07. Oktober - Blutige Fußspuren
07. Oktober - Blutige Fußspuren
Hallo zusammen,
hier die Geschichte von heute:
Datum: 07.10.2025
Fandom: Shadowhunters
Stichwort: Blutige Fußspuren
Er hatte sich nichts weiter gewünscht als ein paar Tage Ruhe. Ohne jegliche Art von Notfällen und Ärger. Allerdings war dies ein Wunsch, der wohl nie wirklich in Erfüllung gehen würde. Nicht bei seinem Leben und bei seiner Arbeit.
Alexander Gideon Lightwood-Bane brummte und rieb sich mit einer Hand über die Augen. Er war müde und konnte sich kaum daran erinnern, wann er das letzte Mal mehr als ein paar Stunden in Frieden geschlafen hatte. Vor allem, da sein Mann, der Hexenmeister Magnus Lightwood-Bane, nicht bei ihm war. Ein Auftrag hatte ihn im Beschlag genommen und so hatte er keine Zeit für Alec.
Der Herbst hatte in der Stadt Einzug gehalten und in wenigen Tagen war Halloween. Scheinbar war dies wieder ein Grund für alle, durchzudrehen. So zumindest sein Gefühl. Scheinbar änderte die Jahreszeit etwas bei den Menschen, aber auch bei ihresgleichen. Erst gestern hatte es zwei unerklärliche Morde an zwei Elben gegeben.
Niemand konnte sich bis jetzt, erklären, was vorgefallen war. Dies war wohl auch der Grund, warum man die Shadowhunters zur Hilfe gerufen hatte.
Müde saß Alec in seinem Büro und blätterte durch die Unterlagen, als seine Schwester in das Zimmer stürmte.
„Du bist da, das ist gut“, rief Isabelle. „Ich habe dich schon überall gesucht.“
Ihr auf dem Fuße folgten Jace und Clary. „Was gibt es?“, wollte Alec wissen und ahnte Schlimmes.
„Wir haben blutige Fußabdrücke gefunden. Bis jetzt können wir allerdings noch nicht sagen, von wem sie stammen“, antwortete Isabelle und fixierte ihn.
Für einen kurzen Moment herrschte Schweigen und Alex starrte seine Schwester an. „Wo habt ihr die Fußabdrücke gefunden?“ Alarmiert blickte er von einem zum anderen und atmete hörbar ein.
Sichtlich verwundert über diese Tatsache wrang Clary die Hände. „Direkt neben dem Institut“, gab Jace schließlich zurück.
Dies war nicht gut, gar nicht gut. Denn es sollte unmöglich sein, dass sich jemand Fremdes dem Institut näherte. Nun, es war vielleicht schon mehrfach geschehen, aber dennoch war der Schutzzauber, der diesen Ort umgab, sehr stark. Immerhin hatte Magnus den Schutz gewebt. Und er war der Beste.
„Ich will es mir ansehen“, verlangte Alex und stand auf. Er nahm seine Waffen zur Hand und wartete.
Die anderen nickten und führten ihren Anführer nach draußen. Dort standen bereits mehrere Shadowhunters zusammen und machten Fotos. „Es wird eine offizielle Untersuchung geben“, erklärte Jace und deutete auf die anderen.
Flüchtig nickte sein Bruder und trat langsam näher. Der Fußabdruck war nicht vollständig erhalten, aber selbst er konnte auf den ersten Blick erkennen, dass dies ein Männerschuh war. Was ihn jedoch überraschte, war, dass es nur ein Abdruck war. Es gab nur einen Fuß und keinen zweiten.
„Wer auch immer hier langgelaufen ist, ist nur mit dem rechten Fuß in eine Blutlache getreten. Ich will, dass das Blut analysiert wird. Wir müssen herausfinden, ob es von einem von uns oder von einem Menschen stammt. Danach will ich die Aufnahmen sehen. Ich weiß, dass es hier Kameras gibt. Wir müssen herausfinden, wer sich dem Institut genähert hat.“
Nachdenklich blickte Alex auf den Boden und ihm war bewusst, dass es unmöglich war, die nächsten Tage in Ruhe zu verbringen. Wahrscheinlich sollte er Magnus anrufen und seinen Ehemann um Hilfe bitten. Der Zauber musste auf jeden Fall erneuert werden.
„Um die Bilder der Überwachungskamera habe ich mich schon gekümmert“, sagte Clary. „Sie werden nachher auf deinen Laptop gespielt.“
Dankbar nickte er ihr zu. „Perfekt.“
„Ich habe mit Raphael gesprochen. Er schickt heute Nacht ein paar seiner Leute, die sich hier umsehen, wenn wir nichts finden. Dann können wir zusammen auf Patrouille gehen“, meinte Isabelle.
„Ihr habt ja an alles gedacht. Sehr gut. Ich hoffe sehr, dass dies nur ein dummer Scherz ist. In Vorbereitung auf Halloween.“
Das hofften die anderen auch. „Ruf Magnus an. Er soll herkommen und dann ruhe dich etwa aus“, bat seine Schwester.
Das klang nach einem guten Plan.
ENDE