14. Oktober - The Exorzist
14. Oktober - The Exorzist
Hallo zusammen,
und weiter geht es mit dem 14. Oktober. Eine kleine Gesichte zu er Serie: The Exorzist.
Viel Spaß.
14. Oktober
Serie: The Exorzist
Wort: Kuscheldecke
Fröstelnd zog sich Tomas Ortega die Kuscheldecke enger um die Schultern. Der Herbst hatte Einzug gehalten und es war kalt geworden in Chicago. Sie hatten gar nicht hier herkommen wollen, aber jetzt waren sie doch zurück.
Tomas seufzte, als sein Blick aus dem Fenster wanderte. Draußen regnete es in Strömen und es wurde schon dunkel.
Dieses Wetter mochte Tomas nicht. Müde schloss er die Augen. Sein Freund Marcus Keane war noch unterwegs, und er hoffte, dass der Ältere bald nach Hause kam. Seitdem sie zusammen waren, fühlte er sich einsam, wenn der andere nicht da war. Ein dummer und schwacher Gedanke, aber es war nun einmal die Wahrheit und warum sollte er lügen? Dafür gab es keinen Grund, und Marcus wusste um seine Gefühle.
Dümmlich grinste er vor sich hin. Hier in der kleinen Wohnung sah ihn eh niemand. Seine Liebe zu Marcus war gefährlich, aber eben auch genau das war er wollte.
Sicher gab es früher noch Jessica. Sie war eine wunderbare junge Frau und er hatte gedacht, sie zu lieben, aber dem war nicht so – zumindest bis Marcus kam. Bei ihm fühlte er sich gut, geborgen und geliebt. Es mochte albern klingen, aber es entsprach der Wahrheit.
Als sich die Tür öffnete, zuckte Tomas zusammen. Fast sofort war er auf den Beinen und griff nach dem Messer. Natürlich konnte man damit keine Dämonen töten, was aber nicht hieß, dass man sie nicht verletzen konnte.
„Ganz ruhig. Ich bin es nur“, sagte Marcus und hob abwehrend die Hände.
„Hallo Schatz, schön, dass du wieder da bist“, begrüßte Tomas ihn und kam auf ihn zu. Er stahl sich einen Kuss und zog Marcus zum Sofa.
Dieser entledigte sich der nassen Jacken, bevor er sich setzte und etwas auf dem Tisch abstellte. „Ich habe uns Kuchen mitgebracht.“ Damit deutete er auf den Karton.
„Das klingt gut. Soll ich uns Kaffee machen? Dann können wir hier essen.“ Sie mochten beide Süßes. Was gab es da auch Besseres als sich mit einer Kuscheldecke und den Mann, den man liebte auf dem Soda zusammen zu kuscheln? Nein, da fiel Tomas nichts ein.
Viel lieber küsste er Marcus auf die Lippen und drängte sich an den anderen Mann. Dieser nannte ihn ja umsonst: kleiner Krake.
ENDE