10. Oktober - Kirche
10. Oktober - Kirche
Hallo zusammen,
hier die Geschichte von heute:
Datum: 10.10.2025
Fandom: Murdoch Mysteries
Stichwort: Kirche
Detective William Murdoch hatte schon viel gesehen und war an vielen verschiedenen Tatorten gewesen.
Nicht das erste Mal war eine Kirche darunter, und dennoch fühlte er, dass es hier etwas anders war.
William glaubte nicht an Geister und auch nicht an andere übersinnliche Dinge, aber als er nun neben seinem Constable George Crabtree die Kirche betrat, fühlte es sich eigenartig an.
Als gläubiger Katholik bekreuzigte er sich, bevor er nach der Leiche suchte.
Ein Messdiener hatte die beiden Leichen gefunden. In der Mitte neben dem Altar lagen zwei verstümmelte Leichen.
„Jesus Maria, Mutter und Josef“, murmelte George.
William warf ihm einen wütenden Blick zu, sagte aber nichts weiter. Der Anblick war in der Tat erschreckend und behagte ihm auch nicht.
„Was haben wir George?“, fragte er, um sich abzulenken.
„Der junge Paul Gibbs hat die beiden Leichen gefinden. Sie gehören zum Konvent. Einen Namen haben wir aber noch nicht“, gab er zurück.
Schritte wurden laut und William hob den Kopf, als Dr. Emily Grace zu ihnen trat.
„Das ist kein schöner Anblick, meine Herren“, sagte sie und senkte den Kopf.
„Gut, das Sie hier sind. Noch wissen wir nicht, was geschehen ist, und wir wissen auch nicht, wie die beiden Frauen heißen. Ich hoffe, Sie können uns helfen. George und ich werden uns hier umsehen.“
Erneut bekreuzigte sich William und schritt davon. Eilig folgte George ihm.
„Was glauben Sie, ist hier geschehen?“, fragte der Constable.
„Es ist unsere Aufgabe das herauszufinden. Wer auch immer der Mörder war, er hat Kraft besessen. Zudem muss er mit dem Blut der Opfer bespritzt sein. Ich gehe von zwei Tätern aus. Aber wir müssen die Tatwaffe finden.“
Dies war jedoch viel leichter gesagt als getan. Die Tatwaffe konnte überall versteckt sein oder der oder die Täter hatten sie mitgenommen. Im Moment könnten sie nicht viel tun, außer die Spuren zu sichern.
Die Kirche war recht groß und es gab hier sehr viele wertvolle Stücke.
„Einen Raub können wir sicherlich ausschließen. Dort vorne steht ein Becher aus Gold. Den hätte der Täter sicherlich mitgenommen“, sagte William wie zu sich selbst.
Nachdenklich sah er sich um und spürte erneut eine Art Frösteln. Wirklich erklären konnte er es nicht. Sein Blick wanderte hinüber zu George, der etwas auf seinem Blog notierte. Danach ließ er die Hand sinken und strich sich über den Arm.
„Ich bin schon lange nicht mehr in einer Kirche gewesen, aber hier finde ich es doch sehr unheimlich. Spüren Sie es auch, Sir?“
Erneut strich sich George über den Arm, denn hier war irgendwie etwas merkwürdig. Er würde nicht sagen, dass er Angst vor Kirchen hatte, aber die Aura, die über dieser Kirche lag, war wie eine Art Schleier, gefiel ihm nicht.
„Das ist nicht wie in Ihrem Buch George. Es ist einfach nur eine Kirche“, gab William zurück. Dennoch konnte er das Gefühl, beobachtet zu werden, nicht loswerden.
Seine Frau Julia würde ihn wohl auslachen, wenn er ihr davon erzählen würde. Zumal sie ihn ebenfalls für einen rational denkenden Menschen hielt. Aber über dieser Kirche lag etwas Böses, etwas, das er weder begreifen noch greifen konnte.
Als sie zurück ins Sonnenlicht traten, atmete William tief durch. Wer auch immer die beiden Nonnen getötet hatte, würde dafür büßen.
Er würde sie finden und sie ihrer gerechten Strafe zuführen. Immerhin war dies sein Job und er war Gesetzeshüter bei der Polizei.
Da sie in der Kirche selber nichts gefunden hatten, wollten sie draußen die Gegend absuchen. George lief neben ihm her, während er selber den Boden absuchte.
Allerdings konnte auch er hier nichts finden. Frustriert wandte er sich um und warf der Kirche einen Blick zu.
Das Licht spiegelte sich in den Fenstern und mit viel Fantasie hätte man darin ein Grinsen erkennen können.
Unwillkürlich fröstelte William und schalt sich innerlich einen Narren.
Ein Gebäude oder in Ihrem Fall eine Kirche konnte keine Menschen töten. Das ungute Gefühl blieb jedoch auch weiterhin.
ENDE