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Von Meditation und Sternzeichen <3

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Von Meditation und Sternzeichen <3

Noahs Sicht

Ich ließ mich erleichtert auf das Bett fallen. Und verdammt war ich glücklich das der Flugsegler nicht schwankte.

Es war gut gewesen, alles gezeigt zu bekommen. Und ich hatte mir auch schon das meiste gemerkt. Die Ninja schliefen alle im gleichen Raum, was eindeutig gut zu wissen war.

Und ich hatte Nya ein bisschen ausfragen können. Lloyd hatte ihr anscheinend nur gesagt, sie sollte bei mir etwas ruhiger sein und das die Gerüchte genau aus seinem Schweigen heraus entstanden sind.

Keine krassen, schlimmen Gerüchte, eher...Witze.

Aber... ich wollte eigentlich nicht für ihre Witze her halten...

Ich hatte mich umgezogen und war glücklich wieder meine Sachen zu tragen.

Ich sollte Abstand von Lloyd nehmen. Ich wollte wirklich nicht, dass es mir durch ihre Witze und Gerüchte hier noch schwerer fiel...

Ich stellte mich langsam vor den Spiegel. Betrachtete langsam den männlichen Körper, das, was ich so lange wollte. Und ich hatte endlich, was sich für mich richtig anfühlte. Was richtig war.

Aber...es war auch noch so neu... ich habe meinen Körper noch nie richtig ausgetestet...

Ich könnte etwas betonederes tragen. Etwas was die männliche Figur zu Geltung brachte.

Ich kicherte als ich den Hoodie über meinen Kopf stülpte und meinen nackten Oberkörper betrachtete.

Es waren noch Narben zu sehen unter meiner Brust, aber das war für mich kein Problem.

Generell war ich jetzt auch nicht gerade unsportlich, aber sagen wir Mal so: Die Ninja kämpfen und machen "Parcours", ich war eher der "ich geh locker ins Gym" Typ...

Ich hatte schon früh mit dem Gym angefangen, es war meine Flucht gewesen, vor meiner Vergangenheit und vor der Dysphorie.

Und endlich alle Operationen abgeschlossen...und keine ständigen Besuche mehr beim Arzt!! Jaaaa!!

Shit...Arzt...

Ich schnappte mir mein Handy und ging auf meinen Kalender. Fuck...

Ich müsste morgen zu ihm. Zu meinem Arzt.

Ich erinnerte mich an seine leicht nervige Stimme "Jedes halbe Jahr musst du aber kommen Noah."

Ich knurrte. „Jedes halbe Jahr musst du noch kommen Noah. Nur Untersuchungen zur Sicherheit.“,äffte ich ihn genervt nach und sah zu meinem Spiegelbild.

Ja, Mist. Absagen...? Uhm...nein. Das wäre nicht gut... und auch nicht verantwortungsvoll.

Aber...wie...

Ich spürte wie meine Hände leicht zitterten. Sollte ich... einfach Lloyd fragen?

Nein! Ich wollte Abstand zu ihm! Noah halt dich doch mal an deine Vorsätze!

Es klopfte und ich zog mir schnell wieder meinen Hoodie über.

„J-ja?"

Lloyd trat ein und musterte mich, lächelte leicht.

„Du und Nya habt gelabert hm? Sie mag dich."

„Echt?",fragte ich überrascht.

Lloyd nickte. „Jaaa sie mag es wenn Jungs nicht solche Nervensägen sind, und die ganze Zeit so tun als wären sie die besten."

Ich spürte ein warmes Gefühl in meinem Bauch. Jungs...

„Uhm geht es dir gut? Es wäre ganz gut wenn wir trainieren. Aber nur wenn du dich dafür bereit fühlst."

Ich nickte zögernd. „J-ja... aber wieso trainieren?"

Lloyd schloss die Tür hinter sich. „Naja, ich wäre ganz dankbar wenn sich die Druckwelle nicht wieder holt."

Ich sah ihn an, dann auf den Boden. „Das...Denkst du das passiert wieder?"

Lloyd stellte sich vor mich, sah mich an. Ich spürte seinen Blick auf mir. „Kann? Ja. Wird es wahrscheinlich? Ja. Aber du kannst nichts dafür Noah. Und damit es für dich leichter und kontrollierbarer wird, sollten wir das trainieren."

Ich zögerte. „Aber...wieso auf einmal?"

„Kräfte können komisch sein. Vielleicht ist sie jetzt das erste Mal so richtig heraus gekommen, vielleicht wurde sie von etwas getriggert."

"Du meinst... absichtlich?"

Lloyd nickte langsam. „Ja. Wahrscheinlich hat das Rudel damit etwas zu tun."

Ich zögerte erneut, doch sah ihn an. Verdammt... ich wollte doch Abstand halten... aber...es fühlte sich zum ersten Mal sicher an...

„Ich bin gefährlich...oder?"

Lloyd schüttelte langsam den Kopf. „Nein das bist du nicht. Du bist nur nicht verstanden und gerade noch etwas unkontrolliert, aber wir kriegen es hin, dass du dich auch für dich selbst wieder sicher fühlst, okay?"

