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Teil 13

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Teil 13

Weiter gehts, es bleibt spannend :-))

Severus Snape handelte in Sekundenbruchteilen. Mit zwei kaum merklichen, blitzschnellen Bewegungen seines Zauberstabs unterdrückte er das Aufleuchten der Magie und duplizierte die offiziellen Adoptionspapiere von Harry sowie den Freispruch von Sirius Black. Dem Schulleiter die Originale zu präsentieren, wäre purer Irrsinn gewesen – Dumbledore hätte sie ohne zu zögern zu Asche verbrannt, um seine absolute Kontrolle zu wahren.

Die Duplikate fest in der linken Hand, trat Severus dem mächtigen Magier mit wehendem Umhang entgegen. Er baute sich wie ein menschlicher Schild auf und ließ Lucius, Draco und Sirius beschützend hinter sich. Seine scharfen Augen entgingen nicht, dass Dumbledores Blick für den Bruchteil einer Sekunde einfror, als er erkannte, dass Sirius rasiert, ordentlich gekleidet und völlig frei von magischen Fesseln im Raum stand.

„Es ist aus, alter Mann. Black ist rechtskräftig freigesprochen, und du hast absolut keine Kontrolle mehr über ihn“, zischte Snape mit einer schneidend scharfen Stimme, die das gesamte Zimmer erbeben ließ.

Er hielt Dumbledore das duplizierte Dokument des Zaubereiministeriums entgegen. Wie nicht anders zu erwarten, zuckte Dumbledores Zauberstab, und das Pergament ging in Severus’ Hand augenblicklich in hellen, magischen Flammen auf.

Ein eiskalter, mörderischer Zorn flammte in Snape auf. Er fackelte nicht lange, schwang seinen Stab im Kreis und fertigte augenblicklich ein weiteres Duplikat an. Mit einem harten Stoßzauber schleuderte er es nach vorn, wo es wie ein magischer Heuler direkt vor Dumbledores Gesicht schwebte, sich lautstark entfaltete und den offiziellen Freispruch des Ministers Cornelius Fudge mit donnernder Stimme vorlas.

Hinter dem Schulleiter breitete sich Unruhe aus. Die Entschlossenheit der zehn Männer geriet spürbar ins Schwanken, als sie die offizielle ministerielle Stimme hörten. Doch es fehlte noch einiges, um sie komplett umzustimmen und zum Rückzug zu zwingen.

Lucius Malfoy trat einen eleganten Schritt vor, seine Augen zu Schlitzen verengt. Er musterte die Gestalten im Korridor ganz genau. Lucius war sich absolut sicher, dass es sich bei diesen Zauberern nicht um Auroren handelte. Seine feine Spürnase und seine Erfahrung auf der dunklen Seite ließen ihn die Wahrheit erkennen: Er meinte, an dem unruhigen Atmen und dem raubtierhaften Geruch einige Werwölfe unter ihnen zu identifizieren. Dumbledore hatte also schon wieder die Bestien ins Schloss gelassen, um seine Macht mit roher Gewalt zu sichern.

Ein gefährliches, kaltes Lächeln stahl sich auf Lucius' Gesicht. Er hob seinen silbernen Gehstock und fixierte den Schulleiter. „Als Vorsitzender des Schulrates von Hogwarts, Albus, erkläre ich deine Amtszeit hier und jetzt für beendet“, sprach Lucius mit aristokratischer Abscheu. „Werwölfe als Privatarmee in eine Schule voller Kinder zu schleusen, ist dein endgültiger Untergang. Ich werde dafür sorgen, dass du nie wieder auch nur einen Fuß in diese Institution setzt.“

Dumbledores kaltes Lächeln gefror nicht einmal, als er Lucius’ Drohung hörte. Er tat sie mit einer hochmütigen Handbewegung ab. „Du kannst gar nichts tun, Malfoy, wenn du es nicht einmal lebend bis ins Ministerium schaffst. Ich nehme dich hiermit wegen Hochverrats und fortlaufender Mitgliedschaft bei den Todessern fest und werde dich persönlich dem Minister übergeben. Ergreift ihn!“

Doch noch bevor die finsteren Gestalten im Korridor auch nur einen Schritt hinter dem Schulleiter hervortreten konnten, geschah das Unfassbare. Ein ohrenbetäubendes, melodisches Summen erfüllte die Luft, und ein massiver, schimmernder Schildwall manifestierte sich im Raum. Die Barriere war so mächtig, dass die Steine der Kerker vibrierten. Erst legte sich die gleißende Kuppel schützend um Lucius, dann breitete sie sich blitzschnell aus und schloss auch Draco und Severus ein.

