LNCrawler

„Wilkommen auf dem Flugsegler."

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„Wilkommen auf dem Flugsegler."

Noahs Sicht

Ich öffnete meine Augen als ich wach gerüttelt wurde.

Ich blinzelte, sah ihm verwirrt an, verwirrt in seine hübschen grünen Augen...

Ich stützte mich leicht auf und rieb mein Auge.

„W-was...?“, murmelte ich, unterdrückte mit Mühe ein Gähnen.

Lloyd musterte mich verständnislos.

„Dein Ernst? Steh auf Noah!“

Ich spürte wie meine Augen langsam wieder zu fielen. „Ich bin müde...“

„Um Himmels Willen was bekommst du gerade eigentlich mit?!“

Was...bekam ich mit? Seine Stimme... und seine Nähe...und...einen leicht rauchigen Geruch der sich unter seinen gemischt hatte...

Ich spürte Lloyds Arme die unter meinen Körper wanderten und spürte wie er mich leicht gegen seine Brust drückte, Hände unter meinen Knie und Schultern.

Ich öffnete langsam die Augen, sah...rote Fahnen? N-nein war das...? Feuer?

Ich spürte wie plötzlich meinen Körper Panik flutete, Adrenalin das heiß durch meine Adern jagte.

Shit, Lloyd...

„W-wir...Stop!“,knurrte ich und deutete auf die Flammen. „Wir können da nicht durch!“

Lloyd knurrte mich an. „Du hörst mir jetzt zu Noah: du panikst nicht, du bleibst locker in meinem Arm und du sagst mir nicht was ich kann und was nicht!“

D-das war ein echtes Knurren. Ein echtes, animalisches Knurren.

Lloyd holte ein Taschentuch hervor und drückte es mir überraschend sanft auf die Nase. „Halt das drüber Wirbelwind.“

Ich befolgte was er sagte und ließ mich auf die Flammen zu tragen, auch wenn ich spürte, wie sich alles in mir zusammen zog.

Wie sollte ich ihm dabei vertrauen? Er würde uns beide nur anzünden!

Ich sah weg, drückte meinen Kopf an seine Brust. Atmete durch das Taschentuch seinen Geruch ein. Er wusste was er tat. Wahrscheinlich.

Ich wusste nicht wie lange er mich trug, doch es schien mir unendlich, jeder Moment ließ Panik in mir aufflammen, wenn heiße Flammen neben uns an den Wänden heranglitten.

Aber ich sah nicht hin. Ich hielt mein Gesicht fest an Lloyd gedrückt, zog seinen Geruch in meine Nase.

Wärme, Vanille, Erde...

Ich spürte kalte Luft die für Gänsehaut sorgte, so bald sie meinen Körper strich. Aber ich war dankbar. Endlich...Frische Luft...

Alles wirkte dunkel und es klingelte in meinen Ohren. Lloyds Brust bebte und er ließ mich sanft runter. Legte mich auf den Boden.

Ich sah zu ihm. Was konnte ihn so erschüttern...?

Er hustete und ließ sich ebenfalls auf den Boden sinken.

Nya trat schnell zu uns, scannte die Lage und bevor Lloyd protestieren konnte, drückte sie ihm eine Atemmaske aufs Gesicht.

Ich setzte mich langsam auf. Wieso fühlte ich mich noch immer so schwach? Wirkte die Panikattacke so nach...?

Mein Blick wanderte zu Lloyd. Er war bei mir geblieben, hatte mich gerettet...schon wieder...

Ich hätte das Feuer nicht bemerkt...wäre er nicht gewesen... ich schluckte.

Beobachtete wie er langsam in seine Lungen zog, was sie ihm per Atemmaske verabreichte.

Nach einer Zeit nahm Nya den Tank weg und Lloyd lächelte dankbar. „Danke Nya. Könntest du Zane helfen?“

Nya nickte und lächelte leicht. „Kümmer dich um Noah er sieht etwas aufgelöst aus.“

Lloyd nickte und sie verschwand im Dunklen. Wieso war es hier draußen überhaupt so dunkel?

