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Kapitel 8 / Der erste Schulalltag

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Kapitel 8 / Der erste Schulalltag

Der erste Schultag

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DING! DING! DING!

Es ist 7:30 Uhr.

Erster Schultag.

Der Wecke dröhnt durch das Zimmer.

Haru streckt die Hand aus, tastet nach dem Gerät und drückt halb verschlafen auf den Knopf.

Nur noch fünf Minuten…

Fünf Minuten später.

Er blinzelt, reibt sich die Augen, und zuckt. erschrocken zusammen.

Direkt vor seinem Gesicht steht Yuki, mit gefalteten Händen und einem frechen Lächeln.

„Guten Morgen, Haru.“

Er fällt rückwärts aus dem Bett.

Yuki lacht leise und hält sich die Hand vorm Mund.

„Du musst dich doch nicht immer so erschrecken.“

„Dann hör auf, mich immer zu erschrecken!

„Tut mir leid.“

Nach diesem Zwischenfall richtete ich mich auf und wünschte ihr auch einen guten Morgen.

„Wann muss ich eigentlich da sein heute?“ fragt ich gähnend.

„Das ist unhöflich Herr. Um deine Frage zu beantworten, du musst um Punkt 8 Uhr in der

ersten Etage sein.“

[7:39 Uhr]

Ich habe also noch Zeit. Ich glaube ich mach mal alles etwas langsamer.

„Kannst du mir dann bitte ein paar Scheiben Toast machen, damit ich wenigstens irgendwas im Magen

habe?“

„Kommt sofort, werter Haru.“

Ich zuckte wieder mit den Augenbrauen.

Ach, wenn sie so förmlich reden will, dann lass ich sie einfach.

Ich muss mich auch mal frisch machen langsam.

In der gleichen Zeit, legte Yuki ein paar Honigbrote und einen Kamillen Tee

auf dem Esstisch. Ich kam aus dem Badezimmer raus und das erste was Yuki machte war es

leise zu lachen mit der Hand vorm Mund.

„Warum lachst du? Hab ich was an mir?“

Daraufhin blickte ich panisch überall hin.

„Es ist nix, werter Herr…“ sagte sie.

Ich bin erleichtertert.

„…deine Haare sehen sehr schön heute aus.“

Ich errötete ein wenig, weil ich selten Komplimente bekommen habe für meine Haare. Und erst recht nicht von Mädchen.

„Danke.“ bedank ich mich nervös und kratzte mich am Hinterkopf.

„Nun, ich habe ihr Frühstück zubereitet.Zwei Scheiben Honigbrote und ein Kamillentee. Ich hoffe du bist zufrieden.“

„Danke, dass du sogar den Honig auf die Brote geschmiert hast.“

„Sollte ich es nicht so machen?“

„Alles Gut. Nur ich hatte gedacht, dass du den Honig nur daneben legst, Yuki.“

„Fürs nächste mal weiß ich Bescheid.“

„Nein, nein! So mag ich es auch. Mach einfach, was du für richtig hältst.“

„Dann ist ja gut. Und Guten Appetit.“

[7:50 Uhr]

Ich habe doch noch voll viel Zeit übrig. Was soll ich in dieser Zeit nur machen?

Soll ich ein Rückwärtssalto machen? Neee. Keine Lust jetzt hinzufallen und sich zu maulen.

„…Hey Yuki.“

„Ja?“

Sie erscheinte am Balkonfenster.

Ich zuckte auf.

„Ich hab dir doch gesagt das du mich nicht erschrecken sollst!“

„Aber Haru ich habe nichtmal versucht dich zu erschrecken. Du bist ganz einfach dann

schreckhaft.“

„Bin ich nicht! Meine Frage war, stellt man sich eigentlich hier in der Schule vor wie in Japan

oder so? Weil die Schule macht mir schon ein japanischen Eindruck weißt du?“

„Man muss sich nicht vorstellen hier. Selbst wenn du es machen wollen würdest. Ich glaube aber

jedes Mädchen kennt dich schon in der Schule, weil du ja wie gesagt der einzige Junge in der

Schule bist.“

„Macht Sinn.“

Sie ging weg und ich zweifle immernoch daran, ob sie mich stalkt. Oder auch in der Nacht mich beobachtet. Sie ist zwar süß aber wenn ich „Yuki“ sage—

„JA?“

„NEIN!“

„Ok…“

„Nein ich habs nicht so gemeint.“

Dann kommt die immer irgendwo her heraus. Vielleicht kann ich das auch mal herausfinden im laufe der Jahre.