Erschrocken über die Quelle dieses unglaublich starken Zaubers wirbelten die drei Slytherins herum.

Dort, im Rahmen der Schlafzimmertür, stand Harry. Er war scheinbar gerade erst aus seiner Ohnmacht erwacht, wirkte totenblass, doch seine Augen brannten vor unbändiger Entschlossenheit. Er hielt seinen Zauberstab schräg hinter Severus mit beiden Händen umklammert, während sein ganzer Arm unter der enormen Last des mächtigen Schildes immer stärker zu zittern begann. Dieser Zauber kostete ihn unendlich viel magische Kraft.

„Was macht Harry hier in deinen Gemächern?!“, brüllte der Schulleiter, als er den Jungen im schimmernden Licht der Barriere erkannte. Seine gütige Maske war vollständig verrutscht. „Harry! Komm sofort hierher! Ich bringe dich in deinen Turm zurück. Du brauchst keine Angst mehr vor diesen gewalttätigen Todessern zu haben!“ Er winkte den Jungen mit einer herrischen Geste zu sich, doch Harry reagierte nicht.

Harrys Blick war starr auf etwas gerichtet, das zwischen ihm und dem Tränkemeister schimmerte. Eine weiße, durchscheinende Linie aus reinem magischem Licht trat direkt aus Harrys Brust aus und verband ihn fest mit Severus’ Brust – exakt auf der Höhe ihrer schlagenden Herzen. Das uralte Blutband der Adoption war durch Harrys mächtigen Schutzinstinkt sichtbar geworden.

„Was bedeutet das, Professor Snape?“, fragte Harry mit brüchiger, aber ehrlicher Stimme, während er die Linie anstarrte.

Severus Snape sah ihn nur erschrocken und zutiefst bewegt an, unfähig, sofort zu antworten.

„Das hast du nicht getan!“, brüllte nun wiederum Dumbledore. Er verlor völlig die Beherrschung und schlug mit dem Elderstab heftig gegen den Schild. Funken sprühten, doch der Schild hielt absolut erfolglos stand. „Du hast den Bengel adoptiert! Das werde ich nicht akzeptieren! Harry gehört mir! Ich bin sein magischer Vormund, und ich werde ihn dazu formen, den Dunklen Lord zu besiegen!“

Doch Severus Snape fing sich, blickte auf den tobenden Schulleiter und grinste nur noch spöttisch und voller Triumph.

„Harry Potter ist jetzt mein Sohn, Albus. Und du kannst absolut nichts mehr daran ändern“, entgegnete Snape mit einer Stimme, die vor Genugtuung bebte. „Das Ministerium hat die Papiere gesiegelt. Ich bin sein Vormund und ich entscheide ab heute, dass er sich in Zukunft auf seine Schule, seine Freunde und seine voranschreitende Jugend konzentriert – und auf sonst nichts. Deine Schachfigur hat das Brett verlassen.“

„Du verkümmertes, einsames Subjekt! Ich werde dich zerstören und mir dann nehmen, was mir zusteht!“, zischte Dumbledore mit hasserfüllter Stimme.

Doch während die Verteidiger hinter dem zitternden Schild den Schulleiter weiter finster ansah, bemerkte Draco es als Erster. Ein ungläubiges Flüstern entwich den Lippen des jungen Slytherins. Keiner von ihnen hatte im Eifer des Gefechts bemerkt, dass Dumbledore ihnen nun völlig allein gegenüberstand.

