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07. Oktober - Knightfall

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07. Oktober - Knightfall

Hallo zusammen,

und weiter geht es mit dem 07. Oktober. Eine kleine Gesichte zu er Serie: Knightfall

Viel Spaß.

07. Oktober

Serie: Knightfall

Wort: Kerzen / Kerzenschein

Es war kalt geworden in Paris. Bald würde mit Sicherheit auch der Winter anbrechen. Und die ersten Anzeichen dafür gab es bereits.

Landry mochte den Herbst, zumindest, wenn er sich von seiner guten Seite zeigte. Dummerweise tat er das im Moment leider nicht.

Es regnete schon den ganzen Tag in Strömen und kaum ein Tempelritter wagte sich nach draußen. Sie alle verbrachten die Zeit in der warmen Stube mit Beten oder anderen kleinen Arbeiten. Dabei waren noch so viele Dinge bis zum Erntedankfest zu erledigen, aber Landry hatte auch gelernt, dass es nichts brachte, die Brüder anzutreiben.

Müde ging ja zu seiner Kammer und schloss die Tür hinter sich. Da er der Meister des Pariser Tempels war, hatte er das Glück, eine eigene Schlafkammer zu besitzen. Ein Tempelritter teilte sich sonst das Zimmer mit zwei Kameraden. Es konnten natürlich auch mehr sein, wenn kein Platz vorhanden war.

Das Innere des Zimmers wurde von mehreren Kerzen erleuchtet. Überrascht blieb Landry stehen und sah sich um.

Erst nachdem sich seine Augen an das Licht gewöhnt hatten, erkannte er den anderen Mann im Raum.

Normalerweise hätte er sein Schwert zücken müssen, um den anderen abzuwehren, aber er wusste, wer es war. Wer dort vor ihm stand und ein Lächeln huschte über seine Züge.

„Du bist wieder zurück“, sagte er. Es war keine Frage, sondern viel eher eine Feststellung. Tankred de Hauteville erhob sich leichtfüßig und kam auf seinen Freund zu. „Ja, der Auftrag war schneller erledigt als gedacht, und deswegen bin ich wieder zurück. Ich hoffe, du freust dich.“

Der Meister verzog die Lippen zu einem wölfischen Grinsen und den anderen Mann in seine Arme. „Du weißt, wie sehr ich dich vermisst habe. Ich hasse es, wenn du alleine unterwegs bist und ich dich nicht begleiten kann.“

Er machte eine kurze Pause und strich mit einem Finger über Tankreds Wange. „Ich bin froh, dass du wieder da bist“, flüsterte ihr.

Der Angesprochene schenkte ihm ein warmes Lächeln. Sein Herz machte einen Satz. „Dann lass uns zu Bett gehen. Ich weiß, mein Liebster, und ich bin froh, wieder bei dir zu sein. Draußen ist es bitterkalt, möchtest du mich nicht ein bisschen wärmen?“

Der Schalk schwankt in den Worten mit und Landry war nur gerne bereit, seinem Freund zu geben, was er sich wünschte.

Dabei erhellten nur die Kerzen das Zimmer.

ENDE