[7:58 Uhr]

Aus der Tür raus und um die Ecke ist die Treppe nach unten.

Ich bin ja grad im dritten Stock und muss nach unten in die erste Etage.

Blöde Frage aber denken die Mädchen grad an mich? Oder wissen die wie ich aussehe?

Ich seufzte.

Ich hoffe die Lehrer sind mindestens in Ordnung. In den Pausen werde ich dann eh alleine chillen. Ich glaube die werden mich eh meiden. Hab ja eh keine Erfahrungen mit Mädchen bisher gehabt außer mit meiner Schwester, wenn man das dazuzählen kann.

Als ich vom zweiten in den ersten Stock überging hörte ich in der Ferne ein paar Mädels, die

über mich flüsterten.

„Ist das nicht der neue?“

„Ich glaube es ist dieser Junge der an unsere Schule gewechselt ist.“

„Wie hat der es überhaupt auf diese Schule geschafft?“

„Der ist aber süß.“

Ich habe jegliche Kommentare gehört als ich vom zweiten in den ersten Stock gegangen bin.

Ich betrete dann die Klasse und alle Augen sind auf mich gerichtet gewesen. Das Ding ist niemand

steht draußen aufm Flur um auf die Lehrerin zu warten. Alle chillten im Klassenzimmer. Wo

ich herkomme ist das schon unvorstellbar. Ich zog bisschen mein Haar nachvorne um mich

bisschen zu verdecken und setzte mich nach hinten rechts vom Lehrer Pult ausgehen hin.

Direkt ans Fenster. Das Problem war jedoch, die Gardinen sind zu! Und die Lichter sind an

und es ist Sommer! Zwei Begriffe die garnicht miteinander passen. Im Sommer ist immer

Licht aus.

Ich wollte die Gardine aufmachen bis alle von ihnen PSSHHHHHH! rufen. Ich

zuckte ein wenig auf und fragte warum ich das nicht machen kann.

„Ok?“

Ach ich setzt mich einfach hin und bitte als zweiten Wunsch die Gardinen aufzumachen oder so. Ich will den Jungs zuwinken oder wenn mir im Unterricht langweilig ist mit denen zu kommunizieren. Natürlich

unauffällig. Locker die Lehrer sind hier voll die Zombies und schon etwas älter. Ich hoffe

aber nicht. Wäre einfach nur ein Albtraum.

Während meine Gedanken wieder von der echten Welt abschweiften kommt Yuki mit der Lehrerin ins Klassenzimmer.

„Herr Takahashi, du und Yuki werdet die Schule einmal von oben bis unten besichtigen.“

Danach flüstert die Lehrerin Yuki noch was ins Ohr. Ich steh auf und alle beobachteten mich bis ich die Klasse verließ. Ich fühlte mich nicht wie ein Superstar. Im Gegenteil das war superunangenehm immer als die angefangen haben mich anzustarren.

Ich verlies das Klassenzimmer und fragte Yuki direkt.

„Warum musst du mich nochmal um die Schule führen? Ich habe doch Gestern das nennenswerte gesehen.“

Sie antwortet direkt und ohne nachzudenken.

„Das kann schon sein, aber ich wollte dir auch eigentlich die Sportplätze zeigen. Wie Gestern

schon gesagt die unbenutzten Basketballkörbe und Fußballplätze.“

„Ahh.“

Endlich die erste Stunde in diesem Höllenparadies nicht teilnehmen. Also Schwänzen bestes Leben.

