Von Wäscheleinen und vielen Stufen
Von Wäscheleinen und vielen Stufen
Noahs Sicht
Hatte....der Wolf gerade gesprochen? Nein, das hatte ich mir eingebildet. Das musste ich mir eingebildet haben...
Lloyd sah unsicher zum Wolf,als hätte selbst ihn die Stimme durcheinander gebracht.
Ich sag zögernd hin und her. Mir fiel nichts ein, wie wir die Wölfe und diesen Verrückten, der vielleicht kein Arzt war, umgehen konnten. Generell fiel mir gerade nichts ein...
Lloyd rückte ein Stück näher zu mir und schob mich noch mehr hinter sich.
Ich werde wohl besser nicht diskutieren...
Die Wölfe rückten bedrohlich näher, während der Arzt das ganze zufrieden musterte. Er pulte etwas unter seinem Fingernagel hervor und schnipste es weg.
„Ihr seit wirklich das schwierigste Bindungspaar, wie anstrengend.",säuselte er. „Die anderen waren viel schneller eingefangen.“
„Andere?",fragte Lloyd leise.
„Bindungspaar??!",platzte ich heraus. Anscheinend setzten wir anders Prioritäten.
Der Arzt schmunzelte. „Interessant."
„Ihr könnt friedlich mitkommen, es ist zu eurem Best....", fing der Wolf an, doch Lloyd griff ihn an und versuchte uns den Weg frei zu kämpfen.
Der zweite Wolf schnappte nach mir und ich wich nur knapp den Zähnen aus. Lloyd hatte sie offensichtlich verärgert.
In Lloyds Hand war eine ... komische grüne Kugel. Sie bewegte sich, aber schien nicht flüssig...seltsam...
Ehe mein Gehirn die Schnelligkeit von ihm im Kampf richtig erfassen konnte, flog die Kugel auf den Wolf zu und als er auswich, traf die Kugel einen Aktenschrank.
Er rauchte leicht...Ich schluckte. Okay. Ein weiterer Punkt warum ich nicht mit Lloyd streiten sollte.
Lloyd trat einen Schritt vor und schubste den Arzt gegen die Wölfe die ihn angreifen wollten.
Der Arzt rappelte sich zu schnell wieder auf... und Lloyd hatte keine Chance gegen zwei Wölfe... sie griffen zu koordiniert an...
Nach und nach drängten sie ihn zurück, seine starken Angriffe wurden schwächer und es schien als versuchte er nur sie von sich weg zu halten.
Der Wolf der bisher immer gesprochen hatte setzte erneut an und ich hörte die tiefe männliche Stimme wieder.
„Niemand will euch verletzen, bitte beruhigt euch!"
Als Lloyd sich weiter wehrte knurrte der andere Wolf. Oder eher: die Wölfin.„Ihr könnt uns nicht entkommen, ihr verlängert nur die Zeit."
Verzweiflung kochte in mir hoch. Wenn...wenn Lloyd besiegt würde...
Ich biss mir auf die Lippe und spürte wie Tränen in meinen Augen brannten. Wieso war ich jetzt auch noch passend emotional wegen ALLEM?!
Der Wolf schaffte es ihn umzuwerfen und der Arzt Schritt langsam, triumphierend auf mich zu.
„Jetzt reden wir mal vernün..."
Ich unterbrach ihn. „Lasst uns gehen!"
„Tz, tz, ich war nicht mal fertig mit spre..."
Etwas in mir reagierte als Lloyd leise vor Schmerz aufstöhnte und ich zitterte leicht. „Komm nicht n-näher..."
Der Wolf hielt Lloyd unten, die Wölfin hatte die Zähne gefletscht.
Mein Herz hämmerte hart gegen meinen Brustkorb, mir war zu heiß und zu eng...
Der Arzt grummelte und trat einen Schritt näher.„Lässt mich den niemand hier aussprec...."
Es rauschte in meinem Ohren, alles war wie durch Watte, mein Körper fühlte sich unangenehm fremd an...
Etwas in mir brach und als ich zitternd die Augen wieder öffnete, war das Zimmer verwüstet. Alle lagen am Boden außer mir und ich wusste sofort: Druckwelle.
Ich lief schnell zu Lloyd der sich seine Stirn rieb.
„Oh man... ich dachte ernsthaft wir gehen nur zum Arzt...", murmelte er. Er stand schwankend auf, während ich ihn musterte. Ich wollte ihm helfen, mich entschuldigen, aber...wie weit durfte ich gehen und wie viel Zeit hatten wir...?
