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Kapitel 04 -Spiel nicht mit dem Feuer

Itasaku - Verbitterte Liebe — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 04 -Spiel nicht mit dem Feuer

Sakura POV

Nach gefühlten fünf Minuten gelingt es mir endlich, meine schweren Augenlider zu öffnen. Mein Blick wandert zum Fenster direkt neben mir. Die Sonne geht langsam auf und taucht den Himmel in ein wunderschönes Farbenspiel aus zarten Rosa- und kräftigen Rottönen.

Seufzend richte ich mich auf. Jeder einzelne Knochen in meinem Körper scheint sich darüber zu beschweren. Meine Hände sind noch immer von den Spuren der vergangenen Nacht gezeichnet. Als ich an mir hinunterblicke, fällt mir allerdings etwas viel Entscheidenderes auf.

Ich habe nichts zum Wechseln dabei.

Meine Tasche liegt schließlich noch immer in Sasukes Versteck.

Na toll. Einfach großartig, Sakura.

Vorsichtig steige ich aus dem Bett und schleiche aus dem Zimmer. Mein Blick wandert zunächst nach links, dann nach rechts. Niemand zu sehen. Auch auf dem restlichen Flur herrscht eine beinahe unheimliche Stille.

Langsam tapse ich den Gang entlang und trete schließlich auf die Veranda. Ich lasse meinen Blick über die Umgebung schweifen.

Wo sind denn alle?

Da sich offenbar niemand blicken lässt, mache ich mich auf den Weg zum Badezimmer. Dort entdecke ich mehrere Duschkabinen und einen abgetrennten Raum, in dem sich vermutlich die Toiletten befinden.

Erleichtert lege ich meine Kleidung auf einer Bank ab und verschwinde unter einer der Duschen.

Das zunächst eiskalte Wasser läuft über meinen nackten Körper. Für einen kurzen Moment zucke ich zusammen, doch schon nach wenigen Augenblicken wird es angenehm warm. Ein wohliger Schauer breitet sich über meine Haut aus.

Genüsslich schließe ich die Augen.

Endlich.

Genau das habe ich gebraucht.

Ich greife nach dem Shampoo auf der Ablage, massiere es in meine Haare ein und lasse anschließend das warme Wasser über meinen Körper gleiten. Jeder Muskel scheint sich allmählich zu entspannen.

Ich könnte hier vermutlich Stunden verbringen.

Ganz ehrlich, ich glaube, ich bin gerade dabei, mich in diese Dusche zu verlieben.

Doch meine kleine Wellnessauszeit findet ein jähes Ende, als ich plötzlich eine Tür zufallen höre.

Erschrocken öffne ich die Augen.

Oh nein.

Da ist jemand.

Mein Blick wandert sofort zu meiner Kleidung. Erst jetzt wird mir wieder bewusst, dass ich keinerlei Wechselwäsche dabeihabe. Nervös sehe ich mich um und hoffe inständig, irgendwo ein Handtuch oder wenigstens ein Kleidungsstück zu entdecken.

Fehlanzeige.

„SCHEIẞE!“, fluche ich laut vor mich hin.

Ich stelle das Wasser etwas heißer und versuche angestrengt, eine Lösung für mein kleines Problem zu finden. Dabei ignoriere ich geflissentlich die Tatsache, dass ich mich irgendwann aus dieser Dusche bewegen muss.

Doch bevor ich einen vernünftigen Gedanken fassen kann, höre ich, wie sich eine weitere Tür öffnet.

Etwas Stoff fällt auf den Boden.

Kurz darauf wird nebenan das Wasser aufgedreht.

Na wunderbar. Gesellschaft.

Die Duschen sind durch einzelne Kabinen voneinander getrennt. Abschließen lassen sie sich zwar nicht, aber zumindest bieten sie ein gewisses Maß an Privatsphäre.

Eine fantastische Erfindung.

Ich versuche, mich wieder zu entspannen, doch als das Wasser nebenan verstummt, werde ich augenblicklich hellhörig. Schritte nähern sich meiner Kabine.

„Sakura, wie lange möchtest du eigentlich noch hier drin bleiben?“

Diese Stimme.

Allein an seinem Tonfall erkenne ich, dass er sich köstlich amüsiert.

„I-Itachi?“, stottere ich ungläubig und weiche erschrocken einen Schritt zurück. Mein Rücken trifft auf die kühlen Fliesen.

Das darf doch nicht wahr sein!

„Ganz genau. Also?“, fragt er belustigt nach.

„Ich habe ... keine Wechselkleidung dabei“, gestehe ich kleinlaut.

Einen Augenblick herrscht Stille.

Dann wird die Kabinentür mit einem Ruck aufgezogen.

Mein Herz setzt beinahe aus.

Itachi steht direkt vor mir und mustert mich mit einem Blick, der mich augenblicklich bis in die Haarspitzen erröten lässt.

„Schöner Anblick übrigens“, bemerkt er mit einem frechen Schmunzeln.

Mein Gesicht nimmt innerhalb weniger Sekunden eine tiefrote Farbe an.

