Kapitel 03 - Die Rettung des Feindes
Kapitel 03 - Die Rettung des Feindes
Kapitel 03–Die Rettung des Feindes
Mein Schädel dröhnt, als würden sich tausend glühende Nadeln durch meinen Kopf bohren. Jeder Herzschlag lässt den stechenden Schmerz stärker werden. Ich versuche, die Augen zu öffnen, doch meine Lider fühlen sich bleischwer an. Es kostet mich beinahe meine gesamte Kraft, sie auch nur einen Spalt weit anzuheben.
Benommen atme ich aus und versuche, meine Umgebung zu erkennen. Alles ist verschwommen. Kalte Luft streicht über meine Haut und ein unangenehmer Geruch steigt mir in die Nase.
Erst nach einigen Sekunden wird mir bewusst, in welcher Lage ich mich befinde.
Meine Handgelenke sind an einem massiven Metallgerüst befestigt.
Panik steigt in mir auf.
Sofort beginne ich, an den Fesseln zu zerren. Ich drehe meine Hände, reiße daran und versuche verzweifelt, mich irgendwie zu befreien. Doch egal, wie sehr ich mich anstrenge, das Metall gibt keinen Millimeter nach. Stattdessen brennt sich das Material immer tiefer in meine Haut.
Ein schmerzerfülltes Keuchen entweicht meiner Kehle.
Verdammt!
Ich darf hier nicht bleiben!
Mit letzter Kraft reiße ich erneut an den Fesseln. Meine Handgelenke schmerzen höllisch, doch ich gebe nicht auf. Tränen sammeln sich in meinen Augen und laufen unaufhaltsam über meine Wangen. Ich presse die Zähne zusammen und versuche, den Schmerz zu ignorieren.
„NEIN! VERDAMMT!“
Mein Schrei hallt durch den kalten Raum.
Doch niemand kommt.
Niemand hilft mir.
Schließlich sinke ich erschöpft zurück. Mein Atem geht unregelmäßig und meine Hände zittern. Ich fühle mich so unglaublich hilflos.
Wie konnte ich nur in eine solche Situation geraten?
Warum ich?
Was habe ich getan, um das alles verdient zu haben?
Ein schrilles Quietschen lässt mich zusammenzucken.
Langsam drehe ich meinen Kopf zur Tür.
Dort steht er.
Sasuke.
Mein ehemaliger Teamkamerad. Der Junge, für den ich einst alles gegeben hätte. Der Mensch, den ich trotz allem niemals vollständig aus meinem Herzen verbannen konnte.
Doch der Mann, der jetzt vor mir steht, hat nichts mehr mit dem Sasuke gemeinsam, den ich einst kannte.
Mit einem selbstgefälligen Grinsen kommt er näher und geht schließlich vor mir in die Hocke.
„Na, Sakura? Da bist du wohl in einer ziemlich unangenehmen Lage gelandet.“
Seine Stimme trieft förmlich vor Spott.
Bevor ich reagieren kann, streicht er mit seinen Fingern über meine Wange und spielt anschließend mit einer meiner Haarsträhnen. Angeekelt wende ich den Kopf ab.
Am liebsten würde ich ihm diese widerliche Hand abschlagen.
„Fass mich nicht an!“, fauche ich ihn an.
Er zieht seine Hand zurück und betrachtet mich amüsiert.
Außer grenzenloser Wut empfinde ich nichts mehr. Wenn ich könnte, würde ich ihm am liebsten die Kehle durchschneiden.
„Was willst du von mir?“, frage ich mit rauer Stimme.
Währenddessen versuche ich unauffällig, erneut an meinen Fesseln zu ziehen.
Es muss doch irgendeinen Weg geben!
Sasuke bemerkt meine Bemühungen und lacht leise.
„Ach, Sakura ... Weißt du noch, wie du früher warst? So unglaublich nutzlos. Eine kleine Nervensäge, die ihren Teamkameraden ständig hinterhergelaufen ist.“
Er legt den Kopf schief.
