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Kapitel 77 / Die Noten Bekanntgabe

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Kapitel 77 / Die Noten Bekanntgabe

Die Noten Bekanntgabe

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Der Parkplatz der Schule ist riesig, größer als alles, was Haru je zuvor gesehen hatte. Man könnte hier Tage damit verbringen, Verstecken zu spielen, ohne das es langweilig würde. Die beiden Schulen teilen sich diesen gigantischen Platz direkt hinter der Schule.

Die Osterferien sind vorbei. Die heiße Phase vor den Sommerferien beginnt. Fast alle Noten sind bereits fertig, und die letzten Klausuren stehen Anfang bis Mitte Mai an. Die Spannung greifbar, Schüler flüstern, lachen nervös oder ziehen die Schultern hoch.

Ich musste zum Glück nicht zum Elternsprechtag bei meiner Schule. Aber ich check selber nicht mal warum? Hab ich etwa meine Noten verbessern können?

Er schüttelt den Kopf und lächelt innerlich. Jeder ist nervös wegen der Prüfungsnoten vom Februar.

Ich glaube warum die die Noten der Prüfung so spät rausgegeben ist, weil die Kameras die ich in der Prüfung bemerkt hatte, etwas damit zutun haben könnten. Denn eine Elite Schule würde keine unnötige Zeit mit Prokrastination verbringen.

Vorallem wenn man bedenkt das die Klassenlehrerin von Haru es auch gesagt hatte, dass die Schule sich von Grund auf ändern wird. Und mehr, wie eine einheitliche Elite Schule sein wird.

„Ich hab wirklich voll Angst von den Noten.“

„Ja same.“

„Denkst du, du hast gut abgeschnitten? Irgendwie hab ich ein schlechtes Gefühl.“

„Ich glaub… unser Freestyle hat sich schon gelohnt.“

Die Flüsterein breiten sich von hinten nach vorne aus. Er beobachtet das Chaos mit einer Mischung aus Amüsement und innerer Ruhe. Seine Lehrerin noch nicht erschienen, und die Schüler mit ihren Sitznachbarn oder Freundinnen am reden.

„Hey Haru. Was hast du so gestern gemacht.“

Das Mädchen vor ihm dreht sich zu ihn um. Ganz aus dem nichts. Wie‘s aussieht hat Aselya ihre Freundinnen mit denen sie normalerweise abhängt aus der Parallelklasse nicht hier.

„Ach, weißt du…“, sagt er entspannt, „ einfach in meinem Zimmer gechillt und das Leben genossen.“

Sie lässt leicht ihren Kopf fallen, halb gespielt, halb ehrlich, und blickt direkt in seine smaragdgrünen Augen. „Du bist immer sooooo entspannt. Ich hätte eine ernsthaftere Antwort erwartet.“, lässt sie sich in den Stuhl etwas fallen.

„Du weißt doch wie‘s läuft“, sagt er ruhig. „Schule gehen, im Zimmer chillen, rausgehen mit Freunden, und alles repeaten.“

Aselya ist jemand, die ihren Alltag genau durchplant. Jemand die Struktur braucht. Listen. Ordnung. Dagegen wirkt Haru auf sie, als würde er einfach nach Gefühl leben. Als würde er jeden Tag neu entscheiden wer er sein Will.

Seit der Prüfung bin ich irgendwie freundschaftlicher zu ihm. Am Anfang merkt man‘s nicht. Aber je länger man hinsieht… Er ist total unorganisiert. Ich frag mich echt, wie er später mit so einem Chaos klarkommen will.

„…Danke übrigend“, sagt sie leiser. „Dass du mich auch fragst, wie‘s mir geht.“

Bevor er antworten kann, stehen plötzlich drei Mädchen aus den hinteren Reihen vor ihm. Sie stützen sich auf seinen Einzeltisch und versperren die Sicht.