Der Heuler, der draußen im Korridor immer noch Fudges offizielle Stimme und Sirius’ Freispruch verkündete, hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Die vermeintlichen Werwölfe, die Dumbledore als Privatarmee eingeschleust hatte, hatten panische Angst vor einer Entdeckung durch das Ministerium bekommen. Sie waren klammheimlich geflohen und im Dunkeln der Kerker verschwunden. Dumbledores Armee war zerfallen – er hatte keine Zeugen und keine Helfer mehr.

Lucius Malfoy zögerte keine Sekunde, als er sah, dass Dumbledores Handlanger das Weite gesucht hatten. Mit einer fließenden Bewegung wirbelte er herum, packte Draco am Arm und warf eine Handvoll Flohpulver in die smaragdgrünen Flammen. „Haltet durch, Severus!“, rief er noch, bevor er und Draco mit einem lauten Zischen im Kamin verschwanden.

Lucius’ Plan war absolut riskant, aber genial: Er nutzte die Flucht der Werwölfe, um durch das Flohnetzwerk direkt ins Ministerium zu reisen, die Auroren und den Schulrat über Dumbledores illegalen Angriff zu informieren und sie sofort ins Schloss zu lotsen. Zum Glück würde dieser Bürokratie-Sprint dank Fudges akuter Paranoia nur wenige Minuten dauern.

In Snapes zertrümmertem Wohnzimmer begann unterdessen ein brutales psychologisches Duell. Severus Snape stand wie ein Fels in der Brandung direkt vor dem schimmernden Schild wall, während Sirius Black sich schützend hinter Harry stellte, um den zitternden Jungen zu stützen.

Dumbledore spuckte Gift und Galle. Er blickte mit einem gehässigen, hasserfüllten Lächeln auf den Tränkemeister hinab. „Siehst du das, Severus?“, verhöhnte Dumbledore ihn mit eiskalter, spöttischer Stimme. „Deine feigen Verbündeten fliehen vor mir. Lucius Malfoy rettet nur seine eigene Haut, genau wie er es immer tut. Und du? Du bist nicht besser als er. Ein jämmerlicher Schullehrer, der sich hinter dem Rockzipfel eines elfjährigen Kindes verstecken muss! Du lässt dich von einem kleinen Jungen schützen, weil deine eigene Magie nicht ausreicht, um mir die Stirn zu bieten!“

Snape erwiderte nichts. Er hielt den Blick des Mannes starr gefangen, doch seine Sorge galt einzig und allein dem Jungen hinter ihm.

Harrys Kräfte schwanden rasant. Seine Knie schlotterten, der Schweiß rann ihm in dicken Tropfen von der Stirn und sein Zauberstab vibrierte gefährlich. Der mächtige Schild wall flackerte heftig, warf sichtbare Risse und zitterte unter Dumbledores unaufhörlichem magischen Druck. Harrys Arm drohte jeden Moment, endgültig einzubrechen. Die weiße Linie des Adoptionsbandes zwischen ihm und Severus pulsierte in einem unruhigen, schwachen Takt.

„Nur noch ein bisschen, Harry… halt durch…“, flüsterte Sirius verzweifelt und legte seine Hände auf Harrys Schultern, um ihm seine verbliebene Energie zu leihen.

Genau in der Sekunde, als der Schild mit einem gläsernen Knacken endgültig zu zerbersten drohte, peitschte das Kaminfeuer erneut explosionsartig auf.

Lucius Malfoy war zurück! Mit wehendem Umhang stürzte er aus den Flammen, stürmte mitten in den Raum und tauchte blitzschnell wieder in den schützenden Radius von Harrys schwächer werdendem Zauber ein. Ohne ein Wort zu verlieren, hob Lucius seinen silbernen Gehstock, richtete ihn auf die schimmernde Kuppel und speiste seine eigene, mächtige Magie in die Barriere ein, um Harry den Zauber aufrechtzuerhalten. Der Riss im Schild schloss sich mit einem hellen Summen, und das schimmernde Licht stabilisierte sich im letzten Moment.

Aus dem Korridor draußen ertönte bereits das dumpfe, unaufhaltsame Echo von Dutzenden rennenden Stiefeln. Das schwere Klirren von Auroren-Ausrüstung hallte durch die steinernen Gänge der Kerker.