„Was murmelst du da die ganze Zeit, Haru?“

„Oh, sorry.“

Angekommen bei den Treppen nach unten ins Erdgeschoss kommt sie mit der Aktion an.

„Haru kannst du das auch?“

Während sie das sagt rutscht sie am Geländer der Treppe runter mit ihrem Hintern auf dem Geländer.

Als sie unten war, wollte sie das ich es auch mache.

„Geht das so?“

Ich setzte mich vorsichtig auf den Geländer. Und rutschte anschließend sehr langsam runter. Sehr langsam. Also wirklich langsam. So langsam das Yuki schon mit dem Fuß ein beat machen konnte.

„Endlich bist du unten man.“

„Sieht einfacher aus als gedacht schätze ich mal“, und kicherte beschämt.

„Na los da hinten ist Tür zum Sportplatz.“

„Renn mal ein bisschen.“

Während sie es sagt rennt sie los und guckt im gleichen Atemzug nach hinten.

Sie kommt zurück und nimmt Haru am Arm und zieht ihn mit.

„Das ist nicht das Schlaraffenland du Faultier. Komm mit!“

„Schlar— was?! Was laberst du?“

Yuki schüttelte den Kopf.

„Ach egal.—“

„—Also Haru das sind unsere Sportplätze.“

Hier direkt vor dem Gebäude sieht man den Basketballplatz mit zwei Körben. Damit die Mädels dich beim spielen zuschauen kann.“

Den letzten Teil sagt sie mit einem Zwinkern.

Damit die Mädels mir schauen, was…? Das Ding ist die Plätze sind auf dem Schulhof und die Klassen die zum Schulhof zeigen haben aus Wunder keine Gardinen. Das heißt ich werde locker angestarrt, wenn ich mal Bock hab in einer Freistunde ein bisschen Basketball zu spielen. Das nenn ich mal Karma des Lebens.

„Haru bist du fertig mit deiner Träumerei?“

„Hö— was.“

„Willkommen zurück. Nun und dahinten ist der Fußballplatz. Komm wir gehen mal dahin.“

sagte sie positiv.

Während wir dahin liefen schaute ich kurz zurück und sah wie bei den drei

Etagen die Mädchen auf mich starrten.

Gruselig.

„Was ist denn los Herr? Achso… Die Mädchen. Ignorier sie einfach.“

„Ja besser gesagt als getan. Was soll ich denn tun, wenn ich sowas wie ein Alien bin. Erklär

mir das Assistentin.“ ratterte ich raus.

„Ganz ruhig. Brauchst ja nicht direkt wütend zu werden, wegen ein paar Blicke von den

Mädels.—“

Sagt sie schmunzelnd.

„—Wenn sonst nix mehr ist können wir wieder ins

Klassenzimmer Haru.“

„Ok.“

Und grade war die perfekte Freie Zeit so geil… Ich hab mich einfach im wie siebten Himmel gefühlt. Es waren grade einfach Ferien mit ihr. Keine Schule kein nix. Doch jetzt muss ich wieder in dieses scheiß Klassenzimmer rein. Voll mit Mädchen. Und…  ehrlich gesagt ich hab keine Ahnung mehr.

Ich atmete so tief ein und musste akzeptieren das ich in die Klasse wieder zurückgehen muss. Wie ein Sklave der jeden Tag auf dem Feld arbeiten muss.

„Brauchst du ‘ne extra Einladung das du kommst?—“ fragte sie ein bisschen strenger.

„—Und vorallem was war das eben für ein tiefer Atemzug? Du bist nicht zufällig krank oder so. Soll

ich dich nach der Schule behandeln?“

„Boah, nein brauchst du nicht.“

Im Flur des Erdgeschosses angekommen, kommen wie der Zufall so will eine Gruppe aus

vier Mädchen auf uns zu.

Und wenn ich das jetzt anspreche, dann meine ich das auch so.

Ich habe noch nie soviele Mädchen gesehen die wie ein Wasserfall geredet haben. Die haben

mir soviele Fragen gestellt und mich zurückgedrängt, dass sogar Yuki weggegangen ist und

ich daraufhin fast ohnmächtig von den Fragen geworden bin.

