LNCrawler

Kapitel 10

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Kapitel 10

Kais Sicht

Ich seufzte leise auf. Wann würde Lloyd einsehen, dass Noah eine Gefahr darstellte?

Ich hatte so viele Punkte, aber er hörte mir nicht zu...

Zane musterte mich. „Weißt du Kai wenn du müde bist solltest du nicht auf dem Tisch schlafen, sondern in deinem Bett."

„Mhm. Könnte ich schlafen, täte ich es."

Zane seufzte, ließ sich mir gegenüber auf die Sitzbank fallen.

„Was beschäftigt dich?"

„Viel Zane. Viel."

„Wenn du nicht mit der Sprache raus rückst, kann ich dir nicht helfen. Also sei kein kleines Kind und sag was dich beschäftigt.", grummelte Zane während er auf seinem Handy irgendeinen Plan erstellte.

Fitnessfreak...

Ich hob meinen Kopf leicht. „Unser Kloster ist wegen diesem Rudel abgefackelt. Wir hätten verletzt werden können! Und das sollte uns eindeutig gezeigt haben, dass mit ihnen nicht zu spaßen ist! Aber stattdessen halten wir Noah immer noch in Samthänden, weil er ja so wichtig ist! Allerdings wissen wir nichts! Gar nichts!"

Zane sah mich kurz an. „Ich verstehe. Du hast Angst das wir verletzt werden und siehst nicht den Sinn warum wir keine Infos über Noah bekommen. Aber sicher das nicht noch mehr dahinter steckt?"

Ich seufzte und ließ meinen Kopf auf den Tisch fallen. „I-ich mag ihn nicht. Und... vertrauen tu ich ihm schon mal gar nicht. Wer mit Mark abhängt, ist nicht vertrauenswürdig."

Zane seufzte und strich über meine Schulter, als er auf stand und zum Kühlschrank ging. „Du denkst er könnte eine Gefahr für Lloyd sein?"

Ich schnaubte. „Denken? Ich bin mir relativ sicher!"

Zane seufzte und ich hörte den Mixer der anging. „Denkst du nicht...das kommt vielleicht durch deine Angst, dass Lloyd wieder in sowas wie mit Mark rutschen könnte, auch wenn die Gefahr nicht wirklich besteht?"

Ich zuckte mit den Schultern und sah auf als vor mir ein Glass abgestellt wurde. Ich sah angeekelt zu der dunkelgrünen Flüssigkeit.

„Was ist das?"

„Spinat Smoothie. Trinken! Und du hast meine Frage nicht beantwortet."

Ich seufzte und setzte das Glass langsam an meinen Mund. Nach ein paar Schlucken die mich zum würgen brachten, stellte ich es schnell wieder ab.

„Vielleicht..."

Zane kicherte leicht und musterte mein immer noch angeekeltes Gesicht. „Du solltest es wirklich Austrinken Feuerball. Weißt du was ich denke?", fragte Zane während er zur Theke zurück lief.

„Was?",fragte ich genervt.

Er stützte sich ab und drehte seinen Kopf leicht in meine Richtung. „Das du eifersüchtig bist. Du hast jetzt schon so oft probiert Lloyd deine Gefühle zu gestehen und jedes Mal hast du dich zurück genommen. Und jetzt? Jetzt ist da ein Junge den Lloyd offensichtlich mag und alles in dir will sich dagegen stemmen, weil du es als "unfair" betrachtest."

„Gar nicht wahr...", murmelte ich und nahm einen weiteren Schluck, der mich mein Gesicht verziehen ließ.

Zane kicherte. „Natürlich ist das wahr."

Ich schnaubte. „Hmm genau so wahr wie das du auf Jay stehst."

Zane drehte sich um. „Nein...!"

Ich schmunzelte und trank weiter. Als ich das Glas endlich geleert hatte, sah ich zu ihm. „Jaja."

„Ja!"

