Contraption
Contraption
Contraption (= Apparat)
Oneshot
17. Oktober CONTRAPTION
Ein Eichhörnchen saß auf dem Ast eines Baumes und reckte das Näschen in die Luft.
Akaashi zoomte langsam heran. Der Fotoapparat in seinen Händen surrte leise und die Linse richtete sich genau auf das kleine Tier.
Klick! Das Foto war geschossen. Akaashi lächelte zufrieden.
Seit er vor ein paar Tagen den alten, aber noch funktionierenden Fotoapparat auf dem Dachboden gefunden hatte, verbrachte er seine Freizeit neben dem Volleyball auch noch mit der Fotografie. Es machte erstaunlich Spaß, nach Motiven zu suchen und die Kamera passend auszurichten. Er hatte schon eine kleine Sammlung an Fotos von Tieren, Landschaften und Menschen angesammelt. Schon bald würde er die Fotos ausdrucken und in ein Fotoalbum kleben. Akaashi freute sich schon darauf.
„Keijiiii!!“
Akaashi zuckte zusammen, als Bokuto laut rufend angerannt kam. Das Eichhörnchen verschwand in einem Baumloch.
„Hier bist du! Ich suche dich schon überall! Das Training geht doch gleich los, Keiji!“
„Hallo.“ Akaashi drehte sich zu ihm. „Ich weiß. Ich komme gleich.“
„Gut!“ Bokutos Blick fiel auf den Fotoapparat. „Oh, machst du wieder Fotos, Keiji?“
„Ja, ich habe gerade ein Eichhörnchen fotografiert.“ Akaashi zeigte ihm das Foto.
„Süß!“ Bokuto betrachtete es staunend. Plötzlich sah er so begeistert zu Akaashi, als wäre ihm eine geniale Idee gekommen. „Mach mal ein Foto von mir!“
„Von dir?“ Akaashi blinzelte verdutzt.
„Ja, ich will auch in deinem Kamera-Ding sein!“
Akaashi sagte ihm nicht, dass er schon längst ein Foto von Bokuto besaß. Neulich beim Training hatte er den Fotoapparat kurz in einem heimlichen Moment herausgekramt und ein Foto von Bokuto geschossen. Darauf war Bokuto mitten im Sprung während eines Aufschlags zu sehen. Es war eines von Akaashis Lieblingsfotos.
„Na gut“, stimmte er zu. „Stell dich bitte unter den Baum dort.“ Akaashi wies auf den Baum, auf dem vorhin das Eichhörnchen gesessen hatte.
„Okay!“ Bokuto rannte sofort zum Baum und positionierte sich dort.
„Gut. Mach irgendeine Pose.“ Akaashi hielt sich die Kamera vors Auge.
Bokuto warf sich in Pose und machte das Peace-Zeichen. Dabei strahlte er so sehr, dass Akaashi davon angesteckt wurde und lächeln musste.
Ein paar Laubblätter fielen vom Baum herab und schwebten neben Bokuto in Richtung Boden. Akaashi drückte schnell auf den Auslöser.
Klick!
Ein Foto von einem strahlenden Bokuto, umringt von fallenden Blättern, war geboren. Akaashi zeigte es seinem Freund.
„Das sieht super aus! Danke, Keiji!“ Bokuto grinste ihn breit an. „Jetzt komm, du musst mir doch zuspielen! Hey hey hey!“ Und schon war er auf und davon.
Akaashi schüttelte schmunzelnd den Kopf und betrachtete sein neu geschossenes Bokuto-Foto, bevor er den Fotoapparat in seine Tasche steckte und Bokuto hinterherlief.
Auch das war schon jetzt eines seiner Lieblingsfotos geworden.