„Ja?“

„Wie geht‘s so?“

„Was hast du Gestern so schönes gemacht?“

„Wie ist es eigentlich fast seit einem Jahr hier bei uns zu sein?“

Weil er ja auch eine neue Frisur hat, finden ihn die Mädchen viel attraktiver aus dem nichts. Als würde er einen unbewussten Trigger in manchen Köpfen der Mädchen aktiviert haben. Denn wie bekanntlich hatte er fast nie mit Mädchen Kontakt auf freundschaftlicher Basis, sondern nur als Schulkameraden, oder… wegen Hausaufgaben nachfragen.

„Ich find‘s entspannt.—“, sagt er.

„Und und, wie ist dein Zimmer? Ist‘s schön? Ist‘s aufgeräumt?“

Das eine Mädchen ist schon so früh am Morgen, so energievoll wie Haru bei seinen Trainingsroutinen. Als würde sie einen Kaffee zu viel am Morgen getrunken haben. Dazu noch versucht sie immer sich an Haru ran zuschmeichelen seit den Weihnachtsferien. Er schlägt einen Arm hinter der weichen Stuhllehne.

„Wie ist eigentlich die Nachbarschule so gewesen?“

Er blickt nach links, zudem Mädchen welches ihn an der Schulter anfasst. Ohne auch nur aufgeregt davon zu sein, bleibt er tief entspannt. Seine Augen ruhig und sein Atem kontrolliert.

„Normale Schule eben. Normale Fächer, normale Schüler, und stinknormale Lehrer.“

Sie lässt seine Schulter los. „Och Mann. Ich hätte echt was spannendere erwartet.“

Andere Schülerinnen in der Klasse die seit dem Haru hier ist mögen ihn einfach nicht. Es liegt nicht einmal daran das er ein Junge ist, sondern sie haben einfach noch ihn im Kopf wie er am Anfang der Sommerferien war. Dadurch das er eine leichte Lachnummer unter ihnen war und genau dieses Bild passt nicht mehr.

Es ist nicht laut gewesen. Nichts plötzliches. Und genau das macht sie wütend. Nicht, weil er ihnen etwas weggenommen hatte, sondern weil er ihnen das alte Bild weggenimmen hatte, an dem sie sich überlegen fühlen konnten.

Haru spürt es, noch bevor er über die Schulter guckt. Diese Art von Blicken, die sich nicht wie Neugier anfühlen, sondern wie leise Vorwürfe. Wie etwas Ungesagtes, das im Raum hängt.

Aus meinem alten Fensterplatz kommen die Blicke, wie interessant. Haben die wohl Eier in der Hose bekommen.

Ein kaum sichtbares Zucken geht über sein Mundwinkel. Kein Lächeln, eher ein Zeichen dafür, dass er sie bemerkt hat. Mehr nicht. Dann wendet er sich wieder den Mädchen vor ihm zu, als wäre nichts gewesen.

„Was war los?“, fragt eine von ihnen leise.

Er hebt nur die Hand und wedelt beiläufig damit. „Ach, nix besonderes.“

Die Gespräche um sie herum werden leise. Stühle knarren. Irgendjemand räuspert sich nervös. Zwei Gruppen, ein Raum und zwischen ihnen eine Spannung, die sich zusammenzieht wie ein Draht kurz vorm Reißen.

„Hey!“

Die Stimmen kommen schräg hinter ihm. Die drei Mädchen von der Fensterseite stehen jetzt näher. Mit einem Schlag verstummt jedes Flüstern. Jeder Blick richtet sich auf Haru.

„Hast du ein Problem?“

Er dreht sich den Kopf nur halb zu ihnen. Ruhig. Unaufgeregt.

„Nichts, das ich wüsste.“

Ein kurzes, spöttisches Lächeln.

„Du hast dir ja echt ein paar schöne Bekanntschaften gemacht“, sagt eines der Mädchen. „Wie wär‘s, wenn ich sie dir wegnehme?“

Er zuckt mit den Schultern.