„Wer hätte gedacht, dass sich die Dinge irgendwann so entwickeln würden?“
Plötzlich bricht er in lautes Gelächter aus.
Ich starre ihn fassungslos an.
Was ist nur aus ihm geworden?
Mein Blick wandert über sein Gesicht. Ich suche nach irgendeinem Zeichen. Einem winzigen Anflug von Menschlichkeit. Etwas, das mir beweist, dass tief in seinem Inneren noch immer der Junge existiert, den ich einst geliebt habe.
Doch da ist nichts.
Nur Kälte.
„Sakura“, beginnt er schließlich und beugt sich ein Stück näher zu mir. „Du wirst von nun an ein Teil von Taka sein. Du bekommst eine Aufgabe und wirst diese erfüllen. Wenn du dich als nützlich erweist, lasse ich dich vielleicht sogar am Leben.“
Sein Mundwinkel hebt sich zu einem widerwärtigen Grinsen.
„Ist das nicht großzügig von mir?“
Mir läuft ein eisiger Schauer über den Rücken.
Ich möchte schreien. Ihm ins Gesicht schlagen. Ihm zeigen, dass er nicht einfach mit mir machen kann, was er will.
Doch mein Körper ist am Ende.
Die vergangenen Jahre haben mich mehr Kraft gekostet, als ich mir eingestehen wollte. Ich habe so vieles verloren. So oft versucht, stark zu sein, obwohl ich innerlich längst zerbrochen bin.
Langsam schließe ich meine Augen.
Vor meinem inneren Auge erscheinen Bilder aus einer längst vergangenen Zeit.
Naruto, der mit seinem lauten Lachen das ganze Dorf auf den Kopf stellte. Ino, die mich wegen jeder Kleinigkeit aufzog. Hinata, die immer ein freundliches Lächeln für mich übrig hatte.
Und Sasuke ...
Der Sasuke, dem einst etwas an uns lag. Der Sasuke, der vielleicht sogar einmal ein Herz besessen hatte.
Eine einzelne Träne läuft über meine Wange.
Alles, was ich wollte, war wieder glücklich zu sein. Endlich wieder lachen zu können. Diese schreckliche Leere in meinem Inneren loszuwerden.
Stattdessen sitze ich hier.
Gefesselt.
Verletzt.
Und ausgeliefert an genau den Menschen, den ich einst um jeden Preis zurückholen wollte.
Vielleicht werde ich ihn nie wiedersehen. Vielleicht werde ich niemals erfahren, was aus meinen Freunden geworden ist.
Vielleicht werde ich diesen Raum nicht einmal lebend verlassen.
Meine Handgelenke pochen schmerzhaft. Sie sind mittlerweile stark angeschwollen und das Metall hat sich tief in meine Haut gedrückt.
Ich habe nicht einmal mehr die Kraft, Sasuke eine Antwort zu geben.
Was würde es auch ändern?
Er bekommt ohnehin immer, was er will.
Ohne ein weiteres Wort erhebt er sich und verlässt den Raum. Das Geräusch der zufallenden Tür hallt noch eine Weile nach.
Dann herrscht Stille.
Eine erdrückende, beinahe unerträgliche Stille.
Ich bin allein.
Doch eines steht fest: Ich werde nicht hier sterben. Nicht durch seine Hand.
Nicht, wenn ich es verhindern kann.
Mein Blick wandert zu meinen verletzten Handgelenken. Ich sammle meine Gedanken und konzentriere mich auf mein Chakra. Die grünen Lichtpunkte beginnen sich um meine Hände zu bilden, während ich meine Verletzungen langsam heile.
Es dauert eine Weile, bis ich wieder genügend Kraft gesammelt habe.
Dann spüre ich es.
Mein Chakra kehrt zurück.
Ein kleines, entschlossenes Lächeln schleicht sich auf meine Lippen.
„Du hast keine Ahnung, mit wem du dich angelegt hast, Sasuke.“
Ich konzentriere meine gesamte Kraft auf meine Arme.
Ein lautes Knacken durchbricht die Stille.
