(Immer noch) Freitag
(Immer noch) Freitag
Der restliche Nachmittag war schnell vergangen. Erziraphael war mit Hexe draußen gewesen und hatte anschließend die Küche aufgeräumt. Dann setzte er sich zu Crowley, der wieder einmal Empfehlungen zu den letzten Neuerscheinungen schrieb. Wenn der Dämon ein Kärtchen trockenfächelte – er beschriftete sie mit einem Füller – und in das dazugehörige Buch schob, nahm es der Engel zur Hand, las lächelnd die kleine Rezension und blätterte durch die Seiten, betrachtete die Illustrationen und las aufs Geradewohl einzelne Absätze. Es faszinierte ihn, wie schnell und treffend Crowley die Besonderheiten jedes Bands erfasste und mit wenigen Worten zu Papier brachte. Er beobachtete ihn dabei und versuchte, dieses Bild mit dem Dämon in Passung zu bringen, den er eine halbe Ewigkeit gekannt hatte. Wenn sich ihre Blicke trafen, lächelten sie sich wortlos an, und der Engel versuchte, seine Rührung so lange zu verbergen, bis sich Crowleys Kopf wieder senkte und die roten Strähnen seinen Blick abschirmten. Es war ein stilles Glück, das Erziraphael völlig ausfüllte.
Muriel war die ganze Zeit im Laden beschäftigt gewesen. Mehrmals wurde sie von Kunden mit Beschlag belegt, die noch Bestellungen für den nächsten Tag aufgeben wollten, zwischendurch traf sie bereits Vorbereitungen für die Veranstaltung. Das Tablett mit Bechern und Gläsern wartete auf einem Tisch vor dem Schaufenster, zusammen mit Tellern, auf die sie am nächsten Morgen Kekse und Kuchenhäppchen verteilen würde. Damit nichts schief gehen konnte, hatte sie die süßen Sachen ausnahmsweise fertig gekauft. Auf dem schmalen Holztresen bildeten die Bücher, die Crowley vorstellen würde, ordentliche Stapel, von denen Muriel hoffte, dass sie am Ende des Vormittags deutlich niedriger sein würden. Der Sessel für Crowley stand ein bisschen weiter am Rand als üblich, sodass neben ihm Platz für Arwen blieb, mit der er sich diesmal abwechseln würde. Die neuen Klappstühle und die bunten Sitzkissen waren entlang der Wände aufgereiht, damit sie morgen nur noch verteilt werden mussten. Das konnten notfalls sogar die Eltern machen, falls sie mit der Presse sprechen müsste. Ob überhaupt ein Reporter sich in den Laden verirren würde? Warum war sie nur so aufgeregt?
***
Alec und seine Tochter hatten sich relativ früh verabschiedet, nachdem sie die Arbeiten im Erdgeschoss abgeschlossen hatten. Muriels Aufregung war Josie nicht verborgen geblieben und so hatte sie die Buchhändlerin kurzerhand umarmt und ihr „Toi, toi, toi für morgen“ gewünscht. „Wann geht es nochmal los?“, hatte sie gefragt. „Ich werde dir dann fest die Daumen drücken!“ Als es endlich Zeit wurde, den Laden zu schließen, drehte Muriel das Schild an der Ladentür auf „closed“ und atmete erleichtert durch. Noch einmal ließ sie den Blick über Buchständer, Möbel und Dekoration wandern, dann trat sie zu Erziraphael und Crowley. „Für die habe ich schon ein Tischchen vorbereitet“, sagte sie mit einem Blick auf die Bücher, die zwischen den Männern lagen. „Kannst du sie zu den Verkaufsexemplaren legen, wenn ihr fertig seid?“, bat sie den Engel. „Ich brauche jetzt dringend etwas frische Luft. Darf ich Hexe mitnehmen?“ Der Dämon sah auf. „Klar, ich mache im Moment niemandem den Spaziergang streitig“, sagte er mit einem Blick auf den verstauchten Knöchel. Sie schaute kurz auf das Display ihres Handys und ein Lächeln spielte um ihre Lippen. „Ich bringe uns was zu essen mit. Haltet ihr es so lange noch aus?“
