Uhm...das hab ich nicht bestellt...
Uhm...das hab ich nicht bestellt...
Noahs Sicht
Ich hatte den Tag doch noch irgendwie überstanden. Zwar hatte ich eine Panikattacke, wurde komisch angemacht und ein fremder Typ hatte mir geholfen, aber ja. Ich hatte es geschafft.
Ich schmiss mich auf meine Couch in meinem kleinen Apartment, genoss kurz die Stille und holte dann meine Gitarre hervor.
Fing an zu spielen und leise zu summen.
Musik war was mich immer schon geerdet hat. Heute wie damals.
Das Paar über meiner Wohnung fing wieder an laut zu streiten und ich wurde lauter mit der Gitarre, summte etwas aggressiver.
Die Frau schrie ihn an und ich knurrte.
„Ohhhh they don't Stop Stop Stop
Now isn't your Moment,
I Just want to be alonnee~
So Stop, Stop, Stop“
Ich benutzte mit einem Grinsen den Rhythmus von Golden (Kpop Demon Hunters) und dachte über all die lustigen Versionen nach.
Ich hörte den Mann knurren. „Schweig da unten junge Dame!“
Ich seufzte, spielte weiter aber hörte auf zu singen. Sie wussten das ich ein Mann war, aber sie liebten es mich auf mein Geburts Körpergeschlecht zu reduzieren.
Wie schön... Warum mussten Menschen immer auf solche emotionalen Sachen gehen?
Ich bekam eine Nachricht und widmete mich meinem Handy.
*Hey Bro,
Wir feiern morgen, And schmeißt ne Party. Kommst du?*
Ich seufzte und tippte. *Eig wollte ich morgen daheim bleiben, bissel chillen *
*Och komm schon sei kein Spaßverderber! Komm mit ;) *
Ich seufzte und tippte zurück *Na gut, holt ihr mich ab? *
Ich bekam einen Daumen hoch zurück.
Wenn ich morgen feiern ging, würde ich heute den Schlaf schon mal "vorschlafen".
Ich seufzte, verstaute meine Gitarre und zog mich aus. Ich würde morgen duschen.
Ich schmiss mich in mein Bett und knurrte als es gerade wo ich es mir gemütlich gemacht hatte klingelte.
Nur in Boxershorts lief ich zur Tür. Der Postbote starrte mich ungläubig an und überreichte mir schnell ein Paket, ehe er verschwand.
Ich hielt es perplex im Arm, schob die Tür mit meinem Fuß zu und stellte es auf meinen Esstisch.
Ich öffnete es und mir starrte eine komische Maske entgegen. „Das...hab ich nicht bestellt.“, murmelte ich und kicherte weil es so verwirrend war.
Ich würde es morgen zurück bringen... Ein Zettel erhaschte meinen Blick und ich zog ihn raus. Las ihm im schummrigen Licht meines Handys.
In verlaufener Tinte stand in Großbuchstaben:
TRITT DEM RUDEL BEI
Ich hob irritiert eine Augenbraue. Ließ den Zettel zurück in die Schachtel gleiten.
„Krasse Werbung...“, murmelte ich, mehr zur Selbstberuhigung als das ich es wirklich glaubte.
Und diese Gedanken verfolgten mich die ganze Nacht.
Wurden immer lauter. Tritt dem Rudel bei. Tritt dem Rudel bei! TRITT DEM RUDEL BEI!
...
Am nächsten Morgen erkannte ich mich in meinem Spiegel kaum wieder. Zerzauste blonde Haare, graue Augen die mich selbst müde anblinzelten und Augenringe ohne Ende.
Ich fing an meine Zähne zu putzen und dachte an gestern Abend. „Wirklich komisch...“, nuschelte ich, die Zahnbürste noch im Mund.
Ich wusch mein Gesicht, sprang schnell unter die Dusche und zog mir frische Sachen an.
Ich könnte mir diese Maske doch theoretisch nochmal anschauen, bevor ich sie weg bringe.
Sie sah irgendwie...vertraut aus.
Ich lief in die Küche, stockte, als dort kein Paket stand. „Was zum...?“
Ich sah mich um doch von den Paket fehlte jede Spur.