Das Metall beginnt zu splittern.
Mit einem letzten, kräftigen Ruck zerbersten die Fesseln und fallen in einzelnen Stücken zu Boden.
Ich ziehe meine Hände an mich und betrachte die geröteten, geschundenen Handgelenke. Vorsichtig bewege ich meine Finger. Sie sind noch immer taub, aber wenigstens kann ich mich wieder bewegen.
Ich atme tief durch.
„Ich bin nicht mehr das schwache kleine Mädchen von früher.“
Mein Blick fällt auf das Fenster.
Vorsichtig trete ich näher und öffne es einen Spalt. Ein kalter Windzug schlägt mir entgegen. Als ich nach unten sehe, stockt mir kurz der Atem.
Fünf Stockwerke.
Das ist verdammt hoch.
Doch was bleibt mir anderes übrig?
Ich kann nicht zurück zu Sasuke. Und ich werde ganz sicher nicht seine Gefangene bleiben.
Mit zitternden Beinen klettere ich auf den Fenstersims. Der Wind fährt durch meine langen pinkfarbenen Haare und lässt sie wild um mein Gesicht wehen.
Ich blicke ein letztes Mal zurück in den Raum.
Vielleicht ist das mein Ende.
Aber wenigstens werde ich selbst darüber entscheiden.
Langsam schließe ich die Augen.
Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Nicht, wenn die Alternative darin besteht, für den Rest meines Lebens wie eine Sklavin behandelt zu werden.
Ein letzter Atemzug.
Dann stoße ich mich ab.
Mein Körper stürzt in die Tiefe. Der Wind rauscht an meinen Ohren vorbei und mein Magen zieht sich schmerzhaft zusammen.
Ich schließe die Augen.
Das war's.
Doch plötzlich spüre ich zwei kräftige Arme, die sich um meinen Körper legen.
Ein Ruck geht durch meinen gesamten Körper.
Als ich die Augen wieder öffne, befinde ich mich nicht mehr im freien Fall. Stattdessen landen wir auf einer Baumkrone. Die Äste biegen sich unter unserem Gewicht, während mein Retter mich sicher festhält.
Was zum ...?
Erschrocken hebe ich den Kopf.
Rote Augen mit schwarzen Mustern blicken mir entgegen.
Sharingan.
Ein Uchiha.
Doch es ist nicht Sasuke.
Es ist sein älterer Bruder.
Itachi Uchiha.
„Du?!“
Sofort beginne ich, mich aus seinem Griff zu winden. Ich schlage mit meinen Armen um mich und versuche, mich aus seinen Händen zu befreien.
„Lass mich los!“
„Halt still, Sakura. Oder möchtest du tatsächlich noch einmal Bekanntschaft mit dem Boden machen?“, flüstert er streng an meinem Ohr.
Seine ruhige Stimme macht mich nur noch wütender.
Als wäre das alles hier völlig normal!
Ich hole aus und verpasse ihm einen kräftigen Schlag gegen die Schulter.
Ein Fehler.
Itachi verliert tatsächlich kurz das Gleichgewicht und im nächsten Moment stürzen wir gemeinsam von der Baumkrone.
„VERDAMMT!“
Noch während wir fallen, schafft er es, sich zu drehen und die Kontrolle zurückzugewinnen. Mit einer geschickten Bewegung landet er schließlich mit mir auf den Füßen.
Ich klammere mich instinktiv an seinem Oberkörper fest.
„Musste das wirklich sein, Sakura?“, fragt er mich mit einem skeptischen Blick.
Ich funkle ihn wütend an.
„Was willst du von mir, Uchiha Itachi?“
Meine Stimme klingt angespannt und meine Hände ballen sich zu Fäusten. Am liebsten würde ich auch ihm eine verpassen.
Itachi scheint davon allerdings wenig beeindruckt zu sein.
„Mach dir keine Sorgen. Eigentlich bin ich nicht deinetwegen hier, sondern wegen meines Bruders.“
Er wirft einen kurzen Blick in Richtung des Gebäudes.
