LNCrawler

In den unendlichen Gängen des Rudel-Zuhauses

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In den unendlichen Gängen des Rudel-Zuhauses

Noahs Sicht

Ughh...mein Schädel...

Ich drückte mich hoch, zumindest versuchte ich es.  Allerdings arbeitete mein rechter Arm nicht gut mit.

Toll. Ich öffnete langsam die Augen, doch ich drückte sie sofort wieder zu. Warum so hell? Gott ich fühlte mich als hätte ich den größten Kater aller Zeiten...

Eine Stimme drang sanft an mein Ohr. „Na Wirbelwind? Wach?"

„Ne weißte? Ich tue nur so.", schnaubte ich.

Ich öffnete langsam wieder meine Augen und musterte ihn.

Er saß gegen die Wand gelehnt und als er sich bewegte klirrten Ketten. Toll. Einfach nur toll.

„Wenigstens hast du deinen Humor noch."

Ich grummelte. „Lloyd nimms mir nicht übel, aber gerade scheiß ich auf meinen Humor. Wo sind wir?"

Er seufzte. „Wenn ich das wüsste Noah, wäre ich glücklich. Ich habe schlechte Neuigkeiten: Der Tracker ist weg."

Meine Augen weiteten sich und ich schlug genervt auf den Boden. „Natürlich. Wäre ja sonst zu einfach! Sonst könnten deine Kumpel uns ja einfach finden und alles wäre super, abbeerrr nnneeiinn!“

Lloyd schmunzelte. Dann sah er von mir weg. „Tut mir leid das ich nicht gleich auf dich gehört habe..."

Ich schluckte. Shit. Und...ähh...was jetzt? Kann er aufhören mich ständig zu überrumpeln?!

Ich schluckte erneut und suchte nach den richtigen Worten. „Uhm..is okay. Mir tut's auch leid."

Lloyd musterte mich irritiert und hob eine Augenbraue.

„Du weißt schon.", grummelte ich und sah weg. „Das ich dich angemotzt habe und so..."

Lloyd schmunzelte. „Is okay. Ich brauche das manchmal.“

Ich zögerte. „Okay...", murmelte ich kleinlaut und sah mich langsam um. Zelle anscheinend. Das Licht was mich geblendet hatte kam durch ein Gitterfenster gegenüber von mir. Rechts war eine Tür. Lloyd saß links von mir. Toll ich bin die goldene Mitte.

Es klirrte und mein Blick schnellte sofort zurück zu Lloyd. „Was machst du da?"

Lloyd musterte mich angespannt. „Ich hab versucht herauszufinden woran ich fest bin. Verankerung in der Wand...hm...und vermutlich eine tiefe..."

Ich rollte mit den Augen.„Und das heißt für den Nicht-Ninja unter uns was?"

„Wahrscheinlich zu stabil.", murmelte Lloyd und versuchte nach vorne zu reißen.

„Erstens: Das sind Eisenketten. Zweitens: Du sagst selbst es funktioniert nicht und probierst es trotzdem!"

Lloyd schmunzelte. „Ich sagte wahrscheinlich. Und ich probiere Sachen lieber erstmal aus statt sie einfach zu glauben."

Er zwinkerte mir zu und ich verzog empört das Gesicht. „Solltest du auch mal ausprobieren Wirbelwind."

Ich knurrte leise. „Glaub mir, käme ich hoch und bis zu dir hättest du jetzt einen Tritt gegen dein Schienbein kassiert."

Lloyd lachte und musterte mich neugierig. „Du bist mutig. Gefällt mir."

Ich sah weg und spürte wie ich leicht errötete. Ahh! So hatte er das nicht gemeint! Reiß dich zusammen Noah! Er ist nur ein dummer, fremder....freundlicher...vertrauensvoller...Ninja...

Ughhh! Warum war ich so? So war ich nie bei anderen. Scheiß auf die Eingeständnisse die ich auf dem Dach gemacht habe!