„Kannst du gerne tun. Jucken tut‘s mich herzlichst wenig.“

Es sind die selben Gesichter. Dieselbe Energie. Wie in der Prüfung als auch davor. Fast schon ironisch. Damals wie heute, mitten unter seiner eigenen Klasse. Auch interessant, wenn man darüber nachdenkt.

„Bitte tu‘s nicht.“, flüstert Aselya und greift leicht an seinen Ärmel..

Freya die seit dem Anfang der Sommerferien an der Wandseite hat Haru im Blick wie kein anderer in der Klasse. Von der Seite kann sie immer sehen was er fühlt. Sein Atem, und die Art wie er ruhig bleibt.

Frau Siwzcyk ist noch nicht hier, aber ich will hier auch nicht das hier ein Krieg ausbricht. Ich befürchte gleich kippts.

Sie blickt zu ihm rüber und lässt ihren Kopf auf ihre Hand fallen. Ein fast schon schiefes, amüsiertes Lächeln auf ihren Lippen.

Ich hab mehr als jeder andere, vollstes Vertrauen in dir. Und sieh an, du hast dich gemacht. Ich hab schon von Anfang an dein Potenzial gesehen, als du noch nicht der Typ warst, der du werden wolltest.

„Ohh, beschützt dich etwa ein Mädchen?“

Er hebt langsam den Blick. „Und was, wenn es so wäre?“

Kein Spott. Kein Zorn. Nur eine Feststellung. Einen Moment lang scheint niemand zu wissen, wie man darauf reagieren soll.

Ich will keinen Stress mit ‘nem Mädchen anfangen, denkt Haru. Aber manche Menschen suchen ihn einfach. Egal wer du bist.

„Ist schon wieder der Tag im Monat?“

„OOOOOOOOOOOOOHHH!!!“, ruft die komplette Klasse.

Die beiden stehen sich gegenüber. Eiskalte Blicke. Doch unter der Oberfläche kocht es. Bei beiden. Er steht auf. Kontrolliet. Haru blickt auf das Mädchen hinab, das kaum bis zu seiner Schulter reicht. Sein Blick ruhig, durchdringend. Vom alten ich ist in diesem Moment nichts mehr übrig.

Die Dolche die er immer abbekommen hatte damals, zieht er seit Anfang der 12. langsam raus und wirft sie zu denen zurück die sie am meisten verdienen.

Kurz bevor das Mädchen platzt von Harus Überlegenheit der Größe

„Was soll das werden?“, schneidet eine Stimme durch den Raum.

In einem Moment dreht sich die ganze Klasse zur Tür. Ihre Blicke bleiben an der bekannten Gestalt hängen: Frau Siwzcyk steht dort, als hätte sie den Moment wie in einer Serie inszeniert, genau dann einzutreten, wenn die Spannung kurz vor dem Zerreißen steht.

„Frau Siwzcyk, das war nur so ein kleiner Smalltalk. Sie wissen doch, wie‘s läuft“, ertönt seine Stimme, ruhig, fast beiläufig.

Ein Murmeln geht durch die Klasse. Einige Schüler verziehen das Gesicht, als hätten sie gerade etwas Ungehöriges gehört.

Was denkt der, wie der mit unserer Lehrerin redet?

Ist der betrunken? Der denkt auch das unsere Lehrerin ein Bro von ihm ist.

Ich kann diesen Jungen garnicht anfangen zu mögen, nach so einer frechen Bemerkung.

Die Gedanken der Klasse schwirren wie ein Schwarm wütender Insenkten. Aber die Lehrerin selbst tritt ruhig in den Raum. Keine sichtbare Regung, kein Zucken, keine Spur von Überraschung. Sie gleitet in ihrem üblichen kühlen Look an die Tafel, während die Schüler, die zuvor Haru umstellt hatten, zurück zu ihren Plätzen treten. Ihre Miene bleibt Neutral, doch ihre Präsenz, ist unmissverständlich. Disziplin, Autorität.

