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Kapitel 55 / Meine Erfahrungen

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Kapitel 55 / Meine Erfahrungen

Meine Erfahrungen

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Haru ist auf dem Weg zur Schule. Ganz entspannt, fast schon träge davon das die Schule wieder anfängt. Die Luft ist kalt. Der Schnee von Gestern schmilzt langsam zu grauem, matschigen Dreck. Er hasst ihn. Aus Prinzip

Ich bin schon seit 6 Monaten an dieser Schule. In dem Zeitraum habe ich ein paar Dinge in der Schule in Erfahrung gebracht.

— Die Schulform —

Die Schule ist, obwohl sie den Anschein nicht gibt, eine Eliteschule.

Denn die Mädels sind hier sehr diszipliniert und brennen für das lernen. Selbst in den Pausen lernen sie, in ihrer Freizeit, einfach immer. Das könnte der Hinweis dafür sein, warum sie so wenig auf dem Schulhof sind.

Und wenn sie mal nicht lernen sollten, dann sitzen sie in den Klassenzimmern und blicken wie Zombies auf deren Handys.

Ich bin fast der einzige der Basketball in den Pausen spielt. Oder auch im allgemeinen in den Pausen ist. Ich rede auch sehr oft mit denen aus meiner alten Schule. Selbst die Mädchen von dort wollen mit mir reden und fragen alles mögliche.

— Der Aufbau der Schule —

Die Schule ist so aufgebaut wie in den Ostasiatischen Ländern. Sowie in Korea oder Japan, obwohl wir hier in Deutschland sind. Schon eigenartig.

Einzelne Sitzplätze, Fenster an der Wandseite, wo man auf die Fluren gucken kann und Spinde in den Gängen. Sogar auch Automaten wo man Getränke kaufen kann.

Mensa gibt es auch, aber... ich mag kein Mensa essen. Halt drei Etagen und mein Zimmer ist ganz oben.

Und ein Zusatz: Ich finde die Schulkleidung von den Mädchen ein bisschen zu gewagt, wenn ihr mich fragt. Ein bisschen zu... na ja, ihr wisst schon.

— Die Atmosphäre in der Schule —

Obwohl es Tagsüber eine ganz normale Schule zu sein scheint, ist es nach dem Sonnenuntergang anders. Da ich fast die gesamten sechs Monate hier in der Schule übernachtet hatte, habe ich es hautnah miterlebt.

Als würden Nachts die Geister in der Schule aktiv werden und sich auf den Weg machen irgendwas zu neutralisieren, eliminieren, oder sonstigem.

— Die Schule im allgemeinen —

Man merkt das sie extra neben einer herkömmlichen Schule gebaut wurde um kein Aufsehen zu erregen.

Denn die meisten Oberflächlichen Beobachtungen aus meinem Fenster Platz von meiner alten Schule sah man es.

Die Gardinen sollten nur Oberflächlich dafür stehen, dass die Schule nicht normal ist.

Die Schule fühlt sich an wie ein Eisberg. Die Gardinen sind nur die Spitze.

— Schon was Herausgefunden? —

Ehrlich? Nein.

Ich weiß immer noch nichts über die Schule. Aber nach der ersten Klausurenphase in diesem Halbjahr will ich mehr herausfinden.

Ich habe bald keine Zeit mehr.

Schon nächstes Jahr stehen meine Finalen Prüfungen an. Ich muss schneller sein.

Eine Truppe habe ich ja schon, aber das weiter... daran muss ich noch daran arbeiten.

— Die Prüfungen —

Im ersten Halbjahr waren die Prüfungen ganz normal. So wie normale Klausuren eben aufgebaut sind.

Und wenn man sich fragt, wie ich abgeschnitten hatte, dann...

Nicht so gut.

Es war schon sehr nah an einem Defizit dran. Aber zu meiner Verteidigung muss man auch sagen, dass ich mich erst an die Atmosphäre, an das einzige Junge dar sein, erstmal gewöhnen musste.

Weil... ich komm von einer normalo Schule von nebenan, zu einer Elite Schule.

— Was werde ich jetzt machen? —

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich werde erst mal weiter schauen. Ich bin erst einmal froh das ich schon einmal eine kleine Truppe auf die Beine stellen konnte.

Hoffentlich habe ich noch nicht so viel Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Und ich rede nicht davon, dass ich der einzige Junge auf der Schule bin.

Halt wie gesagt, werde ich nach der Klausurenphase mich auf den Weg machen etwas herauszufinden.