„Genau."

„Ja!"

„Sicher."

Er sah weg, leicht errötet, und wand sich wieder dem Essen zu, welches er vorbereitete.

Ich stand auf und stellte mich neben ihn. „Ich bin mir relativ sicher das Jay dich auch m..."

„Ich mag ihn nicht!"

Ich schüttelte den Kopf. „Hoffnungsloser Fall."

Ich schnickte ihm leicht gegen den Hinterkopf und lief kichernd weg.

Schnell bevor ich noch beim Kochen helfen sollte.

Und kaum war ich an unserem "Wohnzimmer" vorbei gelaufen, rannte meine Schwester in mich.

„Hallo Nya.",kicherte ich. „Wie kann ich meiner bezaubernden, kleinen Schwester behilflich sein?"

Sie schüttelte ungläubig den Kopf, ehe sie mich frech musterte. „Indem du still bist."

Ich seufzte theatralisch auf. „Wie kannst du mir das nur antun?"

„Indem ich deine Schwester bin. Sag mal Kai, Noah ist knuffig oder?"

„Oh Mann, du nicht auch noch...", brummte ich unzufrieden.

„Ich mein ja nur. Du solltest ihm ne Chance geben. Er ist höflich, sympathisch und..."

„Wenn ihr fertig seid alle von ihm zu schwärmen.", grummelte ich, „Würde ich gerne unsere nächsten Züge als Team besprechen."

Nya schüttelte den Kopf. „Und du wunderst dich warum Lloyd gerade Nähe zu Noah sucht...du stößt ihn genau mit diesem Verhalten weg...freu dich doch für ihn das er einen Crush hat."

„Ich würde mich freuen, wäre es nicht gerade eine wahrscheinlich gefährliche Person. Er hat echt ein Händchen dafür sich in die Falschen zu vergucken."

Nya brummte. „Du weißt nicht ob er so verkehrt ist."

„Ich gucke ihm ins Gesicht und verspür einfach nur das Gefühl ihm eine verpassen zu wollen Schwester. Du solltest doch eigentlich wissen das mein Gefühl oft richtig liegt."

„Genau. Oft. Nicht immer. Außerdem verwirren dich deine Gefühle für Lloyd, das hat nichts mehr mit normalem schlechten Gefühl zu tun."

Ich brummte. „Ich habe dich lieb und deswegen diskutiere ich das nicht weiter mit dir. Lass uns die nächsten Schritte besprechen."

Noahs Sicht

„Lloyd?"

„Ja?", sagte er lag auf meinem Bett, als gehörte es nicht anders.

„Ich...stör dich wirklich nicht?"

„Nope kein Stück.",sein Blick wanderte zu mir. „Stör ich dich?"

„Nein."

Lloyd nickte langsam und drehte sich auf den Bauch, legte den Kopf auf seinen Arm.

Ich seufzte leise. „Üben wir jetzt immer nur Meditation?"

Lloyd kicherte. „Theoretisch hätte ich damit angefangen, aber...mir ist klar geworden, dass das vielleicht nicht der erste Schritt bei dir ist. Kannst du kämpfen?"

„Etwas Selbstverteidigung..."

„Gut darauf bauen wir auf. Vielleicht bekommen wir dich besser in Ruhe versetzt, wenn du erstmal etwas...machst. Scheint als gäb dir das mehr Kontrolle und ein besseres Gefühl."

Ich nickte. „In Ordnung. Uhm... jetzt oder wie?"

„Jap, jetzt."

„Aber...“

„Ich guck weg.", murmelte Lloyd, als hätte er sofort durchschaut was ich bemängeln wollte.

Er vergrub sein Gesicht in seinem Arm und kicherte leise. „Fang an."

„Woher willst du wissen das ich nicht schon angefangen habe?"

Lloyd schmunzelte. „Müssen wir ernsthaft über mein Gehör streiten?"

