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02. Oktober – Waldspaziergang

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02. Oktober – Waldspaziergang

Hallo zusammen,

hier die nächste Geschichte:

Datum: 02.10.2026

Fandom: Teen Wolf

Stichwort: Waldspaziergang

Die Sonne schien von einem strahlend blauen Himmel, und für Anfang Oktober war es noch erstaunlich warm. Perfektes Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wald.

Christopher Argent mochte den Sommer mit seiner drückenden Hitze ohnehin nicht besonders. Der Herbst dagegen war seine liebste Jahreszeit. Die klare Luft, das bunte Laub und der würzige Duft des Waldes hatten für ihn etwas Beruhigendes. Umso mehr freute er sich darauf, den Nachmittag gemeinsam mit Derek zu verbringen.

Beide waren passend für das Wetter gekleidet. Obwohl kein Regen angekündigt war, hatte Chris vorsichtshalber einen kleinen Rucksack dabei. Darin befanden sich zwei Wasserflaschen, ein paar belegte Brote und ein leichtes Regencape. Man wusste schließlich nie, wie schnell das Wetter in den Bergen umschlagen konnte.

Den Wagen hatten sie auf einem kleinen Waldparkplatz abgestellt. Nun folgten sie einem schmalen Weg, der sich zwischen hohen Buchen und Eichen hindurchschlängelte.

Die Blätter hatten sich bereits in leuchtenden Gelb-, Rot- und Orangetönen verfärbt. Bei jedem Windstoß lösten sich einige von den Ästen und tanzten langsam zu Boden. Unter ihren Schuhen raschelte das trockene Laub, während irgendwo hoch über ihnen ein Buntspecht gegen einen Baumstamm klopfte.

Derek hob ein besonders schön gefärbtes Ahornblatt auf und drehte es nachdenklich zwischen den Fingern.

„Ich verstehe, warum du den Herbst so magst“, sagte er schließlich. „Hier ist es so ruhig. Das bin ich gar nicht gewohnt.“

Er blickte zu Chris, der ihn grinsend ansah.

„Ja, schon. Anders als zu Hause. Dort ist es dank der Kinder eigentlich immer laut. Da ist so ein Ausflug in die Natur doch mal eine schöne Abwechslung. In letzter Zeit hatten wir viel zu wenig Zeit für solche kleinen Momente.“

Chris blieb einen Augenblick stehen und schloss die Augen.

„Der Wald wirkt, als würde er einmal tief durchatmen, bevor der Winter beginnt.“

Für einen Moment schwiegen beide. Durch die Baumkronen fiel warmes Sonnenlicht und ließ die bunten Blätter beinahe golden leuchten.

„Da hast du recht“, sagte Derek leise. „Das sollten wir wirklich öfter machen.“

Er sog die Luft tief ein und lächelte.

„Allerdings kribbelt es mir ein wenig in der Nase. Ich rieche die Tiere des Waldes. Und ich habe das Gefühl, dass wir beobachtet werden.“

Sein Blick wanderte nach oben. Tatsächlich huschte ein Eichhörnchen hinter einen Baumstamm. Nur sein buschiger Schwanz war noch für einen kurzen Moment zu sehen, bevor es endgültig verschwand.

Chris lachte.

„Die wissen eben, dass ein Wolf hier unterwegs ist. Dabei bist du doch gar nicht böse.“

Derek blieb stehen. Für den Bruchteil einer Sekunde glühten seine Augen in einem warmen Rot.

„Ich kann allerdings böse werden.“

Chris hob nur eine Augenbraue.

„Willst du mich etwa fressen, großer böser Wolf?“

Er trat einen Schritt näher und sah Derek direkt in die Augen. Angst verspürte er keine. Warum auch? Nach all den Jahren wusste er genau, wer Derek wirklich war.

Der Werwolf schmunzelte.

„Wie käme ich denn dazu? Ich liebe dich viel zu sehr.“

Sanft legte Derek eine Hand an Chris' Wange und küsste ihn. Für einen kurzen Augenblick schien die Welt stillzustehen. Nur das Rascheln der Blätter und das entfernte Klopfen des Buntspechts begleiteten diesen friedlichen Moment.

Es mochte für Außenstehende eine verrückte Vorstellung sein – ein Werwolf und ein Werwolfjäger, die ein gemeinsames Leben führten. Viele konnten oder wollten nicht verstehen, dass aus Misstrauen längst Liebe geworden war.

Doch Chris war längst keine Gefahr mehr für Derek.

Und Derek war niemals das Monster gewesen, für das ihn viele hielten.

Seine Familie, sein Rudel und die Menschen, die er liebte, würden für ihn immer an erster Stelle stehen. Für sie würde er kämpfen, wenn es nötig war.

Hand in Hand setzten sie ihren Weg fort, während der Wald sie mit seinem leisen Rascheln und der warmen Herbstsonne willkommen hieß.

Über ihnen löste sich ein einzelnes Ahornblatt vom Ast. Vom Wind getragen landete es direkt vor ihren Füßen. Chris hob es auf, steckte es lächelnd in seine Jackentasche und gemeinsam gingen sie weiter.

ENDE