„Du ...!“

Wütend greife ich nach der Duschbrause und richte den Wasserstrahl direkt auf ihn.

„VERSCHWINDE, DU PERVERSER LÜSTLING!“

Das Wasser trifft ihn mitten ins Gesicht.

Itachi schließt genervt die Augen, ehe er einen Schritt auf mich zukommt und mir die Duschbrause aus der Hand nimmt. Mit einer beinahe schon unverschämten Ruhe befestigt er sie wieder an ihrer Halterung.

„Spinnst du eigentlich?“, fragt er mich und drückt mich mit einer Hand gegen die gekachelte Wand.

Ich schlucke.

Plötzlich ist mir nicht mehr nach Schreien zumute.

Sein Blick ruht auf meinem Gesicht, während das Wasser unaufhörlich über seine nackten Schultern läuft. Einige dunkle Haarsträhnen kleben ihm an der Stirn und reichen bis in seinen Nacken.

Verdammt.

Warum muss dieser Mann ausgerechnet jetzt so aussehen?

Itachi kommt noch ein Stück näher. Zwischen unseren Gesichtern bleibt kaum noch Abstand. Ich kann seinen Atem beinahe auf meiner Haut spüren.

Seine dunklen Augen fixieren mich, während sich ein kaum erkennbares Lächeln auf seinen Lippen abzeichnet.

Dann legt er eine Hand an meine Hüfte und zieht mich ein wenig näher zu sich.

Mein Herz beginnt wie wild gegen meinen Brustkorb zu schlagen.

Was zur Hölle wird das hier?

Ich bin kurz davor, vollkommen durchzudrehen, als er plötzlich seinen Kopf leicht zu mir neigt.

„Pssst, Sakura. Da kommt jemand. Also sei schön still und leise.“

Seine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern.

Ich nicke hastig und versuche, meine Nervosität unter Kontrolle zu bringen.

Eine weitere Dusche wird aufgedreht.

Doch diesmal betreten gleich zwei Personen die Kabine.

„Endlich haben wir mal wieder Zeit für uns zwei, mein Liebster“, flüstert eine weibliche Stimme.

Ich halte unwillkürlich den Atem an.

„Pain, bitte ... solange wir noch etwas Zeit für uns haben“, haucht sie.

Kurz darauf höre ich ein leises Geräusch, als würde jemand gegen die geflieste Wand gedrückt werden. Es folgen leidenschaftliche Küsse, die immer wieder von leisen Atemzügen unterbrochen werden.

„Ahh ... Pain ... ich liebe dich so sehr“, höre ich die Frau zwischen zwei Küssen flüstern.

„Ich liebe dich auch, Konan“, erwidert er mit tiefer Stimme.

Oh Gott.

Mein Blick wandert langsam zu Itachi.

Er schaut demonstrativ zur Seite. Seine Wangen haben eine leichte Röte angenommen, die er offensichtlich zu verbergen versucht.

Moment mal ...

Ist Itachi Uchiha etwa verlegen?

Ein kleines, beinahe schelmisches Lächeln schleicht sich auf meine Lippen.

Das ist ja interessant.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ausgerechnet er durch so etwas aus der Fassung zu bringen ist.

Neugierig hebe ich den Kopf und betrachte sein Gesicht. Seine dunklen Augen wirken im schwachen Licht beinahe schwarz. Eine einzelne nasse Haarsträhne fällt ihm über die Stirn.

Ohne wirklich darüber nachzudenken, hebe ich meine Hand und lege sie vorsichtig an seine Wange.

Sein Blick schnellt überrascht zu mir.

Er sagt nichts.

Auch weicht er nicht zurück.

Mein Herz schlägt inzwischen so laut, dass ich befürchte, er könnte es hören.

Was tue ich hier eigentlich?

Vielleicht ist es die angespannte Situation. Vielleicht auch die Tatsache, dass wir uns gerade in einer ziemlich absurden Lage befinden. Oder vielleicht habe ich schlichtweg den Verstand verloren.

Langsam lasse ich meine Fingerspitzen über seine Wange gleiten.

Sein Blick bleibt auf mir liegen.

Ich wage einen weiteren Schritt und lege meine freie Hand auf seine Brust. Unter meinen Fingerspitzen spüre ich seinen Herzschlag. Für einen kurzen Moment frage ich mich, ob er genauso schnell schlägt wie meiner.

Dann wandert mein Blick wieder zu seinem Gesicht.

Mit einer gewissen Neugier lasse ich meine Finger ein wenig weiter über seine Brust gleiten, bis ich seine Brustwarze berühre.

Itachi zuckt augenblicklich zusammen.

Seine Augen weiten sich überrascht, und zum ersten Mal seit unserer Begegnung scheint ihm tatsächlich die passende Antwort zu fehlen.

Ich beiße mir auf die Unterlippe, um ein Lächeln zu unterdrücken.

Oh.

Das wird ja immer interessanter.

