28. Oktober - Kostümparty
28. Oktober - Kostümparty
Hallo zusammen,
hier die Geschichte von heute. Es gibt eine kleine Besonderheit. Diese folgt am Ende
Datum: 28.10.2025
Fandom: EX Meridian: Nothing Special VII von A.E. Via
Stichwort: Kostümparty
Diese Aktion war sowas von albern und Ex zerrte zum Hundertermale an seiner Maske herum und hätte sie sich am liebsten vom Gesicht gezogen. Zumal er kaum etwas sah.
„Lass das!“, forderte der Mann neben ihm. Ex drehte den Kopf und blitzte ihn an.
Wie immer sah sein Partner umwerfend aus. Der schwarze, maßgeschneiderte Anzug aus dem 18. Jahrhundert, denn das war das Thema der Kostümparty, saß perfekt.
Selbst diese lächerliche Maske aus grünen Federn harmonierte mit dessen grauen Augen.
„Konzentriere dich“, mahnte Meridian.
„Du kannst mich mal, Mere.“ Ex widerstand dem Drang, ihm die Zunge herauszustrecken, denn das war nicht angebracht.
„Das tun wir später. Ich will dir aus der Kleidung helfen.“
Leise Worte, die Ex einen Schauer über den Rücken jagten. Wie sollte man da professionell sein?
Am liebsten hätte er Meridian an sich gerissen und geküsst – wenn da nicht der Job wäre.
Sie waren beide Profis und dies war nur eine kleine Aufklärungsmission. Im Grunde nichts Besonderes für sie, die Black Ravens.
Sie waren die Besten der Besten, Männer, die keine Gefühle haben sollten, die sich dennoch ineinander verliebt hatten. Ein Tabu, wenn ihre Vorgesetzten davon erfuhren.
Meridian und Ex, zwei Decknamen von Männern, die es nicht gab, nicht geben durfte.
„Warum sind wir hier? Das ist doch nun kein Job für uns“, maulte Ex auch gleich weiter. Er war schon immer impulsiv und fordernd gewesen. Eine Eigenart, die Meridian an ihm liebte. Dieser gestattete sich ein schmales Lächeln und seine grauen Augen funkelten unter der Maske.
„Wir erfüllen Befehle. Dafür sind wir in Amerika. Möchtest du nach Syrien, zu unseren Bewachern?“ Das letzte Wort spuckte Meridian fast aus.
„Nein, sicher nicht.“ Hier waren sie zumindest mehr oder weniger auf sich selbst gestellt. Sie hatten einen Auftrag und mussten sich bei ihnen Betreuern melden. Aber diese waren nicht hier.
Meredian nahm sich ein Whiskey Glas von einem Kellner entgegen. Ex entschied sich für Bier, denn er war nicht so wählerisch wie sein Freund.
Aufmerksam sahen sich beide Männer um. Das hier war nur eine kleine Mission und im Grunde nichts für sie.
Die Halloweenparty wurde von einem reichen Drogenbaron gegeben und sie sollte sich dezent umsehen und herausfinden, wer alles auf der Gästeliste stand. Mit den Masken war dies jedoch nicht sonderlich einfach.
Zuerst hatten sie Technik benutzen wollen, aber wer auch immer das Sicherheitssystem geplant hatte, war gut, denn Ex hatte keine Chance gehabt, eine Kamera einzuschleusen oder auch nur eine Sonde.
Dann eben auf die altmodisch Weise.
„Zwei so hübsche junge Männer, dürfen nicht anleine hier am Rand stehen. Was für eine Schande“, sagte eine Frauenstimme.
Sie fächelte sich Luft zu und lächelte. Jung war sie sicherlich nicht mehr und wohl auch nicht ganz nüchtern.
Ihr mitternachtsblaues Kleid musste ein Vermögen gekostet haben, als sie auf Meridian zu schwebte. Die blonden Haare waren zu einer Turmfrisur gestylt.
Er nahm einen kleinen Schluck seines Whiskeys, der ihm plötzlich geschmacklos erschien.
Ex ballte eine Hand zur Faust, als sie zu seinem Freund trat und über den Stoff des Gehrockes strich.
„Sie haben Geschmack, junger Mann“, gurrte sie.
Meridian widerstand dem Wunsch zurück zu weichen. „Ja das hat, deswegen ist er ja auch mein Freund“, mischte sich Ex ein.
Er stellte das leere Glas ab und zog Meridian dicht an sich heran. Ihre Nasen berühren sich und sie funkelten einander an.
„Eifersucht ist ein schlechter Ratgeber“, murrte die Frau.
„Mag sein, aber er gehört mir.“ Es mochte albern und dumm sein, ein Fehler, aber er würde Meridean nicht teilen, mit niemandem. Wenn er dann eben ein eifersüchtiger Irrer war, dann musste er damit leben.
Die Frau warf ihm einen giftigen Blick zu und ging mit erhobenem Haupt davon.
„Das ist schon das zweite Mal, dass du dich wie ein eifersüchtiges Mädchen benimmst, Xavier.“
Dieser knurrte und krallte seine Hände in Meredians Jacke.
„Soll ich zusehen, wie die alte Schachtel dich antatscht und dich ins Bett zerrt, Marshall? Sicher nicht.“
Sie nannten sich in der Öffentlichkeit nie bei ihren echten Namen. Meridian atmete tief durch und legte seine Stirn an die von Ex.
„Tanzt du dann mit mir?“ Es war ein Fehler, das wussten beide, aber sie mussten sich spüren. Wissen, dass der andere da war.
Vielleicht konnte sie so auch die anderen Gäste im Blick behalten. Es war eine Ausrede, aber das war egal.
Ex’ Augen verengten sich. „Sehr gerne, Mere, auch wenn ich nicht tanzen kann.“
Ohne zurückzublicken, zog Meridian seinen Freund zur Tanzfläche, denn er konnte es auch nicht. Es würde ihm ein Vergnügen sein, ihm später aus der Kleidung zu helfen.
Der Tanz war langsam, und er war dankbar dafür. Sie hielten sich fest, gaben sich Kraft, und Meridian spürte den Herzschlag seines Freundes und war dankbar dafür.
ENDE
Anmerkung:
Das ist der 6. Teil einer Buchreihe.
Die zwei wollten unbedingt etwas dazu beitrage. Die Bücher sind richtig gut und spannend geschrieben. Es geht um eine Sondereinheit Drogen in Atlanta. Ex und Meridian gehören zu einer neuen Serie der Autorin. Ihre Geschichte war beeindruckend und bewegend zugleich.