Kurz darauf war das letzte Empfehlungskärtchen des Tages in das letzte Kinderbuch gewandert und Erziraphael stand auf und drapierte es Muriels Anweisungen folgend auf dem von ihr vorbereiteten kleinen Tisch. Anschließend zogen sie auf das Sofa um und der Engel bestand darauf, dass Crowley den Fuß noch einmal hochlegte. Der Dämon hatte gerade begonnen, durch die Social Media Accounts einiger Verlage zu scrollen, als er sich an Arwens „Hausaufgabe“ erinnerte. „Wie hieß noch mal das Lied, das sie morgen singen will, das mit der Farm?“ Erziraphael überlegte kurz. „Es war was mit einem Familiennamen“, fiel ihm dann ein, „und es endete mit ‚had a farm‘, ergänzte er. Crowley tippte „had a farm“ und „song“ in das Suchfeld und wurde sofort fündig. Er überflog den Text, grinste, und gab den Befehl zum Drucken. „Das sollten wir auch ohne lange Chorprobe hinkriegen“, kündigte er an. Der Drucker hatte sich gerade geräuschvoll in Bewegung gesetzt, als die Glocke über der Ladentür klingelte. „Hallo?“, erklang eine Männerstimme. „Ich habe zwei Engel draußen aufgelesen, die Ihnen gehören, glaube ich.“ Erziraphael sah Crowley erstaunt an und stand auf, um nachzusehen. „Einen zwei- und einen vierbeinigen“, präzisierte die Stimme gerade, als ein vertrautes Kichern erklang. „Was zum …!?“ Erziraphael erreichte den Verkaufsbereich und sah dort Muriel und Hexe mit einem Mann stehen, der ihm bekannt vorkam, auch wenn ihm nicht sofort einfiel, woher. Als jedoch im nächsten Augenblick eine Kinderstimme rief: „Anthony, wo bist du?“, und sich ein kleines Mädchen noch in der Tür von der Hand ihrer Mutter losriss und zielstrebig durch den Laden nach hinten rannte, löste sich das Rätsel. „Ich habe Besuch mitgebracht“, meldete sich jetzt Muriel zu Wort und Laura ergänzte: „Und der Besuch hat Essen mitgebracht, als kleine Entschuldigung für unseren Überfall.“ „Was für eine schöne Überraschung!“ Erziraphael meinte, was er sagte. Er hatte Hannah und ihre Eltern zwar schon bei der Gerichtsverhandlung in Israel gesehen und sie am Abend seiner Rückkehr flüchtig kennen gelernt, aber er hatte noch keine Gelegenheit gehabt, sich wirklich mit ihnen zu unterhalten. Das würde er nun hoffentlich nachholen können. Es war ihm ein Bedürfnis, schließlich war er schon mehrfach mit der Nase darauf gestoßen worden, wie wichtig diese drei Menschen für Crowley waren. Würde er nun herausfinden, warum?
Gemeinsam folgten sie Hannah und Hexe, die darum wetteiferten, neben Crowley auf dem Sofa sitzen zu können. Erst als Erziraphael Hexe am Halsband zurückhielt und sie mit einem strengen Blick in ihr Körbchen schickte, gelang es dem Dämon, sich wieder aufrecht hinzusetzen. Sofort darauf saß Hannah auf seinem Schoß und legte ihre Ärmchen um seinen Hals. „Hast du dir weh getan?“, fragte sie mitleidig und sah nach dem hochgelegten Fuß. „Ja, ein bisschen, ist aber schon fast wieder gut“, beruhigte er sie. Vergeblich versuchte er, sie auf den Platz neben sich zu bugsieren, damit er zur Begrüßung von Laura und Ben aufstehen konnte. „Bleib sitzen!“ Laura beugte sich zu ihm hinunter und umarmte ihn. Ben folgte ihrem Beispiel. „Was hast du angestellt?“, erkundigte er sich. Muriel unterbrach die Begrüßung, indem sie zum Essen rief. Sie hatte im Hintergrund den Tisch gedeckt und den Inhalt der beiden großen Tüten darauf verteilt, die Ben und Laura mitgebracht hatten. Sofort breitete sich der Duft von orientalischen Gewürzen und frischem Brot aus. Erziraphael hatte nach einem Blick auf die vielen kleinen Köstlichkeiten einen passenden Wein ausgewählt und stellte die geöffnete Flasche auf den Tisch. Währenddessen hatte Ben Crowley vom Sofa aufgeholfen und ihn die wenigen Schritte bis zum Tisch gestützt, wobei Hannah so aufgeregt um sie herumhüpfte, dass es einem Wunder gleichkam, dass keiner der drei stürzte.
