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Ein erster Schritt

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Ein erster Schritt

Wieder geht es weiter.

Ich wünsche euch allen frohe Ostern. Ich muss leider arbeiten aber was ich schaffe bringe ich online.

Viel Spaß!

Danny war sich nicht sicher was er jetzt tun sollte. Alex war im Haus verschwunden und Eliza starrte noch immer auf die Tür wo ihre Tochter gerade verschwunden war. Schließlich schlug sie die Augen nieder und ließ sich auf eine der steinernen Sitzbänke des Gartens sinken.

Danny fühlte sich ziemlich unwohl und dachte darüber nach Alex zu folgen.

Schließlich jedoch flüsterte Eliza: „Meine eigene Tochter vertraut mir nicht. Was....was soll ich jetzt machen?“

Die Frage traf Danny wie ein Schlag. Was sollte er jetzt bitte sagen?

Eliza indes sprach weiter:

„Denkst du ich sollte mit ihr reden? Ich meine.....“

Danny fühlte sich mit jedem Wort seiner Tante mehr und mehr in die Enge getrieben. Was sollte er denn bitte dazu sagen. Was wusste er bitte davon wie Eltern mit ihren Kindern umgehen sollten?

Er hatte immer die Verantwortung übernommen wenn seine Freunde ihn zu ihrem Sprecher machten. Danny hielt sich selbst auch für etwas reifer als die meisten seiner Altersgenossen. Er war in einem Waisenhaus aufgewachsen und hatte gelernt sich um sich selbst zu kümmern. Das hatten die Schwestern auch von den Waisenkindern gefordert. Sie hatten die Kinder immer daran erinnert, das ihnen das Sicherheitsnetz einer Familie fehlte.

Unter diesem Druck lernte man sich so auszudrücken, dass Erwachsene einen ernst nahmen aber diese Situation mit seiner Tante ging jetzt zu weit.

„Ich weiß nicht was ich dir raten soll Tante Eliza.“ unterbrach er daher schließlich. „Ich meine...kuck mich an: Ich bin Vierzehn! Was weiß ich denn darüber wie du mit deiner Tochter reden sollst. Tante Eliza,.... ich bin nicht mein Vater!“

Während er sprach hatte sich bei Danny ein immer größerer werdender innerer Druck aufgebaut. Er hielt es im Garten nicht mehr aus und ging Richtung Haus davon.

Der Druck jedoch blieb. Er konnte den Blick seiner Tante in seinem Rücken förmlich spüren. Kaum hatte er die Tür passiert die ins Haus führte da lehnte er sich an die Wand und atmete erst einige Male tief durch.

Irgendwie fühlte er sich fruchtbar. Es war ja nicht so, dass er seiner Tante nicht helfen wollte, er....

„Das hast du richtig gemacht Danny.“ Taros Stimme schnitte durch die aufgepeitschten Gedanken des Vierzehnjährigen.

Der alte Japaner trat zu seinem Neffen und lehnte sich an die gegenüberliegende Wand.

„Ich wollte sie so nicht stehen lassen.“ meinte Danny entschuldigend. „Ich wusste nur nicht.....“

Taro hab die Hand und unterbrach damit Dannys Erklärungen.

„Du hast richtig gehandelt.“ wiederholte Taro.

Er legte Danny die Hand auf die Schulter und gemeinsam gingen sie die Treppe hinauf die in den Wohnbereich des Hauses führte.

„Danny, erinnerst du dich als wir mit deiner Tante im Ministerium gesprochen haben?“

Danny nickte.

„Ich habe Eliza gesagt, dass sie sich von ihrem Bruder hat beschützen lassen.“ erklärte Taro. „Und so war es auch. Danny, du weißt wie gut dein Vater und ich befreundet waren und ich will sein Andenken ehren aber auch er hat Fehler gemacht.“

„Du meinst es war ein Fehler, dass er meiner Tante geholfen hat?“ wollte Danny wissen.

Taro schüttelte den Kopf.

