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Tag 11: Rescue (= Rettung, Hilfe)

Mixed Moments Adventure [Inktober 2026] — www.fanfiktion.de · All chapters

Tag 11: Rescue (= Rettung, Hilfe)

Tag 11: Rescue (= Rettung, Hilfe)

Anmerkung: Heute hoffentlich nicht zu kurz, aber dramatisch genug. Im Moment muss ich mich sehr auf die Texte konzentrieren und baue vielleicht auch schon mal Böcke. Ich hoffe, ihr könnt mir das ein wenig nachsehen.

Ansonsten wie immer viel Spaß bei Lesen!

* * *

Der Oger-Magier brüllte vor Schmerz. Aber noch war er nicht besiegt und versuchte sich von dem Ast zu lösen. Floralee hatte das Gefühl, ihr stünden die Haare zu Berge, denn auch wenn er nicht mehr gegen sie zauberte, so setzte er doch dunkle Magie ein, um sich am Leben zu halten und das Holz in seinem Inneren dafür absterben zu lassen.

Die anderen glaubte durchatmen zu können – aber das würde nicht von Dauer sein, auch wenn einer jetzt auf die Idee kam, seine Axt zu heben und gegen den Kopf des Monsters zu schwingen und diesen abzuschlagen.

Der Oger aber bemerkte das und packte den Mann ihn am Arm, so dass ein Ringen um die Waffe begann. Die anderen konnten nicht wirklich an ihn heran kommen, weil der tapfere Kämpfer von der grünhäutigen Kreatur leider auch noch als Schutzschild benutzt wurde …

Das war nicht gut! Floralee überlegte und berührte dabei den Ast eines Baumes neben sich. Sie horchte auf, als sie ein Wispern und Flüstern hörte und gleichzeitig einen warmen Hauch an ihrem Ohr. Eine Blattjungfer landete auf ihrer Schulter.

„Überlass das uns, Tochter des Waldes!“, flüsterte das Wesen nun besser verständlich in ihr Ohr. „Die Wurzelweibchen und die Astkrieger werden nun ihren Teil dazu tun. Denn wir verabscheuen dieses Monster dort genau so wie ihr?“

Bilder aus einer fernen Vergangenheit fluteten in Floralees Geist. Während die Bäume holzige Tränen weinten, trauerte die Frau mit ihnen. So viel Leid war durch eine Armee aus Ogern, unter ihnen auch Magier vor vielen Jahrhunderten über diesen Wald gekommen. Und nun, da die Täuschung aufgeflogen war, entfesselten die Geister der Bäume und Pflanzen ihren Zorn und wollten den auslöschen, der ebenfalls nur Unheil und Zerstörung im Sinn hatte.

Ranken fielen von den Bäumen herab und wickelten sich um den Grünhäutigen. Vom Boden her fügten Wurzeln ihren Anteil hinzu und zwangen den Oger auf die Knie. Dann trat aus dem Stamm hinter ihm lautlos ein hölzernes nur bedingt menschenähnliches Wesen hervor, der seine starken Finger aus Zweigen um den Kopf des sich wehrenden Magiers legten und tief durch Augen, Mund und Ohren in dessen Inneres drangen.

Es war schneller vorüber als gedacht, denn so viel Kraft konnte der Oger nicht mehr aufbringen um sich zu befreien. Schließlich erlahmte sein Widerstand. Öliges Blut tropfte aus seinen Wunden und zischte, als es auf den Boden auftraf. Aber das hörte auch schnell wieder auf.

Die Menschen – auch Alriko hatten sich das Schauspiel mit aufgerissenen Augen und Mündern angesehen und lösten sich erst aus ihrer Erstarrung, als sich das Monster nicht mehr rührte und von den Wesen des Waldes einfach achtlos fallen gelassen wurde.

Dann drehte sich Alriko zu Floralee hin und grinste, als er die Blattjungfer auf ihrer Schulter sah.„Warst du das, Flo?“, fragte er dann. „Ich wusste gar nicht, dass du so brutal sein konntest.

