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Tag 19: Confused (= verwirrt, irritiert)

Mixed Moments Adventure [Inktober 2026] — www.fanfiktion.de · All chapters

Tag 19: Confused (= verwirrt, irritiert)

Tag 19: Confused (= verwirrt, irritiert)

Anmerkung: Es ist schon lustig, was man aus dem Wort machen kann. Und letztendlich hat sich doch wieder alles in eine ganz andere Richtung entwickelt, als ich gedacht habe. Aber gut, es soll dann einfach so sein. Mal sehen, wie ich insgesamt auch weiter kommen werde. Immerhin erfahrt ihr ein paar Dinge über die Helden.

Viel Spaß beim Lesen!

* * *

Nach dem Vorfall mit dem Schwarzgnom machten sich die Gefährten wieder auf den Weg und entfernten sich damit von ihrem ursprünglichen Ziel, aber das war ja nun auch unwichtig geworden, da Arcanicus wieder seine normale Größe hatte.

Stattdessen wagten sie sich immer tiefer in das Gebiet, welches vermutlich von Gefahren nur so strotzte. Bisher waren sie auch noch keinen anderen Reisenden oder Flüchtlingen begegnet, deshalb wussten sie auch nicht, wie weit die Invasion an der Küste bereits fortgeschritten war.

Aber sie hatten nun einmal die wichtige Aufgabe übernommen und mussten das wohl durchziehen, so gefährlich es auch werden mochte. Deshalb hingen vor allem Floralee und Arcanicus ihren Gedanken nach, überlegten, wie sie es am Besten anstellen sollten. Bald würden sie sich auch damit beschäftigen müssen, wo sie die Nacht verbrachten, denn die Sonne stand nach den vielen Stunden bereits recht tief und aus einer Richtung zogen sogar dunkle Wolken heran.

Derweil versicherte Heddy immer wieder, dass es ihr ja Leid täte mit der Verwandlung und versuchte sich so mit Rrr-Chrri anzufreunden, was aber nicht so ganz gelingen wollte, weil die Wildelfe immer noch grollte. Ebenso wenig reagierte sie auch auf die unbeholfenen Flirtversuche des Kriegers.

Das wirkte zwar urkomisch, aber vor allem Arcanicus war nicht zum Lachen zumute. So fuhr er die Gefährten irgendwann einmal an. „Jetzt lasst es doch endlich mal gut sein und Rrr-Chrri gefälligst in Ruhe! Wir haben echt andere Sorgen!“

„Hey!“, maulte Alriko. „Du musst deine schlechte Laune nicht an uns auslassen“, meinte er dann. „Außerdem ist es gut, wenn wir uns besser kennen lernen, schließlich müssen wir bald zusammenhalten und einander vertrauen!“ Das waren überraschend klare Worte aus dem Mund des Kriegers, der sich bisher nicht mit sonderlich viel Weisheit ausgezeichnet hatte.

Das verwirrte den Magier, dann doch ein wenig. denn im Grunde hatte sein Kamerad nicht ganz unrecht. Er seufzte. „Aber das schaffst du nicht mit deinen dummen Sprüchen und schlüpfrigen Andeutungen. Unsere Begleiterin ist keines deiner Betthäschen aus den Tavernen, sondern eine wichtige Begleiterin!“

Alriko schnaubte. „Du redest manchmal echt wirres Zeug. Es ist halt meine Art. Und zugegebenermaßen sieht das Kätzchen auch nicht schlecht aus!“ Jetzt war es an Rrr-Chrri irritiert drein zu blicken und den Krieger genauer zu mustern.

„Wir wissen das“, meldete sich nun auch Floralee zu Wort. „Aber Rrr-Chrri kennt uns kaum, und umgekehrt ist es genau so. Vielleicht sollten wir diese noch ruhige Zeit nutzen, um uns richtig vorzustellen, wenn es dir recht ist … “, sie blickte zu der Wildelfe.

Diese ließ ihren Blick über die Gefährten schweifen. „Vielleicht habt ihr recht.“, knurrte sie dann und schüttelte sich. „Auch wenn es über mich nicht viel erzählen gibt.“

„Du musst uns nur das preisgeben, was du möchtest“, entgegnete die Druidin und lächelte freundlich. „Wir wissen ja, dass du viel erlebt und gesehen haben musst und sicherlich auch erlitten. Deshalb musst du die Dinge nicht aufwühlen, die dir selbst weh tun.“

Rrr-Chrri näherte sich ihr, ihre Raubtieraugen musterten sie prüfend, ehe sie den Kopf neigte. „So sei es. Ich bin die dritte Tochter der Anführerin des Rrr-Clans und kämpfte bereits in den großen Kriegen. Nachdem die Dunkelheit aber meine ganze Familie verschlungen hatte, zog ich mich nach der letzten Schlacht in diesen Wald zurück, um im Hier und Jetzt zu leben … bis ihr kamt.“

„Oh … ich verstehe dich sehr gut. Mit vollem Namen bin ich Floralee Rankenherz“ Floralee nickte. „Ich habe selbst Verlust erlebt. Denn ich bin die letzte Überlebende meines Kreises, nachdem Eroberer mit Stahl und Rüstungen in unser friedliches Land einfielen und alles zerstörte, was nicht in deren Weltbild passte … damals mussten mein Lehrmeister und meine Freunde und Gefährten sterben, weil sie nicht den Glauben an die Himmelsgötter annehmen wollten …“, endete sie mit schwerer Stimme. „Sie alle ermöglichten mir die Flucht und nun bin ich hier und versuche den Rest meines Lebens im Einklang mit der Natur zu verbringen …“

„Uff … davon hast du ja noch gar nichts erzählt“, meinte Heddy darauf hin und legte die Hand mitfühlend auf Floralees Arm. „Ich bin Hedilacarimadele Runkel, aber nenn mich bitte Heddy. Weil ich keine Lust mehr darauf hatte, im Gasthaus meiner Eltern mitzuhelfen, bin ich auf Abenteuer gezogen und habe als erstes diesen verrückten Kerl getroffen, dem ich gleich helfen musste!“ Sie deutete auf Alriko, der sich verlegen am Kopf kratzte.

„Na ja … “, begann er, doch dann wurde er von einem heftigen Blitz und Donnern unterbrochen. Viel schneller als gedacht, waren die Wolken heran gezogen und bedeckten nun den ganzen Himmel. Noch regnete es nicht bei Ihnen, aber in der Ferne konnten sie schon sehen, dass es ordentlich schüttete.

„Das können wir später fortsetzen!“, meinte Arcanicus. „Sehen wir erst mal zu, dass wir noch halbwegs trocken einen Unterschlupf finden!“