„Nicht das er ihr geholfen hat.“ erklärte Taro. „Sondern die Art wie er es angefasst hat. Danny, ich kenne da ein Sprichwort: Gib einem hungrigen Mann einen Fisch und er hat zu Essen für einen Tag. Bring ihm bei wie man fischt und er hat zu Essen fürs ganze Leben. Verstehst du? Es geht um Selbständigkeit! Dein Vater hatte immer einen Fisch für deine Tante aber sie hat nie gelernt zu fischen. Und die Konsequenzen sehen wir in dieser ganzen Situation. Sie hat sich nie gegen ihren Vater gewehrt und deshalb hatte er die Macht ihr ganzes Leben zu vernichten. Und das waren nicht die einzigen Folgen ihrer Weigerung sich zu wehr zu setzen.“

„Die Situation mit Alex.“ erkannte Danny. „Wenn sie den Mund aufgemacht hätte als mein Großvater Stimmung gegen den „Verfall der Familie“ gemacht hat, dann....“

„Hätte Alex nicht das Vertrauen in ihre Mutter verloren und sich ihr anvertraut..“ vollendete Taro und meinte dann: „Danny, das Leben, das wir führen ist immer die Folge der Entscheidungen die wir treffen. Eliza muss lernen bessere Entscheidungen zu treffen. Gerade ist sie in ein altes Muster zurückgefallen. Sie hat sich an dich gewandt um ihr zu sagen was sie tun soll. Sie wollte Erziehungsratschläge von ihrem vierzehnjährigen Neffen! Danny, wenn du dich nicht selbst aus dieser Situation befreit hättest, wäre ich dazwischen gegangen. Ich habe Eliza gesagt, dass ich nicht zulassen werde, dass sie dich zu ihrem Beschützer macht und gerade hat sie genau das versucht.“

Taro blieb stehen und brachte Danny dazu ihn direkt anzusehen.

„Du musst dich nicht schuldig fühlen Danny. Du hast das Richtige getan. Dein Tante ist kein hilfloses Kind. Sie ist eine erwachsene Frau und hat selbst zwei Kinder. Sie muss selbst herausfinden wie sie die Beziehung zu ihrer Tochter kitten kann.“

Danny dachte einen Moment darüber nach. Taros Zuspruch hatte ihm gut getan. Schließlich nickte er.

„Ok.“ meinte er. „Danke Onkel Taro. Aber Alex will ich etwas helfen. Ich denke, ich seh mich mal im Mag-Web für sie um.“

„Oh?“ fragte Taro lächelnd. „Welche Informationen suchst du denn?“

„Als Alex mir von ihrer Freundin erzählt hat, hatte ich die Idee, dass man Jenna doch einladen könnte als Austauschschülerin nach Hogwarts zu kommen. Ich will sehen ob ich ein paar Infos darüber finde was dafür nötig wäre.“

„Sehr gute Idee.“ lächelte Taro und klopfte Danny aufmunternd über die Schulter.

Wenig später näherte sich Danny Alex Zimmertür. Er hatte tatsächlich einiges herausgefunden und war sich ziemlich sicher, dass es Alex freuen würde. Wenn Jenna wirklich Lust hatte ein Jahr auf Hogwarts zu verbringen stand dem überraschend wenig im Weg.

Vor der Tür zu Alex Zimmer angekommen zögerte Danny kurz, dann klopfte er vorsichtig an.

„Wer ist da?“ fragte Alex Stimme.

„Ich bins!“ antwortete er.

Schritte erklangen, das Schloss der Tür klickte und die Tür wurde geöffnet.

Alex wirkte angegriffen als sie Danny eintreten ließ. Sie warf Danny ein müdes Lächeln zu und warf sich auf ihr Bett während Danny sich den Stuhl von Alex Schreibtisch heranzog.

„War hart für dich, oder?“ fragte er.

Alex Augen glänzten feucht als sie nickte.

„Ich hasse es wenn sie so schleimt.“ flüsterte Alex während sie an die Decke starrte. „Es...es tut einfach weh! Sie tut so als ob alles was in den letzten Wochen passiert ist.....“

Alex hob hilflos die Hände.

„Ich versteh warum dich das nervt.“ brummte Danny. „Vielleicht heitert dich das etwas auf.“

Er reichte Alex einige Seiten die eine selbstschreibende Feder für ihn aus dem Mag-Web abgeschrieben hatte.

„Was ist das?“ fragte Alex.

„Infos über Schüleraustausch auf Hogwarts.“ grinste Danny. „Falls Jenna Interesse hat.....“

Zum ersten mal seit Danny das Zimmer betreten hatte lächelte Alex dankbar.