„Allerdings kann ich dich schlecht hier zurücklassen. Deshalb nehme ich dich vorerst mit.“
„Was?!“
„Und bevor du widersprichst: Das war keine Frage.“
Ohne auf meine Reaktion zu warten, setzt er sich in Bewegung.
Ich liege noch immer in seinen Armen und kann nur dabei zusehen, wie das Gebäude zwischen den Bäumen langsam kleiner wird.
Was zum Teufel wollte Sasuke von mir?
Warum hat er mir das angetan?
Meine Gedanken überschlagen sich. Ich versuche, die aufkommende Panik zu unterdrücken, doch meine Hände zittern unkontrolliert. Ich presse sie gegeneinander, in der Hoffnung, das Zittern irgendwie unter Kontrolle zu bekommen.
Itachi bewegt sich erstaunlich schnell durch den Wald. Trotz meines zusätzlichen Gewichts scheint ihn das kaum zu beeinträchtigen.
Die Zeit vergeht.
Eine Stunde.
Zwei Stunden.
Irgendwann verliere ich jegliches Zeitgefühl.
Erst als wir vor einem gewaltigen Gebäude stehen bleiben, werde ich wieder aus meinen Gedanken gerissen.
„Wo ... sind wir?“, frage ich leise.
Itachi setzt mich vorsichtig ab und greift anschließend nach meiner Hand.
„Das ist das Versteck von Akatsuki.“
Ich reiße meine Augen auf.
„WAS?!“
Reflexartig weiche ich zurück.
„Du willst mich wohl verarschen! Da gehe ich ganz bestimmt nicht rein! Vergiss es!“
Ich versuche, meine Hand aus seinem Griff zu ziehen, doch er hält mich mühelos fest.
Itachi seufzt und kratzt sich kurz am Hinterkopf.
„Sakura, hör auf, dich wie ein kleines Kind aufzuführen.“
„Ich soll mich wie ein kleines Kind aufführen?! Du bringst mich in das Versteck einer der gefährlichsten Organisationen der Welt und erwartest ernsthaft, dass ich dir dafür dankbar bin?!“
Sein Blick wird für einen Moment ernster.
„Zurück nach Konoha kannst du vorerst nicht. Glaub mir, dort wärst du nicht sicher. Hier hast du zumindest eine Chance, zu überleben.“
Ich öffne den Mund, doch kein Wort kommt über meine Lippen.
Insgeheim weiß ich, dass er recht haben könnte.
Die Ältesten von Konoha wollten mich schon seit Längerem loswerden. Ich hatte es immer geahnt, doch niemals wirklich wahrhaben wollen.
Vielleicht war meine Entführung kein Zufall.
Vielleicht war sie von Anfang an geplant.
Ein bitteres Gefühl breitet sich in meiner Brust aus.
Mein eigenes Dorf.
Meine Heimat.
Die Menschen, für die ich so oft mein Leben riskiert hatte.
Hatten sie mich tatsächlich aufgegeben?
Itachi zieht mich schließlich mit sich zum Eingang.
„Komm.“
Widerwillig folge ich ihm.
Als wir das Gebäude betreten, fällt mein Blick sofort auf mehrere dunkle Gestalten, die sich in der großen Halle aufhalten. Einige sitzen auf Stühlen, andere stehen an den Wänden.
Manche erkenne ich aus den Berichten der Shinobi.
Andere sind mir völlig fremd.
Mein Herz beginnt schneller zu schlagen.
Was habe ich hier nur verloren?
„Itachi.“
Eine tiefe Stimme durchbricht die Stille.
Ein Mann mit zahlreichen Piercings erhebt sich von seinem Platz. Sein orangefarbenes Haar und die Ringe in seinem Gesicht lassen mich sofort an die Beschreibungen denken, die ich bereits gehört habe.
Pain.
Der Anführer von Akatsuki.
„Was hat das zu bedeuten?“
Itachi bleibt vollkommen ruhig. Nicht einmal eine Augenbraue bewegt sich.