Natürlich saß Hannah auf dem Stuhl direkt neben Crowley, als sie sich um den Tisch verteilt hatten, mit nichts anderem hätte sie sich zufrieden gegeben. Allerdings galt die Aufmerksamkeit des Dämons zunächst vor allem ihren Eltern. „Was führt euch nach London?“, fragte er. „Irgendein Konzert? Oder eine Ausstellung, die mir entgangen ist?“ Interessiert schaute er zwischen Laura und Ben hin und her. Sie antworteten nicht gleich. Dann aber beide gleichzeitig. Dummerweise nicht dasselbe. „Recherchen“, sagte Ben. „Bei Freunden nach dem Rechten sehen“, sagte Laura. Betreten sahen sie sich an, um dann wie aus einem Mund hinzuzufügen: „Ja, das auch.“ Crowley und Erziraphael warteten verwundert auf weitere Erklärungen. Zu ihrem Erstaunen kam diese weder von Laura noch von Ben, sondern von Muriel: „Ich habe sie gebeten, zu kommen. Ich fand, wir bräuchten ..., ihr bräuchtet, na ja, eine Ablenkung. Und weil ich ja weiß, was oder besser wer da zuverlässig hilft...“ Sie schien sich noch rechtfertigen zu wollen, aber Crowley winkte ab. „Schenk es dir. Ich freue mich! Über den Besuch. Und die Ablenkung.“ Er sah fragend zu Ben. „Und was für Recherchen?“ Der Journalist verzog das Gesicht: „Nicht mehr heute. Lasst uns den Abend nicht verderben.“ Der Dämon nickte ihm zu. „Ok, wir reden morgen nach der Lesung.“ Muriel wirkte erleichtert, dass niemand ihr die eigenmächtige Aktion übelzunehmen schien. „So kommt ihr endlich mal in den Genuss, Crowley lesen zu hören“, sagte sie und strahlte Laura an. „In den Genuss sind wir schon oft gekommen“, korrigierte Ben mit einem lächelnden Blick zu Hannah. „In dieser Hinsicht sind wir die Profiteure einer besonderen Freundschaft“, er zwinkerte Crowley zu. „Aber wir freuen uns, mal einen der vielgerühmten Vorlese-Samstage in deinem Laden zu erleben.“ Laura stieß ihren Mann mit dem Ellenbogen an und schüttelte vielsagend den Kopf. „Bitte entschuldige, Erziraphael, natürlich ist es deine Buchhandlung“, korrigierte sich Ben. Der Engel winkte ab. „Muriel ist der Kopf hinter dem Erfolg dieser Aktion. Sie ist in diesem Laden die erste Buchhändlerin, die diese Bezeichnung zu Recht trägt.“
In der nächsten Stunde widmeten sie sich mit der gebührenden Aufmerksamkeit den köstlichen Mezze, die der Besuch mitgebracht hatte. Crowley bemerkte den belustigten Blick, den Ben und Laura miteinander tauschten, als Erziraphaels Begeisterung mit ihm durchging und sich in genussvollen Lauten ausdrückte, die man nur selten in größerer Gesellschaft zu hören bekam. Er legte dem Engel eine Hand auf den Oberschenkel und sah ihn eindringlich an, bis er begriffen hatte, worum es ging. Er errötete leicht, woraufhin Ben seine Frau noch einmal bedeutungsschwanger ansah, sich aber rücksichtsvoll das breite Grinsen verkniff, das in seinen Mundwinkeln darauf wartete, losgelassen zu werden. „Die habe ich gerollt!