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Kapitel 69 / Blindspot

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Kapitel 69 / Blindspot

Blindspot

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Ich erinnere mich noch wie ich ihr eine Kampfansage im Winter gedrückt hatte. Und leider hat sie vor einer Woche drauf reagiert. Irgendwie hatt' ich schon den Verdacht das es Fesarina sein würde.

Die Sonne ist schon runter gegangen. Der normale Schulalltag ist längst zuende und es fängt eine kleine Inspektion der Schule an.

Jeanne klappt ihren Laptop auf den Tisch und startet die Programme die für die Inspektion wohl wichtig sein sollen. Sie verdunkeln den Raum komplett legen jedoch zwei Duftkerzen rechts und links auf den Tisch, um die abendliche Szenerie zu schaffen.

„Seid ihr ready?", fragt Jeanne.

Alle stehen mitten im Raum, voll ausgerüstet mit allem, was sie brauchen könnten. Sie nicken Jeanne zu.

Doch vorher bittet er se noch um eine Kleinigkeit. Währenddessen lehnen sich Freya und Natsu links und rechts an der Tür, wartend.

„Mach die Helligkeit runter. Ich will nicht, dass deine Augen noch Schaden nehmen."

Weil du wichtig... für uns, und vor allem für mich bist.

„Na gut.", sagt sie erst leise zu ihm. Als würde sie nicht wollen, dass selbst zwischen ihnen Gerüchte entstehen. Direkt danach jedoch ruft sie schon fast: „Showtime!"

Jeanne stellt das Mikrofon auf den Tisch und verbindet es mit ihrem Laptop.

Haru freut sich innerlich wie ein kleines Kind auf die heutige Erkundungstour. Selbst während der Schulstunden konnte er nur an die Inspektion denken, die gleich starten wird.

Seit Wochen konnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Ich habe so Bock! Nach Fesarina brauch ich 'ne kleine Ablenkung.

Im Gegensatz dazu haben sich die beiden anderen auch gefreut, aber bleiben ruhiger. Die Aufregung ist zwar da, aber nichtsdestotrotz sieht man ihnen es an.

„Die Umhänge sehen gut aus.", inspiziert Freya schon fast. Neben dem braunen Umhang sehen die blauen Akzente, die am Kragen und den Schultern einen einheitlichen Stil verleihen sehr gut aus.

Er öffnet vorsichtig die Tür, blickt links und rechts hinaus. Er traut der Schule zu, dass sie überall Kameras haben, oder etwas anderes, was speziell ihn die ganze Zeit beobachtet. Trotz allem ist es ruhig. Niemand auf den Fluren.

Ich wollt mich mal immer wie ein Ninja spüren, hehe.

Haru sprintet sofort ohne nur ein Zeichen bekommen zu haben aus dem Zimmer. Die anderen beiden schütteln kurz den Kopf als Freya mit einem sauberen Frontflip durch die Tür direkt losläuft Natsu hingegen geht ganz normal durch los.

„...Dass die auch immer die Tür lassen müssen... mon dieu."

Ich hoffe die Umhänge sitzen perfekt. Wofür wir sie brauchen werden? Hab selbst keine Ahnung. Aber irgendwie... fühlt's sich richtig an.

„Als wäre ich in eine Art Basislager aktiv jetzt. Der Junge haut mich immer aufs neue um.", sie lacht kurz, als Jeanne die Kerzen anschaut. Die Vanille Duftkerzen haben sich im kompletten Raum verleiht. Es fühlt sich an, als würde man in einem wohltuenden Bad sich entspannen.

[„Hört ihr mich? Test, Test."] Jeannes Stimme kommt leicht kratzig aus den Ohrstöpseln, andererseits ist sie gut verständlich.

„Klar.", antworten alle gleichzeitig.

Sie teilen sich sofort auf. Haru läuft in die untere Etage, während Natsu und Freya in die unterste übergehen.

[„Perfekt. Also unser Gastgeber will ein paar mysteries in der Schule aufdecken. Jetzt beginnt's... hoffentlich?"]

Endlich mal. Jetzt kein Beobachter mehr sein, sonder der Typ der endlich mal zur Tat greift. Es hat 6 Monate gedauert. Die 6 Monatige Gewöhnungsphase ist zuende. Jetzt kommt der Part wo ich coole Dinge machen werde.

Genug trainiert, geübt, oder technische Sachen gemacht.

Ich. Greife. Zur. Tat. JETZT!

Falls die Ohrstöpsel den Geist aufgegeben, haben sie am Gürtel ein Walkie-Talkie. Zudem sind ein paar Utensilien griffbereit, falls sie gebraucht werden. Haru ist so ein Typ, der für alles gewappnet sein will.

