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Tag 1: Apple (= Apfel)

Mixed Moments Adventure [Inktober 2026] — www.fanfiktion.de · All chapters

Tag 1: Apple (= Apfel)

Mixed Moments Adventure [InkTober 2026]

Kurzinhalt:

Es wird abenteuerlich in der Welt der Mixed Moments. Denn eine Gruppe mutiger Helden erlebt kleine Abenteuer, mal dramatisch mal heiter und doch immer irgendwie schräg. Begleitet also Alriko, Arcanicus, Floralee und Heddy auf ihren Reisen. Denn Fantasy und Rollenspiel sollen in diesem Inktober 2026 im Mittelpunkt stehen.

Anmerkung:

Diesmal wollte ich die Sammlung der Heldengruppe widmen, die schon in den letzten beiden Jahren immer mal wieder ihren Auftritt hatten. Vorkenntnisse sind allerdings auch nicht von Nöten. Ich kann zwar nicht versprechen, dass es jeden Tag ein kleines Abenteuer mit ihnen gibt, aber ich werde mich bemühen es so zu halten. Und deshalb bekommen sie in diesem Jahr auch erstmals ganz eigene Namen.

So lernt denn die vier unverfrorenen Recken kennen als da wären:

Alriko = aufrechter und mutiger Krieger von einfachem Gemüt

Arcanicus = belesener Magier, der genau weiß wann es strategisch ist, sich zurückzuziehen

Floralee = naturverbundene und geerdete Druidin mit leisem Humot

Heddy = vorlaute, praktisch veranlagte Halblingsfrau, immer zu Scherzen aufgelegt

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Viel Spaß beim Lesen und hinterlasst gerne eine Reaktion. Denn darüber würde ich mich sehr freuen.

* * *

Tag 1: Apple (= Apfel)

Anmerkung:

Kennen wir das Spiel nicht schon irgenwoher? Ja, Richtig. So etwas hat schon einmal mal einen verheerenden und leider auch langwierigen Krieg ausgelöst, der zu einem Mythos der Menschheitsgeschichte geworden ist. Ob das hier auch so ähnlich so laufen wird? Lasst euch einfach mal überraschen.

* * *

Eine unscheinbare Ruine inmitten der Bergwälder war zu ihrem Ziel geworden. Doch aus der Ferne hatten sie begonnen zu zweifeln. Doch sie wollten auch nicht mit leeren Händen in die Stadt zurückkehren, aus der sie aufgebrochen waren. Also mussten sie da jetzt durch.

Wenngleich vor allem bei einem die Bedenken wuchsen. „Es war und ist keine gute Idee, diesen Tempel aufzusuchen!“, raunte Arcanicus seinen Begleitern zum wiederholten Male zu. „Ich hatte schon so eine Ahnung, dass das Gerede von Schätzen nur eine Finte war, um uns hier hin zu locken, aber ihr habt ja nicht hören wollen und mich überstimmt.“ Er verzog das Gesicht. „Ich kann die Magie regelrecht spüren, sie lässt mir die Haare zu Berge stehen … deshalb sollten wir besser wieder umdrehen und …“

Er verstummte mit einem Stöhnen, als Alriko ihm einen freundschaftlichen Knuff gegen den Rücken versetzte. „Ach hab dich mal nicht so und ich sehe auch nicht, dass bei dir irgendwas stehen würde! Das da vorne ist ein verfallenes Gemäuer wie wir es schon oft genug gesehen haben. Und außer ein paar Ratten und Mäuse wird da wohl auch nix auf uns lauern. …“

„Ach ja, du vergisst die Untoten in dem Palast letztens, die haben wir auch nicht kommen sehen“, entgegnete Heddy schnippisch. „Ihr seit zwar denen mit Magie und deiner Axt bei gekommen, aber dennoch war der Beutezug kein Spaß gewesen. Ich glaube Arcanicus schon, dass hier was nicht stimmt und es sicher nichts zu holen gibt … oh wartet mal, da vorne auf dem Altar glitzert es verdächtig. Mir juckt es ja schon in den Fingern …“

„Nein!“, riefen Floralee und der Magier gleichzeitig. „Das dürfte doch gerade der Köder für uns sein!“

„Na, dann finden wir es doch einfach mal raus!“ Ehe die anderen reagieren konnten, stapfte Alriko kurzerhand los und bahnte sich einen Weg zwischen den Trümmern der Decke und umgestürzten Säulen hindurch.

Die anderen setzten ihm zwar nach, konnten aber nicht verhindern, dass Alriko sich schon vorbeugte und nach dem Gegenstand auf der Altarplatte langte, der Heddys scharfen Augen nicht entgangen sah. Er wischte die Kugel, die mit einem mal gut in seiner Hand lag, rasch an seiner Kleidung sauber. „Also das ist erst mal nur ein hübscher und vielleicht auch leckerer Goldapfel!“

„Eine echte Frucht oder ist das Ding aus Gold?“, fragte Heddy, quietschte aber im nächsten Moment auf, als der Altar zu leuchten begann und sich auf der Platte aus dem Licht heraus drei strahlende menschengroße Gestalten materialisierten.

„In was für eine Scheiße sind wir da nur reingeraten …“, murmelte Arcanicus und Floralee wurde ziemlich blass, während die Halblingsfrau sich am Kopf kratzte. „Was habt ihr denn?“, fragte sie unschuldig, während die beiden Menschen auf die Knie gingen.