Ich grummelte. Fing an mich auszuziehen und es gegen lockere, für Sport geeignetere Kleidung zu tauschen.

„Lloyd?"

„Ja Wirbelwind?"

„Uhm... ich muss morgen zum Arzt."

„Gehts dir nicht gut?",fragte Lloyd sofort und ich konnte die Besorgnis nicht überhören.

„D-doch! Es ist nur eine

Regeluntersuchung...wegen... Hormonen und so..."

„Achso...uhm...ich kann dich hinbringen wenn du willst. Tut mir leid ich kenne mich damit nicht so aus...kann ich dir irgendwie helfen?",fragte Lloyd leise.

„Hinbringen wäre toll...", murmelte ich.

Ich zog mir ein weites T-Shirt über und murmelte:„Bin fertig."

Lloyd stand auf und stellte sich neben mich.

„Ich geb mein bestes dich zu unterstützen okay? Ich... weiß nur nicht wann ich zu viel bin oder wie ich helfen kann...", murmelte er leise, zweifelnd.

„Du bist nicht zu viel. Und... ich... brauche nicht viel Hilfe."

„Wenn doch...meinst du du könntest probieren es mir ehrlich zu sagen?"

Ich zögerte, nickte leicht.

„Gut.",meinte Lloyd, sein Selbstbewusstsein war zurück gekehrt. „Fangen wir an."

* Am nächsten Tag *

Mir tat alles weh, als ich mich aus dem Bett quälte. Lloyd abzuwehren war schwerer gewesen als ich dachte...

Lloyd trat ein und warf mir schmunzelnd einen Apfel zu. „Hast du nicht gesagt dein Termin wäre um acht Uhr?"

„Ja...?", murmelte ich und fing den Apfel.

„Dann hopp, hopp du hast noch eine Stunde, zieh aber Zeit ab die wir noch hin fliegen müssen."

Ich seufzte und trottete den Apfel essend Richtung Tür. Lass mich nur noch kurz ins Bad gehen, bin gleich da."

Lloyd nickte. Ich trottete den Gang entlang, erledigte meine Morgenroutine, jedoch eine Sache fehlte... Wo ...

Ich lief zurück ins Zimmer. Etwas hektisch. Ich raufte mir die Haare. „Das gibt's doch nicht..."

„Was ist los?",fragte Lloyd und stand sofort neben mir.

„I-ich...hab... irgendwie mein Testerongel verlegt..."

Das passierte mir doch nie! Ich war mehr als aufmerksam damit...

„Testerongel?",fragte Lloyd überrascht.

Ich sah zögernd zu ihm. „J-ja?“

„Uhm... vielleicht bin ich dumm aber was machst du damit?"

„Ich brauche das, weil ich selbst keine Hormone mehr produziere Schlaumeier. Das ist wichtig, es tut dem Körper nicht gut gar keine Hormone zu haben."

„Wie sieht's aus?",fragte Lloyd. „Tut mir leid ich...kenne mich damit nicht wirklich aus."

„Schon gut. Es ist so ne Drückflasche."

Und so durchsuchten wir das ganze Zimmer, bis ich endlich erleichtert auf seufzte. „Ich hab zwar nicht meins, aber ich hab noch eins auf Vorrat."

Lloyd zögerte. „Uhm...Noah? Das ist aber... nicht gut wenn das ein cis Mann benutzt oder?"

„Wäre eher schlecht, wieso?"

„Nicht das es einer der anderen genommen hat weil sie nicht wissen was das ist...", murmelte Lloyd nachdenklich.

„Es passiert nicht sofort was schlimmes aber sie sollten es nicht dauerhaft oder in großen Mengen nehmen...", murmelte ich besorgt.

Ich drückte zweimal auf die Tube und schmierte es auf meinen Oberarm. Verdammt wieso ist das jeden Morgen so kalt? Und viel schlimmer: wieso lerne ich nicht das es kalt ist? Ist ja jetzt schon länger so.