Aber vielleicht war eher die richtige Frage: Warum ging er nicht egal wie ich zu ihm war?

Ich räusperte mich und musterte ihn genervt. „Pläne wie wir hier rauskommen Herr Ninja?"

Lloyd schmunzelte. „Vielleicht."

„Vielleicht? Sag doch gleich 'hmm mal sehen in ein bis zwei Werktagen könnte es zustande kommen.'! Sag einfach ja oder nein!“

Er musterte mich nachdenklich. „Interessante Formulierung. Hab ich so noch nie gehört. Meine Idee war das du Mal an deinen Ketten ziehst."

Ich schnaubte. „Jaaa meine werden bestimmt so viel lockerer sitzen." Trotzdem zog ich und knurrte als mein rechter Arm sofort einknickte. Und endlich verstand ich weshalb. So bald ich mich aufstützte zog eine Kette den Arm sofort zurück. Huh. Interessant.

Lloyd seufzte. „Okay. Plan B.“ Er versuchte seinen Arm irgendwie in Stellung zu bringen doch nach einigen Versuchen gab er auf.

„Wird nichts. Plan C. Dreh mir deinen Arm hin."

„Wie denn?! Ich bin fest! Ich kann mich nicht mal aufstützen!"

Lloyd stutzte. „Stimmt. Bist du nur am Arm fest?"

Ich sah nach hinten und bewegte meine Beine. „Jap."

Lloyd hob belustigt die Augenbrauen. „Dreh dich so das ich die Kette sehen kann."

Ich seufzte laut auf und zog mich über den Boden rum, auch wenn mein Arm protestierte. Die Kette war so eng an meinem Arm gespannt, das ich sie nicht mal mit mir richtig drehen konnte...

Ich sah zu Lloyd und stockte als er mir sanft in die Augen sah. „Halt still."

Ich sah die Kugel in seiner Hand und wie er angestrengt zielte.

„Nein! Bist du wahnsinnig?? Willst du mich in die Luft sprengen?!"

Ich dachte an den Aktenschrank, daran wie er geraucht hatte.

„Vertrau mir.", murmelte Lloyd konzentriert und ich biss auf meiner Lippe nervös herum. „Sagst du so leicht..."

Lloyd sah auf und sein einer Mundwinkel hob sich. „Ja. Du hast Recht. Ich bin in der angenehmeren Lage. Aber glaube mir ich bin schon ein paar Jahre Ninja, ich kann gut mit meiner Kraft umgehen und ich würde dich nicht absichtlich verletzen. Es kann sein das es etwas unangenehm an der Haut drumherum wird, aber ich geb mein Bestes nur die Fessel zu treffen.“

Ich seufzte auf und wand den Blick ab. „O-okay. Wenn du mich triffst wirst du es bereuen."

Lloyd schmunzelte. „Versprichst du mir das?"

„Ja.“

„Gut.", kicherte er.

Ich hielt den Blick starr auf den Boden gerichtet und hoffte er würde sich wirklich zusammen reißen und treffen...

Es leuchtete in meinem Augenwinkel grün auf und Hitze zog kurz über meine Haut. Aber eine komische Hitze. Fast so als wär sie kalt und gleichzeitig warm...war das normal? Vielleicht hätte ich besser im Physikunterricht aufpassen sollen und nicht in der letzten Reihe mich mit schlafen oder aus dem Fenster gucken beschäftigen sollen...

Ich bewegte mich vorsichtig und die Kette fiel in zwei Teile auseinander.

„Hm. Du hast getroffen."

„Hast du je daran gezweifelt?",fragte Lloyd gespielt empört.

Ich musterte ihn während ich aufstand und den Staub von mir klopfte. „Bei dir? Da sind die Zweifel so groß wie ein Elefant."

Lloyd legte neugierig den Kopf schief und grinste dann breit. „Okay Wirbelwind. Könntest du...?"

Er rüttelte leicht mit den Ketten.

Ich grinste frech. „Bekomm ich denn was dafür?"