Lloyd nahm meine zittrige Hand. „Hey. Alles gut okay? Wir gehen jetzt.", murmelte er und zog mich sanft hinter sich her.
Ich folgte mehr widerwillig. Ließ mich mitziehen. Ich hatte schon wieder ne Druckwelle ausgelöst...oh Gott was stimmte den nicht mit mir??
Ich stolperte im Wartebereich über einen Stuhl und fluchte leise.
Lloyd zog mich unangenehm schnell weiter, aber ich verspürte keine Angst... normalerweise wenn mich jemand so fest hielt...warte was? Er hielt mich fest...
Ich bewegte unsicher meine Hand in seinem Griff und er wurde lockerer.
Er zog mich jetzt etwas sanfter Richtung Ausgang und ich zog zittrig die frische Luft in meine Lungen, kaum standen wir draußen.
Wir hörten aus der Arztpraxis ein Rumpeln und Lloyd zog mich schnell über die Straße. Nicht das ich nicht instinktiv gebremst hätte, nur war er in dem Punkt eindeutig stärker und zielstrebiger als ich, somit liefen wir schnell und ohne sorgfältig zu gucken.
Wir verschwanden in einer Gasse und alles rebellierte in mir. Keine dunklen Gassen...
Mein Blick huschte ängstlich zwischen den Mülltonnen hin und her als könnten sie mich gleich anspringen. Mein Herz pochte unangenehm schnell und ich wischte den Schweiß an meine Hose.
Lloyd hatte mich losgela...warte er hatte mich losgelassen?
Mein Blick huschte zu ihm und seine grünen Augen musterten mich aufmerksam. Gott guck mich nicht so an...als...würdest du dich für mich interessieren...
Etwas knackte und ich zuckte zusammen.
Lloyd spannte sich leicht an. „Nur ne Ratte, ich bin da."
Sah er mir so sehr meine Angst an? Ich rieb mir über die Ohren die noch leicht empfindlich nach der Druckwelle reagierten und sah ihn an. „Wir sollten vor denen weg, wohin sollen wir? Das ist eine Sackgasse."
Wir hörten ein Heulen und Autos hupen.
Lloyd knurrte leise. Dann musterte er mich angespannt. „Wie gut hältst du dein Gleichgewicht?"
„Kommt drauf an?",fragte ich überrascht.
Lloyd schmunzelte. „Wäscheleinen-gut?"
Ich hob eine Augenbraue und musterte ihn. „Was hast du mit mir vor?",fragte ich spöttisch. „Sollte ich Angst haben?"
Lloyd schmunzelte und hob mich über seine Schulter. „Bei mir? Immer. Halt still und ich garantiere zu 50 Prozent das wir nirgends runterfallen."
Seine Schulter lag warm unter meinem Bauch und ich grummelte. „Na toll. Sag mal wie oft willst du mich noch rum tragen."
Lloyd antwortete belustigt:„So lange bis wir keiner Gefahr mehr ausgesetzt sind. "
Er zog sich mit einem Arm woran hoch und als ich sah woran, wurde seine Frage verständlich. Wäscheleinen...
„D-dir ist bewusst wie weit du da hoch musst?"
„Absolut aber ich weiß keinen anderen Ausweg Wirbelwind."
„Oh Gott,oh Gott, oh Gott ich vertraue mein Leben einem Verrückten an...",flüsterte ich und schloss die Augen, was es auch nicht gerade besser machte.
Lloyd schmunzelte. „Ja. Aber wir sind wenigstens so weit das du es mir freiwillig anvertraust."
Er zog sich mit einem Arm hoch und stand auf der Wäscheleine.
Ich schnaubte. „Wünscht du dir. Aber ich hab die Wahl zwischen zwei Wölfen und nem verrückten Arzt oder..." Ich musterte ihn nachdenklich und murmelte leiser, „...dir..."
Lloyd lächelte. Ich musste ihn nicht mal sehen um das zu wissen.
„Klingt nicht ganz überzeugt. Gib es zu du liebst einfach meine Schulter."
Ich wurde rot und schlug ihm gegen den Rücken. Er schwankte kurz und schnaubte. „Hey hör auf da hängt unser beider Leben dran."
Ich grummelte. „Na gut. Ich kooperiere. Aber nur zu meinem Besten."
Lloyd schmunzelte. „Natürlich."