Diese dunkle Maske, ein Wolf Gesicht mit Ohren und Wangenzeichnung eines Tigers, konnte doch nicht einfach verschwunden sein?
Mir lief ein Schauer über den Rücken als ich an die langen Zähne dachte...
Ach Noah das hast du dir nur wieder eingebildet! Man bin ich dumm. So schlimm manchmal...
Ich seufzte. „Heute wird ein langer Tag also sollte ich es einfach vergessen.“
...
Ich hatte mir ein lockeres Outfit angezogen, Schmuck ebenfalls angelegt und hatte das wichtigste in meinen Hosentaschen der Baggy Jeans verstaut.
Draußen hupte es schon. Ich rollte genervt mit den Augen. Wieso ließ ich mich immer überreden?
Es war nicht so als wären sie enge Freunde... Sie nahmen mich zum feiern mit, manchmal gingen wir zusammen ins Gym, aber was anvertrauen? Nein. Das tat ich nicht mehr.
Ich trat aus meiner Wohnung, kontrollierte zweimal ob sie abgeschlossen war und lief runter, wo die anderen drei schon im Wagen saßen. Es wurde langsam dunkel und ich seufzte.
Die Begegnung von gestern machte mich immer noch nervös. Geschweige von der Panikattacke...
Ich stieg ein und Damian, der mich auch gefragt hatte, grinste mich frech an. „Trägst du Make Up?“
Ich sah ihn nicht an und murmelte leise:„Nur etwas um die Augenringe abzudecken...“
Pascal schnaubte neben mir auf. „Jungs tragen kein Make Up Noah. Oder willst du doch wieder ein Mädchen sein?“,spottete er.
„Ich... Ne.“
Sebastian sah mich vom Beifahrer Sitz mit einem sanften Lächeln an. „Natürlich können auch Jungs Make-up tragen. Siehst gut aus Noah.“
„Danke...“, murmelte ich leise und sah aus dem Fenster als sie los fuhren.
Sebastian fragte mich aufgeregt nach gestern aus, doch ich wollte nicht wirklich antworten und blieb relativ einsilbig.
„Was los Bruder?“,spottete Pascal und Damian grinste. „Mein Vater war da und hat ihn mit einem Jungen aus seinen Alter gesehen. Schien relativ nah.“
Ich rollte mit den Augen und Pascal wurde neben mir nervös. „Mit nem Typen? Ich dachte du wärst ne Lesbe?“
Ich sah ihn genervt an. „Erstens wäre ich dann hetero, weil ich ein Mann bin. Zweitens war das nichts, ich hab ihm nur was zu Trinken gegeben.“
„Ein Trans Mann.“,meinte Pascal genervt. „Wenn du was mit Ner Frau hättest wärst du für mich immer noch ne Lesbe.“
Sebastian seufzte auf. „Wäre er nicht Pascal. Deine Meinung ist Bullshit. Er wäre dann hetero.“
Am besten ließ ich sie es so aus diskutieren bevor ich erwähnte das ich eigentlich bisexuell war. Das wären wahrscheinlich zu viele Gedanken für sie...
„Naja.“,meinte Damian belustigt. „Auf jeden Fall hat er sich mit dem grünen Ninja unterhalten.“
Ich runzelte irritiert die Stirn. Klar ich wusste das es die Ninja gab, aber... So viel wusste ich nicht. Ich war kein Fan Boy.
„Uhhh Noahhh.“kam es aufgeregt von Sebastian.
Ich zuckte mit den Schultern. „Ich hab ihm nur was zu Trinken gegeben. Mehr nicht.“
Die Panikattacke ließen wir besser weg...
„Naja da ist noch ein Kumpel von uns Noah, er wird bisschen mit uns abhängen.“
Ich nickte nur.
Pascal schnaubte. „Stell dich bitte nicht wieder an okay? Er besitzt etwas dunklen Humor, kein Grund sich wieder unnötig aufzuregen.“
Ich musterte ihn, nickte aber erneut.