„Noah.",gab er zurück und allein die Tatsache das er meinen Namen sagte und dies deutlich mit gewissen Unterton, ließ mich in Betracht ziehen nicht mit ihm zu verhandeln.

Ich kniete mich langsam neben ihn und grummelte. Versuchte das Schloss zu öffnen. Es waren doch nur verdammte Riegel die er nur niemals allein erreichen konnte...

„Halt still.", knurrte ich, erbost über die klemmenden Riegel und ehe Lloyd sich versah trat ich zweimal wütend dagegen.

„Da sind meine Hände noch drin.",jammerte Lloyd und ich drückte genervt seinen Kopf weg. „Guck nicht und lass mich arbeiten."

Lloyd schwieg und sah weg.

Ich trat noch einmal dagegen und es knirschte.

Ich bückte mich und öffnete die Riegel die sich jetzt perfekt bewegen ließen.

„Geht doch.", murmelte ich zufrieden als die Ketten abfielen.

Lloyd stützte sich hoch und stand neben mir. Und mal wieder fiel mir auf das er mich um bestimmt 10 Zentimeter überragte.

„Und wie kommen wir jetzt hier raus?",fragte ich ungeduldig.

Lloyd musterte langsam die Zelle, als wir Schritte hörten, dann ein Klacken.

„Lenk ab!", zischte Lloyd und kletterte hoch bis er am Rand der Decke hing. Toll!

Ein Mann trat ein und ich erkannte ihn wieder. Der junge Mann vom Dach?

Er lächelte verträumt vor sich hin und schmunzelte. „Oh eure Ketten hätte ich euch eigentlich gerade abmachen wollen. Aber dann haben wir das ja schon erledigt."

Ich musterte ihn. Räusperte mich während Lloyd versuchte sich besser in Position zu bringen.

„Wie...uhm...wie kommt es zu diesen Rüstung?", fragte ich, meine Stimme etwas ängstlich.

Innerlich schlug ich mir vor die Stirn. Hätte ich doch gleich fragen können wo ich den nächsten Dönerladen finde! Ughhh!

Der Mann kicherte. „Oh das ist nicht so schwer. Die Wachen, die Krieger und die Wandler wie ich zum Beispiel haben verschiedene Rüstungsgruppen. Unter den Lederteilen tragen wir Kleidung in den Farben unseres Clans."

Seine Augen leuchteten fast schon mit einer kindlichen Freude auf. „Ich trag grau und Petrol, passend zu Nharok! Eurem Clan!"

Ich hob irritiert eine Augenbraue schief und legte den Kopf schief.

„Unserem Clan...?", flüsterte ich.

Ich räusperte mich als er komplett abwesend schien. „Uhm...alles okay bei dir?"

„Natürlich und bei dir?", fragte er, die Stimme freundlich. Trotzdem sah er mich immer noch an als würde er durch mich hindurch sehen.

„Auch...", murmelte ich langsam, fragend.

Lloyd sprang hinter ihn, doch er schoss sofort rum und fing mit einem verträumten Lächeln Lloyds Arm ab, während er mich noch ansah.

„Ich habe mich schon gefragt wo dein Tiger hin ist.", kicherte er und drückte Lloyd fast schon sanft ein Stück zurück.

Seine caramelfarbenen Augen wanderten kurz zu Lloyd und dann zurück zu mir. „Die anderen warten, wollen wir?"

„Nein?",fragte ich und musterte ihn.

Zen verzog kurz das Gesicht ohne jedoch diese Abwesenheit in den Augen zu verlieren. „Oh....ich würde euch zwei gerne den Weg alleine geben, aber ich denke ihr werdet nicht zum Ritual Raum finden...."

Dann musterte er Lloyd mit einem Schmunzeln. „Ich befürchte allerdings ihr würdet auch den Ausgang suchen gehen, statt dem Ritual Raum."

Ich räusperte mich nervös und trat von einem Fuß auf den anderen.

