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11. Oktober - Kürbislaterne

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11. Oktober - Kürbislaterne

Hallo zusammen,

hier die Geschichte von heute:

Datum: 11.10.2025

Fandom: 911 Lone Star

Stichwort: 11. Kürbislaterne

Das Team der Feuerwache 126 rund um Captain Owen Strand hatte sich auf eine ruhige Schicht gefreut. Es war schließlich schon ihre fünfte hintereinander, und sie alle waren müde und sehnten sich nach Ruhe. Aber im Gegenzug liebten sie auch ihren Job und würden alles dafür tun.

Bis jetzt war es auch recht ruhig gewesen, eine Seltenheit, denn es ging mit großen Schritten auf Halloween zu. Bekanntermaßen spielten die Menschen um diese Zeit meistens verrückt.

Owen saß zusammen mit seinem Team am Tisch. Die anderen plauderten miteinander oder spielten sogar Karten, während sein Sohn TK mit seinem Ehemann Carlos ein Stückchen weiter entfernt auf einem Sessel saß und irgendwas miteinander besprach. Er konnte zwar nicht verstehen, worum es ging, aber das zählte im Moment auch nicht.

Diese Feuerwache, sein komplettes Team, war wie eine Familie für ihn und er liebte sie alle.

Kaum hatte er sich einen neuen Kaffee eingeschenkt, ging auch schon der Alarm los.

Sein Team reagierte wie immer völlig professionell. Sie ließen alles stehen und liegen und eilten zu ihrem Einsatzfahrzeug. Da Carlos im Moment auch nichts weiter zu tun hatte, begleitete er sie einfach. In der Regel war das natürlich ungern gesehen, aber manchmal konnte es nicht schaden, wenn Feuerwehr, Krankenwagen und sogar die Polizei vor Ort erschienen.

Wie sich recht schnell herausstellte, handelte es sich tatsächlich um einen Großbrand eines Hauses.

Als sie dort ankamen, stand das Untergeschoss bereits in Flammen.

Eine Frau und ihr noch recht kleines Kind saßen weinend auf dem Rasen. „Ist noch jemand in dem Haus?“, erkundigte sich Owen.

„Antonie, mein Sohn“, rief die Frau.

Sofort gab Owen die Information an seine Leute weiter und diese reagierten so, wie sie es gelernt hatten.

Während TK mit seinen Leuten, die Frau und ihr Kind behandelte, sperrte Carlos die Straße.

Unterdessen machten sich Judd, Marjan und Paul daran, in das Haus zu gehen.

Zu ihrem großen Glück und der Erleichterung der Mutter war der Sohn bald gefunden. Ihm ging es den Umständen entsprechend gut.

Tommy überließ TK die Behandlung und sah dabei zu, wie ihre Kollegen versuchten, das Haus zu retten.

Um sie herum hatte sich eine Traube von Schaulustigen gebildet, die Carlos verscheuchte.

Er verstand bis heute nicht, was Menschen daran so interessant fanden, wenn es anderen schlecht ging. Er selber würde helfen und nicht gaffen.

Immerhin konnte es den Menschen ebenfalls schlecht ergehen und dann würden sie Hilfe brauchen.

Ein Mann auf der anderen Straßenseite zog sein Handy und begann, den Einsatz zu filmen. Sofort ging Carlos auf ihn zu und drückte das Handy nach unten. „Keine Aufnahmen, sonst verhafte ich Sie“, sagte er.

Der Mann starrte ihn mit großen Augen an und schien widersprechen zu wollen. Dann besann er sich jedoch eines Besseren und steckte sein Handy wieder ein.

Carlos nickte ihm zu und behielt die anderen Leute im Blick.

Das Feuer war mehr als nur eigensinnig und loderte immer wieder auf. Die Feuerwehrleute hatten mehr als genug zu tun, um zu verhindern, dass es nicht auf das nächste Haus übersprang. Owen gab immer wieder Befehle und war schon versucht, um Verstärkung zu bitten. Aber er hoffte auch, dass sie das alleine schaffen würden.

Die Sanitäter luden Antonie in den Krankenwagen. „Darf ich mitfahren? Ich möchte gerne bei ihm sein. Zudem weiß ich im Moment nicht, wo wir hin sollen“, weinte die Frau.

Natürlich können sie mitfahren. „Steigen Sie bitte ein“, antwortete TK.

„Eine Frage hätte ich aber noch. Wie ist das Feuer ausgebrochen?“ Judd kam zu ihnen und alle beide sahen die Frau fragend an.

Später würden sich die Spezialisten darum kümmern, aber es war immer sinnvoll, vorher schon einmal danach zu fragen.

Die Mutter schüttelte ratlos den Kopf und hatte Mühe, ihre Tränen abzuwischen. Die Angst stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben.

„Das ist alles nur meine Schuld, Mama“, jammerte Antonie. „Ich habe die Kürbislaterne brennen lassen.“

Für eine ganze Weile herrschte Schweigen und Judd sah ihn an. „Das werden später die Brandermittler nachprüfen. Jetzt fährst du erst einmal ins Krankenhaus und danach sehen wir weiter.“

Aufmunternd klopfte er dem Jungen auf das Bein und drehte sich um.

Aus Erfahrung wusste er, dass eine kleine Halloweenkerze an einem Kürbis nicht für so ein Feuer verantwortlich sein konnte. Aber das lag nun nicht mehr in ihrer Hand.

Das war eben auch eine Halloweennacht.

ENDE