Es herrschte Stille während Lloyd sich weiter hoch zog, sein Gleichgewicht auf der Leine ausbalancierte und nach der nächsten Wäscheleine griff.
Sein Atem wurde schnell lauter und angestrengt. Wir waren jetzt um die 15 Meter hoch, in etwa auf der Hälfte des Hochhauses.
Die Wölfe schienen unsere Witterung endlich gefunden zu haben, denn sie standen unten und liefen unruhig auf und ab.
Außer Reichweite...
Ich zögerte. Lloyd schnappte ganz schön nach Luft. Kein Wunder. Er trug unser beider Gewicht in 15 Metern Höhe auf einer Wäscheleine.
„Du brauchst eine Pause.", murmelte ich nervös. Ich wusste es wäre angenehmer für ihn wenn er kurz ohne mein Gewicht, ohne mich hier stehen und ausbalancieren könnte. Anderseits schoss Adrenalin allein bei dem Gedanken alleine auf dieser Leine zu stehen durch meinen Körper und ließ mich nervös zurück.
Lloyd knurrte leise. Zu mehr hatte er keinen Atem. „Ich weiß du willst helfen, aber mir kannst du nicht helfen Noah. Lass mich dich einfach hochtragen."
„Einfach ist gut gesagt.", murmelte ich.
Lloyd setzte sich plötzlich wieder in Bewegung und ich krallte mich in seine Schulter. Oh Gott, mein Herz, sag doch etwas...
Mein Blick hielt ich möglichst starr auf die gegenüberliegende Hauswand. Nicht runtersehen, nicht runtersehen...
Die Wölfe heulten unten enttäuscht auf Grund ihrer verlorenen Beute. Ich hörte den Arzt fluchen.
Ich seufzte. Wieso war das alles so absurd...? Wieso...verfolgten mich welche, wieso diese Maske, wieso kam mir die Maske, das Rudel, das alles so bekannt vor? Wieso trug mich dieser vielleicht etwas verrückte Ninja? Ich sollte ihm nicht vertrauen, ich kenne ihn kaum...
Aber irgendwie ging mir seine Ruhe nicht aus dem Kopf. Die Besorgnis um mich. Das er mich verteidigte...im Kampf und auch im Streit mit seinen Freunden... Diese Selbstsicherheit, aber auch die Momente wo man hinter diese Fassade blickte...
Mein Magen drehte sich unangenehm als Lloyd mit einem Satz absprang und auf dem Dach des Hochhauses landete.
Er setzte mich vorsichtig ab und ließ sich dann umfallen. Sein Atem ging noch schwerer, seine Augen waren geschlossen.
Ich hockte mich zögernd neben ihn. Dann setzte ich mich entgültig ab.
„Wir gehen gleich weiter.", murmelte Lloyd.
Ich schüttelte langsam den Kopf. „Nimm dir die Zeit die du brauchst."
Lloyd drehte leicht seinen Kopf in meine Richtung und öffnete ein Auge. „Hör ich da Besorgnis?"
„Hättest du wohl gerne.", grummelte ich, verschränkte die Arme und sah weg.
Ich wollte nicht mehr vertrauen. Eigentlich wollte ich mich auch nicht mehr um andere kümmern. Ich sollte einfach mein Ding machen, alleine. Dann konnte man nicht verletzt werden.
Aber nun war ich auf Lloyd angewiesen. Auf die Ninja. Nur leider passte dieses Bild nicht mehr. Ich war angewiesen was den Arztbesuch betraf, aber ich war nicht angewiesen gewesen, Lloyd an einem der ersten Tage aufzusuchen. Ich war angewiesen darauf das er gefährliche Situationen erkannte. Aber ich war nicht angewiesen gewesen ihm etwas von meiner Vergangenheit in dem Frage Spiel beantworten zu müssen.
Ich war nicht mehr nur angewiesen. Manche Sachen...schien ich einfach zu machen, einfach zu akzeptieren...wie zu Vertrauen und sein Vertrauen zu akzeptieren. Wie Nähe zu zu lassen und die Nähe die er mir zeigte anzunehmen.
Ich verzog das Gesicht. Das konnte kein gutes Ende nehmen.
Lloyd lag wieder ruhig, die Augen geschlossen, die Atmung beruhigte sich langsam.
Ich nahm seinen Arm und zog vorsichtig an der Haut. Sie zog sich noch relativ schnell zurück, ein gutes Zeichen. Er war wenigstens nicht komplett dehydriert.