Wir stiegen aus und gingen in die Bar die sich And für seine Party ausgesucht hatte. Ein großer Typ, um die zweiundzwanzig Jahre kam sofort auf uns zu und klatschte mit Pascal ab.
„Ahhh und du bist die kleine Freundin von der Pascal geredet hat?“,fragte er mich und sah an mir runter.
„Freund. Aber ja.“
Pascal stieß mich in die Seite und ich grummelte leicht. Wer hätte gedacht dass er mich sogar bei seinen Freunden weiblich bezeichnete?
Naja. Ich kam mit klar. Das waren die einzigen Personen die mir halbwegs nahe standen also was soll's.
Wir gingen an den Rand der Bühne für Karaoke. Eine Art von Moderator suchte in der Menge nach dem nächsten der singen sollte.
Pascal grinste. „Singst doch gut Nora? Ach sorry Noah.“
„Kein Ding ist ja nicht als würde ich Noah schon seit Jahren heißen.“, murmelte ich genervt.
Aber ich schüttelte den Kopf. „Naa alles gut ich sing nicht gut.“
Sie schoben mich vorwärts und links neben mir passierte genau das gleiche mit einer anderen Person. Ahh verfolgt er mich oder so?
„Komm schon Lloyd.“,kicherte der braunhaarige der ihn am härtesten nach vorne schob.
Mark, der neue in unserer Gruppe anscheinend, erstarrte neben mir.
Und Lloyd sah ebenfalls rüber. Wut brodelte in seinen Augen. Guckte er mich so... Neinnnn er guckte Mark an.
Mark knurrte leicht neben mir. „Dieser Junge ist ein Bastard vor dem Herren.“
Pascal nickte. „Ricchhtttigg ihr hattet ja mal was.“
Ich sah Mark überrascht an. Er hatte was mit einem der Ninja gehabt...?
„Jaaa und dann hat er wegen seinen bescheuerten Freunden Schluss gemacht.“,knurrte Mark.
„Wieso hast du es dann damals es nicht öffentlich aus diskutiert? Hättest du ihn öffentlich schön runter machen können.“,spottete Damian.
Ich sah sie irritiert an. Alleine schon zu überlegen, ob man so nicht jemanden besser fertig gemacht hätte, war ekelhaft.
Sebastian rollte genervt mit den Augen.
„Guckt nicht so ihr zwei.“, grummelte Mark in unsere Richtung. „Ihr wisst nicht wie der ist.“
Damians Blick legte sich auf Marks Gesicht. "Warum hast du nicht Bro?“
„Ach er hatte... Sachen in der Hand. Da wären Sachen rausgekommen, die nicht vorteilhaft gewesen wären...“
„Erpresst der dich?“,fragte Pascal entsetzt.
„Nicht direkt. Er meinte er wäre einfach der Meinung dass es besser nicht raus kommt, der hat ja nicht mal zu unserer Beziehung gestanden.“
Ich sah Lloyd überrascht an. Irgendwie hatte ich ihn mir anders vorgestellt... Ich hatte ihn mir gar nicht vorgestellt! Wie komm ich auf so Gedanken??
Lloyd hatte seinen Blick wieder ab gewandt. Wo sah er hin? Er wirkte auf einmal sehr konzentriert...
Warte? Beobachtete ich ihn? Oh Gott er hat mich nur bei einer Panikattacke unterstützt, das ist alles! Hör. Auf. Über. Ihn. Nachzudenken. Noah.
Er gab seinen Kameraden ein schnelles Zeichen. Sie wirkten überrascht und verteilten sich in der Menge.
Sein Blick fing meinen und er nickte leicht in eine Richtung.
Ich zögerte. Er wollte das ich ihm folge?
Er verschwand in der Menge und ich seufzte. „Ähm ich geh schnell auf die Toilette.“, murmelte ich, nicht das es sie interessieren würde.
Wieso folgte ich ihm überhaupt? Der Gedanke verfolgte mich als ich mich durch die Masse quetschte.
Ich trat in die Männer Toilette und Lloyd stand an die Wand gelehnt. „Hätte nicht gedacht dass du mit deinem Dickkopf wirklich kommst.“
„Was willst du von mir?“,fragte ich genervt.