Wir bekommen ja schon unsere Zeugnisse in ein, zwei Wochen schon. Ich werde glaube ich eine böse Überraschung bekommen. ... Und dann muss ich es meinen Eltern auch noch erklären müssen.

Er überquert die Ampel, gerade noch rechtzeitig. Zu sehr in Gedanken vertieft.

Ach... aber lasst es mal meine Sorge mal sein. Natürlich hoffe ich das mein Zeugnis im Sommer besser sein wird als das vom letzten Halbjahr.

Er betretet das Schulgelände von der Mädchenschule. Jeder Schüler von der Nachbarsschule guckt ihn schräg an. Als wäre die Meldung das er auf die Schule gewechselt ist sich nicht verbreitet hatte oder habe. Seit dem Anfang des Schuljahres ist es schon so. Jeden Tag. Morgens vor der Schule. Und Nachmittags nach der Schule.

„Leer heute?" murmelt er.

Er schaut auf die Uhr. 7:40 Uhr.

Eigentlich sollten ja Eliteschüler schon um 6 Uhr hier sein.

Kleiner Scherz. Hehe.

Aber es ist trotzdem schon Komisch.

Naja... dann kann ich ja in meinem Zimmer ein bisschen chillen. Hoffe da ist keiner.

Haru trägt eine schwarze Anzugshose, ein blaues Hemd unter der Winterjacke.

Der Dresscode fuckt mich übelst ab. Warum hat man hier einen Dresscode, ausgerechnet an dieser Schule?!

...

Ich hoffe wir bekommen mal irgendwann einheitliche Schülerkleidung. Ich fühle mich immer noch als wäre ich ein Außenseiter. ... Ich bin ja auch einer, aber man checkt schon was ich meine.

Er schließt seine Zimmertür auf, legt die Tasche ab und wirft sich mit den Händen hinterm Kopf aufs Bett.

Eigentlich waren die Ferien schön. Ich hatte zwischenzeitlich Geburtstag. Bin jetzt endlich 18 geworden. Fühlt sich aber etwas komisch an. 18. Ich darf jetzt gesetzlich fast alles machen. Oder war das alles...? Egal.

Er schließt kurz seine Augen und denkt noch weiter nach.

Der Schnee und die Weihnachtszeit hat alles gesafed. Mit den Jungs bis tief in die Nacht in der ps party zu chillen hat Laune gemacht. Ein paar Witze um 3 Uhr Morgens reißen, die witziger sind als Tagsüber. Einfach herrlich.

Ein leichtes Lächeln breites sich auf seinem Gesicht aus.

Das Zimmer ist geil. Wenn man mal weg war, merkt man erst, wie sehr man's vermisst.

Er richtet sich auf.

Ein eigener Trainingsraum, Terasse, Küche. Was will man mehr? Wenn die Mädels vorbeikommen, versuchen sie zusammen zu kochen. Die Ergebnisse jedoch... sagen wir, sind interessant. Falsche Zutaten, seltsame Konsistenzen, aber genau das macht's aus.

Ich liebe die Mädels. Ehrlich. Es ist einfach was anderes hier.

Er schließt wieder kurz die Augen.

Ach... In dieser Schule passiert einfach nichts. Ich will ein bisschen Action haben. Ein bisschen Kämpfen, ein bisschen Spannung, ein bisschen Adrenalin.

Er öffnet seine Augen wieder.

Doch das passiert leider heute nicht mehr. Und es ist auch schon 7:58 Uhr.

Er seufzt und lässt seinen Arm fallen.

Doch schwerenherzens muss er aufstehen und in den Unterricht gehen. Er nimmt seine Tasche, schließt ab und läuft entspannt zur Treppe rüber. Als würde er keine Sorgen im Leben haben.

Die Mädchen aus den anderen Jahrgängen winken ihm zu, doch die meisten gehen schnell weiter.

Also das ist schon ein Unterschied von vor den Ferien. Jetzt... sie winken mir?.

Er grinst jedoch.

Aber ich kann was cooleres. Hehe.

Und dann tut er's. Wie jeden Morgen. Etwas was ihn seitdem Wechsel immer begleitet und begleiten wird, wenn man sich ansieht was es mit ihm macht.

Das ist schon ein kleines Ritual meinerseits. Und zwar...

DIE TREPPE RUNTERRUTSCHEN!

Und das nicht gerade langsam. Als würde er wie ein Formel 1 Fahrer das Geländer runterrutschen.

Nach 20 Sekunden ist er schon unten angenommen.

20?! Heute zwei Sekunden lahmer als üblich gewesen. Die Ferien machen sich bemerkbar.