Kapitel 7 / Das Highlight
Kapitel 7 / Das Highlight
Das Highlight
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Auf dem Weg nach draußen begegne ich einem braunhaarigen Mädchen, die irgendwohin
rennt.
Bevor ich reagieren kann packt sich mich am Arm und zieht sie mich einfach mit.
„Hey, warte mal! Wohin führst du mich? Und… wer bist du überhaupt?“, fragt er verwirrt.
„Das wirst du gleich sehen.“ antwortet sie geheimnisvoll und zog mich weiter.
Während wir rannten, mustere ich sie unauffällig an. Sie sieht anders aus als die anderen Mädchen, die ich
bisher getroffen habe. Statt der typischen pinken Uniform trug sie eine weiße, bauchfreie
Bluse, einen schwarzen Rock und eine schwarze Schleife. Es wirkt, als hätte sie ihren ganz
eigenen Stil. Wenn ich es grad auch richtig gesehen habe, hat sie eine weiße Strähne vorne.
Schließlich bleiben wir vor einer Tür stehen.
„Willkommen zu Ihrem persönlichen Raum, werter Haruki,“, verkündet sie stolz.
„Wie, persönlicher Raum?“, fragt ich verblüfft.
„Ich habe Ihnen doch gesagt, wir haben etwas Besonderes für Sie vorbereitet.“ Sie öffnete
die Tür mit einer einladenden Geste. „Und hier ist der Schlüssel, falls Sie den Raum betreten
wollen.“
„Äh … danke?“, murmelt er, während der Schlüssel in meine Handfläche fiel.
Das Zimmer ist riesig:
[links eine moderne Küchenzeile ]
[rechts ein großes Bett ]
[gegenüber von der Tür ein riesiges Fenster mit Balkon ]
Ich bin sprachlos.
[Neben der Küchenzeile gibt es zwei weitere Türen ]
„Das hier ist Ihr ganz privater Bereich, nur für Sie allein.“
„Wow …“
Sie grinst zufrieden.
„Und gefällt es Ihnen?“
„Natürlich!“
Ich kann meinen Blick nicht vom Raum abwenden.
„Darf ich Ihnen noch das Nebenzimmer zeigen?“
Sie öffnet die Tür zum nächsten Raum
.
„Das ist Ihr persönlicher Trainingsraum.“
Sie zählte die Ausstattung auf:
[Klimmzugstange ]
[Gewichtsscheiben ]
[Dip-Barren ]
[Hanteln ]
[Fitness-Matten ]
Ich glaube diese Schule ist ein Unternehmen, wenn die soviel Trainingsequipment für so einen Normalo wie mich ausgeben.
Ich fühle mich wie ein König einfach.
Ich bin glaube es immer noch nicht das es mein Zimmer sein wird. Ich frage lieber noch mal nach.
„Das alles … nur für mich?“
„Natürlich. Nur das Beste für unseren männlichen Schüler.“
Ich bin überwältigt von diesem Zimmer.
„Das ist der Wahnsinn.“
„Wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen auch den Kleiderschrank. Ich habe ihn persönlich für Sie
zusammengestellt.“
„Okay?“, sage ich immer noch erstaunt.
Als sie den Schrank öffnete, bleibt mir der Mund offen stehen.
[mehrere T-shirts in verschiedenen basic Farben ]
[helle und dunkle Hemde ]
[helle und dunkle Jeans und Cargohosen ]
„Da wir noch keine spezielle Schuluniform für Sie anfertigen konnten, hoffe ich, dass diese
Auswahl Ihnen gefällt,“ erklärte sie und verbeugte sich.
„Verbeug dich doch nicht vor mir,“ sagt er schnell.
„Wie sie es wünschen, werter Herr. Dafür habe ich weiße, schwarze, graue Tshirts bestellenlassen. Ich hoffe sie gefallen ihnen.
In der Schule, wäre es passend, wenn sie die weißen oder schwarzen Hemde, die daneben sind anziehen würden. Was halten sie davon?“
„Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll, schönes Zimmer, schöner Kleiderschrank, einfach alles
schön. Alles auf mein Geschmack und auch Sachen die ich mal ausprobieren wollte, aber
mich niemals traute.“
„Das freut mich das es ihnen gefällt werter Haruki.“
„Eines nur, du kannst mich auch einfach nur Haru nennen.“
„Wie sie es wünschen.“
„Und die Förmlichkeit kannst du auch bitte sein lassen.“
„Wie sie es… eh… Verstanden.“ sagt sie unter Druck.