Lloyd setzte sich langsam neben mich, seine Hand wanderte auf meinen Rücken. „Hey ich muss nicht mehr mein Blut auf wischen...“, murmelte Lloyd, versuchte diesen eher schlechten Witz.

„T-tut mir leid...“, murmelte ich und sah auf den Boden.

„Was meinst du?“

„I-ich...", ich spürte wie sich alles in mir zusammen zog., „Wegen mir warst du überhaupt erst verletzt, jetzt so wie ...bei meiner Panikattacke und... ich... ich hätte das Feuer nicht bemerkt, ich...ich hab viel zu spät reagiert...ich...“

„Es ist alles gut Wirbelwind.“, murmelte Lloyd, zögerte, doch dann legte er einen Arm um mich und ich ließ meinen Kopf auf seine Schulter sinken.

Verdammt wieso fühlte sich das...gut an?

„Du kannst nichts dafür, dass du es noch nicht kontrollieren kannst Noah. Und du hast mich auch nicht ernsthaft verletzt. Und wegen dem Feuer... ich war etwas grob, tut mir leid.“

Ich schüttelte leicht den Kopf. „Nein, ich...brauch das manchmal, vor allem wenn mein Gehirn nicht reagiert.“

Lloyd nickte nachdenklich, seine Hand spielte leicht mit meinen Haarspitzen und irgendwas in mir fing an umher zu springen.

Meine Augenlieder wurden immer schwerer und Lloyds sanfte Art half nicht, wach zu bleiben.

Er musterte mich und kicherte. „Es ist gut Wirbelwind, Schlaf etwas, ich pass auf dich auf.“

Und mein letzter Gedanke, bevor ich weg nickte war," ja...das tust du..."

...

Ich öffnete langsam meine Augen. Verdammt...mein Kopf...

Ich stellte mich langsam auf, meine nackten Füße berührten den kalten Boden.

Ich lief langsam zu der Tür, öffnete sie mit einem Knarzen.

Mein ganzer Körper schmerzte...was waren das überhaupt für Türen? Und...wieso trug ich diese Hose die mir eindeutig zu groß war...?

Ich sah zögernd an mir runter. Das war auch eindeutig nicht mein T-Shirt. Und ich wusste wessen Ding grün mit Drachen war...

Röte stieg mir ins Gesicht und mein Magen machte einen Salto. Hatte...er... aber... wieso....?

Nach gefühlt endlosen Gängen hörte ich Stimmen. Ich trat langsam näher und sah durch die leicht geöffnete Tür.

Die Ninja...

Kai stieß einen empörten Laut aus. „Lloyd jetzt sag doch auch mal was! Wir sind uns ja wohl alle einig das es komisch ist das eine Gruppe einen komplett Unbekannten jagt, aber das sie deswegen auch noch etwas wie das Ninja Kloster zerstören, sagt alles!“

Zane seufzte. „Ich muss Kai Recht geben. Was ist an diesem Jungen so wichtig?“

Cole grummelte. „Und wieso habe ich das Gefühl, dass du wieder mehr weißt als wir Lloyd?“

Lloyd stand in der Ecke, wie ein in die Enge getriebenes Tier. „Es geht euch nicht an, was er ist! Wichtig ist nur, dass wir ihn beschützen!“

Kai knurrte. „Lloyd benehm dich bitte wieder normal! Er ist nichts weiter als eine Mission und wir teilen normalerweise alle Informat...“

Lloyd unterbrach ihn. „Er ist viel mehr als eine Mission Kai!“

„Uhh haben wir was verpasst?“,fragte Jay, um die Stimmung aufzulockern, was gründlich schief lief.

„Geht mir einfach aus dem Weg!“,knurrte Lloyd, und da war es wieder. Dieses... animalische Geräusch.

„Nicht in diesem Ton junger Herr!“, drohte Cole, doch Lloyd war schon raus gestürmt. Anscheinend hatte diese...Küche? Mehrere Anschlüsse...