Ich nickte leicht. „O-okay. Uhm...was trainieren wir?"

Lloyd lächelte und deutete auf den Boden.

Ich ließ mich überrascht hin fallen, er setzte sich mir gegenüber.

„Ich weiß es wird dir schwer fallen, aber... ich habe selbst erstmal mit Meditation trainiert. Und ich habe mich mit Wu abgesprochen, für ihn ist das ein legitimer erster Schritt."

Er faltete seine Hände in seinem Schoß und schloss die Augen.

Ich musterte ihn verständnislos. „Ich...soll da hocken und dösen?"

Lloyd kicherte und öffnete ein Auge. „Nein Noah. Du sollst meditieren. Einfach nur fühlen, nichts denken. Einfach nur existieren. Das hat nichts mit schlafen zu tun."

Ich seufzte auf. Toll. Ich schloss meine Augen.

„D-das bringt doch nichts..." Murmelte ich.

„Wie willst du etwas neues von dir kennen lernen, wenn du dich nicht mal selbst in einem der ruhigsten Momente kennst?"

Ich schwieg. Darauf würde er keine Antwort bekommen...

Wieso musste ich das machen? Das war so langweilig... Warte... ich sollte an nichts denken?

Okay. Stille. Stille. Stille. Ah ich denke wieder!

Was bringt mir das überhaupt? Man kann nicht aufhören zu denken! Nicht wenn die Gedanken in meinem Kopf so laut waren, so viele...

Naja...was würde mir das überhaupt bringen? Am Flugsegler war das wahrscheinlich keine Hilfe... nicht auf das was durch das Team auf mich zu kam...

Nya und Jay waren in dem Streit relativ still gewesen, vielleicht...kamen sie mit mir klar? Das Kai mich nicht mochte war mir klar, bei Cole war es auch noch verständlich. Bei Zane...war ich mir unsicher. Aber irgendwas sagte mir das er im generellen nichts gegen mich hatte, sondern eher es pflegte logisch zu denken.

„Du denkst nach."

Ich grummelte. „Deine Aufgabe ist unmöglich, mir schwirrt gerade viel zu viel im Kopf rum, als dass ich einfach mich hinsetzen könnte und an nichts denken könnte!"

Ich schmiss die Hände in die Luft. „Außerdem irritiert mich hier alles!"

Lloyd öffnete seine Augen, setzte sich locker hin und stützte sich mit seinen Händen hinter sich ab.

„Dann erzähl mir was in deinem Kopf umher geht."

Ich blinzelte ihn überrascht an, merkte jetzt erst das ich aufgesprungen war.

Seine grünen Augen musterten mich nachdenklich. „Du kannst versuchen dich von mir zu entfernen, aber das wird dir nicht viel bringen Wirbelwind. Es... ist okay wenn du mich nicht leiden kannst,wenn du uns alle nicht leiden kannst, ich verstehe es. Aber ich werde nicht zu sehen wie du dich in deiner Kraft verlierst, nur weil du nicht bereit bist, mit mir daran zu arbeiten."

„I-ich hab nicht gesagt das ich euch nicht leiden kann..."

Lloyd gluckste. „Das ist das einzige was du abstreitest? Ich dachte, du wärst wehrhafter."

Ich verzog das Gesicht. „Willst du mir gerade sagen, ich wäre schwach?"

„Nicht schwach Noah. Aber...mich fasziniert, wie du einfach die dummen Witze deiner Freunde erträgst, deine Nachbarn ignorierst wenn sie dich versuchen zu verletzen, aber du so stur bist wenn es darum geht dich selbst weiter kennen zu lernen."

„Ich...was wenn ich wieder etwas auslöse? Irgendwen verletze? Wenn... ich es nicht kontrollieren kann?"

„Du wirst niemanden verletzen Noah. Ich bin robust gebaut, du tust mir nicht weh. Und die anderen halten auch einiges aus. Du wirst lernen es zu kontrollieren."

Ich grummelte. „Das kannst du so einfach sagen. Du hast keine Angst vor dir selbst..."

Lloyd stand auf und trat nah an mich. Ich wich nicht zurück, senkte jedoch den Blick.

„Ich hatte auch lange Angst vor mir Noah. Davor eine Gefahr für andere zu sein. Davor... nicht akzeptiert zu werden. Aber wenn ich es geschafft habe, zu lernen es zu kontrollieren, kannst du es auch. "

„I-ich... weiß gerade einfach nicht mehr was richtig ist..."

Lloyd nickte. „Ist okay. Wirklich. Aber entferne dich bitte nicht von mir. Lass mich dir helfen, wir können zusammen das Chaos in deinem Kopf aufräumen. Ich werde nichts verurteilen und ich werde dich danach nicht anders sehen, in Ordnung?"

Ich zögerte. Konnte ich...einfach vertrauen und erzählen was in meinem Kopf umher ging? Oder...wäre das komisch?

Ich nickte leicht. „O-okay. Aber... ich..."

Lloyd musterte mich. „Du vertraust mir noch nicht vollständig. Wenn du möchtest, können wir ein Spiel daraus machen."