“, rief Hannah aufgeregt, als Erziraphael sich zwei gefüllte Weinblätter auf den Teller legte. Der Engel stutzte. „Ist das etwa alles selbstgemacht?“, fragte er. Laura nickte. „Ben und Hannah haben den ganzen Tag in der Küche gestanden, weil sie immer „nur noch einen Dip“ oder „wenigstens noch diese Spieße“ machen wollten. Sie legte ihrer Tochter lächelnd einen Arm um die Schulter. „Da hat jemand seine ganze Liebe hineingelegt.“ Erziraphael schaute erst Ben an und nickte ihm anerkennend zu, dann wandte er sich zu Hannah um und lobte: „Das ist alles sehr lecker und sieht wunderschön aus. Wie lange habt ihr für all das gebraucht?“ Das Mädchen sonnte sich in seinem Lob. Sie hielt ihm eins ihrer Händchen mit ausgestreckten Fingern vor die Nase. „Fünf Minuten?!“, fragte der Engel, sie bewusst missverstehend. „Neeeeiiiiin!“ Wieder zeigte sie ihm die fünf gespreizten Finger. „Doch nicht etwa fünf Stunden?“ Sie nickte zufrieden. Vor allem mit sich selbst. Er verstand, warum dieses Kind Crowley bezaubert hatte. Hannah war wirklich zuckersüß und ohne jeden Zweifel vergötterte sie den Dämon. „Das habt ihr super gemacht“, bedankte er sich bei dem Mädchen, um seine Aufmerksamkeit dann ihrem Vater zuzuwenden. „Du bist also der Koch in der Familie?“, fragte er, aber Ben schüttelte den Kopf. „Wir wechseln uns ab“, korrigierte er. „Aber für so etwas“, Laura zeigte auf die zahllosen Schüsselchen und Tellerchen vor sich, „fehlt mir jede Geduld.“ „Dafür sind Lauras Geflügelgerichte nicht zu toppen“, erklärte der Journalist. „Ich würde mir nie anmaßen, dieser Frau ein Zitronenhühnchen, Ente à l’orange oder ähnliche Klassiker vorzusetzen. Da könnte ich nur verlieren.“ Liebevoll beugte er sich zu ihr hinüber und küsste sie. Während der restlichen Mahlzeit wurden die einzelnen Leckerbissen vielleicht noch aufmerksamer gewürdigt als zuvor, aber als später am Abend alle ihre Teller von sich geschoben hatten, war immer noch Essen übrig. Bedauernd schaute Muriel auf die vielen Reste. „Das würde auch noch für morgen reichen. Hält sich das so lange?“ „Im Kühlschrank ganz sicher.“ Laura und der Engel standen auf, um die Reste für den nächsten Tag zu retten. „Möchte jemand einen Minztee oder einen Espresso?“ Auch Erziraphael war aufgestanden und sah fragend in die Runde. Nur wenig später servierte er fünf Espressi und für Hannah eine Kugel Eis in einem kleinen Glas Orangensaft.