Er ließ mich einfach machen, blieb still liegen und das Einzige was ich bemerkte war das er unauffällig zu mir schielte, als würde er versuchen zu verstehen was mich zu den teils widersprüchlichen Handlungen brachte. Da ich es selbst nicht verstand, würde er wohl kaum mehr Glück haben.
Lloyd seufzte leise. „Nur noch einen kleinen Moment...", nuschelte er.
Doch als ein Heulen ertönte, saß Lloyd kerzengerade und stemmte sich dann mühselig hoch.
„Wir müssen...", murmelte er und ich sah unsicher hin und her. Es ertönten weitere Geräusche und ich wusste jetzt das sie aus der Richtung vom Treppenhaus kamen. Mist.
„Wohin?", fragte ich, spürte wie mein Körper sofort wieder anfing Adrenalin durch meine Adern zu pumpen.
Lloyd sah unsicher hin und her. „Auf das andere Haus. Da ist eine Art riesiger Schornstein, dahinter verstecken wir uns."
Ich sah zögernd zu ihm. Ihm war klar wie gut der Geruchssinn von Wölfen war oder?
„Seh mich bitte nicht so an ich hab keine andere Idee.", jammerte Lloyd und deutete um sich. „Es sei denn du weißt noch was."
Ich seufzte. „Mach. Ich...vertrau dir mal soweit."
Er hob mich sanft über die Schulter und trat langsam zum Rand. Er setzte einen Fuß auf die Wäscheleine und balancierte langsam auf die andere Seite.
Ich stieß erleichtert die Luft aus als wir die wackelnde, dünne Wäscheleine überquert hatten und Lloyd mich wieder auf sicherem Boden abgestellt hatte.
Wir versteckten uns schnell hinter dem Schornstein, als die Wölfe oben auf das gegenüberligende Dach stürmten.
Sie sahen ungläubig hin und her und schnüffelten unruhig.
Der Arzt kroch fast hinterher heraus aufs Dach. „Ahh so viele Stufen..."
„Was ist das für ein Bösewicht?", flüsterte ich Lloyd zu. „Den kann man ja nicht ernst nehmen..."
Lloyd sah gar nicht auf und drückte auf einem kleinen elektrischen Gerät herum.
„Was ist das?", flüsterte ich und betrachtete es.
„Eine Art Tracker. Ich hab ihn aktiviert, die anderen Ninja kriegen eine Warnung und unseren Standort, sie müssten in etwa einer Viertel Stunde hier sein."
Ich sah langsam wieder rüber, verarbeitete langsam was Lloyd gesagt hatte. Crazy Ausrüstung das muss man ihnen lassen...
Die Wölfe standen am Rand und sahen ungeduldig rüber.
Sie haben uns gerochen...", murmelte ich unruhig.
„Alles ist gut. Ich bin hier Noah. Sie kommen eh nicht rüber."
Ich nickte langsam und ließ mich am Schornstein runter sinken, spürte den kalten Stein.
Ich sah zur Seite und erstarrte. „Lloyd"
„Gerade nicht ich Versuch zu hören was sie sagen."
Ich sah kurz zu ihm, wie er um die Ecke spitzte zu den Wölfen rüber und ich murmelte dringlicher. „Lloyd."
„Moment."
„Lloyd!",zischte ich scharf.
„Was?",fragte er und musterte mich.
Ich räusperte mich und er drehte sich um. Von der Tür aus die wahrscheinlich hier zum Treppenhaus führte waren fünf Wölfe langsam heran geschlichen.
Sie standen uns gegenüber und sahen uns tief an, als würden sie versuchen durch uns durch zu sehen.
Hinter ihnen trat ein großer Mann dazu, er trug eine Art Rüstung aus Leder und musterte uns neugierig. Seine Augen waren caramelfarben wie die der Wölfe..aber.... Zufall?
Lloyd knurrte genervt. „Ernsthaft?"
„Hättest ja früher auf mich hören können.", grummelte ich und verschränkte beleidigt die Arme. „Neee du musstest ja denen da drüben zu hören."
Er musterte mich gereizt. „Woher weiß ich den das du was Wichtiges von mir willst?!"
„Ähm hallo? Ist meine Meinung sonst unwichtig?!",zischte ich zurück.
Der Mann räusperte sich und trat langsam vor uns. „Ihr werdet erwartet, begleitet mich bit..."
Ich funkelte Lloyd an. „Vielleicht sollte der legendäre grüne Ninja auch mal auf die Meinung eines einfachen Kellners hören! Ich weiß schon ganz gut wie Gefahr aussieht!"
