07. Oktober - Stromausfall
07. Oktober - Stromausfall
Hallo zusammen,
hier die nächste Geschichte:
Datum: 07.10.2026
Fandom: 911 Lone Star
Stichwort: Stromausfall
Unaufhörlich prasselte der Regen gegen die Fensterscheiben und lief daran herab. Ganz in der Nähe grollte der Donner.
Officer Carlos Reyes seufzte. Ob diese Nacht wohl irgendwann enden würde?
Das Unwetter tobte nun schon seit Stunden. Ein derart heftiges Unwetter hatte es in Austin schon lange nicht mehr gegeben – zumindest konnte sich Carlos nicht mehr daran erinnern. Dabei lebte er schon sein ganzes Leben hier.
Er und sein Freund Tyler Kennedy Strand, den alle nur TK nannten, waren in ständiger Alarmbereitschaft. Bei diesem Wetter konnte jederzeit etwas passieren.
Erst vor wenigen Minuten war TK völlig erschöpft nach Hause gekommen. Er hatte kaum noch die Kraft gehabt, seine Jacke auszuziehen, und war anschließend direkt nach oben verschwunden.
Carlos hatte ihm noch einen Moment hinterhergesehen.
Dann flackerte das Licht über ihm. Einmal, zweimal und ging mit einem Mal einfach aus.
Carlos sah nach oben und seufzte. „Das hat mir gerade noch gefehlt.“
Im nächsten Moment hörte er es im Obergeschoss poltern.
Carlos war sofort auf den Beinen. Noch bevor er darüber nachdenken konnte, setzte er sich in Bewegung und eilte die Treppe hinauf.
Im Dunkeln stolperte er über etwas und konnte sich gerade noch am Geländer festhalten.
„Verdammt!“
Ein Blitz erhellte für wenige Sekunden die Nacht und tauchte den Flur in grelles Licht.
Carlos sah sich um. „TK?“, rief er mit einem Hauch Panik in der Stimme.
Er erhielt keine Antwort, sofort schlug sein Herz schneller.
„TK!“ Wieder antwortete ihm nur Stille.
Carlos tastete nach seinem Handy und schaltete die Taschenlampe ein. Dann hörte er ein leises Stöhnen. „Carlos?“
Erleichterung durchströmte ihn. „TK! Alles okay?“
„Ich glaube schon.“
Carlos folgte der Stimme und fand TK schließlich auf dem Boden vor dem Schlafzimmer sitzen. Neben ihm lag eine Taschenlampe, die offensichtlich bei seinem Sturz heruntergefallen war. Viel mehr konnte er aber nicht erkennen.
„Was ist passiert?“
TK fuhr sich durch die Haare. „Ich wollte nur zum Bett gehen.“
Carlos sah ihn an. „Und dabei bist du gestürzt? Zum Glück ist dir nichts passiert.“
Wieder krachte der Donner über ihnen.
„Nein, es scheint nicht so. Aber ich bin gegen etwas gelaufen“, sagte er und rieb sich den Rücken.
Carlos hob eine Augenbraue. „Im Dunkeln auch kein Wunder.“
„Das Licht ist auch einfach ausgegangen. Ich sollte meinen Vater anrufen. Wenn das ein große Stromausfall ist, dann müssen wir unbedingt wieder auf Arbeit.“
Jetzt seufzte Carlos. „Du brauchst Ruhe“, begann er. „Wenn das für die ganze Stadt gilt, dann dreht sich nichts mehr.“
„Ja, genau deswegen müssen wir da raus. Wir müssen den Menschen helfen“, begehrte TK auf.
„Du brauchst Schlaf.“ Natürlich konnte Carlos seinen Freund verstehen. Ihm ging es ja nicht anders. Wenn der Stromausfall flächendeckend war dann würde jede Hand gebraucht werden.
TK brummte, konnte aber ein Gähnen nicht verbergen.
„Ich bin müde. Ich gebe es ja zu.“
Carlos half ihm auf und zog ihn in seine Arme. Draußen grollte erneut der Donner. TK schmiegte sich an ihn. „Kannst du mich dann nicht einfach ins Bett bringen?“
Jetzt grinste Carlos. „Natürlich mache ich das.“
Sie tasteten sich gemeinsam im Licht der Handylampe zurück ins Schlafzimmer.
Dort entzündete Carlos zwei Kerzen, die sie für solche Fälle aufbewahrten. Ihr warmes Licht vertrieb die Dunkelheit zumindest ein wenig.
TK ließ sich aufs Bett fallen und zog Carlos gleich mit sich. „So ist es besser.“
Carlos legte einen Arm um ihn und hielt ihn fest. Ihre Handys lagen in der Nähe, falls man sie brauchte, wovon Carlos auch ausging. Aber jetzt genossen sie die Nähe des unseren.
Draußen tobte weiterhin das Unwetter. Regen prasselte gegen die Scheiben, und immer wieder erhellten Blitze den Nachthimmel.
Aber bei ihnen im Schlafzimmer war es warm und ruhig. Das Licht der Kerzen spendete dabei flackerten Licht.
ENDE