Die Vorbereitung ist ein voller Erfolg. Jeanne, du bist die beste. ...Hab ich das mal gesagt— ich glaub nicht.

Haru erreicht die Süd-Treppe und rutscht die Treppe in unter zwei Sekunden runter. Nun ist er in der zweiten Etage. Genauso still wie die dritte, aber immer noch ein Hauch von Spannung zieht durch die gesamten Etagen hindurch.

Jeanne verfolgt ihre Punkte auf dem Laptop und kommuniziert über das Mikrofon mit ihnen.

[„Lasst uns... anfangen."] kündigt Jeanne an.

So. Wir schauen mal, ob hier irgendjemand auf mich wartet.

Er läuft entspannt den Gang entlang. Die Hände in der Taschen, als hätte er keine Sorgen. Sein Gehör ist wachsam, seine Schritte leise. Immer wieder schaut er über die Schulter. Das Paraonoia ist da.

[„Hörst du mich, Haru?"]

Er bleibt kurz stehen, Rücken zur Kreuzung, die zur Treppe führt. Er drückt den Knopf am Ohrstöpsel.

„Laut und deutlich— schätz ich. Was gibt's?"

[„Du hast gesagt, es fühlt sich an, als wären hier Geister oder so. Vielleicht hast du recht..."]

„...Was meinst du?"

Ein leises knistern schleicht sich in sein Ohr. Erst kaum hörbar. Dann immer lauter.

[„—zzzt—"]

„Jeanne?"

Die Verbindung flackert. Stimmen verzerren sich. Freya und Natsu sind nur noch Fragmente.

[„...Sa— zzzt —crebleu! ...gendwas stört—"]

Das Rauschen schwillt an, als würde jemand absichtlich am Signal ziehen. Harus Herz schlägt etwas schneller als normal.

[„...mein Rechner!"]

Haru traut seinen Ohren nicht. Eine Schweißperle läuft von seiner Schläfe. Doch er bleibt fokussiert.

„Wer... wie... was?"

Keine Antwort.

Doch als wäre nichts weiteres gewesen ertönt ein dumpfes Plopp im Ohr. Die Verbindung ist von Zauberhand wieder da.

[„Ich hoffe, ihr habt es auch gehört."]

[„Haben wir."] antwortet Freya.

Wer ist hier? Oder was...? Es fühlt sich an, als wäre ich in einem schlechten Horrorfilm gelandet.

Zwei Minuten vergehen. Haru erkundet weiter die Gänge, schaut in Klassenzimmer. Verdächtig, dass sie offen sind. Als würde jemand etwas planen.

[„Hallo? Hallo? Hörst du mich?"]

„Ja, was jetzt?"

[„Ich will nur sagen, dass ihr etwas vorsichtiger sein solltet."]

„Klar.—"

Während er ihr antwortet, ist sein Blick nach unten geneigt. Er sieht zwar den weiteren Verlauf des Ganges, aber nur halb. Es scheint so, als wäre da jemand blitzschnell um die Ecke gegangen wär.

...War da jemand?

Ohne ein Gefühl von angst will er sehen, was sich da befindet. Die Hände in den Taschen zittern und der Körper angespannt. Er zittert vor Freude. Als würde er wie ein neugeborenes Kind alles nachsehen wollen.

Ein bisschen Action würde mir gut tun. Bei meiner ersten Mission in dieser Schule.

Er macht einen Frontflip, fängt sich auf den Händen und geht sofort in einen Backflip über in den nächsten Gang. Es ist jedoch dunkel. Alles von Dunkelheit verschluckt. Das Mondlicht scheint nicht dahin. Doch er ist überzeugt davon, dass:

Da war safe jemand.

[„Warum bist du so gerannt??"]

Vor Aufregung platzt er beim erzählen. An seiner Tonlage hört man raus das er sich freut wie ein kleines Kind. „Ich folge einer Spur. Da war jemand!"

[„Hier? Jetzt?? Ich sehe aber nichts."]

Natürlich nicht. Welcher Idiot würde auch sein GPS Tracker bei den Gegner an machen? Wir sind doch hier eine Gruppe. Und wir wollen doch im Geheimen erkunden.

[„Bleib vorsichtig. Ich weiß das du dich freust. Aber denk daran: Es ist unser erstes mal."]

Man hört sofort ein leichtes Kichern von den anderen beiden am anderen Ende.

„Roger. Alles in bester Butter."

An seiner Reaktion scheint es, als würde er das Kichern der beiden nicht wahrgenommen haben. Jeanne allerdings schon, wobei sie direkt schon am ende der Ansprache ihren Kopf senkt.

Ach herrlich dieser Spruch. Ich sollte mal Poet werden. Wobei es noch besser wäre, wenn ich diese Gestalt fassen könnte.