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Teil 12

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Teil 12

Puhhh... ich bin wirklich neugierig was ihr zu diesem Teil sagt. Bitte bitte lasst mich wissen was ihr von Sevs Aktion haltet... Und ich schaue das ich noch ein paar weitere Teile fertig mache.

In den tiefsten, am schärfsten bewachten Ebenen des Zaubereiministeriums war die Luft im Verhörraum zum Schneiden dick. Severus Snape und Lucius Malfoy saßen mit unbewegten Mienen den ranghöchsten Auroren gegenüber, während Sirius Black, immer noch bleich, aber mit trotzig erhobenem Haupt, auf seinem Stuhl verharrte. In der Mitte des Raumes lag der schwer verletzte, wimmernde Peter Pettigrew, dessen gebrochener Arm provisorisch magisch fixiert worden war.

Die Auroren schleuderten eine Anschuldigung nach der anderen gegen die Gruppe. Sie sprachen von illegalem Eindringen, Hochverrat und der Beihilfe zur Flucht eines Massenmörders. Doch Lucius Malfoy verteidigte das Bündnis mit einer eisigen, messerscharfen Eloquenz. Jedes juristische Argument der Beamten schmetterte er mit Leichtigkeit ab.

„Sie sprechen von Hochverrat?“, zischte Lucius, während er sich weit vorlehnte. „Wir haben Ihnen den wahren Schuldigen auf dem Silbertablett serviert, während Ihre Abteilung zwölf Jahre lang ein Phantom gejagt hat!“

Gerade als die Stimmung zu kippen drohte und der leitende Auror mit der Faust auf den Tisch schlagen wollte, flog die schwere Eisentür auf. Cornelius Fudge stürzte herein, das Gesicht schweißüberströmt, die Melone nervös in den Händen knetend. Er war soeben von seinem Außerhaustermin zurückgekehrt und hatte von dem Chaos in seinem Ministerium erfahren.

„Was bei Merlins Bart ist hier los?!“, rief Fudge panisch. „Malfoy? Snape? Und… bei allen Göttern, ist das Sirius Black?!“

Severus Snape ergriff das Wort. Mit monotoner, aber absolut unbarmherziger Präzision klärte er den Minister über die tatsächlichen Ereignisse auf. Er schilderte Pettigrews jahrelanges Versteckspiel als Animagus, seine Rolle beim Verrat an den Potters und die Tatsache, dass Black die ganze Zeit unschuldig gewesen war. Als Fudge ungläubig den Kopf schüttelte, holte Lucius die endgültigen, stichhaltigen Beweise hervor: die magisch aufgezeichnete Aussage unter dem modifizierten Veritaserum und Pettigrew selbst, dessen Identität durch einen einfachen Zauber der Auroren sofort bestätigt wurde.

Fudge konnte sich gegen diese erdrückende Beweislast nicht mehr wehren. Die Beweise waren so stichhaltig und unumstößlich, dass er sie unmöglich ignorieren oder vertuschen konnte – zu viele Auroren im Raum hatten die Wahrheit bereits mit eigenen Ohren gehört. Wenn er jetzt noch versuchte, die Sache unter den Teppich zu kehren, wäre seine politische Karriere augenblicklich beendet.

„Das… das verändert alles“, stammelte Fudge, das Gesicht aschfahl. Er richtete sich mühsam auf und sah zu den Beamten. „Auroren! Nehmen Sie Peter Pettigrew offiziell fest. Sichern Sie eine lückenlose, vollständige Aussage unter magischem Protokoll. Und löschen Sie den Haftbefehl gegen Sirius Black mit sofortiger Wirkung. Er ist ein freier Mann.“

Sirius Black hatte offiziell seinen Freispruch erreicht. Ein tiefes, ungläubiges Aufatmen ging durch seine Brust, während er Snape und Lucius einen Blick voller unendlicher Dankbarkeit zuwarf. Sie hatten das Unmögliche geschafft.

Fudge wischte sich den Schweiß von der Stirn, sichtlich bemüht, das Gesicht vor den mächtigen Männern zu wahren, die ihn gerade gerettet – und gleichzeitig in der Hand hatten. Er wandte sich mit einem nervösen, fast unterwürfigen Lächeln an die drei.