„Ich hoffe, diejenigen, die bestanden haben, freuen sich. Die anderen… nun ja, tun einfach so, als würdet ihr euch freuen. Ich erwarte keine Reaktion.“

Sie greift nach der Kreide beginnt, eine Tabelle zu zeichnen. Von 15 bis 1 Notenpunkt. Während sie die Schülerzahl zu jeder Note einträgt, spricht sie weiter, ruhig, aber scheidend wie ein Messer:

„Ich hoffe, ihr seid euch allen im klaren das diese Prüfung kein Kindergarten Quatsch war…“

Die Klasse hält den Atem an. Die Tafel füllen sich mit Zahlen. Als sie die Verteilung der Noten fertigstellt, huscht ein Schauer druch den Raum.

15     14     13     12     11     10     9     8     7     6     5     4     3     2     1

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Haru sieht die Reaktionen der anderen. Augen weiten sich sich, Lippen zittern, einige greifen nervös nach ihren Stühlen. Selbst er, der sich gerade noch cool gibt, spürt ein kleines Ziehen in der Brust. Ein Mix aus Spannung und de leisen Stolz, an einer gewöhnungsbedürftigen Schule zu sehen.

„Ihr seid euch, glaube ich, nicht bewusst, auf welcher Schule ihr euch gerade befindet. Wir sind kein Förderverein. Wir sind die erste Elite Schule jemals in Deutschland. Vielleicht könnte man die Schweiz und Österreich noch dazu zählen.“

Ihre Stimme kommt ruhig, und eiskalt rüber. Unterbewusst merkt man trotzdem das Wut in der Luft um der Klassenlehrerin ist. Als würde man gleich von der stickigen Luft von vorne Ohnmächtig werden können. Sie setzt sich nach dem anzeichnen hin. Ihre Bewegung sind ruhig und eingeübt.

„Als kleinen Trostpreis hab ich eine Belohnung für euch. Ich frage euch, ob ich eure Note in der Klasse sagen darf. Ihr entscheidet.“

An ihrem Blick merkt man das sie eigentlich jeden Schüler bloßstellen wollen würde, aber es nicht darf, weil es zuvor von der Direktorin beschlossen wurde.

Sozusagen darf man einen Schüler als Lehrer auf der Schule nicht bloßstellen in der Schule, denn dann droht die Gefahr für Mobbing, oder ähnliche schlimmen Akte unter den Schülern.

Und ich bin mir ganz klar im Sinne, dass ich meinen Job dadurch verlieren könnte, wenn ich nur eine Falsche Bemerkung machen würde. Und da ist ja auch dieses eine Mädchen was mir ebenfalls Kopfschmerzen bereitet.

In der Klassen kommen sehr gemischte Gefühle hoch. Einige schluchzen andere starren fassungslos auf die Tafel. Die wenigen Glücklichen, die eine hohe Punktzahl erzielt haben, könnten sich nicht richtig freuen. Die Ausreißer nach unten machen die Stimmung nur schwerer.

Raum: 2-1 — Akademie für begabte Schülerinnen

Schuljahr: 2023/2024

Fach:

Lehrkraft: Frau Siwzcyk

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Nr.     I     Name des Schülers /      I     Herkunft    I     Notenpunkte     I         Bemerkungen

I     der Schülerin          I          I          I

I          I          I          I

10     I     Evonar Haruki          I     Japan         I     15          I          %&$$/

I          I          I          I

Obwohl Haru bekanntlich ein Typ ist, der gerne bei Lehrersachen sich herumguckt, kann er die Bemerkungen nicht einsehen. Der kurze Blick hat dafür nicht gereicht.

Warum schreiben die, die Herkunfte usw. aus? Und dass, obwohl ich zehnter im Alphabet bin, werde ich trotzdem als letzter aufgerufen.

Haru lehnt sich zurück, geht aus der Klasse raus, als nach der letzten Schülerin der Unterricht endet. Er geht direkt zum Basketball spielen rüber. Eine Tätigkeit die er nun dringend gebrauchen kann.