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20. Oktober - Friedhof

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20. Oktober - Friedhof

Hallo zusammen,

hier die Geschichte von heute:

Datum: 20.10.2025

Fandom: Supernatural

Stichwort:  Friedhof

Es war wieder einmal Halloween und Sam mochte diesen Tag immer noch nicht. Aber zum Glück hatte er Dean. Sein Freund liebte Halloween und vor allem die Süßigkeiten.

Das gehörte für ihn einfach dazu. Es gab nicht nur Kuchen, sondern auch viele andere schöne Dinge dazu. In einem Eimer in ihrem Hotelzimmer lagerten unter anderem Schaumwaffeln, Plätzchen und Schokolade, aber auch Bonbons sowie ein paar Chips.

Bevor Dean diese jedoch essen konnte, mussten sie erst den Job erledigen, für den sie in diese Stadt gekommen waren.

Dean parkte den Impala vor dem Friedhof und stieg aus. Sein Freund tat es ihm gleich.

Die Leute sprachen von Lichtern, die nachts auf dem Friedhof brannten. Man hatte Stimmen und auch ein Weinen gehört. Seit Tagen traute sich niemand mehr an diesen Ort. Die Tore waren fest verschlossen und auch eine Streife fuhr in regelmäßigen Abständen vorbei.

Gesehen hatte jedoch nie jemand etwas, es waren immer nur Geräusche und Lichter.

Sam nahm die Taschenlampe und steckte sie ein. Dazu noch seine Waffe. Sie mussten über die Mauer steigen, aber auch das taten sie nicht das erste Mal. Geduckt eilten sie über den Rasen. Der Friedhof war alt und vor allem groß.

„Wo fangen wir an?“, fragte Dean.

„Ich denke bei der Gruft im Norden. Dort wurde das Licht gesehen“, gab Sam zurück.

„Gibt es dort etwas Besonderes?“

An einen Geist glaubte Dean nicht, denn das passte nicht. Die entzündeten nämlich keine Kerzen oder Laternen, um die Nacht zu erhellen.

„Das ist das Ehrengrab von gefallenen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg. Es gibt eine Legende dazu. Ich habe sie gelesen, bevor wir herkamen. Angeblich wurden hier schon öfter Geister gesehen. Man sprach von Stimmen und Waffengeräuschen. Es passiert aber nur um Halloween oder besser Samhain herum“, erklärte Sam.

„Und warum das? Was hat Halloween damit zu tun? Geister gibt es immer. Schau dir nur Edwin und Charles an. Vielleicht sollten wir beide bitten, einen Blick darauf zu werfen. Sie könnten uns sicher helfen.“

Die zwei Geister aus London waren gute Freunde, geworden und auch Sam schätzte sie sehr. Auch wenn sie um einiges jünger waren.

„Halloween ist auch als Samhain bekannt. Das Fest der Kelten. Man sagt, die Wände der Welten seien dann dünn und Geister könnten noch besser in unsere Welt. „Deswegen ist eine Qija-Sitzung zu diesem Zeitpunkt immer am sinnvollsten“, erwiderte Sam.

Dean zuckte mit den Schultern, denn das interessierte ihn nicht wirklich.

„Dann suchen wir also einen Geist“, stellte er fest.

Nun war es an Sam, ratlos zu sein, aber zumindest würde es Sinn ergeben.

Sie gingen weiter und suchten den Friedhof ab.

Die alte Gruft lag direkt vor ihnen, als sie plötzlich Stimmen hörte. Sofort packten sie ihre Waffen fester und waren bereit für einen Kampf. Ein Lachen und Musik drangen an ihre Ohren. Dean knipste die Taschenlampe aus und sie schlichen näher. Auf einer freien Fläche unter einer alten Ulme waren mehrere Menschen zu erkennen. Taschenlampenlicht huschte hin und her und auch einige Lampen brannten.

Auf der Erde saßen mehrere Jugendliche.

„Na, das sind keine Geister“, stellte Dean fest.

„Das sind nur Menschen.“ Dennoch wirkte Sam nicht zufrieden. „Sagen wir ihnen Hallo?“

Dean sah seinen Freund an und dieser nickte. „Wenn es hier Geister gibt, dann sollten sie gehen.“

Damit schlichen sie näher und zogen ihre Marken aus der Tasche.

„Guten Abend. Das hier ist ein Friedhof, kein Ort, an dem man Party macht“, sagte Sam streng.

Sofort kam Bewegung in die Gruppe.

„Sind Sie Bullen?“, fragte ein junger Mann mit Collegejacke und sichtlich angetrunken. „Ja, und sogar vom FBI. Wart ihr in den letzten Nächten auch hier?“, wollte Sam wissen.

„Oh Scheiße. Verdammt, wir haben nichts gemacht“, klagte der Student.

„Party auf einem Friedhof gehört sich nicht“, erwiderte Sam. „Beantworte meine Frage!“

Trotzig sah der Kerl ihn an. „Ja, waren wir. Wenn sie wegen der Lichter hier sind, das waren wir“, antwortete ein Mädchen.

„Verdammt Anna, halt die Klappe“, knurrte er.

„Nein, das werde ich nicht. Ich sagte schon, dass es keine gute Idee war.“

„Da hat Anna recht. Geht jetzt, sonst reden wir auf dem Revier weiter. Wir wollen euch hier nicht mehr sehen“, mischte sich Dean ein.

Eilig packten die Jugendlichen ihre Sachen zusammen und machten, dass sie davonkamen.

Sam und Dean sahen ihnen nach. „Also keine Geister“, stellte Dean fest.

„Schein so. Drehen wir noch eine Runde und fahren dann ins Hotel zurück.“

Damit war Dean auf jeden Fall einverstanden. Denn dann bekam er Süßigkeiten und sicher auch mehr von Sam.

ENDE