„Lucius, Severus… Mr. Black“, sagte der Minister mit brüchiger Stimme. „Das war ein… monumentales Missverständnis der Behörden. Ich denke, wir sollten die Details in einer angemesseneren Umgebung besprechen. Bitte, folgen Sie mir. Ich biete Ihnen einen heißen Tee in meinem Büro an.“

Während sie den Verhörraum verließen, wusste Snape, dass sie die erste Schlacht gewonnen hatten. Doch während sie zu Fudges Büro schritten, dachte er an die Jungen in seiner Wohnung, die nun schon seit Stunden Todesängste ausstanden. Sie mussten sich beeilen.

Hinter der schweren Eichentür des Ministerbüros nutzten Lucius Malfoy und Severus Snape die Situation beim Tee mit eiskalter Präzision aus. Während Cornelius Fudge zitternd in seinem Sessel saß, redeten die beiden Slytherins unablässig auf ihn ein. Sie überzeugten den ohnehin paranoiden Minister endgültig von Dumbledores Plänen der absoluten Machtergreifung.

„Er spielt ein falsches Spiel, Cornelius“, raunte Lucius und fixierte den Minister mit stechendem Blick. „Dumbledore manipuliert die Fäden im Hintergrund wie ein Puppenspieler. Er unterscheidet sich in seiner Gier nach Kontrolle kaum noch von Voldemort.“ Snape nickte finster und setzte den finalen Stoß: „Er hat es vor allem auf Ihren Platz abgesehen, Minister. Er will Sie stürzen, um sich selbst zum absoluten Herrscher und Präsidenten der Zaubererwelt zu krönen.“

Fudge war sichtlich am Boden zerstört. Er vergrub das Gesicht in den Händen, das Herz rasend vor politischer Todesangst.

Sirius Black nutzte die Gunst der Stunde. Er schlug mit der flachen Hand auf den Schreibtisch und forderte mit rauer Stimme das volle, alleinige Sorgerecht für Harry. Doch Fudge schüttelte resigniert den Kopf. „Ich kann nicht, Black! Ich darf es Ihnen gesetzlich nicht geben“, stammelte der Minister verzweifelt. „Das Gesetz besagt eindeutig, dass ein Mensch, der so lange unter Mordverdacht stand und gerade erst freigesprochen wurde, nicht sofort das alleinige Sorgerecht für ein Kind bekommen darf!“

Es entbrannte ein lauter, hitziger Streit. Sirius schrie, Fudge zeterte, und Lucius versuchte vergeblich, juristische Schlupflöcher zu finden. Die Minuten verrann unbarmherzig.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des ergebnislosen Brüllens wurde es Severus Snape endgültig zu blöd. Seine Gedanken waren die ganze Zeit bei den beiden verängstigten Jungen in seiner Wohnung, die seit Stunden Todesängste ausstanden. Er hielt das sinnlose Theater nicht mehr aus. Voller Wut über die zwei Streithähne sprang Snape auf, sodass sein Stuhl krachend nach hinten flog.

„ES REICHT!“, donnerte Snapes Stimme so laut durch den Raum, dass alle Anwesenden augenblicklich erstarrten. Snape atmete schwer, seine Augen blitzten vor purem Zorn, als er Fudge und Sirius anschrie: „Ich übernehme verdammt noch mal das Sorgerecht für Harry Potter, wenn wir dann endlich gehen können!“

Totenstille legte sich über das Büro. Alle Anwesenden starrten den Zaubertrankmeister mit extrem verwirrten Mienen an. Sirius klappte der Mund auf, Lucius hob überrascht die Brauen, und Fudge blinzelte fassungslos.

„Prüfen Sie das! Sofort!“, herrschte Snape den Minister an. Fudge, völlig eingeschüchtert von Snapes mörderischer Aura, rief hastig seinen Sekretär herein und ließ die Rechtslage auf die Schnelle prüfen. Nach wenigen bangen Minuten kam die Rückmeldung: Es war rechtlich absolut möglich. Snape war ein respektiertes Mitglied der Gesellschaft, Lehrer und dank Dumbledore auch frei von Vorstrafen.

Der jetzt völlig von sich selbst geschockte Tränkemeister erhielt das volle Sorgerecht für Harry Potter. Snape starrte starr auf den Schreibtisch, während sein eigener Verstand erst langsam begriff, was er da gerade in seiner Wut getan hatte. Er hatte soeben den Sohn von James Potter adoptiert.

