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Tag 3: Miniature (= Miniatur)

Mixed Moments Adventure [Inktober 2026] — www.fanfiktion.de · All chapters

Tag 3: Miniature (= Miniatur)

Tag 3: Miniature (= Miniatur)

Anmerkung: Tja, was ist wohl aus Arcanicus geworden? Einmal dürft ihr raten. Und damit geht es schon weiter mit den wilden Abenteuern unserer Helden. Auf eine gewisse Weise macht das schon Spaß.

Ich weiß ja nicht, wie das insgesamt ankommt, aber letztendlich mache ich so lange weiter, wie ich kann. Auch weiterhin würde ich mich über Reaktionen freuen, da es nicht immer leicht ist, gegen eine schweigende Wand zu schreiben.

* * *

Arcanicus fand seinen Zustand gar nicht lustig. Denn es war nicht gerade angenehm, auf eine Größe geschrumpft zu sein, die etwa der Länge von Alrikos großen Stiefeln entsprach. Das bot zwar neue Perspektiven, aber sich jetzt in Augenhöhe mit irgendwelchen Krabbeltieren zu befinden, wie dem Käfer, der sich gerade aus einem Loch in seiner Nähe grub, war leider nicht besonders angenehm.

Das Lachen der Gefährten kränkte ihn zusätzlich. Dem Krieger konnte er das noch verzeihen, bei dessen simplen Geist. Heddy war eben Heddy und in der Hinsicht ein typischer Halbling. Aber dass die sonst so ernste Floralee sich ebenfalls ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte, schmerzte, dann doch ein bisschen.

Der Magier musterte die Gefährten deshalb mit einem äußerst sauren Gesichtsausdruck und beschloss die Initiative zu ergreifen. „Erstens solltet ihr das Zepter einsammeln und schnurstracks in eine Decke einwickeln. Fasst es am besten dabei auch nicht mehr an.“

Er senkte grimmig die Augenbrauen. „Zweitens ist es nicht gerade sehr freundlich von euch, mich so blöde anzugrinsen, das hilft keinem von uns weiter, am Allerwenigsten mir!“ Er seufzte gequält. „Und drittens ist es hier am Boden nicht gerade angenehm! Ich kriege schon einen starren Nacken“

Floralee streckte die Hand aus, so dass Arcanicus auf diese steigen konnte. Dann richtete sie sich wieder auf. Das fühlte sich jetzt wesentlich angenehmer und sicherer für ihn an und er musste auch nicht mehr so extrem den Hals verrenken.

Ihre Frage dabei zeigte auch, dass sie als Einzige den Ernst der Lage richtig einschätzen konnte: „Hast du eine Ahnung was das für ein Zepter gewesen sein könnte? Oder wie man den Zauber oder Fluch oder was auch immer aufheben könnte? Falls er von Dauer ist?“

Arcanicus seufzte. „Schwer zu sagen … dazu müsste ich das Zepter genauer studieren, was bei meiner jetzigen Größe leider nicht ganz einfach sein dürfte! Und ihr habt alle keine Erfahrung damit, um mir helfen zu können.“

Er sah mit Besorgnis zu, wie sich der Krieger derweil um das Relikt kümmerte und fürchtete schon das Schlimmste. Überraschenderweise ging Alriko sogar sehr vorsichtig vor und hielt sich an die Anweisungen. Wenigstens etwas! Manchmal war der ja doch zu was zu gebrauchen.

Heddy sah derweil etwas zerknirscht drein, grinste aber auch immer wieder, weil sie seine Miniaturgestalt wohl lustig fand. Aber sie enthielt sich zum Glück erst einmal weiterer Kommentare.

Deshalb wandte er sich wieder Floralee zu, die ihn mitfühlend musterte und sagte: „Ich setze meine Hoffnungen jetzt auf einen alten Freund, der ein paar Täler weiter lebt und den wir aufsuchen könnten. Wir haben zusammen studierte, aber uns dann später anderen Fachgebieten zugewandt. Vielleicht kann er mir helfen, er ist mir ohnehin noch was schuldig.“

„Gut, dann machen wir das so. Und sehen dann weiter, wenn das nichts nutzt!“, entgegnete die Druidin. Sie blickte zu den beiden anderen hin. „Und wir lassen am Besten diesen Ort hinter uns, ehe wir hier über noch mehr Dinge stolpern, die besser zurückbleiben sollten, weil sie magisch oder Schlimmeres sind.“

„Schade, dann gehen wir ja doch mit leeren Händen …“, murmelte Heddy vor sich hin, gab sich dann aber einen Ruck. „Aber du hast wohl recht mit deiner Einschätzung. Ich möchte ja auch nicht zu einer Ratte oder einem Wurm werden oder so.“

Sie klatschte in die Hände. Ihre unbeschwerte Fröhlichkeit kehrte zurück. „Wenn du magst, Flora, kann ich Arcanicus auch mal zwischendurch nehmen.“ Ein breites Grinsen war nun zu sehen.

„Ich wollte immer schon mal einen Westentaschen-Magier haben!“

[Weiter an Tag 4]