Dann kamen meine Gedanken wieder. Was Mark gelabert hat. Vielleicht war Lloyd nicht gut... Vielleicht war es nicht schlau irgendwo alleine mit ihm zu sein...
Stop. Ich sollte mir mein eigenes Bild machen und mich nicht von anderen beeinflussen lassen.
„Du bist in Gefahr, die anderen kümmern sich drum während ich auf dich aufpasse.“
„Was? Sag mal alles okay bei dir? Mit geht's gut und ich bin sicher!“, knurrte ich und wandte mich zum gehen. „Hör auf mich zu verfolgen!“
Ich wurde zurück gezogen, gerade rechtzeitig. Die Tür fiel auf. Oder eher raus? Sie war einfach aus den Verankerungen gerissen...
Drei maskierte Leute traten ein und Lloyd knurrte.
Er drückte mich hinter sich und zog zwei Dolche. Woher...hatte er die? Ich frag noch nicht, Ninja Tricks.
„Rück einfach den Jungen raus und wir haben kein Problem grüner Ninja.“, ertönte eine tiefe Stimme von den maskierten Person.
Lloyd schnaubte spöttisch. „Ist eure einzige Chance, darauf zu hoffen, zu bekommen, was ihr wollt, das ich nicht kämpfe? Süß.“
Lloyd griff an und musste drei Attacken gleichzeitig ausweichen. Jaa, ich hätte jetzt schon verloren...
Nach einigen Minuten lagen zwei von ihnen bewusstlos in der Ecke.
Der letzte sah unsicher hin und her. Dann warf er etwas in den Raum und rannte schnell, seine Kameraden über die Schulter geworfen, raus.
Lloyd packte mich und brachte mich in die Ecke des Bades.
„Was zur Hö..??“,fragte ich entsetzt.
Er legte sich über mich als etwas explodierte. Als mein Kopf und meine Sicht sich wieder etwas erholt hatten, quälte Lloyd sich von mir auf.
Von seinem Rücken rieselte Asche und Plastikbrocken der Kabinenwand.
Er knurrte, schüttelte sich und hielt eine Hand an sein Ohr. „Wo seit ihr Leute? Ich und deren Ziel wären gerade fast drauf gegangen!“
Ich rappelte mich langsamer auf. Unsicherer. Keine gewohnte Situation für mich, verständlicherweise.
Ich hörte leises Gemurmel. Lloyd hatte anscheinend ein Sprachgerät im Ohr. Er versuchte mehrfach anzusetzen, wurde jedoch unterbrochen.
„Ich bringe ihn hier raus.“,brummte Lloyd, fast schon, als würden ihn seine Teamkameraden nerven.
„Was? Aber... Meine Freunde und...“,setzte ich an.
Sein Blick wendete sich mir zu. „Du kommst jetzt erstmal mit mir. Du kannst ihnen wenn wir in Sicherheit sind schreiben, aber erwähne nichts hier von. Sag du hast die Feier früher verlassen.“
„Aber...“
„Das ist wichtig Noah! Sie wussten das du hier bist und hatten anscheinend auch kein Problem damit uns um die Ecke zu bringen! “
Ich zuckte zurück aufgrund seiner erbosten Stimme. „I-ich...“
Sein Blick wurde sanft und er legte vorsichtig eine Hand auf meine Schulter. „Ich weiß es ist viel. Wir bringen dich hier raus und dann erkläre ich mehr.“
„O-okay.“, murmelte ich.
„Gut, dann. Komm her Wirbelwind.“, meinte Lloyd und hob mich über seine Schulter. „Hey ich kann selbst laufen!“,regte ich mich auf aber meine Stimme war immer noch sehr unsicher.
Lloyd kicherte. „Nicht wo wir raus wollen. Außerdem hast du einen Schock und ich will nicht das du mir noch umkippst.“
Damit kletterte er zum Fenster raus...
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Halloooo,
Hoffe ihr hattet einen schönen Tag <3
Sooo außerdem hoffe ich das Kapitel hat euch gefallen ^^
Noch einen schönen Abend <3
Wolf