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Kapitel 65 / Plötzlich zu viert

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Kapitel 65 / Plötzlich zu viert

Plötzlich zu viert

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Haru kann nicht aufhören zu grinsen als er den Raum verlässt. Seine Augen funkeln und er geht als würde er vom Krieg gekommen sein zurück in sein Zimmer. Ein Ruhebereich im Vergleich.

Als er die Tür hinter sich schließt, legt er den Schlüssel zur Seite und setzt sich an die Bettkante. Reflexartig öffnet er die Schulapp, um nachzusehen, ob die Punkte der Prüfung schon eingetragen wurden.

{-[Profil]-}

[Persönliche Daten]

Name: Evonar Haruki

Alter: 17 (22.12.2006)

Reputation 100/100 (Neutral)

[Punkte Gutschreibung erst in 2 Wochen!]

Das ich in der 12. Klasse bin obwohl ich eigentlich in der 11. sein sollte ist leicht zu erklären. Ich war einfach in der ersten Klasse unterfordert von den Aufgaben. Ich hatte sie schnurstracks erledigt und konnte direkt zur zweiten Klasse wechseln. Und zum Glück habe ich dann kein Jahr verloren.

Er legt das Handy auf den Nachttisch, wobei er ohne sich umzuziehen aufs Bett fallen lässt.

Seine noch offenen Gardinen lässt er wie sie sind. Er schläft schon in ein paar Sekunden ein.

Nach ein paar Stunden Schlaf wird er durch leises Flüstern geweckt. Dinge scheinen sich zu bewegen in seinem Zimmer. Doch niemand hat doch den Zugang hierher… oder?

Langsam hebt er den Unterarm vom Gesicht und blickt zur Tür. Drei Gestalten stehen da, mit schwer beladen Koffern

Er blinzelt, reibt sich die Augen und starrt erneut. Ein kurzer Moment des Zweifelns huscht übers Gesicht. Geister? Ein Tagtraum? …Doch sie sind echt. Unbeweglich eingefroren.

Jeannes bauchfreies, geknotetes Tshirt sticht ihm sofort ins Auge, als sie eine Matratze ins Zimmer legt.

„Also ist das gut so? Ich hole die anderen beiden.“ Sie verschwindet kurz, nur um die nächste Matratze hereinzubringen.

„Okay mach.“, antwortet Freya ihr, während sie auf Haru langsam zukommt. Die Sonnenbrille auf ihren offenen Haaren wirkt überraschend attraktiv. „Sorry, wenn wir dir‘s nicht gesagt haben… aber wir ziehen hier ein.“

„Du weißt, Freya, dass ich sowas eigentlich machen würde. Und du weißt auch, dass ich dich nicht besonders mag.“, ruft Jeanne von draußen, während sie die nächste Matratze reinträgt.

„Erzähl mir doch mal was neues. Als würd‘ ich’s nicht wissen.“, reagiert Freya ganz gelassen auf ihre Bemerkung.

Sein Gesicht erstarrt. Und seine Augen weiten sich, als würden sie gleich rausfallen. Jedoch denkt er immer noch das er träumt.

„Ich träume doch, oder?“

„Ne.“

Direkt danach tritt Natsu ein, mit Strohut und weißem Sommerkleid, als würde sie in den Urlaub fahren. Ihre Haare sind nun etwas mehr gebändigt als zuvor. Eine kleine, unerwartete Veränderung.

„Wir haben WINTER!!!“

Jedoch reagieren die drei nicht auf ihn. Wohingegen Jeanne die letzte Matratze in den Raum hineinträgt. Mit den drei Koffern dazu, ist das Zimmer innerhalb paar Minuten voll geworden.

„Woah, woah, woah…“, sagt er, während er aufsteht. „Ich hab euch doch verboten, dass ihr hier her kommen sollt.“

Jeanne rollt ihre Haare ein bisschen und entgegnet ihm in der gleichen Sekunde. „Und wir haben gesagt… dass wir bei dir wohnen wollen als Truppe.“

Natsu und Freya stimmen ihr sofort zu. Als würden sie es geplant haben stehen sie im Sommeroutfit vor ihm. Als würde sein Zimmer ein neueröffnetes Sommercamp sein.

Er seufzt, und verschränkt die Arme. „Ihr wisst, dass das nicht geht. Ich hab Regeln, wie ihr wisst.“

Freya tritt einen Schritt vor, die Hände an die Hüften gestützt. „Regeln sind ja cool und alles… aber willst uns wirklich rausschmeißen? Ich mein, wir machen uns nützlich, wenn‘s hilft.“ Ihr Grinsen verrät, dass sie nur spielt.

Natsu lehnt sich lässig an die Tür. „Oder wir bleiben und du gewöhnst dich daran. Deal?“

Haru verzieht kurz das Gesicht, schaut erst Freya, dann Natsu und Jeanne an. „Und was, wenn ich nein sage?“

„Dann meckern wir halt ein bisschen, bist du einwilligst!“, sagt Natsu trocken, die Augen immer noch funkelnd.

Haru schnaubt, legt dabei eine Hand in die Tasche. „Ajajaj ich kann euch eh nicht mehr loswerden… Na gut. Unter einer Bedingung: Wir teilen alles auf. Haushalt, Ordnung und so halt.“

Bevor die drei überhaupt auf seine Forderung reagieren passiert:

„JAA!!!“, rufen alle drei gleichzeitig. Freya springt fast vor Freude auf. Natsu kichert, Jeanne schnaubt, aber man sieht ihr Grinsen.

