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Cookie

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Cookie

Cookie (= Plätzchen/Keks)

Oneshot

30. Oktober COOKIE

Tendou bezahlte, trat ein paar Schritte vom Eisstand weg und leckte zufrieden an seinem Schokoladeneis. Mhm, war das gut!

Eine Berührung an seinem Bein ließ ihn nach unten schauen.

Sein gefleckter Mischlingshund blickte treuherzig zu ihm hinauf. Tendou strich ihm zärtlich über das Köpfchen.

„Nein, nein, Cookie, mein Kleiner, du bekommst kein Schokoladeneis. Das ist giftig für dich.“

Cookie ließ die Ohren hängen.

„Aaber ich hab das hier dabei!“ Tendou griff in seine Jackentasche und förderte eine Packung mit Leckerlis zutage. Eins davon hielt er Cookie hin, der es ihm sofort schwanzwedelnd aus der Hand fraß. Sehr gut. Happy Hund und happy Tendou.

Da hatte es sich glatt gelohnt, von seinem besten Freund abgehängt zu werden. Tendou schaute in die Richtung, in der Wakatoshi vor einer Weile verschwunden war.

Sie hatten sich heute verabredet, um mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Da Wakatoshi allerdings seine tägliche Joggingrunde nicht ausfallen lassen wollte, hatte Tendou sich bereiterklärt, ihn dabei zu begleiten und das Ganze einfach mit der Gassirunde seines Hundes zu verbinden.

Aber natürlich war Wakatoshi zu schnell und zu ausdauernd gewesen. Tendou spürte immer mehr die Auswirkungen davon, dass er seit dem Vorrunden-Finale gegen die Karasuno nicht mehr allzu regelmäßig Volleyball spielte. Wenigstens war Cookie generell eher ein Hund der gemächlicheren Sorte, da hatte Tendou eine gute Ausrede, es langsamer anzugehen. Außerdem hatte Tendou sowieso noch nie lange mit Wakatoshi mithalten können...

Naja. Immerhin hatte er sich so ein leckeres Schokoladeneis kaufen können. Er aß zufrieden weiter. Es ging eben nichts über Schokoladeneis!

Tendou ging beschwingt weiter, Cookie trottete gemächlich neben ihm her.

Tendou überlegte gerade, ob er es schaffen würde, Wakatoshi zu einem Eis zu überreden, da riss ihn eine Stimme aus den Gedanken:

„Whoa! Der Gruselblocker von der Shiratorizawa!“

Ach du Heilige, diese Stimme kannte er doch. Tendou drehte sich um und stand plötzlich dem Sprungknirps von der Karasuno gegenüber. Ohh, mit dem hatte er definitiv nicht gerechnet!

„Die Mini-Krähe! Hallo.“

„Hallo!“ Hinata wirkte kurz wegen dem Spitznamen beleidigt, doch dann schaute er Tendou mit großen Augen an. „Was machst du denn hier?“

Tendou machte eine ausschweifende Handbewegung. „Aach, weißt du, wir begleiten Wakatoshi auf seiner Joggingrunde.“

Hinatas Blick war verwirrt. Verständlich, denn Wakatoshi war weit und breit nirgendwo zu sehen. Man konnte förmlich die Zahnräder in Hinatas Kopf rattern sehen. Faszinierend. Tendou grinste.

„Waka rennt da vorne irgendwo rum.“ Er wedelte mit der Hand vage nach vorne. „Mit dem können wir einfach nicht mithalten. Stimmt's, Cookie-Dookie?“ Tendou strich Cookie zärtlich über den Kopf und erntete ein glückliches Brummen.

„So schwer ist es doch gar nicht, mit ihm mitzuhalten!“, antwortete Hinata irritiert. „Kageyama und ich haben das mal gemacht!“

Ach ja. Wakatoshi hatte mal erzählt, dass er Hinata auf der Straße begegnet war.

„Ihr seid ja auch alle drei keine Menschen mehr...“

„Was?“

„Ach, nichts, nichts!“, winkte Tendou ab. „Sag, kleine Karotte, was machst du denn hier?“

„Ich bin gleich mit Kageyama zum Volleyballspielen verabredet. Wir trainieren einen neuen Angriff!“

„Ah. Bei euch dreht sich auch alles um Volleyball, was?“

„Natürlich! Volleyball ist das Beste auf der Welt!“, gab Hinata enthusiastisch zurück.

Tendou hob belustigt die Augenbrauen. Volleyball-Freaks. Na, da kannte er ja noch so einen...

„Ich wusste gar nicht, dass du einen Hund hast!“, wechselte Hinata das Thema und betrachtete den Hund neben Tendou neugierig. Cookie wedelte mit dem Schwanz.

„Du weißt vieles nicht über mich, Kleiner, ist ja auch nicht so, dass wir uns regelmäßig treffen.“ Tendou lachte auf. „Aber um fair zu sein, habe ich ihn erst seit ein paar Monaten.“

„Verstehe! Darf ich ihn vielleicht streicheln?“ Hinata hockte sich vor Cookie hin.

„Klar, nur zu.“

„Danke!“ Hinata streckte begeistert die Hand aus und hielt sie Cookie hin. Der Mischling schnupperte daran und ließ sich dann bereitwillig streicheln. „Du bist ja süß!“

„Nicht wahr? Cookie-Dookie ist der allerbeste Hund der Welt!“

„Cookie-Dookie? Heißt er so?“

„Eigentlich nur Cookie, aber ich kann ihn ja so nennen, wie ich will.“ Tendou hockte sich ebenfalls neben Cookie und knuddelte diesen kurz. Er spürte prompt die Zunge des Hundes auf seiner Wange und lachte. „Ja, ich hab dich auch lieb, mein Schatz!“

Cookie bellte und schnupperte an der Eiswaffel, die Tendou noch immer in der Hand hielt.

„Ah-Ah. Nein. Das ist nichts für dich!“ Tendou hielt das Eis schnell aus Cookies Reichweite und gab ihm stattdessen ein Leckerli. Er wollte Hinata gerade gönnerhaft fragen, ob er Cookie auch ein Leckerli geben wollte, da sah er, wie der Knirps auf seine Uhr schaute und zusammenzuckte.

„Wahh, ich bin zu spät! Kageyama wird so sauer sein!“ Er sprang auf. „Ich muss los! Tschüss! Man sieht sich!“

Und da war Hinata auch schon auf und davon, noch bevor Tendou „Bye bye, Mini-Knirps“ sagen konnte. Wow.

Das war ja mal eine interessante plötzliche Begegnung gewesen. Und ein abruptes Ende. Naja. Sie würden sich bestimmt noch einmal über den Weg laufen. Das hatte Tendou im Gefühl. Und auf sein Gefühl war eigentlich fast immer Verlass.

Er aß sein Schokoladeneis weiter, bevor es noch schmolz.

„Na komm, Cookie.“ Tendou wandte sich an seinen Hund. „Schauen wir mal, ob wir Waka irgendwie einholen können. Vielleicht umrundet er uns ja auch!“

Lachend ging er weiter und Cookie trottete glücklich neben ihm her.