Ich kicherte leise.
Sie presste die Lippen zusammen, ihre Wangen verfärbten sich in einem tiefen
Rot.
„Mach dich nicht lustig über mich!
Was ich noch sagen wollte ist, dass auch die Hosen usw. auch von mir ausgesucht worden sind und das es ihn… das es… zögert …dir auch gefällt.“
Ich lachte.
„Danke für die Mühen.—“
er zögert kurz.
„—Wie heißt du eigentlich?“
„Yuki, heiße ich“ und lächelt dabei.
Ich lächelte zurück.
„Schön dich kennenzulernen Yuki.“
„Die Freude ist ganz meinerseits, werter … Herr … nein, Haru. Wenn sie … du nichts mehr
willst dann würde ich sie jetzt alleine lassen.“
„Bevor du gehst. Was ist denn dieser Knopf, an meinem Nachttisch?“
„Wenn du dadrauf drückst dann komme ich bin ich sofort da, aber benutz es nur im Notfall.“
„Alles klar.“
Yuki schließt dann die Tür. Ich ließ mich aufs Bett fallen und starre die Decke an.
Dann drehte ich mich und starre auf den Knopf.
Nur im Notfall hatte Yuki gesagt.
Aber was, wenn ich… nur ein kleines Experiment mache?
Ich drückte den Knopf.
Plötzlich hörte ich ein Rascheln unter dem Bett.
Aus dem Nichts kroch Yuki hervor, mit einem selbstzufriedenen Grinsen.
„AHHHH!“
Ich sprang erschrocken hoch und fiel direkt auf den Boden.
„AUA! Mach das nie wieder!“
„Entschuldigung, aber du hast mich gerufen,“ entgegnet sie ruhig.
„Aber wie zur Hölle bist du überhaupt reingekommen?! Du bist doch gerade durch die Tür
gegangen!“
Sie richtet sich auf, klopfte sich den Staub ab und grinst.
„Das gehört zu meinen Aufgaben als deine persönliche Assistentin, werter Haru.“
„Aja … Persönliche Assistentin, hm? Und das bedeutet, du versteckst dich unter meinem Bett?“
„Nur, wenn es nötig ist.“
Ich seufzte und setzte mich wieder aufs Bett.
„Okay, dann beantworte mir wenigstens eine Frage: Warum haben mich die zwei Mädchen die mich unten entgegengenommen haben mir nachspioniert?“
Yuki wird plötzlich ernst.
„Ah, das … Sie wollten dein Zimmer zusammenstellen. Sie hatten
den Auftrag, alles über deine Vorlieben herauszufinden.“
„Und? Haben sie Erfolg gehabt?“
Sie kratzte sich verlegen am Kopf.
„Nun, nicht wirklich. Deshalb mussten wir improvisieren und … na ja, es etwas klischeehaft einrichten.“
Ich lachte leise.
„Das erklärt einiges.“
„Haben sie sonst noch Fragen?“
Was gibts eigentlich auf dem Schulhof? Ein bisschen neugierirg macht mich das schon.
„Ja, undzwar, was ist auf dem Schulhof so, also ich meine als Zeitvertreib in den Pausen
dar?“
„Es gibt einen Basketballkorb, zwei kleine Fußballtore und ein paar Sitzmöglichkeiten. Außerdem natürlich die üblichen Dinge, die Sie von Ihrer alten Schule kennen.“
„Hm, klingt gar nicht schlecht.“
Yuki nickt zufrieden.
„Wenn sie… du nichts mehr brauchst, dann ziehe ich mich jetzt zurück.“
„Alles klar. Tschüss, Yuki.“
„Bevor du gehst—“
„Ja?“
„—werden der Basketballkorb oder die Fußballtore von en Mädchen überhaupt benutzt?“
„Nicht wirklich.“
„Und warum sind dann dort Fußballtore dort hinplatziert worden?“
Ich checks nicht.
„Das gehört ja eigentlich zu jeder Schule. Es ist ja im Auge des Landes eine ganz normale
Schule und deswegen sind die gesagten Sachen dort gebaut worden. Unabhängig davon ob
sie jetzt benutzt werden oder nicht.“
Ich schaute sie mit vielen Fragezeichen an.
„Unabhängig? Im Auge der Stadt?