„Ein Spiel?"

„Ja. Du darfst etwas fragen, dann ich. Egal wozu. Einfach damit du anfängst dich etwas zu entspannen. Und wenn du etwas nicht beantworten willst, musst du das nicht."

Ich nickte langsam. „Klingt... lustig."

Lloyd nickte und ließ sich auf mein Bett fallen. „Na dann. Ich überlass dir den Anfang."

Ich atmete langsam aus und setzte mich. „Hast du ein... schwieriges Verhältnis zu deiner Familie? Deine Mutter schien... nicht so freundlich."

Lloyd nickte. „Jaaa, mein Vater hat uns als ich klein war verlassen und meine Mutter hat mich in ein Internat abgegeben."

Ich zögerte. Das klang... nicht schön...

Lloyd musterte mich. „Hattest du es schon mal vorher das du...dich anders gefühlt hast als andere Menschen oder du etwas spüren konntest, was andere nicht gemerkt haben?"

Ich sah aus dem kleinen Fenster. „Ja. Aber ich...dachte einfach das jeder verschiedenen ist und ich sehr sensibel auf Sachen reagiere."

"Hast du schon mal drüber nachgedacht, Mark anzuzeigen?", fragte ich leise, vorsichtig, ob es mir überhaupt gestattet war zu fragen...

Mein Blick wanderte zu ihm. Er rückte leicht zurück und seine Finger strichen die Bettdecke glatt. „Manchmal. Aber es würde nichts bringen. Erstens verärgere ich dann nur meinen Meister, geschweige denn das mir jemand glauben würde. Es wären nur diese Fragen, weshalb ich nicht früher gekommen wäre, weshalb ich keine Beweise hätte. Und dann würden sie anfangen davon zu reden, was für ein guter junger Mann er doch ist, reiche bekannte Familie und das ich auch ja gesagt hätte. Es ist egal wie oft man gedrängt wurde..."

Ich schüttelte leicht den Kopf. „Die Polizei ist... fragwürdig. Ich will nichts falsches sagen, ihr Job ist hart, aber... wieso glaubt man den Opfern nicht?"

Lloyd sah auf, schmunzelte leicht. „Weil es weniger Papierkram ist wenn man es ab tut. Scheint als hättest du auch schon Erfahrung mit ihnen gemacht. Darf ich fragen...was ist passiert?"

Ich fing leicht an zu zittern. „Ich...wurde verfolgt. Ne ganze Zeit lang. Und irgendwann wurde ich abgefangen und zusammen geschlagen und hätte man mich nicht gefunden und ich wäre ins Krankenhaus gekommen...hätte ich es nicht überlebt."

Ich verschwieg wohl lieber, das ich genau wusste wer es war...

Lloyd rutschte langsam näher. „Das...ist krass. Kann ich dir helfen?"

Ich versuchte die Lage aufzulockern und scherzte leise:„Nur eine Frage Lloyd. Ich bin dran."

Doch meine Stimme brach, ich zitterte leicht.

Das helle Krankenhauslicht, die piependen Maschinen, dieser scharfe Geruch nach Desinfektionsmittel...

Ein Arm legte sich um mich und ich zuckte zusammen.

Lloyd war neben mich gekommen, zog sich jetzt jedoch leicht zurück. Schaffte mir Platz...

„Was...weißt du über das Rudel?"

Seine Augen weiteten sich. „Ich...du hast das Recht es zu wissen... Sie rekrutieren Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Und sie sind eine große Organisation, sie haben auch Spione, so weit ich es weiß. Und ich vermute...einen...deiner Freunde."

„Was?",fragte ich entsetzt.

„Naja...woher sollten sie sonst wissen, dass du in der Bar warst?"

Mein Blick legte sich starr auf die Bettdecke. Es...gab Sinn...aber genau das machte mir Angst...

Lloyd lächelte leicht. Fast schon schüchtern... anderseits... auch komplett offen.

Ich musterte ihn. Überforderte er mich manchmal mit dieser Offenheit? Ja. Fand ich es irgendwie süß? Ja.

Lloyd kicherte. „Ich hab ne Frage! Gibt es etwas wo du dir sicher bist das es wahr ist, auch wenn es nicht bewiesen ist?“

Ich überlegte kurz dann nickte ich. „Ja. Horoskope und generell Sternzeichen.“

Ich war sehr glücklich, dass er das Thema so elegant gewechselt hatte...

Lloyd grinste. „Heyyy ich mag auch Sternzeichen. Ich bin Stier, du?“

Ich sah zögernd neben mich, musterte sanft sein Gesicht. „Krebs."

Wieso fühlte ich mich...geborgen?

Lloyd kicherte. „Anscheinend vertragen sich unsere Sternzeichen auch sehr gut."

Ich wurde rot und sah weg. „Lloyd...!"

Er hob abwehrend die Hände und lachte. „Schon verstanden, ich halte meine Klappe."

„Gut.",brummelte ich.

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Hiii,

Ich bin noch da, immer noch am schreiben XD. Hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ihr seid nicht gelangweilt von meinen zwei XD

Liebe Grüße, passt auf euch auf <3

Wolf