Fudge fackelte nicht lange. Aus panischer Angst, Snape könnte es sich anders überlegen und den Dumbledore-Beweis doch noch gegen ihn verwenden, stellte der Minister auf die Schnelle die magischen Papiere aus. Er schob sie dem völlig überrumpelten Snape hin, der die Dokumente mechanisch und mit zitternder Feder unterschrieb.

Fudge drückte ihm die pergamentenen Urkunden hastig in die Hand, wischte sich den Schweiß ab und scheuchte die Gruppe regelrecht aus der Tür. „Hier! Nehmen Sie sie! Und jetzt gehen Sie nach Hause! Schützen Sie den Jungen vor Dumbledore!“

Wenig später traten die drei Männer an den Kamin des Ministeriums. In Snapes Tasche raschelte das offizielle Dokument, das Harrys Leben für immer verändern würde, während das Flohpulver die Flammen smaragdgrün aufleuchten ließ.

Die Tinte auf dem vergilbten Pergament schien im fahlen Kerzenlicht regelrecht zu tanzen. Harry und Draco saßen dicht aneinandergedrängt auf dem Teppich vor dem Sofa und starrten wie gebannt auf die Karte des Rumtreibers, die sie kurz zuvor heimlich aus Severus Snapes verschlossenem Schreibtisch gestohlen hatten. Die Angst hatte sie dazu getrieben; sie hielten die Ungewissheit einfach nicht mehr aus.

Während Draco mit fieberhaften Augen den Bereich um das Flohnetzwerk und die Geheimgänge absuchte, um zu sehen, ob Severus, sein Vater und Sirius endlich im Schloss auftauchten, fixierte Harry einen ganz bestimmten Punkt im siebten Stock.

Albus Dumbledore war schnellen Schrittes im Schloss unterwegs. Doch er wanderte nicht ziellos. Auf der Karte war deutlich zu erkennen, wie der Schulleiter an mehreren versteckten Eingängen des Schlosses haltmachte, die direkt zu den Ländereien hinausführten.

„Er plant etwas Neues, Malfoy“, flüsterte Harry mit brüchiger Stimme. „Siehst du das? Er öffnet die Barrieren.“

Wilde, schreckliche Gedanken schossen durch Harrys Kopf. Ließ Dumbledore wieder irgendwelche Kreaturen ins Schloss, um das Chaos perfekt zu machen? Oder zog er Harrys Festnahme am Ende jetzt sofort vor, mitten in der Nacht, sodass Severus und Lucius keine Chance mehr hatten, rechtzeitig zurückzukehren und ihn zu retten? Wusste der Schulleiter etwa, dass die beiden Männer gerade nicht im Schloss waren und Harry völlig ungeschützt in den Kerkern saß?

Die nackte, unkontrollierbare Panik ergriff Harry mit voller Wucht. Sein Herz hämmerte so heftig gegen seine Rippen, dass es schmerzte. Ein krampfartiger Würgereiz schüttelte seinen schmächtigen Körper, und ihm wurde so elendsschlecht, dass er sich erneut mitten im Raum heftig übergeben musste.

Draco sprang erschrocken auf. „Potter! Reiß dich—“ Doch das Wort erstarb dem Slytherin im Hals, als er auf die Karte blickte.

Dumbledore hatte die Gründe wieder betreten. Doch er war nicht mehr allein. Direkt hinter dem Punkt des Schulleiters bewegten sich mindestens zehn dem Schloss völlig unbekannte Namen. Und diese Gruppe bewegte sich mit rasanter, unbarmherziger Geschwindigkeit die Treppen hinab – geradewegs zu ihnen in die Kerker.

„Sie kommen…“, krächzte Harry. Er wollte aufstehen, wollte seinen Zauberstab ziehen, doch sein Sichtfeld begann sich schwarz zu umranden. Der extrem hohe Stress der letzten Tage, der Schlafmangel und die Todesangst vor Askaban waren zu viel für seinen geschwächten Geist. Sein Körper zog die Notbremse, um ihn vor den psychischen Auswirkungen zu schützen: Harry brach mitten im Raum zusammen und wurde ohnmächtig.

