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15. Oktober - Zauberbuch

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15. Oktober - Zauberbuch

Hallo zusammen,

hier die Geschichte von heute:

Datum: 15.10.2025

Fandom: Chilling Adventures of Sabrina

Stichwort:  Zauberbuch

Das Grimoire war ein ganz besonderes Buch für jede Hexe.

Sabrina Spellman wusste das. Es wurde von Generation an Generation weitergegeben und die Sprüche darin waren alt. Was aber nicht hieß, dass sie nicht funktionierten. Sie besaßen eine Macht, die man sich kaum vorstellen konnte.

Das Zauberbuch der Spellmans hatte schon viel erlebt und einige der Seiten waren an manchen Stellen verblichen, dennoch konnte man die Sprüche gut lesen, auch wenn Sabrina nicht jede Sprache lesen konnte.

„Ach ja Cousinchen. Es wäre schön, wenn du uns nicht stören würdest. Luke ist und wir wollen, na du weißt schon. Ich kann ja nicht weg“, sagte Ambrose.

Seit ein paar Wochen war er mit Luke Chalfant zusammen. Da sie nicht ausgehen konnte wie jedes andere Paar, da Ambrose an das Haus gefesselt war, blieben sie eben hier.

„Na klar. Ich will noch etwas in meinem Zauberbuch lesen. Du weißt schon, wegen Harvey und Nick.“

Sie schwieg, denn sie wünschte sich, dass sie bald eine Entscheidung treffen konnte. Sie liebte Harvey immer noch, aber sie hatte auch Gefühle für Nick. Dieser war sogar ein Hexer. Das Ganze war ein Dilemma und sie wusste nicht, was sie tun sollte. Wie sollte sie sich entscheiden? Beide wussten, dass sie eine Hexe war, und sie musste sich nicht verstecken. Allerdings war Nick ein Schürzenjäger.

„Es wird dir nicht helfen. Du musst die Entscheidung selber treffen. Dafür darf man die Magie nicht nutzen“, erklärte Ambrose.

Sabrina funkelte ihn wütend an. „Das hatte ich auch nicht vor“, log sie. Aber ihr Cousin hob nur eine Augenbraue, denn er glaubte ihr kein Wort, dafür kannte er Sabrina viel zu gut.

„Pass bitte auf dich auf“, bat er und wandte sich zur Tür, als es klingelte.

Die junge Hexe brummte etwas und war versucht, ihm den Stinkefinger zu zeigen. Was glaubte Ambrose denn? Sie hatte zwar schon daran gedacht, aber den Gedanken verworfen.

Aber konnte sie es denn wirklich? Das Buch befragen, welchen der Männer sie nehmen sollte? Wäre es denn möglich? Konnte sie es wagen?

Sie hörte Ambrose und Luke im Wohnzimmer herumalbern. Endlich lachte Ambrose wieder und schien Spaß zu haben. Sabrina wollte sich gar nicht vorstellen, wie es war, den ganzen Tag an das Haus gefesselt zu sein.

Sie mochte den anderen Hexer, und solange er Ambrose glücklich machte, war alles gut. Ihre Tanten waren der gleichen Meinung.

Sie ging in ihr Zimmer und legte das Buch auf das Bett. Dann setzte sie sich dazu.

Eine Handfläche legte sie auf den Deckel des Buches und spürte sofort dessen Macht. Fast war es ihr, als könnte sie die Macht der Hölle spüren und die ihres Vaters. Ein kleines Lächeln huschte über ihre Züge, bevor sie das Buch aufschlug.

Der Gedanke war gefasst. Einen Versuch war es wert. Also schloss sie die Augen und konzentrierte sich. Ihre Magie floss in ihre Finger und die Seiten begannen sich von alleine umzublättern. So musste sie nicht nach dem Spruch suchen. Ein Inhaltsverzeichnis gab es nämlich nicht.

Es dauerte eine Weile, dann kamen die Blätter zur Ruhe. Sabrina öffnete die Augen und ihr Herz schlug schneller in Erwartung einer Lösung. Aber als sie den Eintrag sah, brummte sie enttäuscht.

Auf einer Seite stand mit roter, geschwungener Schrift: Verfluchte Herzen gehören in die Kategorie schwarze Magie.

„Ich will doch keine verfluchten Herzen. Ich will mich entscheiden“, sagte sie.

Erneut nutzten sie ihre Magie und suchten weiter. Dabei dachte sie an Nick und Harvey. Aber auch dieses Mal brachte das Buch keine Antwort.

Frustriert klappte sie es zu. Wofür war ihre Magie denn gut, wenn sie in dieser Sache nicht half?

Wahrscheinlich hätte sie doch auf Ambrose hören sollen. Wie sollte die Magie etwas entscheiden, von dem sie sich nicht sicher war? Dann konnte sie auch gleich Tarotkarten legen.

Auf schwarze Magie würde sie sich nicht einlassen, denn dann müsste sie ja wissen, welches Herz es betraf.

Im Wohnzimmer hörte sie Musik und dann Luke lachen. Sie könnte es Ambrose von Herzen. Jeder musste glücklich sein. Vielleicht klärte es sich ja auch von alleine?

ENDE