Das ist ein bisschen zu hohes Deutsch für mich.“
„Damit du es verstehst ohne dich zu beleidigen. Das heißt das es von oben als normale
Schule gesehen wird und das egal ob man an den Fußballtoren Fußball spielt oder nicht es
trotzdem gebaut wird.“
„Jetzt hab ichs gescheckt“, antwortete ich mit einem Faustschlag auf die offene Hand.
„So dann geh ich mal.“
Sie verließ den Raum, und ich lasse mich wieder aufs Bett fallen.
„Das Mädchen ist echt nicht schlecht.—“ murmelte ich, bevor mir ihr rotes Gesicht wieder einfiel.
„—Im Gegenteil, sie ist sogar ziemlich süß.“
Ich kicherte leise vor mich hin.
Doch dann schießt mir plötzlich Rukas freches Grinsen in den Kopf.
„Geh mir aus dem Kopf!“
Ich schlug mir das Kissen vors Gesicht und versuchte, die Erinnerung zu verdrängen.
Es ist schon ‘ne Stunde vergangen und Haru chillt in seinem Zimmer. Es ist ihm bestimmt
gerade zu gemütlich um aufzustehen, wie man es eben kennt von Jugendlichen in seinem
Alter. Kein bock zur Schule zu gehen aber von der Couch oder vom Bett aufzustehen hat
man auch kein Bock.
Es ist grade zu langweilig. Ich will jetzt nicht bis in die Nacht am Handy sitzen.
Neugierig guckt ich auf die Tür neben dem Badezimmer. Mein Trainingsraum. Einfach der Traum
eines jeden Jungen. Nicht nur das ich in der Schule lebe. Was einerseits sich schlecht anhört
aber ich hab mein eigenen Trainingsraum. Hallo?! Das ist Heftig!
Ich schaute mir alles an.
[Spiegel]
[Hanteln]
[Bank]
[und wie gesagt auch Equipment womit man Körpergewichtsübungen
[machen kann.
[Einfach ein all-in-one Paket]
„Nah mal sehen ob ich paar Klimmzüge und Dips machen kann.“
Er zieht sein T-shirt aus und stellt sich unter die Klimmzugstange.
Mit einem festen Griff hält er sich und zieht hoch.
Eins! Zwei!
„Krass! Obwohl ich nie Klimmzüge gemacht habe.“
Nach zwei Sätzen hatte er plötzlich keine Kraft mehr sich hochzuziehen.
„Ich hab noch eine Menge was ich an meinem Körper noch verbessern kann. Das wird ein
spaßiger Weg.“
Er sagt es während er sich in den Spiegl schaute der unter der Klimmzugstangen befestigt ist.
Ich seufzte.
„Klimmzüge check. Jetzt die Dips.“
Ich greife den Dip barren fest zu springe hoch und mache die Wiederholungen.
Eins, Zwei.
Als er sich für den nächsten Satz bereit machte, fällt sein Blick auf die Tür und sah das die
offen steht.
Yuki lehnte sich mit verschränkten Armen im Türrahmen.
Ich erschreckte mich und fiel hin.
„Nicht schlecht Haru. Du wirst einen sehr schönen Körper haben, wenn du weiter so machst.“
Sie klatschte dabei.
„Ware wie lange stehst du schon da?“
„Seit vielleicht dreißig Sekunden.“
„UND WIE ZUR HÖLLE HAB ICH DIE TÜR NICHT GEHÖRT, WIE DIE AUFGEGANGEN
IST?!“
„Tja, das ist auch einer meiner Aufgaben als Assis—“
„Meinst du mich zur stalken ist auch deine Aufgabe?“
Sie lächelt unschuldig.
„Ich bin deine Assistentin natürlich auch sowas.“
Ich seufzte wieder auf und murmelte leise.
„Ich muss dringend mal ein Schloss an die Tür heften.“
„Ach. Und wenn du ein Schloss an die Tür dranmachen willst, würde ich an deiner Stelle nicht
machen.“
Den zweiten Teil des Satzes sagte sie vollkommen ernst, dass Haru sogar bisschen
Angst bekommen hat.
Nun ist es Abends.
In der Zwischenzeit hatte sich Haru abgeduscht und Yuki hat in der Küche
ein neues Gericht ausprobiert.
Er wollte mal den Balkon ausprobieren.
Da waren zwei Plastikstühle und ein Teppich sogar auf den Boden ausgelegt worden. Er öffnet
die Balkontür und setzt sich auf eine der zwei Stühle hin.
„Ah, so lässt es sich leben. Perfektes Zimmer. Perfektes Leben. Und perfekter Vibe.“
Der Wind wehte grade so schön. Nicht zu schnell und nicht zu kalt.