Er lächelte und sein Blick wanderte in die Ecke der Zelle. „Ich kann mir vorstellen das es euch schwer fällt, aber ich muss darum bitten das wir jetzt gehen."

Er trat langsam, fast schon schlendernd von Lloyd weg und hinter mich. „Hopp hopp wir müssen los.", kicherte er und erneut diese kindliche Freude. Nicht kindisch, sondern dieses Staunen und freuen was kaum noch Erwachsene beherrschen.

Sein Arm legte sich hinter meinen Rücken doch er berührte mich nicht. Ich brauche keine Lenkstange!

Ich trat langsam neben Lloyd und trat mit ihm aus der Zelle.

Der Mann schloss die Zellentür und lächelte sanft.

Er drückte uns beiden ein kleines Päckchen in die Hand und ich erkannte einen kleinen Kuchen in einer Verpackung.

„Danke...? Uhm...", murmelte ich und sah ungläubig auf und ab.

Er kicherte. „Oh ich hab mich gar nicht vorgestellt. Ich bin Zen, Wolfwandler aus eurem Clan Nharok.“

Er verbeugte sich ein bisschen und musterte uns lächelnd. Dann sah er nachdenklich zu dem Kuchen. „Ihr könnt ihn essen wenn ihr wollt, ich wusste nur nicht wann ihr das letzte Mal etwas gegessen habt. Das Ritual kann am Kreislauf ziehen und ich hab mir etwas Sorgen um euch gemacht Orukis..."

„Was?",fragte ich. „O-Oru...hä?"

Zen lächelte verträumt und lief hinter uns,als wir los liefen. „Oh das ist...Hmmm....wie eine Bezeichnung für Menschen die man gerne hat. Viele im Rudel benutzen das als Ausdruck für Familienmitglieder oder enge Freunde oder Menschen die man bewundert."

Ich sah unsicher zu Lloyd und bedeutete ihm mit einem Blick das ich kündigte. Zumindest versuchte ich das denn Lloyd musterte mich irritiert.

Jap er hatte mich nicht verstanden. Toll.

Ich gab ihm ein Side eye und er öffnete empört den Mund. „Noah!"

Ich schmunzelte nur und Zen hatte angefangen hinter uns zu summen.

Ich stoppte irritiert. „Was ist das Zen?"

Er lächelte. „Oh ein altes Lied! Ich...hab es als kleines Kind gelernt. Erinnerst du dich?"

Ich schnaubte und lief weiter. „Woran? Ich dachte nur es käme mir bekannt vor."

Zen legte den Kopf schief und mit seinem verträumten Blick schwenkte Unsicherheit. „Kommt es dir wahrscheinlich, weil du es kennst."

Ich wollte zu einer Antwort ansetzen doch da kamen wir vor riesigen roten Toren an.

Zen lief an uns vorbei und drückte sie langsam auf.

Lloyd stieß mich an und zählte lautlos bis drei.

Ich nickte und bei drei rannten wir los in die Gänge. Schnell hatten wir die Orientierung verloren und unser Atem ging schnaufend.

Hinter uns erklang getrappel und wir bogen schnell in einen dunklen Gang ein.

Nach einem Stück in der Dunkelheit stolperte ich und fluchte. Irgendwas war auf meine Nase getropft...

Grünes Licht erhellte den dunklen Gang und Lloyd war sofort an meiner Seite.

Er hielt eine seiner Elementarkraftkugeln in der Hand und ich seufzte erleichtert auf. Etwas Licht wenigstens...

Lloyd half mir sanft hoch und ich seufzte. „So. Und jetzt? Ich hab mir den Weg nicht gemerkt..."

Lloyd lächelte. „Wir sind wenigstens nicht mehr in ihren Fängen, jetzt...suchen wir einen Ausgang.

„Scheiß Optimist.", grummelte ich

„Dummer Pessimist.", gab er mit einem Lachen zurück.

Ich musterte ihn und musste Grinsen. „Na dann. Wenigstens wissen wir was wir voneinander halten."

