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09. Oktober - Maskiert

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09. Oktober - Maskiert

Hallo zusammen,

hier die Geschichte von heute:

Datum: 09.10.2025

Fandom: Marvel

Stichwort: Maskiert

Es war kein Geheimnis, wer der Söldner und Antiheld Deadpool in Wirklichkeit war, wer sich unter der Maske versteckte.

Mochte er auch seine geliebte rot-schwarze Maske tragen, bei der man das Blut nicht sofort sah, so war es kein Geheimnis, dass sich darunter ein Mann versteckte, der viele falsche Entscheidungen getroffen hatte, aber immer noch am Leben war. Ein Mann, der nicht sterben konnte. Wade Wilson erkrankte an Krebs und wäre daran fast gestorben.

Die Maske verbarg zudem sein entstelltes Gesicht und war zudem eine Art Zuflucht für ihn.

Sein zweifelhafter Ruf und seine sehr dunkle Vergangenheit taten ihr Übriges.

Dies mochte wohl auch ein Grund sein, warum er bei den Avengers nicht gerne gesehen war. Auch wenn er im Grunde gerne einen Teil dieser Gruppe sein wollte, so störte ihn heute die Tatsache nicht mehr, dass die ihn nicht dabeihaben wollten.

Immerhin hatte er einen anderen Freund. Jemand, der nicht so arrogant war und der ihn mochte, der für ihn da war.

Sein Freund war besser und viel klüger und zudem auch noch wunderschön.

Wenn man Wade vor mehreren Monaten gesagt hätte, dass er sich einmal privat mit Spider-Man treffen würde, hätte er den anderen ausgelacht.

Aber Wade hat ihn, Spider-Man, oder besser gesagt Peter Parker, kennenlernen dürfen.

Es mochte zu Beginn nichts weiter als eine kleine Unterhaltung auf einem Dach gewesen sein, aber Wade hatte den anderen Mann aufregend gefunden. Recht schnell war ihm auch bewusst geworden, wer Spider-Man in Wirklichkeit war.

„Du starrst schon wieder“, sagte Peter.

Erschrocken zuckte Wade zusammen und sah sich um. „Wo bist du schon wieder mit deinen Gedanken?“

Ein Hauch Sorge schwang in den Worten mit und Peter biss sich auf die Lippe, denn er wusste, dass dies nicht angebracht war.

Sie standen in dem Wohnzimmer ihres kleinen Hauses, welches Wade für sie gekauft hatte. In wenigen Tagen war Halloween und sie bereiteten eine Party vor. Es würden nur wenige Leute kommen, und das war Peter auch ganz recht.

Er feierte zwar gerne, aber er wusste auch, dass dies nicht unbedingt etwas für Wade war. Sein Freund schämte sich für sein Aussehen, vor allem für die schrecklichen Narben, die seinen ganzen Körper verunstalteten.

„Ich habe an früher gedacht.“ Wade zuckte mit den Schultern und ließ sich in einen Sessel fallen.

„Daran, dass wir beiden Masken tragen und doch wissen, wer der andere ist. Deswegen glaube ich, ich werde auch irgendein Kostüm wählen, an dem ich maskiert bin.“

Die Worte waren leicht ausgesprochen, dennoch spürte Peter, dass es dem anderen nicht leichtfiel und er noch mehr sagen wollte. „Das musst du aber nicht. Ich will nicht, dass du dich hinter einer Maske versteckst“, gab er bestimmt zurück.

Der Blick des Söldners richtete sich auf ihn und fast wäre Peter ein Stückchen zurückgezuckt, als er das Funkeln sah.

„Macht sich meine kleine Spinne etwa Sorgen um mich? Hör zu, das musst du nicht. Es ist Halloween und wir wollen feiern. Ich werde eine Maske tragen, denn ansonsten laufen sie alle vor mir davon, und das möchte ich nicht.“

Die Worte taten Peter weh und er ballte die Hände zu Fäusten. Im Gegensatz zu seinem sonst so sanften Gemüt würde er die Welt am liebsten anschreien und ihnen erklären, dass sie so nicht mit Wade umgehen durften. Er würde sie für Wade in Brand setzen.

Er hasste jeden, der glaubte, dass er besser war als Wade.

Dieser streckte einfach nur den Arm aus und Peter kam zu ihm. Er setzte sich auf Wades Schoß und schmiegte sich an dessen Körper. „§Es ist in Ordnung. Solange ich weiß, dass du den Anblick ertragen kannst.“

Krampfhaft schluckte Peter und hob den Kopf, sodass sie sich in die Augen schauen konnten.

Der verspielte und auch zum Teil verrückte Wade war für einen Moment verschwunden. „Dein Anblick macht mir keine Angst. Dafür liebe ich dich viel zu sehr.“

Die Worte waren leise, aber ehrlich, und das spürten beide.

Egal was kam, sie waren zusammen und würden einen Weg finden, damit umzugehen.

ENDE