Tag 17: Contraption (= Maschinchen, Falle, verrücktes Gerät)
Tag 17: Contraption (= Maschinchen, Falle, verrücktes Gerät)
Tag 17: Contraption (= Maschinchen, Falle, verrücktes Gerät)
Anmerkung: Tja, was macht man mit diesem Begriff. Aber ich habe mir da eine nette Kleinigkeit einfallen lassen. Ich hoffe, das ist okay und passt auch. Aber es treibt die Geschichte weiter voran, denke ich. Deshalb viel Spaß beim Lesen!
* * *
„Irgendetwas stimmt hier nicht!“, murmelte Arcanicus, weil diese Stille unheimlich war und falsch wirkte. Er schauderte, während die Wildelfe wieder los fauchte, sich der feine Flaum auf ihrer Haut und die Haare regelrecht sträubten. Sie streckte den Kopf nach vorne, wie es eine Katze tun würde und schien Witterung aufzunehmen.
„Es stinkt!“, knurrte sie angewidert.
„Ich kann aber nix riechen!“, meinte Alriko und ahmte sie nach, was bei ihm eher albern wirkte und ihre neue Gefährtin wenig begeisterte. „Was soll den da sein?“, übertönte er das Zischen der Wildelfe, die ihn wütend anfunkelte.
Deshalb schritt Floralee begütigend ein. „Er meint es nicht böse, aber er ist gelegentlich schon ein wenig dreist unser Alriko. Ich muss zugeben, ich nehme wie er auch nichts wahr, aber das liegt vermutlich an unseren viel gröberen Sinnen“, erklärte sie. „Was kannst du riechen? Und aus welcher Richtung? Magst du uns das sagen?“
Rrr-Chrri deutete vor sich. „Es kommt von da. Und es rrriecht nach ekelhaftem dunklen Metall … schlimmerrr noch als das, was ihrrr bei euch trrragt!“ Sie knurrte kehlig. „Das ist schon widerrrlich, aber das da hinten noch mehrrr!“
„Ich verstehe!“ Arcanicus nickte und streckte sich. Es fühlte sich so gut an, wieder er selbst zu sein. Und auch die alte Kraft in seinen Gliedern zu spüren. Er beschloss der Sache nun selbst genauer nachzugehen.
Denn wenn die Wildelfe so schon so aggressiv reagierte, dann konnte es sich nur um etwas handeln, dass von dunklen Kräften durchsetzt war und auch die Umgebung regelrecht zu lähmen vermochte. Dunkles Metall – davon hatte er sogar schon einmal durch Kollegen gehört. Es handelte sich dabei um tief aus der Erde geborgenes schwarzes Metall von ungewöhnlich niedrigem Schmelzpunkt, das aus den Anfängen der Zeit stammte und vermutlich von den Kräften der großen Leere durchsetzt war, was es für bestimmte Gruppen sehr interessant machte …
So ging er langsam in die Richtung, in die die Wildelfe gewiesen hatte und beschwor derweil seine magischen Sinne, konnte schon kurz darauf eine entsprechende Spur aufnehmen, die immer stärker wurde, je weiter er sich von dem Steinkreis entfernte.
In den Augenwinkeln bemerkte er, dass die anderen mitsamt der Wildelfe ihm in einem gewissen Abstand folgten.
Schließlich blieb er auf einer Anhöhe stehen und gebot den anderen, ebenfalls innezuhalten und dort zu bleiben, wo sie waren, denn er hatte von hier aus einen guten Blick auf eine kleine, verhutzelte und schwarzhäutige Gestalt die am Rand einer Senke auf einem Findling hockte.
Diese hatte ihn noch nicht wahr genommen, schien sie doch ganz darin versunken, mit einem seltsamen Gerät auf seinem Schoß herum zu spielen und ihren Spaß zu haben.
Das Wesen mit einem boshaften Keckern Schalter um und drehte immer wieder an einigen Knöpfen herum, während Funken über das Metall tanzten und das ein Netz aus schwarzen Fäden immer dichter um ein geflügeltes Wesen zusammenzog.
Das arme Geschöpf hatte etwas die Größe eines Hundes, aber er konnte nicht genau sagen, um was es sich handelte, da es in seiner verzweifelten Gegenwehr heftig zappelte. Wenn es schrie, dann in einer Frequenz, die er nicht wahrnehmen konnte. Anstatt sich damit zu befreien, macht es alles leider nur noch schlimmer.
Arcanicus verzog derweil das Gesicht. Was für ein widerlicher Schwarzgnom!
Diese waren die von dunklen Mächten verdorbenen Vettern der Bastler und Tüftler aus den großen Städten, deren Reparaturfähigkeiten er auch schon in Anspruch genommen hatte. Sie galten nicht nur als wahnsinnig und pervertiert, sie liebten es auch, ihre sadistischen Neigungen mit grausamen Spielchen auszuleben und entsprechende Gerätschaften und Fallen dafür herzustellen.
Was also tun? Sollten sie ihrer Wege ziehen und das gefangene Wesen seinem Leid überlassen?
Arcanicus entschied sich dagegen, als er an ihre letzten Erlebnisse dachte. Die Herrin würde das sicherlich nicht gerne sehen und er war sich sicher, dass sie ihn und die anderen beobachtete, und sei es durch die Augen der Wildelfe. Also nein! Er würde bleiben und helfen.
Und warum sollte er jetzt nicht einfach die Gunst der Stunde nutzen und diesen Diener des Bösen kurzerhand auszuschalten. Schade würde es um den Schwarzgnom sicher nicht sein. Denn es gab leider viel zu viele von denen, vermehrten sich die doch wie die Fliegen auf dem Aas.
Also beschwor er einen Zauber herauf, den er nur sehr selten benutzte. Es war vielleicht nicht fair, aber zum einen war er kein Paladin mit Ehrenkodex und zum anderen waren die Schwarzgnome das gewiss auch nicht gegenüber ihren Opfern, beruhigte er sein Gewissen. Außerdem galt es, ein Leben zu retten und diese elende Maschine auszuschalten.
Also machte er Nägel mit Köpfen und schickte ein magisches Geschoss los.
Der Schwarzgnom kippte mit einem dumpfen Stöhnen zur Seite, die seltsame Maschine fiel aus den Händen und schaltete sich selbst aus, was auch dafür sorgten, dass sich das Netz rund um das geflügelte Wesen löste, das erschöpft auf den Boden klatschte.