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Peter und Wade

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Peter und Wade

Hallo zusammen,

hier kommt eine neue Geschichte für die Wochen-Challenge .

Ich musste ihn einfach zu Spider-Man und Deadpool schreiben.

Die zwei sind einfach zu süß zusammen. Viel Spaß.

Der Prompt befindet sich am Ende des Textes.

Einladung zum Rummel

Mit dem Brief in der Hand stand Peter Parker am Fenster seiner kleinen Wohnung und sah hinaus in die belebte Stadt. Irgendjemand hatte ihm eine Einladung für den Jahrmarkt am Wochenende geschickt.

So recht wusste er nicht, was er davon halten sollte, zumal sie keine Unterschrift trug. Wenn Peter aber ehrlich zu sich selber war, so ahnte er, von wem der Brief kam. Das Gefühl, dass die Einladung von Wade Wilson stammte, konnte er nicht abschütteln.

Zumal dem Schreiben eine kleine, bunte Spinne beigelegt wurde. Natürlich wusste Peter, dass Wade in Wirklichkeit Deadpool war. Im Umkehrschluss hieß das aber auch, dass der andere wusste, dass er in Wirklichkeit Spider-Man war.

Eine Tatsache, die ihm gar nicht behagte, die er aber auch nicht mehr ändern konnte.

Unschlüssig sah er hinaus und wusste nicht, ob er dir die Einladung annehmen sollte oder den Brief einfach vernichten sollte. Natürlich wollte er Wade gerne wiedersehen. Er mochte den anderen, das konnte er nicht leugnen, auch wenn er noch nicht wusste, warum. Wade war verrückt, aber auch ein verdammt guter Schütze und er konnte nicht sterben. Allerdings tötete der andere Mann alles für Geld, egal ob gut oder böse. Er war eben ein Söldner. Dennoch mochte Peter ihn.

Er war kein Superheld, aber er war super, wie er immer zu sagen pflegte.

Es wäre so einfach, am Freitag zu dem Treffen zu gehen. Peter kannte den Jahrmarkt und war früher schon immer mit seiner Tante May dort gewesen. Die Idee, einfach mal hinauszugehen und etwas anderes zu sehen, um zu hören als das Lernen, klang wirklich sehr verlockend. Im Moment sehnte er sich tatsächlich nach ein kleines bisschen Abwechslung. Womöglich lag er ja auch falsch und es war gar nicht Wade, der ihm die Einladung geschickt hatte.

Am Freitag war es dann endlich so weit und Peter stand vor seinem Kleiderschrank. Es wäre so einfach gewesen, sich sein Spider-Man anzuziehen und damit den Rummel zu erkunden, aber wenn er ehrlich zu sich selber war, wollte er das gar nicht. Er wollte gerne einfach einmal wieder ein Mann sein. Ein junger Mann, der Spaß hatte und ausging; dummerweise klappte das im Moment leider nicht so, wie er es sich wünschte. Was wohl auch daran lag, dass ihm ein ganz besonderer Mann nicht aus dem Kopf ging.

Seufzend entschied er sich für eine Jeans und sein dunkelrotes Hemd. Da es sicherlich frisch werden würde, schnappte er sich noch seine schwarze Jacke. Danach machte er sich auf den Weg zum Jahrmarkt.

Mit jedem Meter, dem er näher kam, wurde er nervöser. Als Treffpunkt hatte der anonyme Briefeschreiber das Riesenrad gewählt.

Pünktlich um 21 Uhr traf Peter dort ein. Wie nicht anders zu erwarten herrschte hier Hochbetrieb wie auf dem ganzen Festplatz. Menschen heilten hin und her und schienen Spaß zu haben. Auch einige noch jüngere Kinder kamen ihm entgegen. Sie knabberten an der Zuckerwatte oder anderen süßen Leckereien. Für einen Augenblick beneidete er sie um ihre Fröhlichkeit.

Die Hände in den Taschen vergraben, stand er neben dem Riesenrad und sah sich aufmerksam um. Er mochte zwar seinen Anzug nicht tragen, das hieß er denn nicht, dass er im Notfall, dass ich nicht verteidigen konnte. Ob der andere kam? Wer würde es sein? War es wirklich Wade oder lag er völlig falsch?

Die dringendere Frage war aber, mit wem er denn den Abend lieber verbringen wollte. „Du bist ja wirklich gekommen.“ Riss ihn da eine Stimme aus seinen Gedanken.

Erschrocken zuckte Peter zusammen und schämte sich im nächsten Moment für seine Reaktion. Verdammt, er war Spider-Man, da durfte man doch keine Angst zeigen. Mit klopfenden Herzen drehte er sich um und starrte den anderen an.

Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen und nichts existierte mehr – außer sie beide, hier am Riesenrad. Ihm gegenüber stand tatsächlich Wade Wilson. Im Gegensatz zu sonst tut er nicht seine Deadpool Maske, sondern nur einen Kapuzenpullover.

„Wade“, hauchte Peter.

Der andere lächelte dümmlich und zuckte mit den Schultern. Wie es schien, war er fast genauso nervös wie Peter. „Dann kam diese Einladung wirklich von dir?“, erkundigte sich Peter.

Unschlüssig seufzte Wade und kam einen Schritt näher. Er hatte lange überlegt, ob er diesen Schritt gehen sollte und Peter zu einem Treffen einzuladen. „Ja, das ist meine Einladung gewesen. Bist du überraschst, Spidy? Du hattest sicher mit jemand anderen gerechnet. Einem heißen Date oder so.“

Jetzt musste auch Peter Lächeln. Irgendwie war es ihm tatsächlich recht das ausgerechnet Wade ihn hierzu eingeladen hatte.

„Ich war neugierig, wer mir den Brief geschickt hat. Zudem war ich schon ewig nicht mehr auf einem Jahrmarkt. Also, wie komme ich zu der Ehre?“

Den Rest des Satzes überging er einfach, genau wie das Herzklopfen. Wie kam Wade dazu, ihn einzuladen? War es ein Date? Oh, er durfte gar nicht so weit denken. Der Söldner wirkte plötzlich unsicher. Seine Finger fuhren nervös in die Luft, bevor er den Arm wieder herunterriss.

Am liebsten hätte er einen dummen Kommentar von sich gegeben, aber er hatte sich fest vorgenommen, sich an diesem Abend nicht zu blamieren. Dass dies sehr schwer werden würde, hatte er von Anfang an geahnt.

„Ich weiß ja nicht, wie es bei den Avengers ist, aber ich dachte, wir könnten privat auch etwas unternehmen. Bei Stark bist du wahrscheinlich viel Besseres gewohnt, aber ich finde so einen Jahrmarkt doch ganz nett“, gab er dann zurück.

„Ich würde behaupten, die Avengers sind nicht so für den Jahrmarkt zu haben. Mir aber gefällt diese Idee sehr gut.“ Er machte eine kurze Pause und hat dann noch einen Schritt nach vorne. Jetzt standen sie sich so dagegen über, dass sie sich fast berühren konnten. Alles andere war vergessen. Peter sah ihn an und war froh, dass er hier war „Wo wollen wir anfangen?“

Am liebsten wollte er etwas anderes fragen, aber er traute sich nicht.

„Dann ist es in Ordnung, dass ich es bin?“ Leise, gehauchte Worte, dennoch verstand Peter sie.

Er blinzelte verwundert und schluckte heftig. Wade war ihm so nah und Peter glaubte schon, dessen Herzschlag zu hören.  Sie sahen sich in die Augen und Peter hob die Hand. Sanft strich er mit den Fingern über Wades Wange. Die rote Haut fühlte sich weich unter seinen Fingern an. Ganz anders, als er es erwartet hatte. Aber auch gut. Daran konnte man sich gewöhnen.

„Ja, es ist mir recht“, raunte er.

Überrascht riss Wade die Augen auf, wollte zurückweichen und sich ans Herz fassen, aber er konnte sich nicht bewegen. Die Finger auf seiner Wange fühlten sich himmlisch an und er wollte sie nicht missen.

Die warmen, braunen Augen hielten ihn regelrecht gefangen. „Oh, du süße kleine Spinne“, murmelte der Söldner. Peter grinste und fühlte sich das erste Mal seit langem wirklich wohl. „Und was machen wir nun?“

Wade zuckte mit den Schultern. Wenn es nach ihm ginge, wollte er sich nicht bewegen.

Aber Peter ließ die Hand sinken und reichte sie ihm stattdessen. „Ich würde mich gerne umsehen.“

Dem hatte Wade nichts entgegenzusetzen. Viel lieber griff er Peters Hand und verflocht ihre Finger miteinander.

„Ist das dann ein Date, kleine Spinne?“

Peter seufzte und verdrehte die Augen. „Ich denke schon.“

Was sollte er auch sonst sagen? Es durfte gerne ein Date sein.

Zusammen gingen sie über den Rummel, fuhren mit dem Riesenrad und Wade schoss für Peter ein kleines rotes Herz.

Es fühlte sich gut und richtig an.

ENDE

Kalenderwoche 36 von Laila

Du erhältst eine Einladung für ein Date/ Treffen/ Wiedersehen am Riesenrad. Vom wem stammt die Einladung und was erwartet dich auf dem Jahrmarkt?