Lloyd seufzte. „Ich geh mal das Team durchfragen, okay? Zieh dich in Ruhe um."

Ich nickte und kaum hatte er das Zimmer verlassen, fing ich an zu grübeln. War es wirklich ein Versehen...oder Absicht? Ich sollte es nicht ins Gemeinschaftsbad stellen... Genau deswegen bevorzugte ich Privatsphäre!

Ich lief langsam zum Kleiderschrank und brummte leicht. Was sollte ich...?

Baggy Jeans, schwarze Farbe war nie verkehrt... Aber... ich sah zwischen meinen geliebten weiten Sachen hin und her und mein Blick glitt langsam zu den engeren Sachen. Ich hatte sie mir gekauft aber bisher eher im privaten ausprobiert...

Mein Blick wanderte zu dem schwarzen, engeren T-Shirt.

Ich nahm es und zog es mir über. Ich lief zögernd zum Spiegel. Könnte ich das einfach so...?

Ich drehte mich leicht, musterte wie sich meine Figur leicht abzeichnete. Betonend aber nicht übertrieben, einfach weil ich selbst noch sehr unsicher war.

Es klopfte und ich zögerte. „L-lloyd?"

„Ja?"

Könnte ich... „Komm rein."

Lloyd trat ein und schloss die Tür hinter sich wieder.

Dann ließ er sich auf mein Bett fallen und grinste leicht. „Was machst du?"

„Ich...überlege ob das eine gute Idee ist."

„Wieso nicht? Es betont deine Figur sehr schön."

„Aber...was wenn es vielleicht...zu viel betont?", fragte ich leise und meine Unterlippe zitterte leicht.

„Noah, du hast eine schöne Figur, du kannst betonende Sachen tragen und es steht dir. Am Ende musst du entscheiden, ob es dir nicht gefällt, oder ob einfach Angst vor Reaktionen aus dir spricht.", meinte Lloyd sanft, seine Augen musterten mich sanft.

Ich zögerte, dann zuckte ich mit den Schultern. „Mir gefällts.“

„Dann ist es perfekt.“,kicherte Lloyd und zwinkerte mich an. „Genau wie du."

Ich sah überrascht von meinem Spiegelbild zu ihm und dann hektisch zurück. Röte zog sich über meine Wangen. Hatte dieser Junge gar keine Scham!?

Ich konnte ein Lächeln jedoch nicht unterdrücken. „Danke.“

Ich musterte ihn, wie entspannt er auf meinem Bett lag. „Ich mag deine Piercings. Echt?"

Lloyd schüttelte den Kopf und zog sie mit einem Grinsen von seinem oberen Ohr. „Fake. Mein Onkel erlaubt mir keine echten und es gibt zwar weniger Auswahl aber immer noch genug bei Fake."

Ich kicherte. „Ich hab mir mal ein Fake Lippenpiercing gekauft, die sehen extrem real aus und ich mag es, dass ich mir dafür nichts stechen lassen muss."

Lloyd grinste. „Eindeutig ein Vorteil.“

Ich kicherte. „Gehen wir"gepierct"?“

„Wieso nicht?“, sagte Lloyd, stand auf und stellte sich hinter mich. Er beugte sich vor und murmelte:„Dann wissen sie wenigstens das du zu mir gehörst~“

Ich fing an zu lachen. „Heute ganz schön...gut gelaunt hm?“

Lloyd kicherte. „Jaaaa.“

Ich drehte mich zu ihm um, mein Blick wanderte an ihm entlang. Ich schluckte. Wieso fühlte ich mich so warm?

„Also...uhm... g-gehen wir gleich?"

Lloyd nickte. „So bald du fertig bist."

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Hiii,

Immer noch da XD. Hoffe euch hat das Kapitel gefallen<3

Liebe Grüße!

Wolf <3