Lucius blickte Dumbledore mit einem triumphierenden, eiskalten Lächeln direkt in die Augen. „Gleich, Albus“, zischte Lucius, während seine Magie den Schild nährte. „Gleich wird dieser Raum zum Bersten voll von Auroren und dem gesamten Schulbeirat sein. Gleich! Und dann wirst du erklären müssen, warum der Schulleiter von Hogwarts nachts die Wohnung eines Lehrers stürmt.“

Dumbledores gütige Maske war nun endgültig vollständig zertrümmert. Erschrocken und mit völlig entgleisten Gesichtszügen wandte sich der Schulleiter um und blickte in den Korridor, wo sich ihm eine überwältigende Übermacht an brennenden Zauberstäben entgegenstellte. Man sah deutlich, wie das Zahnradwerk in seinem Kopf rasant arbeitete, die Optionen abwog – und wie er schließlich blitzschnell beschloss, zu fliehen.

Mit einem lauten, peitschenden Knall, der wie ein Peitschenhieb durch die Kerker hallte, hatte sich Dumbledore in Luft aufgelöst, noch bevor die ersten Auroren den Raum überhaupt richtig betreten konnten. Er hatte die Apparier-Sperre des Schlosses mit seiner eigenen, phänomenalen Magie einfach ausgehebelt.

Im nächsten Moment stürmten die Auroren mit gezogenen Zauberstäben in Severus' zertrümmerte Wohnung. Ein paar Augenblicke später stapfte auch ein sichtlich mitgenommener, keuchender Cornelius Fudge in den Raum – genau in dem Sekundenbruchteil, als Harrys Kräfte vollständig versagten und der gigantische Schutzschild endgültig erlosch.

Harry brach erschöpft in Sirius' Armen zusammen. Fürsorglich und mit Tränen der Erleichterung in den Augen fing der frisch freigesprochene Pate den Jungen auf. Er hob ihn behutsam hoch, trug ihn zum Sofa und bettete den vollkommen ausgelaugten Gryffindor sanft auf seinem Schoß, während er ihm beruhigend über die Stirn strich. Harry war sicher.

Fudge reagierte sofort auf Dumbledores Flucht. Mit zitternder, aber lauter Stimme schickte er die Hälfte der Auroren los, um das gesamte Schloss und die Ländereien nach dem nun offiziell ehemaligen Schulleiter zu durchsuchen.

Gleichzeitig weckten Mitglieder des Schulbeirats die stellvertretende Schulleiterin Minerva McGonagall aus dem Bett. Noch im Nachthemd wurde die sichtlich verwirrte Hauslehrerin der Gryffindors von Lucius Malfoy und den Räten im Korridor abgefangen und auf der Stelle zur kommissarischen Schulleiterin von Hogwarts ernannt, da Albus Dumbledore ab sofort als flüchtiger Verbrecher galt.

Minerva stand der Schock ins Gesicht geschrieben, als sie die Verwüstung in Snapes Wohnung betrachtete. Doch der größte Knall des Abends sollte erst noch kommen. Als Lucius Malfoy ihr mit kühler, geschäftsmäßiger Miene die frisch gesiegelten Dokumente des Ministeriums unter die Nase hielt und sie erfuhr, dass Severus Snape vor wenigen Stunden die offizielle und volle Adoption für Harry Potter übernommen hatte, fiel sie fast von ihrem hastig herbeigezauberten Stuhl.

Sie starrte den Tränkemeister mit offenem Mund an, während Severus, der immer noch reichlich geschockt über seine eigene Spontanität war, nur düster und trotzig ihren Blick erwiderte. Die alte Ordnung in Hogwarts war in dieser Nacht unwiderruflich in Schutt und Asche gelegt worden.

Lang wird es sicher nicht mehr dauern bis die Geschichte fertig ist. Dann wird es wieder mit Seelenmagie weiter gehen. Entschuldigt bitte, aber im Moment kann ich mich nur auf eine Geschichte konzentrieren.

Ich hoffe wirklich sehr das sie euch gefällt.