Lloyd biss die Zähne aufeinander und wollte etwas erwidern, doch der Mann räusperte sich erneut.
„Was?!",fauchten wir ihn synchron an.
Er lächelte und musterte uns verträumt. „Eure Bindung scheint schon echt stark zu sein. Begleitet mich bitte zum Rudel. Dort können wir das Ritual durchführen und eure Bindung wird um einiges stabiler werden."
„Einen Scheiß mach ich.",knurrte ich. „Vor allem nicht mit dem! Hättet ihr euren Job nicht richtig machen können und uns am Anfang einfach in die Luft sprengen können??"
Mein Blick wanderte einmal genervt zu Lloyd und zurück. „Außerdem was für ne Bindung? Die einzige Bindung die ich zu dem hab ist das ich ihn manchmal gerne von einem Hochhaus schubsen würde."
Lloyd musterte mich empört. „Wie bitte?! Wofür rette ich dich eigentlich die ganze Zeit?!“
„Weils dein Job ist, Mister Ninja.“
Lloyd knurrte und nuschelte:„Warum? Wieso wollen mich immer alle irgendwo runterstoßen wenn sie zu viel Zeit mit mir verbringen?"
Mein Blick wurde kurz mitleidig. Weil ich die Ehrlichkeit hörte. Ich mochte ihn doch eigentlich irgendwie. Er war bei meinen Panikattacken nicht gegangen, nicht bei meiner schwierigen Art...hatte ich es zwischen uns jetzt ernsthaft verbockt...?
Lloyd sah beleidigt weg und ich seufzte. „Stell dich nicht so an...."
Gott. Warum war ich so?? Konnte ich nicht einfach mal vernünftig einen Streit beenden...?
„Lass mich.", grummelte Lloyd und sah strikt weg.
Ich wollte... keine Ahnung was ich wollte...was mach ich jetzt...?
Ich musste ihn lange angestarrt haben denn der Mann räusperte sich erneut. „Könnten wir jetzt gehen? Euer Clan und Marus erwarten euch..."
Er trat vor und nahm meinen Arm. Zwar nicht wirklich grob sondern überraschend sanft, dennoch versuchte ich mich sofort aus dem Griff zu winden.
Eine Hand schlug auf die von dem Mann und er ließ erschrocken los. Lloyds Körper drängte sich vor mich und ich streifte kurz seinen Rücken.
Ich sah unsicher zu ihm hoch doch er starrte den Mann an. Und ich meine wirklich starrend. Fixierend?
„Wer hat gesagt das du ihn anfassen darfst?",fauchte Lloyd den Mann an.
Mein Herz machte einen Sprung und ich schluckte. Normalerweise hätte ich es gehasst das sich jemand so einmischte, aber...Lloyd brachte meine Gewohnheiten ganz schön durcheinander...
Der Mann lächelte leicht und nickte. „Du hast Recht. Ich entschuldige mich."
Er deutete eine kleine Verbeugung an und ich legte fragend den Kopf schief. Vielleicht sind sie ja doch nicht so schlimm...?
Einer der Wölfe trat vor und knurrte.
Okay Meinung geändert. Vielleicht sind sie doch gefährlich.
„Wir müssen. Jetzt.“
Eine tiefe Stimme, wahrscheinlich von dem Wolf der vorgetreten war. „Kommt jetzt friedlich mit oder wir müssen zu anderen Mitteln greifen."
„Andere Mittel?!",knurrte Lloyd. „Habt ihr sie noch alle?!“
Ich nickte. „Exakt. So gesehen ist die Entscheidung nicht mehr wirklich freiwillig."
Lloyd zischte auf und als ich zu ihm sah war er schon auf die Knie gegangen. Ein kleiner Pfeil steckte in seinem Oberarm...
Ich zuckte zusammen als es in meiner Schulter stach und spürte wie mir fast sofort übel wurde.
Nach nur einem Wimpernschlag lag ich auf dem Boden, mein Magen rebellierte und meine Sicht verschwamm.
Stimmen waren wie weit weg und ich hörte nur noch den falschen Arzt rufen:„Ich hab getroffen, ich hab getroffen!"
Danach war alles dunkel.
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Hiii
Wieder mal (nach einer Ewigkeit XD) ein Kapitel!
Ich hoffe es hat euch gefallen<3
Hehehe und ich lasse schon wieder einen Cliffhänger hehehe
Entschuldigung dafür XD.
Liebe Grüße!
Wolf