Ich drehte langsam wieder um. Ich... Sie sahen mich als Mission. Und das ich daran Schuld war, dass ihr Zuhause abgebrannt war...

Aber...Lloyd hatte mich verteidigt...?

Vor seiner ganzen Familie, ohne das ich anwesend war? Also...tat er es nicht nur damit ich mich wohl fühlte...?

Ich wurde angetippt und machte einen Satz nach vorne. Fuck!

Eine ältere Frau musterte mich. „Ich denke wir kennen uns noch nicht. Ich bin Misako, Lloyds Mutter.“

„Ich bin N-noah.“

„In Ordnung. Hast du meine Enttäuschung von Sohn gesehen?“

Meine Augen weiteten sich überrascht.

„Ich...uhm...was?“

Ich spürte plötzlich eine Präsenz neben mir und es überraschte mich gar nicht wer es war.

Ohne hin zu sehen wusste ich: Lloyd war von hinten heran getreten.

„Hallo Mutter.“

„Hallo mein Sohn. Wo finde ich deinen Onkel?“

„Er müsste in seiner Kabine sein. “

Damit verschwand sie zielsicher in einem Gang, während ich überfordert stehen blieb.

Lloyd wendete sich mir zu, lächelte leicht.

„Steht dir Wirbelwind.“

„Ich...d-danke?“

Lloyd kicherte. „Tut mir leid, du bist überfordert, huh?“

Ich nickte zögerlich und Lloyd nahm zögernd meine Hand.

Obwohl..es war kein Zögern. Eher ein: Ich lasse dir Platz zum Ausweichen. Aber ich wollte nicht ausweichen...

„Ich bring dich aufs Deck, da kannst du etwas Luft schnappen, dann geht's dir besser.“

Dann zog er mich sanft, aber bestimmend mit.

Und als wir nach draußen traten, zog ich dankbar Luft in meine Lungen.

Ich und Lloyd ließen uns an den Rand fallen und ich beobachtete die Wolken. Wir flogen... wieso verwunderte mich das nicht? Und wieso... verängstigte mich das nicht?

Lloyd räusperte sich. „Vorerst leben wir jetzt auf dem Flugschiff.“

Ich nickte nachdenklich. „Ich uhm... vielleicht kommt das überraschend, aber wie...“, murmelte ich und deutete beschämt auf seine Sachen.

Lloyd drehte den Kopf weg und...zog sich eine leichte Röte über sein Gesicht?

„Deine Sachen waren voll mit Asche und auch nicht wirklich bequem, also dachte ich... ich leih dir was von mir. Ich habe dich auch nur umgezogen, und auch nicht... keine Ahnung...“

Ich nickte langsam. „Is okay.“

„Ich weiß, eigentlich hätte ich warten müssen und dich fragen müssen, aber...du hast geschlafen und... ich dachte mir du hast so viel durchgemacht und...es sah so unbequem aus und...“

Ich unterbrach ihn, indem ich eine Hand auf seinen Mund drückte.

„Lloyd es ist okay.“

Als hätte ich nicht als erstes nachgesehen ob ich noch meine Boxershorts trug und das tat ich, also...war es eigentlich eine Recht...süße Geste gewesen. Und auch nicht übergriffig.

„Okay...", murmelte Lloyd klein laut und ich kicherte.

Nichts mehr von dem selbstbewussten Kämpfer, von dem sauren Anführer. Es war...einfach Lloyd.

„Uhm...du...kannst deine Hand wieder weg nehmen.“, murmelte Lloyd langsam und ich zog meine Hand überrascht zurück. „Sorry...mein Gehirn...arbeitet noch nicht so ganz.“

Lloyd stand auf, als wüsste er nicht mehr, was er tun soll.

„Ich...am besten du machst jetzt erstmal was für dich. Wenn du dich gut fühlst, kannst du zu mir kommen und... wir fangen an mit deinem Training.“

Damit verschwand er schnell. „Training? Welches Training!?“,rief ich ihm überrascht hinterher.