Ich beiße mir auf die Lippe. Irgendwie verspüre ich den Drang, ihn noch ein wenig mehr zu ärgern und weitere Reaktionen aus ihm herauszukitzeln. Wahrscheinlich habe ich inzwischen vollkommen denVerstand verloren. Doch es ist das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit, dass ich mich so frei, so unbeschwert und vor allem so mächtig fühle.

Also lasse ich meine Finger erneut über seine Brust gleiten und drücke leicht gegen seine Brustwarze.

Itachi zuckt abermals zusammen.

Wie herrlich!

Ich muss mich ernsthaft zusammenreißen, um nicht wie ein Honigkuchenpferd zu grinsen.

Für einen kurzen Moment verharren wir regungslos voreinander.

„Pain ... Ah~ Ja, genau da ...“, höre ich Konan aus der benachbarten Kabine rufen. Kurz darauf ertönt ein deutliches Klatschen, gefolgt von einem leisen Keuchen.

Augenblicklich schaue ich verlegen zur Seite, um meine aufkommende Röte zu verbergen.

Doch genau diesen Moment scheint Itachi auszunutzen.

Mit einer fließenden Bewegung zieht er mich noch näher an seinen nackten Körper. Unsere feuchten Hautflächen berühren sich beinahe vollständig.

„Sakura, spiel nicht mit dem Feuer“, flüstert er mir direkt ins Ohr.

Sein warmer Atem streift meine Haut, während er mit seinen Zähnen neckend an meinem Ohrläppchen knabbert.

Mein Atem gerät ins Stocken.

Mein Herz schlägt so heftig, als würde es jeden Moment aus meiner Brust springen.

Oh mein Gott. Was soll ich nur tun?

Bevor ich überhaupt reagieren kann, wandert sein Gesicht zu meinem Nacken. Im nächsten Augenblick spüre ich seine Zähne auf meiner empfindlichen Haut. Gleichzeitig legt er mir eine Hand vor den Mund, um jeden Laut zu unterdrücken.

Ein ersticktes Stöhnen entweicht meinen Lippen.

Dieser verdammte Mistkerl!

Ich bin kurz davor, ihm zwischen die Beine zu treten. Der einzige Grund, weshalb ich davon absehe, ist die Tatsache, dass ich unter keinen Umständen erwischt werden möchte.

Pain macht mir ohnehin schon genug Angst. Ich will mir gar nicht ausmalen, was passieren würde, wenn er uns in dieser Situation vorfinden würde.

Ich spüre, wie Itachi gegen meinen Nacken grinst.

Dieser verdammte Sadist.

Meine Aufmerksamkeit richtet sich jedoch wieder auf die Nachbarkabine. Ich höre, wie einer der beiden das Wasser abstellt. Kurz darauf folgen Schritte und das Rascheln von Kleidung.

Die beiden verlassen gemeinsam die Kabinen und schließlich auch den gesamten Raum.

Erst als die Tür hinter ihnen ins Schloss fällt, wage ich wieder richtig durchzuatmen.

„Bevor du dich jetzt beschwerst: Du hast angefangen, Fräulein“, tadelt Itachi mich mit seiner gewohnt selbstgefälligen Stimme.

Ich verdrehe die Augen.

„Du kannst meine Sachen anziehen. Zieh dich in Ruhe um. Ich passe auf, dass niemand hereinkommt.“

Damit entfernt er sich von mir und stellt sich mit dem Rücken zu meiner Kabine an die Tür.

Er hat mich ohnehin schon nackt gesehen, aber wenigstens besitzt er noch genügend Anstand, mir ein wenig Privatsphäre zu lassen.

Ich stelle das Wasser ab, steige aus der Dusche und greife nach einem Handtuch. Nachdem ich mich gründlich abgetrocknet habe, nehme ich seine Kleidung von der Bank.

Selbst seine Boxershorts bleiben mir nicht erspart.

Na wunderbar.

Ich schlüpfe hinein und ziehe anschließend sein T-Shirt sowie die Hose an. Beides ist mir natürlich viel zu groß, aber für den Moment muss es wohl reichen.

Als ich fertig bin, trete ich zu Itachi und tippe ihm leicht auf die Schulter.

Er dreht sich um und lässt seinen Blick langsam über mich wandern.

„Scheint dir etwas zu groß zu sein“, stellt er trocken fest. „Aber für den Moment sollte es passen.“

Ich nicke knapp.

„Ich brauche trotzdem neue Kleidung. Und wenn möglich bitte weibliche Bekleidung. Ich habe nämlich nicht vor, mit dir Unterwäsche shoppen zu gehen, Itachi“, beschwere ich mich prompt.

Er kratzt sich am Nacken und betrachtet mich noch einmal.

„Schon verstanden. Ich frage Konan. Sie ist schließlich unser einziges weibliches Mitglied bei Akatsuki.“

Ich trete einen Schritt zurück und mustere ihn.

„Itachi, zieh dir gefälligst etwas an“, tadle ich ihn, bevor ich mich an ihm vorbeischiebe und den Raum verlasse.

Ganz ehrlich, dieser Mann kostet mich noch den letzten Nerv.