„Na Logo, Boss. Was denkst du, warum wir bei dich ab und zu ernährt haben?“, lacht Freya.

Er lächelt zurück.

Obwohl sie morgen und übermorgen ihre Prüfungen haben sind sie erstaunlich ruhig. Ich hoffe sie können dann in Ruhe schlafen heute. Und ich würde mich dann nicht so alleine fühlen nachts. Und wenn es gerade immer noch ein Traum sein sollte, dann hoffe ich das ich nie mehr aus diesem Traum aufwachen will.

„Und vergiss nicht Boss: Wenn wir hier mit einrichten fertig sind, musst du uns alles über die Prüfung erzählen.“ Jeannes Stimme klingt ernst, die Augen jedoch voller Neugier.

„…Denn ich will wissen wie es bei dir lief!“ Plötzlich fasst sie ihn an die Hand und ihre Stimme strahlt nur noch vor Neugier.

„Also… du hast nun ein paar hübsche Mädchen in deinem Zimmer bis zum Ende der Oberstufe.“, merkt Freya an, zwinkert und macht ein Peace Zeichen.

Er lacht kurz.

Seine Hand wandert zu seinem Hinterkopf.

„Ach mach dir nix draus, wir werden dich schon nicht ärgern, zumindest hoffe ich‘s.“ Jeanne klopft ihm auf die Schulter und zwinkert zu Freya rüber.

Und so beginnt ein neues Kapitel seiner Truppe nach der Prüfung die Haru nun endlich hinter sich hat.

„Hast du meine Bestellung schon deiner Mutter gesagt?“, fragt Haru urplötzlich Seydo.

Sie löst den Griff von seiner Schulter und hält ihn am Arm fest. „Klar.“ Die Ohrhörer habe ich auch schon geklärt. Aber ich brauche noch das Geld von euch allen. Dann können wir bald loslegen.“

Gut. Dann werden wir mal gucken. Nun haben wir ein paar Monate Zeit um unser eigentlich Problem zu lösen.

Natsu währenddessen versucht die schweren Koffer zu seinem Trainingsraum zu schieben. Weil es fürs erste der beste Aufbewahrungsort ist dafür.

Als Haru jedoch ihren etwas tropfenden Schweiß wahrnimmt, befreit er sich von Seydos Griff und hilft Natsu beim tragen.

Ist das wirklich so schwer für sie?

„Danke.“, reagiert Natsu auf die Tat, während sie durch ihre Haare geht.

„Während ich die Sachen trage, geh unter die Dusche. Du schwitzt schon extrem.“, sagt er zu Natsu. „Und ihr beiden auch.“

„Ist geborgt.“ Jeanne hebt den Daumen.

…

Während die anderen duschen, ordnet Haru ein bisschen das Zimmer wegen der urplötzlich neuen Mitbewohner. Obwohl schon 20 Minuten vergangen sind, ist Natsu erst aus der Dusche rausgekommen. Sein Magen knurrt inzwischen heftig. Er hat seit seinem späten Aufstehen heute Morgen nichts gegessen.

„Ich mach uns was zu essen, ihr beiden. Freya ist ja gerade in der Dusche.“ Haru schaut sich um, während Natsu am Fenster sitzt und auf das Spielbrett starrt.

Die beiden reagieren nicht, also beginnt er. Denn die Mädchen hatten ihn schon oft bekocht, besonders Freya und danach Jeanne auch. Nun will er etwas zurückgeben, und will sich zeigen dass er sich ebenfalls um sie kümmern würde.

Das ich den Mädchen oft zugesehen habe dass sie für mich gekocht haben, so habe ich ebenfalls gelernt wie man „Standart“ Gerichte aufs Teller zaubert. Weil die beiden schon Meisterköche sind. Natsu und Ich lernen es noch langsam.

Er öffnet den Kühlschrank und nimmt ein paar frische Zutaten heraus. „Keine Sorge, ich mache was Einfaches, aber Leckeres. Pasta mit schneller Tomatensauce, fertig in 15 Minuten. Perfekt für uns vier.“

Natsu lehnt sich urplötzlich gähnend an die Theke und beobachtet ihn. „Das riecht jetzt schon gut. Du hast echt ein Händchen dafür.“

„Man gibt eben sein bestes Natsu.“, sagt er mit dem Blick zum Essen. „Wenn‘s heute aber schiefgeht, bestellen wir einfach Pizza.“ Er zwinkert direkt zu ihr.

Er kocht konzentriert, rührt die Sauce, schmeckt ab und richtet die Pasta hübsch auf Tellern an. Dabei achtet darauf, dass alles schön heiß und nicht zu stark gewürzt ist.

„Wow…“, sagt Natsu, als sie sich setzen. „Das sieht richtig gut aus.“

Freya kommt gerade aus der Dusche und setzt sich sofort zu ihnen an die Kochinsel. „Und das soll uns beeindrucken? Du hast es diesmal geschafft.“

Er lächelt. „Wenn du für jemanden kochst, zeigst du, dass du willst, dass er bei einem bleibt. Ich dachte, ich probier‘s mal.“

Alle greifen nach ihren Gabeln, lachen, plaudern. Die Prüfung ist für einen der vier vorbei, aber die kleine Truppe ist noch enger zusammengerückt.

„Zeig uns sowas öfter.“, teilt Natsu ihm mit einem lächeln zu.