Ich zögerte dann zwinkerte ich ihm zu. „Nur das du es weißt: ich halte noch weniger von dir."

Lloyd stockte und musterte mich. „Flirtest du mit mir oder tarnst du deinen Hass nur mit Ironie?"

„Was denkst du denn?",fragte ich kichernd. „So keine Zeit für deine Gehirnzellen, wir müssen weiter."

„Gott ich hab das Gefühl umso mehr Zeit ich mit dir verbringe umso mehr tauschen wir die Rollen..."

Ich grinste und wir liefen im Licht seiner Elementarkraft weiter.

Nach kurzer Zeit wurde es wieder hell und ich sprang aufgeregt auf und ab. „Wieder im beleuchteten Teil!"

Wir hörten ein Geräusch und drehten uns erschrocken zur Seite. Zen stieß sich von der Wand ab und kam mit einem Lächeln zu uns. „Da seit ihr zwei ja."

„Wie...aber....",fragte ich ungläubig und sah irritiert zurück in den dunklen Gang.

Zen lächelte mich verträumt an. „Oh ihr seid im Kreis gelaufen."

Er gesellte sich mit einem Lächeln hinter uns. „Jetzt aber wirklich hopp Orukis, wir müssen zum Ritual."

Ich seufzte ergeben auf. „Ich will das nicht..."

Lloyd nahm vorsichtig meine Hand und ich musterte ihn.

Zögerte. Ließ ihn meine Hand ein paar Sekunden halten bevor ich sie langsam zurück zog.

Genug ist genug. Lloyd musterte mich sanft und seufzte. „Wir schaffen das okay? Ich lass dich nicht alleine."

„Ohhh...",kam es von Zen und er musterte uns mit großen Augen. „Ihr müsst keine Angst haben. Wir passen auf euch auf."

Ich seufzte. „Das ist eine der Sachen die mich beunruhigen..."

Zen lächelte mich sanft an. „Muss es nicht. Ich passe auf meine Orukis auf. Versprochen."

Ich zögerte. „Weiß nicht ob mich das beruhigt...bitte schneidet mich nicht auf, bitte schneidet mich nicht auf...", flüsterte ich panisch.

Zen kicherte. „Das wär doch verrückt! Nein, das Ritual ist lediglich um zu sehen ob du ein Mal hast und deine Bindung zu festigen."

Ich hob irritiert eine Augenbraue. „Oh...oh? Niemand wird aufgeschlitzt?"

Zen lächelte verträumt. „Nein wieso sollten wir sowas tun? Du bist nur ein junger Wolfwandler bei dem wir das Mal vermuten."

„Mal? Wolfwandler? Ihr habt glaube ich den falsc..."

Er drängte uns in den Raum in dem fünf Menschen standen, lange Roben und Kapuzen tief ins Gesicht gezogen.

Eine Robe war Petrol mit grauen Akzenten, eine weiß mit goldenen Akzenten, eine rot mit schwarzen Akzenten, eine dunkelblau mit lila Akzenten und eine gelb-orange mit sandfarbenen Akzenten.

Zen Schloss sanft die Tür während ich mich staunend in dem Raum umsah. Knochen, Edelsteine, Kristalle und Fellteilen hingen von der Decke, ein Geruch von Kräutern umfang mich sofort.

Ein Bild schoss durch meinen Kopf, dieser Raum, neben mir ein Mann der mich liebevoll musterte.

Ich blinzelte irritiert und war wieder im hier und jetzt, war auf die Knie gegangen. Lloyd hatte sich besorgt neben mich gekniet.

Fuck...was war das...?

„Ich...kenne den Ort...?",flüsterte ich und Lloyd musterte mich sanft, aber besorgt.

Zen trat langsam näher. Sein Blick wurde etwas klarer auch wenn dieser Unterton der Verträumtheit wohl immer bei ihm war...

„Oh du erinnerst dich?"