„Nein, ich hatte keinen Anteil daran!“ Die Druidin schüttelte den Kopf, als sich ihr auch die anderen zuwandten. „Das waren ganz allein die Geister des Waldes. Sie sind uns wohlgesonnen, wenn wir sie auch weiterhin respektieren. Aber sie haben einen Groll gegen Oger und anderes dunkles Gezücht und dementsprechend gehandelt.“

Sie hielt einen Moment inne.

„Vor Jahrhunderten muss ein Heer hier eingefallen sein und alles zerstört haben. Die Ältesten der Bäume, die damals selbst noch jung waren, zeigten mir die entsprechenden Bilder. Ihr Ziel war wohl die Eroberung des Landes und die Zerstörung des Tempels, um der Dunkelheit den Weg zu ebenen. Nun ja, so wirklich ist es ihnen wohl nicht gelungen.“

„Das scheint mir auch so!“, sagte Jackle, der immer noch bei Alriko stand. „Auf jeden Fall vielen Dank, ihr netten Geister. Ihr habt uns da aus einer miesen Lage gerettet.“

„Sag mal, warum habt ihr das eigentlich früher gemerkt?“, bemerkte Alriko.

„Wir mussten und den Weg freikämpfen, weil uns eine Kohorte der feindlichen Krieger umstellt hatte. Und dann war diese komische Disa oder so ähnlich plötzlich an unserer Seite und hat uns geholfen“, erklärte eine der Frauen. „Na ja, und warum sollten wir „Nein“ zu jemandem sagen, der mir und meiner Freundin das Leben gerettet hat. Wir blieben zwar vorsichtig, aber bis heute Nacht war nichts an ihr zu beanstanden.“

„So ist es. Aber wie dem auch sei … sie oder besser das Monster ist jetzt hinüber und wir müssen uns keine Gedanken mehr über ihre Loyalität machen“ Jackle überlegte und stieß Alriko an. „Aber wie sieht es bei euch aus? Wart ihr nicht zu viert? Wo ist denn der Miniaturtyp mit der Halblingin hin?

„Gute Frage!“, brummte der Krieger. „Die haben sich vorhin einfach verpisst.“

„Aus einem guten Grund. Ich habe sie weg geschickt, damit sie nicht verletzt würden. Immerhin wären sie leichte Beute für den Oger gewesen.“ Floralee lächelte und verschwieg den wahren Grund, vor allem, dass sie sie selbst weg geschickt hatte. „Ich weiß wo sie sind, denn die Blütenjungfer hat es mir gesagt und wird mich führen. Aber nimm auf jeden Fall ein Seil mit!, Alriko“, sagte sie dann ruhig. Und sah sich um. Am Horizont zeigte sich immerhin schon das erste Morgenrot und das war auch gut so.

Dadurch wurde es langsam heller, so dass sie jetzt nicht mehr ganz so blind durch den Wald tappen würden, auch wenn sie da weniger Probleme mit hatte als der vierschrötige Krieger. Nur mussten sie dafür aber erst einmal die anderen los werden.

Aber das war leichter als gedacht. Denn die Gruppe, die nun nur noch zu fünft war, wollte ihrer eigenen Wege gehen und versprach, das Chaos am ehemaligen Rast und Kampfplatz ein wenig zu beseitigen. Und vermutlich wollten die auch die Besitztümer des Ogers plündern.

Das mochte ihnen gegönnt sein. Floralee hatte kein Interesse darin, irgendetwas davon überhaupt in die Hand zu nehmen. Und auch Alriko dachte nicht daran, sondern sammelte stattdessen ihre Habseligkeiten und und bekam sogar noch von Jackle ein Seil in die Hand gedrückt.

„Hier, wir haben noch eines auf Vorrat!“, meinte der Mann jovial. „Glück auf euren Wegen und sanfte Pfade!“

„Das wünschen wir euch ebenfalls! Mögen der Segen der guten Geister euch begleitet“, verabschiedete sich Floralee. Alriko hob nur eine Hand. „Bis irgendwann mal. Vielleicht läuft man sich ja noch mal über den Weg!“

„Die Welt ist kleiner als man denkt!“ Also ich schließe das nicht aus!“, rief ihnen Jacke noch nach, als sie sich daran schickten in den Wald vorzustoßen. Schon bald hatten sie die anderen hinter sich gelassen und hörten sie auch schon nicht mehr.