„Huh.“

Er wischte sich an der Stirn.

„Das war die Hölle.“

Als ich auf die Treppen steigen wollte, war dort Yuki angelehnt.

„Nah? Hat dir das kleine Plauderpäusschen gefallen?“ fragte sie mit arroganter Stimme.

„Ich gib dir gleich dein Plauderpäusschen du Assistentin.“

„Oh. Ist das nun ‘ne Beleidigung?“

Ich seufzte

„Können wir nun endlich hoch oder brauchst du ein roten Teppich mit extra Einladung?“ Fragte er.

„Meine Güte, dann na los, Haru.“

Während wir die Treppen hinaufstiegen fühlte ich mich seltsam…

Das Gefühl hatte ich auch vor den Sommerferien, am letzten Tag.

Als würde etwas mich beobachten. Ich drehte mich um und im Erdgeschoss habe ich eine Silhouette gesehen die sofort wieder weggegangen ist. Ich sprang direkt nach unten und wollte sehen, wer es ist.

Ich guckte nach rechts und links. Doch niemand war da. Wer war das?

„Siehst du nun jetzt auch Geister, werter Herr?“

„Erstens Ich hab dir gesagt red mit mir normal. Und zweitens nein.“

Ich versuchte ruhig zu bleiben.

Diese Schule ist auf ernst ein reiner Fiebertraum. Weil warum zur Hölle bin ich im

Mittelpunkt?

wEiL dU EiN jUnGe BiSt.

Halts maul Kopf! ich meine was anderes. Als würde irgendwas vor meiner Einschulung geplant worden sein, dass ich dauerhaft im Rampenlicht stehe. Einerseits ist das ja gut, dann kann ich meine Schüchternheit überwinden, aber andererseits bin ich von komischen Leuten umgeben. Obwohl ich nur Yuki kenne.

Und sie ist auch mysteriös. Als würde sie etwas wissen was Geheim ist.

Das Ding ist ich brauche auch mal Freunde. Weil… wie soll ich diese Geheimnisse sonst lösen? Vielleicht ein Team?

Ich schüttelte den Kopf. Ich bin wieder so in Gedanken vertieft das ich nichtmal bemerkt habe das ich vor

dem Klassenzimmer schon stehe.

Ich betritt das Klassenzimmer und wollte mit so vielem Selbstbewusstsein wie möglich durch

die Klasse watscheln und mich an meinem Platz setzen. Weil… was bringt es mir mich die

ganze Zeit zu verstecken? Ich kann ja auch nicht erwarten das die Geheimnisse durch dem

Zufall in meine Hände kommen. Ich muss etwas dafür opfern um das Ziel zu erreichen.

Sie starren mich dennoch trotzdem alle an wie immer mit so gruseligen Blicken ich kann das

nicht mal beschreiben.

Ganz ruhig Haru immer weiter. Du musst vor Selbstbewusstsein nur so glühen.

„Und Herr Evonar, wie fanden sie die Rundgang mit Yuki?“ während Frau Dubois dies

fragte sehe ich Yuki mit einem Winken an der Tür. Die Mädchen sehen dies auch und starrten

wieder alle mich an.

Es ist still im Klassenzimmer.

Zu still.

Ich wurde rot und sagte unter Druck.

„Es war gut! Yuki ist sehr hilfsbereit. Die Schule gefällt mir.“

Nach dem Satz lachte die ganze Klasse und mein Herz pochte so laut das es sogar in meinem Gehirn angekommen ist.

Ich schämte mich und musste mich geschlagen geben gegenüber der Challenge nur so

vor Selbstbewusstsein zu trotzen.

„Das ist schön. Wir hoffen unsere Schule wird ihnen gefallen bis zum Schulabschluss.“ sagt

Frau Dubios.

„Natürlich.“

Und die Stunde war schon zu ende.

So ein crazy ersten Schultag habe ich noch nie erlebt. Ich weiß aufjedenfall an was ich

arbeiten muss. Denn in der Pause muss ich kurz zum…