19. Oktober – Werwölfe
19. Oktober – Werwölfe
Hallo zusammen,
hier die Geschichte von heute:
Datum: 19.10.2025
Fandom: Teen Wolf
Stichwort: Werwölfe
Mit ruhiger Hand lud Christopher Argent sein Gewehr nach. Er zählte im Kopf bis fünf und verlangsamte seine Atmung. Er war ein Jäger und ein Argent. Wenn er etwas gut konnte, dann das.
Er hörte ein Jaulen und wusste, sie hier waren. Das fremde Werwolfsrudel. Er hörte und spürte sie.
Sie waren genau das, was man sich unter Werwölfen vorstelle. Böse und grausame Monster, die Jagd auf Menschen machten. Nachdem sie Isaac angegriffen hatten, da dieser nicht zu ihnen wechseln wollte, hatten sie versucht, ihn zu töten. Zusammen mit Allison war es ihm gelungen, zu fliehen.
Chris umklammerte die Waffe fester und zählte erneut, als ein Schatten auf ihn zu jagte. Dieser setzte zum Sprung an und Chris schoss. Er hatte gut gezielt und ein kleines Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
Der Wolf sackte leblos zu Boden und verwandelte sich in einen Menschen zurück. Sie mussten den Alpha finden und ihn töten.
Chris holte tief Luft und schlich weiter.
Unzählige Augen beobachteten ihn, und wäre er sich nicht bewusst, was er hier tat, dann wäre er vor Panik wie vor Schreck erstarrt.
„Du wagst es, in diesen Wald zu kommen? Er gehört uns!“, brummte eine Stimme. „Du hast Johnny getötet.“
Ohne das Gewehr zu senken, blieb Chris stehen.
„Ihr habt den Freund meiner Tochter verletzt“, gab er so gelassen wie nur möglich zurück.
Der Anführer knurrte. „Dann wird deine Tochter dich und den Bengel beerdigen. Du bist dumm, alleine in den Wald zu kommen.“
Um sie herum glühten rote Augen auf. Einen anderen Mann hätten sie nervös gemacht, aber nicht Chris. Dieser hielt nur das Gewehr fester und atmete ganz bewusst.
„Wer sagt, dass ich alleine bin?“
Die Frage hing zwischen ihnen und noch bevor der Anführer sich rühren konnte, schoss ein schwarzer Wolf zwischen sie. Er fletschte die Zähne und positionierte sich genau so, dass er Chris und der Waffe nicht zu nahe kam.
Sein Fell sträubte sich und er war bereit zum Kampf.
„Nur einer? Wie lächerlich.“ Der Anführer lachte kalt, aber ein Hauch Sorge schwang in den Worten mit. „Das ist Derek Hale. Zudem sind wir nicht alleine. Die Verstärkung ist in der Nähe.“
Chris zuckte die Schultern, als würden sie nur über das Wetter reden und nicht über den bevorstehenden Kampf.
Derek knurrte und war bereit, jeden anzugreifen, um Chris, seinen Mann, zu beschützen.
Ihr Gegner schien verunsichert, zumindest für ein paar Sekunden, dann befahl er seinen Leuten, sich zu wandeln und anzugreifen.
Chris ließ ihnen keine Zeit. Er schoss und hörte, wie die Kugel traf. Sofort legte er nach. Unterdessen befand sich Derek in seinem Rücken und nahm dort den Kampf auf.
Die Verstärkung in Sachen Scott, Liam und Theo war in der Tat unterwegs und gerne gesehen, denn das Rudel war groß und gegen alle konnten sie nicht kämpfen.
Als er einen Schritt zurück machte, spürte Chris einen Baum in seinem Rücken, er wollte nach links weichen, als ein Werwolf auf ihn zusprang. Die Waffe erhoben, war er dennoch zu langsam.
Noch bevor der Wolf ihn berühren konnte, sprang Derek ihn an und biss ihm ins Gesicht.
Seine Augen richteten sich auf Chris und dieser nickte dankbar.
Damit war der Kampf auch fast zu Ende. Einige waren geflohen, andere wurden auf dem Boden festgehalten, auch wenn sie sich heftig wehrten, denn Scott wollte sie zum Sheriff bringen.
„Danke, für eure Hilfe“, sagte Chris und reichte Scott die Hand. „Gern geschehen.“
In seinen Augen glühte etwas, was Chris kannte. Auch wenn Scott Frieden wollte, so konnte auch er kämpfen.
Eine Bewegung an seiner Hüfte ließ ihn nach unten blicken. Derek stand immer noch als Wolf neben ihm und sein Herz machte einen Satz. Aber nicht aus Angst, sondern aus Zuneigung. Er ging in die Knie und strich Derek über das weiche Fell. Es fühlte sich wunderbar an. Sie sahen sich in die Augen, bis Derek ihm eine Pfote auf das Bein legte. „Ich liebe diesen Anblick. Du bist wunderschön.“
Er wusste, dass die anderen ihn hörten, und es war ihm egal. Er liebte seinen Wolf und nichts auf der Welt würde das ändern. Dieser Mann war jünger und so viel attraktiver, aber sie hatten zueinander gefunden, und nur das zählte.
Zu Hause würde er den Körper nach Verletzten absuchen, auch wenn er sicher nichts finden würde. Wichtig war nur, dass er da war.
ENDE