Ich rieb meine Schläfen. Schien als wäre es nicht nur für mich viel gewesen. Und... wahrscheinlich brauchte er auch Zeit um den Streit mit seinen Teamkameraden zu verarbeiten...oder?

Ich stützte mich langsam hoch und brummelte als ein kalter Wind mich erwischte. Würde ich nicht langsam rein gehen, würde ich krank werden...es ist fucking April, werd warm!!!

Langsam lief ich rein und irrte lange durch Gänge bis ich bei der Küche angekommen war. Wenigstens etwas was ich wiedererkannte...

Ich ließ mich auf einen Stuhl fallen und verzog das Gesicht. Ich wurde hektisch und war gleichzeitig noch komplett fertig und wenn ich nicht bald dieses Zimmer fand, würde ich wahrscheinlich anfangen zu weinen.

Wieso war ich hier? Was brachte mir dieses ganze Drama hier? Ohhh Noah du hast eine Kraft, alter ich geb ihm gleich eine Kraft.

Ich atmete langsam ein. „Nicht aufregen Noah, das letzte Mal hast du...so ne Art Druckwelle ausgelöst...", murmelte ich mir zu und fuhr angespannt durch meine Haare.

„Hey Noah."

Ich sprang erschrocken auf. Oh Gott. Es war nur Nya. Um Himmels Willen...

„Du...siehst... fertig aus.", murmelte sie.

„Ist das denn ein Wunder? Ich komme zu irgendwelchen Kämpfern mit irgendwelchen Kräften, werde verfolgt, beinahe abgefackelt und in die Luft gejagt! Denkst du ich sehe aus wie das blühende Leben?",strömte mein ganzer Frust auf einmal aus mir heraus.

Nya legte den Kopf schief. War... ich zu harsch?

Dann fing sie an zu kichern. „Ich verstehe. Irgendwie vergesse ich die ganze Zeit wie neu das für dich ist."

Sie sah an mir herunter. „Sag mal....ist das Lloyds Kleidung?"

Ich wurde rot und nickte langsam. „Uhm...ja?"

Sie lächelte. „Okay du musst mir dringend erzählen was zwischen euch abgeht, i mean, es gehen im Team jetzt schon so viele Gerüchte rum!"

Doch ich lächelte nicht. Das war alles außer gut. Ich hatte nicht aufzufallen, vor allem nicht so.

Sie lächelte sanfter und murmelte:„Entschuldige Lloyd hat mir gesagt ich soll etwas ruhiger mit dir sein. Uhm... irgendwie bin ich mega aufgeregt, dich näher kennenzulernen, du hast so eine interessante Persönlichkeit!"

Ich legte den Kopf schief. War...das jetzt ein Kompliment?

„Naja, weshalb bist du eigentlich hier in der Küche? Also klar du kannst hier her kommen, aber irgendwie hatte ich gedacht, du wärst in deinem Zimmer."

Ich sah auf den Boden und nuschelte:„Ich...hab's nicht mehr gefunden."

Sie nickte langsam. „Okay...uhm ich kann dir den Weg und generell alles etwas zeigen, wenn du das möchtest."

Ich zögerte. Wieso fragten sie mich nach meiner Meinung? Außerdem...was hatte Lloyd ihr noch erzählt? Und... ich wusste ihre Meinung zu mir nicht wirklich, da sie in dem Streit nicht gesprochen hatte...

„Du musst keine Angst haben, ich fress dich nicht.",kicherte Nya.

Ich nickte seufzend. Etwas Orientierung wäre schon ganz sinnvoll... Und... vielleicht könnte ich herausfinden, was Lloyd alles erzählt hatte...

Sie lächelte. „Dann komm mal mit Noah. Willkommen auf dem Flugsegler!"

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Hiiii,

Wieso glaube ich Lloyd war kurz fertig mit Noah XD? Armer Noah ein bisschen Schlaf hätte er sich theoretisch doch verdient hahaha.

Hoffe es hat euch gefallen.

Einen wunderschönen Tag wünsche ich euch <3

Liebe Grüße

Wolf