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08. Oktober - Die Musketiere

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08. Oktober - Die Musketiere

Hallo zusammen,

und weiter geht es mit dem 08. Oktober. Eine kleine Gesichte zu er Serie: Die Musketiere

Viel Spaß.

08. Oktober

Serie: Die Musketiere

Wort: Nebel

Mit einem Gähnen streckte sich Porthos. Das Lagerfeuer war fast heruntergebrannt. Der Herbst war da und es war kalt geworden. Normalerweise machte ihm eine Nacht im Freien nichts aus, aber selbst ihm war es zu kühl. Zudem war er auch nicht alleine unterwegs.

Sein Waffenbruder und Freund Aramis war bei ihm. Sie hatten die Nacht im Wald verbracht, da ein Gasthaus, auch wenn es hier draußen unmöglich sein sollte, zu gefährlich war. Sie waren Musketiere und man kannte sie.  Da war es besser, nicht erkannt zu werden, da ihr Auftrag für den König wichtig war.

„Ich habe uns Frühstück gemacht“, verkündete Aramis mit seinem üblichen Lächeln.

„Das klingt gut. Wir brauchen Kraft. Der Nebel ist dick und wir werden nur langsam vorankommen. Das wird sicher noch dauern, bis wir das Kloster erreichen“, gab Porthos zurück.

„Stört dich das etwa? Wir haben schon schlimmeres Wetter ertragen.“ Damit hatte der Freund leider recht. Dennoch mochte Porthos den Nebel nicht.

„Soll ich dich beschützen?“ Gut gelaunt kam Aramis zu ihm geschlendert und legte ihm eine Hand auf den Arm. „Letzte Nacht hattest du keine Angst.“

Ihre Liebe, ihre Anziehungskraft war schon etwas Besonderes. Aber auch etwas Gefährliches. Niemand durfte von ihnen erfahren. Zwei Männer durften nicht zusammen sein.

Porthos schürzte die Lippen und brummte. „Wer hat sich denn letzte Nacht an wen geschmiegt? Ich dachte, dir war kalt.“

Aramis zuckte gelassen die Schultern. „Ich brauche eben deine Nähe, Großer. Ich möchte das ja auch gar nicht missen.“ Er schwieg kurz.

„Der Nebel jedoch ist eine ganz andere Sache, oder etwa nicht? Er scheint aber auch immer dichter zu werden. Da werden wir das Kloster gar nicht finden.“

Sein Freund schnaubte und sah sich um. „Hattest du nicht etwas von Frühstück gesagt? Etwas zu essen könnte ich gut gebrauchen. Du warst sehr fordernd.“

Aramis lachte und schmiegte sich an ihn. „Ich denke, wir brauchten das beide. Zudem waren wir lange nicht alleine. Dann bekommst du dann eben dein Frühstück. Du brauchst ja Kraft.“

Ob er damit den Nebel oder die Nacht meinte, blieb dahingestellt und es war auch egal. Der Adlige, den sie abholen sollten, konnte ruhig noch etwas warten.

ENDE