Eine kurze Pause entstand, in die hinein Muriel plötzlich rief: „Die Hausaufgabe! Wir haben Arwens Hausaufgabe vergessen.“ Bei diesem Stichwort wurde Hannah munter, die während des Gesprächs der Erwachsenen schläfrig geworden war. „Ich habe schon alle gemacht. Mama hat gesagt, ich müsste sonst zuhause bleiben.“ Crowley drehte sich zu dem Mädchen um und sagte mit großem Ernst: „Das ist ein Glück für uns. Denkst du, du kannst uns dann bei unserer Aufgabe helfen?“ Laura hakte ein: „Wer gibt euch denn überhaupt Hausaufgaben und warum müsst ihr die heute Abend noch machen?“ In knappen Worten berichteten die Freunde von den Gesprächen mit der Halb-Dämonin und der Bildungslücke, die sie diagnostiziert hatte. Auch Ben und Laura amüsierten sich köstlich darüber, dass die drei überirdischen Wesen tatsächlich noch nie auf dieses Lied gestoßen waren. „Zu eurem Glück sitzt hier eine Expertin am Tisch, die euch dieses wichtige Kulturgut gerne näherbringen wird. Hannah, Schatz, sing doch bitte mal ‚Old MacDonald‘ für Anthony und seine Freunde.“ Crowley bat Muriel, die ausgedruckten Texte aus dem Drucker zu holen und sie legte sie vor ihn und Erziraphael hin und behielt das dritte Blatt in der Hand. „Ich vermute, ihr braucht die nicht?“ Sie sah zu Hannahs Eltern, die lachend verneinten. Die Kleine hatte sich vor das Grüppchen gestellt und wartete auf ihren Einsatz. Als Crowley ihr aufmunternd zunickte, begann sie mit Hingabe, wenn auch nicht mit besonderer Musikalität, zu singen: „Old MacDonald had a farm, E-I-E-I-O.“ Es folgten zahllose Strophen, sehr viel mehr als auf den von Crowley gedruckten Textblättern. Sie sangen jede einzelne mit, wurden mit jeder Strophe ausgelassener und vergaßen über all dem oink oink, moo-moo und woof-woof irgendwann tatsächlich Sorgen und Gefahren, genossen einfach die Gesellschaft der Freunde und alberten hemmungslos herum, bis Hannah auf Crowleys Schoß einschlief, auf den sie nach der dritten vollständigen Darbietung von ‚Old MacDonald‘ geklettert war. Ben und Laura ließen es sich nicht nehmen, mit abzudecken und aufzuräumen, bevor ihr Vater Hannah von Crowleys Schoß hob und die Freunde sich verabschiedeten.
„Arwen wird staunen, wie souverän wir das Lied beherrschen“, stellte Muriel fröhlich fest, bevor sie, Crowley und Erziraphael die Treppe hinaufstiegen und in ihren Schlafzimmern verschwanden. Der Dämon hatte auf die Krücken verzichtet, bedauerte das jedoch nach nicht einmal der Hälfte der Stufen. Er ließ sich nichts anmerken, aber als der Engel sagte: „Leg dich schonmal hin, ich möchte mir erst noch deinen Knöchel ansehen“, protestierte er nicht. „Du hast ihn heute wenig hochgelegt.“ „Stimmt wohl“, räumte der Dämon ein und ließ klaglos zu, dass Erziraphael nach seinem Fuß griff und mit Schmerzgel und Creme so lange Schmerzen und Verspannungen bearbeitete, bis sie sich ergeben hatten. Zu Beginn hatte er gefragt: „Willst du mir nicht währenddessen erzählen, wie du Hannah und ihre Eltern kennen gelernt hast?“ Zu seinem Erstaunen hatte Crowley abgelehnt. „Das ist eine lange Geschichte und sie eignet sich nicht als Abschluss für einen fröhlichen Abend“, wehrte er ab. „Aber wenn du sie hören willst, kann ich sie dir bald erzählen.“ Der Engel hatte nicht nachgefragt, seine Neugier war aber durch diese Antwort eher noch größer geworden. „Ich glaube, bald kannst du den Fuß wieder normal belasten“, verkündete er fröhlich, als er zum letzten Mal zärtlich über die Sohlen strich. Im nächsten Augenblick wurde ihm bewusst, was das bedeutete, und er wandte sich schnell ab, weil Crowley nicht sehen sollte, wie ihm die Tränen in die Augen schossen. Der Dämon musste die Tränen nicht sehen, um zu wissen, was los war. „Komm ins Bett“, flüsterte er, „komm in meine Arme.“