussieht.

„Fehlt nur noch die Decke.“

Er rennt noch einmal zum Schrank, schnappt sich die dickste, die er finden kann, und wirft sie über das Kissenlager. Er streicht sich mit der Hand über den Stoff, und atmet tief ein.

„Ist zwar keine Luxus Suite… aber hey, besser als auf dem kalten Boden.“

Er geht zu den Gardinen, zieht sie zu. Der Raum taucht in völlige Dunkelheit. Nur das leise Atmen von Freya und Natsu begleitet mich.

Er legt sich hin, die Hände hinter dem Kopf verschränkt. Und wie ein Reflex fangen seine Gedanken an zurasen.

Mir ist ihr Name wieder eingefallen. Fesarina.

Er ballt die Faust auf der Decke, ein Kribbeln geht durch seinen Körper. „Es wird mir eine Ehre sein, gegen dich in den Ring zu steigen, Fesarina.“

Direkt danach wandert sein Blick zu Freya und Natsu, ihre schlafenden Silhouetten kaum zu erkennen. Ein kleines Lächeln legt sich auf die Lippen von ihm.

„Ich freu mich drauf… zu sehen, was für ein Mensch du wirklich bist. Und ich bin neugi—“

Und mit diesem Gedanken sinkt er langsam in den Schlaf.