15. Oktober - Halloween bei Tante May
15. Oktober - Halloween bei Tante May
Hallo zusammen,
hier die nächste Geschichte:
Datum: 15.10.2026
Fandom: Deadpool, Spider-Man
Stichwort: Halloween bei Tante May
Schon als Kind hatte Peter Parker Halloween geliebt.
Natürlich waren die Süßigkeiten ein guter Grund. Aber das war nicht der einzige.
Peter hatte schon immer die Halloween-Dekoration gemocht. Kürbisse, die vor den Häusern standen, geschnitzte Gesichter, Spinnweben in den Fenstern und die vielen kleinen Lichter, die in der Dunkelheit leuchteten.
Zudem liebte er Gruselgeschichten.
Daran hatte sich auch heute nichts geändert, selbst wenn sich sein Leben inzwischen völlig verändert hatte. Immerhin war er Spider-Man. Da gab es andere Prioritäten.
»Und was machen wir zu Halloween Schönes?«, fragte Wade Wilson.
Der Söldner saß neben ihm auf dem Sofa in seiner Wohnung und schien bereits eine ganze Liste im Kopf zu haben.
»Wenn du das Fest so liebst, könnten wir zu einem Horrorfilm-Festival gehen oder in den Gruselpark. Es soll sogar eine Führung durch ein Horrorhaus geben. Oder wir gehen auf den Friedhof.«
Er legte den Kopf schief und schien in Gedanken noch tausend andere Möglichkeiten zu finden.
Peter musste lachen. »Du hast aber viele Ideen.«
»Ich bin ein Mann mit vielen Talenten.«
»Das würde ich jetzt nicht unbedingt behaupten.«
»Autsch.«
Peter grinste. »Lass uns einfach spazieren gehen und danach zu Tante May zum Essen.«
Wade sah ihn einen Moment lang an.
»Das ist dein großer Halloweenplan?«
»Ja.«
»Kein Horrorhaus? Kein Friedhof? Kein psychopathischer Clown, der uns durch einen dunklen Keller jagt?«
»Nein.«
»Langweilig.« Wade begann leicht zu schmollen. Denn er hatte schon mit einem ganz großen Plan gerechnet. Zudem waren sie auch auf einem Jahrmarkt gewesen und hatten dort ein schönes Date gehabt.
Peter verdrehte die Augen.
»Du hast doch gerade gesagt, dass du viele Talente hast. Dann kannst du ja dafür sorgen, dass unser Spaziergang trotzdem interessant wird.«
Wade grinste unter seiner Maske, die er heute sogar zu Hause trug, was Peter weniger mochte.
»Oh, Parker. Das hättest du besser nicht gesagt.«
So zogen beide los, um einen kleinen Spaziergang durch die herbstlichen Straßen zu machen. Zu ihrem Glück regnete es nicht. Nur der Wind wehte von Norden und brachte kühlere Luft mit sich.
Peter störte das nicht. Im Gegenteil. So konnte er später mit Wade kuscheln. Der Söldner hatte schließlich immer Hitze, was Peter gerne ausnutzte.
Hand in Hand schlenderten sie durch die dämmrigen Straßen. Überall standen Kürbisse vor den Häusern. Kinder in den verschiedensten Kostümen rannten durch die Straßen und spornten sich gegenseitig an.
Peter genoss diese Atmosphäre. Es war schön, und unwillkürlich musste er an seine Kindheit denken. Auch sie beide waren damals verkleidet gewesen.
Wobei Wade darauf bestanden hatte, das Haus nicht ohne Maske zu verlassen.
»Komm mit. Ich will dir etwas zeigen«, sagte dieser plötzlich und zog ihn mit sich.
Sie bogen in eine kleine Seitenstraße ein, in der ein altes, verlassenes Haus stand. Es war größer als die anderen Häuser in der Umgebung, und kein Licht brannte darin.
Dafür stand vor dem Haus ein großer, geschnitzter Kürbis mit einer schwarzen Kerze darin.
Peter blieb neugierig stehen.
»Der ist schön«, sagte er.
»Der sieht aus, als würde er uns gleich fressen«, meinte Wade.
»Na sicher. Weil ein Kürbis uns auch frisst. Hat Deadpool etwa Angst?«, neckte Peter seinen Freund.
Dieser hob seine Maske an und streckte ihm die Zunge heraus.
»Küss mich lieber.«
Dem Wunsch kam Peter gerne nach. Er schlang die Arme um Wade und schmiegte sich an ihn.
»So ist besser«, murmelte Wade zufrieden.
Wenig später schlenderten sie gemeinsam weiter. Peter schob seine Hand in Wades Hosentasche, denn dort war es angenehm warm.
Der Wind nahm zu und ließ die Blätter rascheln.
Es war eindeutig Herbst.
Auf ihrem Weg zu Tante May kamen ihnen noch mehr Kürbisse entgegen, sehr zu Wades Missfallen. Der Söldner fand die Laternen zwar schön, aber er mochte sie nicht sonderlich. Das Licht darin flackerte und warf lange Schatten auf die Hauswände. Daher war er auch froh, als sie endlich bei Tante May ankamen.
»Es gibt aber keinen Kürbis, oder?«, fragte er vorsichtig.
Peter lachte und schüttelte den Kopf.
»Sie weiß, dass du ihn nicht magst.«
Damit war Wade einverstanden.
Das Essen war wirklich gut, und nichts anderes hatte er von May erwartet. Die Frau war eine ausgezeichnete Köchin.
Nach dem Essen sahen sie sich gemeinsam einen Halloweenfilm auf DVD an, und Peter schmiegte sich an Wade.
So konnte man den Abend ebenfalls genießen.
ENDE