„Mein Bruder hatte sie in seiner Gewalt. Er war gerade dabei, sie zu foltern. Ich habe sie befreit.“
Pain richtet seinen Blick auf mich.
Ich schlucke schwer und trete unwillkürlich einen Schritt näher an Itachi heran.
„Und weshalb bringst du sie hierher?“
„Ich denke, sie könnte eine wertvolle Unterstützung für uns sein. Sie beherrscht ausgezeichnete medizinische Jutsu und gehört mittlerweile zu den stärksten Medic-Nin ihrer Generation.“
Itachi hält kurz inne.
Sein Blick wandert zu mir, als würde er noch etwas hinzufügen wollen. Doch schließlich schweigt er.
Pain mustert mich einige Sekunden lang, bevor er sich langsam von seinem Platz erhebt.
„Sakura, richtig?“
Zögerlich nicke ich.
„Mein Name ist Pain. Ich bin der Anführer von Akatsuki.“
„D-das weiß ich ...“
Meine Stimme klingt deutlich leiser, als ich beabsichtigt hatte.
Ich kann nichts dagegen tun. Dieser Mann strahlt etwas aus, das mir eine Gänsehaut über den Rücken jagt.
Ich traue Itachi nicht.
Aber Pain macht mir noch viel mehr Angst.
„Wie dem auch sei“, fährt er fort. „Wenn Itachi dich für geeignet hält, wirst du vorerst mit ihm zusammenarbeiten. Ihr bildet ein Team.“
Ich möchte widersprechen, doch Pain lässt mir keine Gelegenheit dazu.
„Itachi, zeig ihr ihr Zimmer und erkläre ihr die Regeln.“
„Verstanden.“
Damit scheint die Angelegenheit für ihn erledigt zu sein.
Itachi wendet sich ab und bedeutet mir, ihm zu folgen. Widerwillig setze ich mich in Bewegung.
Wir gehen einen langen Gang entlang, bis er schließlich vor einer Tür stehen bleibt und sie öffnet.
Das Zimmer ist schlicht eingerichtet. Ein Bett, ein Kleiderschrank und ein Spiegel. Mehr gibt es nicht.
„Das wird dein Zimmer sein“, erklärt er trocken.
Ich sehe mich um.
„Und wo sind die Toiletten? Gibt es hier überhaupt eine Dusche?“
Itachi deutet den Gang hinunter.
„Das Gemeinschaftsbad befindet sich dort.“
„Aha ...“
Ich drehe mich wieder zu ihm, doch er ist bereits dabei, den Raum zu verlassen.
„Warte!“
Er bleibt kurz stehen.
„Was?“
Ich zögere.
Eigentlich möchte ich ihn so vieles fragen. Warum er mich gerettet hat. Was Sasuke mit mir vorhatte. Und vor allem, warum ausgerechnet ich jetzt hier bin.
Doch keines dieser Worte findet seinen Weg über meine Lippen.
„Nichts ...“
Itachi betrachtet mich einen Augenblick schweigend.
Dann verlässt er das Zimmer und schließt die Tür hinter sich.
Endlich allein.
Langsam lasse ich mich auf das Bett sinken. Meine Beine fühlen sich an, als würden sie jeden Moment unter mir zusammenbrechen.
Ich ziehe die Knie an meine Brust und vergrabe mein Gesicht darin.
Was für ein verdammter Albtraum.
Vor wenigen Stunden war ich noch in Konoha. Jetzt befinde ich mich im Versteck von Akatsuki, wurde von Sasuke gefoltert und anschließend von seinem eigenen Bruder entführt.
Ein bitteres Lachen entweicht mir.
Mein Leben könnte wirklich nicht beschissener laufen.
Ich lasse mich nach hinten auf die Matratze fallen und starre an die Decke.
Nur ein paar Minuten.
Ich brauche einfach nur ein paar Minuten Ruhe.
Meine Augenlider werden schwerer und schwerer. Obwohl mein Kopf noch immer voller Fragen ist, übermannt mich schließlich die Erschöpfung.
Kurz darauf schlafe ich ein.