Draco stieß einen panischen Schrei aus, warf sich neben Harry auf den Boden und rüttelte verzweifelt an seinen Schultern. „Harry! Wach auf! Verdammt, Potter, wach auf! Sie sind gleich an der Tür!“

Es waren nur noch wenige Minuten, bis Dumbledore und seine unbekannten Häscher die Wohnung erreichen würden. Und genau in diesem Moment der absoluten Katastrophe fingen die Flammen im Kamin plötzlich an, wild und smaragdgrün aufzupeitschen.

In genau diesem Moment der absoluten Katastrophe peitschten die Flammen im Kamin smaragdgrün auf, und Severus, Lucius und Sirius brachen aus dem Flohnetzwerk mitten in das Wohnzimmer. Die drei Männer erfassten die angespannte Situation in Bruchteilen einer Sekunde.

Draco stürzte sofort auf sie zu und hielt seinem Vater und Snape mit zitternden Händen die gestohlene Karte entgegen. Severus’ Augen verengten sich zu Schlitzen, als er die herannahende Bedrohung – Dumbledore und die zehn unbekannten Gestalten direkt vor seiner Tür – auf dem Pergament erkannte. Ohne ein Wort zu verlieren, ging Snape neben dem reglosen Gryffindor auf die Knie, legte zwei Finger an Harrys Halsschlagader und überprüfte schnell und geübt seine Lebenszeichen.

„Er steht unter Schock. Reiner psychischer Selbstschutz“, stellte Severus mit gepresster Stimme fest. Lucius Malfoy, dessen aristokratische Kälte in den Kampfmodus umschaltete, hob den Zauberstab. Er levitierte den leichten Körper des Jungen behutsam auf eines der Sofas und entfernte mit einem schnellen Tergeo das Erbrochene vom Teppich. Sirius Black stürzte sofort vor, setzte sich dicht zu seinem Patensohn und kümmerte sich voller Sorge um den zitternden, ohnmächtigen Jungen.

Dann erschallte ein ohrenbetäubender Lärm. Es knallte mehrfach mit magischer Wucht gegen die schwere Wohnungstür, sodass die steinernen Wände der Kerker vibrierten. Alle sahen erschrocken auf.

Severus, Lucius und auch Draco zogen synchron ihre Zauberstäbe und richteten sie auf das noch geschlossene, im Schloss erzitternde Holz.

„Severus! Öffnen Sie augenblicklich diese Tür und geben Sie Sirius Black heraus!“, dröhnte Albus Dumbledores Stimme, durch einen mächtigen Sonorus-Zauber magisch verstärkt, durch die Gemächer.

Der Schulleiter wusste also, dass Black hier war. Doch wusste er auch, dass Harry sich in Snapes Wohnung befand? Severus fackelte nicht lange. Er packte den ohnmächtigen Harry, hob ihn mühelos in die Arme und eilte in sein angrenzendes Schlafzimmer. Er bettete den Jungen auf die dunkle Decke, zog den seidigen Tarnumhang aus Harrys Tasche und warf ihn schützend über den Körper seines frischgebackenen Adoptivsohns. Unter dem unsichtbaren Stoff war Harry vollkommen verborgen. Mehr konnte Severus auf die Schnelle nicht tun, um ihn vor den Augen des Schulleiters zu verbergen.

Ihm war völlig klar, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis Dumbledore mit seiner Truppe die Tür durchbrechen würde. Mit wehendem Umhang trat Snape zurück in den Salon, baute sich neben Lucius auf und erhob erneut seinen Zauberstab.

Mit einem ohrenbetäubenden Knall gab die Tür schließlich nach. Eine massive, gleißende Explosion zerfetzte die hölzerne Barriere, und noch im selben Moment lösten sich die herumfliegenden Splitter durch Dumbledores mächtige Magie sauber in Luft auf, sodass niemand verletzt wurde.

Dichter, grauer Rauch quoll in das Wohnzimmer. Eine Sekunde lang herrschte Totenstille, in der nur das schwere Atmen der Verteidiger zu hören war. Dann teilte sich der Qualm.

„Guten Abend Severus, Lucius und Draco“, sagte Albus Dumbledore mit einer Stimme, die vor kühler, unerschütterlicher Autorität bebte, während er mit erhobenem, mächtigem Zauberstab aus der Rauchwolke trat. Hinter ihm im Korridor zeichneten sich die düsteren Silhouetten von zehn kampfbereiten, stummen Zauberern ab. Das finale psychologische und magische Duell um Hogwarts hatte begonnen.

Und?????