Dann lächelte er wieder völlig verträumt. „Wir müssen anfangen. Lloyd komm mit mir an den Rand."

„Nein."

„Hm?",fragte Zen überrascht. „Oruki bitte. Wir müssen anfangen..."

„Nein!",knurrte Lloyd ihn an und musterte mich aufmerksam.

Der Fake Arzt trat zu uns und kicherte. „Krasse Leistung Zen."

Zen musterte ihn nachdenklich und sein Blick wanderte zurück zu uns. „Hm..."

Zwei Männer traten näher und zogen Lloyd grob ein Stück zurück. Er holte aus und verpasste einem eine.

Der Fake Arzt schrie begeistert auf. „Ha! Genau das will ich sehen! Das wird das Bindungstraining so spannend machen, so stark wie ihre Bindung jetzt schon ist!"

Der Mann hielt sich die Nase und fluchte.„Narl du bist ein Idiot!"

Narl? Auf jeden Fall reagierte er traurig und senkte seinen Blick. „Uh...oh...."

Zen legte ihm eine Hand auf die Schulter und lächelte verträumt. „Du bist kein Idiot Dr. Dr. Narl. Du bist sogar sehr faszinierend!"

Dr. Dr. Narl musterte ihn nachdenklich. „Danke Zen."

Die Männer versuchten sich wieder Lloyd zu nähern doch dieser knurrte sie an.

Zen musterte das ganze. „Lasst ihn, ihr macht es nicht besser."

Zen sah Lloyd sanft an. „Oruki geh bitte mit mir an den Rand. Sonst müssen sie dich festhalten... und du kannst trotzdem nicht zu ihm."

Ich stand langsam auf und versuchte einen verzweifelten Fluchtversuch den die Männer sofort abfingen. Hätte ja klappen können...

Zen hielt sanft Lloyds einen Arm fest und führte ihn daran weg. Die zwei Männer dagegen zogen mich in den Kreis und die Männer mit den Kapuzen näherten sich mir.

Lloyd wollte anscheinend zu mir auf jeden Fall hörte ich Geschrei...

Als ich rüber sah hatten sie es geschafft Lloyd zu Boden zu drücken und ihn an der Wand festzuketten.

Zen redete sichtlich auf ihn ein und versuchte ihn zu überzeugen doch Lloyd zog kräftig an den Ketten und versuchte doch zu mir zu kommen.

Die Roben-Typen fingen an irgendwelchen alten Wörter zu murmeln von denen ich nicht mal die Hälfte verstand.

Ein leichter Wind fegte durch den Raum und am Boden fingen Linien an zu leuchten.

Ich stolperte rückwärts prallte aber wie gegen eine Wand...fuck? Wieso geriet ich in so eine Scheiße!?

Mein Rücken fühlte sich heiß an, während der Singsang und der Wind zunahmen.

Ich fiel nach vorne, stützte mich auf meinen Händen ab, meine Finger suchten Halt im Stein...

Ich keuchte auf als mein Rücken sich anfühlte als würde er entweder gleich in Flammen aufgehen oder sich ein heißes Eisen in meine Haut brennen...

Lloyd rief meinen Namen, während ich vor Schmerz keuchte ...

Zen rief ernst, aber noch immer mit diesem verträumten Unterton:„Nur noch einen Moment Oruki...bitte..."

„Ihr tut ihm weh!", fauchte Lloyd während ich gedämpft seine Ketten knirschen hörte.

Meine Sicht verschwamm, mein Rücken brannte noch aber es fühlte sich anders an...nicht mehr nur schmerzhaft.

Ich hörte Geräusche wie durch Watte während meine Muskeln protestierten. Ughh....

Mein Herz raste und ich keuchte immer noch, während Wellen von Hitze und Energie über meinen Rücken jagten.

Ich spürte nur noch wie ich zusammen sackte und alles dunkel wurde.

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Heyyy!

Hoffe euch hat das Kapitel gefallen OwO.

Liebe Grüße!