„Das da vorne sind wahrhaftige Göttinnen, denen man mit Respekt begegnen sollte. Es handelt sich um Hemera die Göttermutter, Athalane die Kriegerin und Aphosia, die Schönheit selbst!“, raunte der Magier ihr zu. „Ich ahne Schlimmes.“

Die drei Erscheinungen beachteten sie derweil allerdings nicht, ihre Augen waren ganz und gar auf den Krieger gerichtet, der sie mit großen Augen und offenen Mund anstarrte. „Holla die Waldfee …“, stieß er hervor. „Das ist ja ne Überraschung!“

Die Göttinnen lächelten huldvoll.

„Du bist auserwählt!“ , erklärte die Göttermutter.

„Denn du sollst zwischen uns wählen!“, fügte die Kriegerin hinzu.

„Und reich belohnt werden!“ , ergänzte die Göttin der Schönheit.

„Uiuiuiui“, platzte es aus Alriko heraus.

„Gibst du mir den Apfel, will ich dich mit einem großen und mächtigen Königreich belohnen!“ , sprach Hemera weiter.

„Und beschenkst du mich, wird dir unsterblicher Ruhm in allen Schlachten zuteil werden und noch kommende Generationen deinen Namen als größter aller Krieger preisen“ , bot Athalane an.

„Wird der Apfel mein, dann will ich dir die unverbrüchliche Liebe der schönsten Frau der Welt schenken“ , gab Aphosia zu bedenken!“

Angespanntes Schweigen fiel über die Ruinen des alten Tempels. Nicht einmal die Vögel in den Bäumen rundherum wagten noch zu singen. Arcanicus rieb sich angestrengt über die Stirn und schien etwas zu sich zu murmeln, was die Frauen aber nicht verstehen konnten.

Derweil arbeitete es in Alrikos Gesicht. Er schien das Für und Wider der Angebote abzuwägen. Dabei schaute er immer wieder auf den Apfel.

„Wähle!“, erklang es dreistimmig.

Der Magier wischte sich Schweißtropfen von der Stirn. „Egal was er wählent, das wird nicht gut enden…“, murmelte er leise. „Das hat man ja schon bei Perris gesehen, der zwar die Hand der schöne Helain gewann, aber einen zwanzig Jahre währenden Krieg auslöste.“

Alriko vor ihnen zögerte noch immer. „Ach ich weiß nicht. Das ist gar nicht mal so einfach, wisst ihr, ihr schönen Damen.“ Er wog den Apfel in Händen und schnupperte daran. „Ist ja ganz nett, was ihr da sagt, aber irgendwie …“

Er legte den Kopf leicht schief. Ein leises Brummeln erklang. Dann biss er mit einem Mal in den Apfel und begann genüsslich zu kauen. „Dasch ischt wirschlisch lecker!“, sagte er mit vollem Mund. Und nach zwei weiteren Bissen war die Frucht auch schon ganz verschwunden.

Nicht nur seine Gefährten, auch die Göttinnen schauten baff drein. Ganz offensichtlich hatten sie so etwas noch nicht erlebt, so verdutzt, wie sie sich ansahen. Für einen Moment war ihren Gesichtern nicht abzulesen, was sie dachten und planten, dann aber lachten sie so dröhnend auf, dass die Ruinen erbebten.

„Solch eine Vermessenheit haben wir noch nie erlebt!“ Die drei Überirdischen wuchsen zu doppelter Größe heran und die Sterblichen fürchteten in diesem Moment schon, dass das ihr Ende sein könnte, weil nach dem Lachen immer noch der Zorn kommen konnte.

Und dann entschieden sie sich.

„Aber sie amüsiert uns! Und so wollen wir Gnade vor Recht ergehen lassen!“ , erwiderte die Göttermutter ganz königlich. „Du sollst mit deinen Gefährten unbehelligt deines Weges ziehen dürften und bis zum Vollmond sicher vor Ungemach sein.“

„Wenn aus der Schlichtheit, Weisheit erwächst, dann ist das etwas besonderes!“, fügte die Kriegerin hinzu. „ Lass dein Herz auch bei kommenden Prüfungen entscheiden und dir wird kein Leid geschehen.“

„Die Freude ist ein Teil der Schönheit! Und du hast mich zum Lachen gebracht“ , gab die Göttin der Schönheit hinzu. „So soll die Liebe dir in dunkelsten Stunden das Leben retten!“

Mit diesen Worten verblassten die Erscheinungen der Göttinnen und ließen die vier Gefährten immer noch baff zurück. Alriko löste sich als erster aus seiner Erstarrung und zuckte mit den Schultern „Na dann … aber der Goldapfel war echt lecker. Ich bin erst mal satt!“

„Na wenn du meinst!“ konnte der Magier sich eine sarkastische Bemerkung nicht verkneifen und stand wie Floralee wieder auf, während Heddy in die Hände klatschte. „Was für eine Geschichte. Die glaubt uns echt keiner! Aber egal, ich werde sie trotzdem erzählen!“

„Tu das!“, lächelte die Druidin geheimnisvoll. „Ich denke, das haben sie sich verdient. Genau so wie du Alriko!“

„Findest du?“

Die Druidin nickte, während der Magier nur schnaubte. Um sie herum setzte auch wieder der Vogelgesang ein. Und dann lachte Heddy. „Und schaut mal, ganz mit leeren Händen gehen wir dann doch nicht!“

Sie beugte sich hinunter, um etwas unter einer Säule hervorzuziehen. „So ein Relikt wird sich sicher gut verkaufen lassen!“

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