„Haru. Ich stelle deinen Tee den du wolltest auf den kleinen Tisch vor der Balkontür, ok?“ sagte sie von der Küchenzeile aus.
„Ja. Ist ok. Und danke das du bei mir bist.“
Ich fing in an den Tee zu schlürfen und ich war felsenfest davon überzeugt, dass niemand mir diesen Moment gerade zerstören kann.
Dann… Mein Handy klingelt.
Es war Ruka.
Wenn man vom Teufel spricht, hm? Videoanruf?
„Hey mein Lieblings Bruder was machst du denn soooooo?“
„Mein liebelingsbruder? Seit wann das denn? Hab ich was verpasst?“
„Naja, DU BIST JA HEUTE GARNICHT MEHR NACHHAUSE GEKOMMEN. HAST DU EIN MÄDCHEN GEKLÄRT ODER WAS MACHST DU GRADE?“
Sie schrie so laut das ich das Handy von mir kurz entfernen musste.
Ich glaube die ganze Nachbarschaft hat ihr schreien gehört. Obwohl es nicht mal auf
Lautsprecher war.
„Tja Ruka, was soll ich sagen.—“
Gleichzeitg schlürfe ich an mein Tee.
„—Ich hab ein eigenes Zimmer bekomm—„
„DU HAST WAS?!“
„Junge hör mal auf zu schreien, die ganze Nachbarschaft hört dich!“
„Boah, sei leise. Und erzähl mehr vom Zimmer.“
„Hab ein Zimmer mit Küche, Trainingsraum, Balkon und so bekommen. Und. Eine Assistentin.“
„WAAAAAAAAAAAAAAAAAAAS?!“
Ich hielt das Mikrofon direkt gegen mein Mund sprach leise mit ernstem Ton.
„Gu‘ma Mädchen, wenn du nochmal so schreist, dann lege ich auf und sag dir nix mehr.“
„Ok, ok sorry.“
Aus der Küche kommentierte Yuki.
„Ist sie eigentlich immer so energiegeladen?“
„Leider schon.“
„Mit wem redest du da Haru?“
„Das ist meine Assistentin. Nerv nicht.“
Yuki kommt zum Balkon um mir Obst zu bringen. Und sagt nebenbei:
„Wenn du ihn so sehr vermisst, dann kannst du auch einfach vorbeikommen.“
„Ohhh, wirklich?“ sagt Ruka mit aufgeregter Stimme.
„Psschhhhhh Yuki. Warum sagst du sowas man.“ versucht ich leise zu sprechen ohne
das es Ruka mitbekommt.
„Ich dachte es wäre was schönes wenn Ruka und ich mal uns
kennenlernen können.“
„Hallo ignorier mich nicht. Bin immernoch da. Und zeig mal deine
Assistentin!“
„Kein Bock.“
„Dann hast du eben jetzt ‘ne Assistentin, aber was ist mit mir? Braucht du nicht auch eine Schwester Assistentin?“
Yuki bekommt die Ansprache mit und fängt an zu lachen.
„Junge, wie kommt man auf sowas?“
„Weißt du was ich ziehe morgen zu dir und werde deine zweite Assistentin. Wie wärs?“
„Nicht mal der Teufel würde auf so eine Idee kommen. Ich schwörs dir du bist einfach nur Chaos in Person.
So ich leg auf. Tschüss!“
Bevor ich auflegte sagte sie wieder irgendwas, aber ich habe nicht mehr zugehört.
„Denkste das war Nett Haru?“ fragt Yuki verwundert.
„Das Ding ich wollte nur einen schönen Abend haben auf dem Balkon mit meinem Tee und dem Obst. Übrigens Danke fürs Obst. Aber dann musste die kommen und den Abend ruinieren.“
Während ich genervt es erzählte, ist Yuki glücklich und kicherte leise.
„Was gibts zu kichern?“
„Ach ich finde nur eure Geschwisterliebe sehr lustig nur das.“
Ich glaube nach dem Obst gehe ich rein und gehe einfach nur pennen. Bin einfach voll müde.
Bin heute sowieso für meine Verhältnisse zu früh aufgestanden. Ist mit egal ob es erst 22 uhr
ist ich gehe pennen.
„Du gehst jetzt schon schlafen, werter Haru?“ fragt sie verwundert.
„Ja, bin unnormal platt von heute, weil ich eh schon früh aufgestanden war und die Sache mit
der Direktorin usw.“
„Na dann gute Nacht.“