„Das ist so lieb von dir.“ meinte sie.

„Hey ich hab selbst ne Freundin.“ meinte Danny. „Wenn ich auf der anderen Seite des Planten festsitzen würde......“

Danny hob nur die Hände.

„Spricht übrigens überraschend wenig dagegen, dass sie ein Jahr auf Hogwarts verbringt.“ meinte er schließlich.

„Ich hab mal gehört Schüleraustausch sei teuer.“ hielt Alex dagegen und überflog die Infos die Danny ihr gegeben hatte.

„Nicht mehr.“ grinste Danny. „Da kannst du dich bei McGonagall bedanken. Sie ist echt für internationalen Austausch. Deshalb hat sie bei unseren Schulräten durchgesetzt, dass die Kosten abgeschafft werden. Ein Austauschschüler muss sich nur das Schulmaterial selbst besorgen und Jenna braucht eine Gastfamilie. Also Ansprechpartner wenn es Probleme gibt und Leute bei denen sie wohnen kann während der Ferien.“

„Könnte sie....“ hob Alex an.

„Hier wohnen?“ fragte Danny grinsend. „Ich seh keinen Grund warum das nicht möglich sein sollte. Platz haben wir genug und Onkel Taro ist sicher an Bord.“

„Ich glaub ich muss mir deine Eule nochmal leihen.“ strahlte Alex nun.

„Speedy wird sich freuen.“

Noch bevor die beiden Teenager weitere Pläne schmieden konnten klopfte es erneut an der Tür.

Alex gab dem Unbekannten die Erlaubnis einzutreten. Danny konnte auf dem Gesicht seiner Cousine ablesen wie sich Alex gute Laune beim Anblick ihrer Mutter augenblicklich wieder in Luft auflöste.

„Tut mir leid euch zu stören aber..... Mr Isurgi hat über das Mag-Web eine Posteule angefordert. Hast du deine Zeugnisse rausgelegt Alex.“

Danny war erleichtert, dass seine Tante zumindest auf den heiteren Plauderton verzichtete aber als eine wirkliche Verbesserung war der unsichere, neutrale Tonfall den Eliza Danvers nun wählte auch nicht.

Wortlos deutete Alex auf den Schreibtisch hinter Danny. Dort lagen wirklich einige amtlich wirkende Dokumente.

Eliza nickte und brachte ein nervöses Lächeln zustande. Eilig klaubte sie die Unterlagen zusammen und trat wieder auf die Tür zu. Mit der Hand am Türknauf verharrte sie.

Bisher hatte Eliza es regelrecht vermieden ihre Tochter direkt anzusehen. Nun tat sie es zum ersten Mal.

Alex erwiderte den Blick.

Danny wusste nicht wie er bewerten sollte was zwischen Mutter und Tochter gerade vorging. Als „lautlosen Kampf wollte er es nicht bezeichnen. Weder Alex noch Eliza schienen streiten zu wollen. Alex schien etwas von iher Mutter zu erwarten. Etwas flehendes lag in ihrem Blick.

Eliza öffnete den Mund als wolle sie etwas sagen doch es blieb still. Sie brachte kein Wort heraus.

Sie öffnete die Tür und verließ das Zimmer.

Danny wäre am liebsten aufgesprungen und hätte seine Tante zurück geholt aber er hielt sich an das was sein Onkel gesagt hatte: Diese Schlacht musste Eliza Danvers selbst schlagen.

Der Anblick von Alex zeigte allerdings, dass seine Tante hier eine weitere Niederlage eingefahren hatte.

Dannys Cousine hatte den Kopf in den Nacken gelegt und ihre Augen glänzten feucht.

„Nicht was du wolltest, oder?“ fragte er.

Alex hob hilflos die Schultern.

„Danny, ich weiß im Grunde gar nicht was ich will.“ gestand sie.

„Immerhin nicht dieser Alles-ist-gut-Ton.“ brummte Danny.

„Stimmt.“ seufzte Alex. „Aber im Grunde ist es doch das selbe wie vorher. Sie drückt sich! Entweder mit dieser.....wie hast du es genannt? Alles-ist-gut-Ton?“

„Ich versteh was du meinst.“ sagte Danny. „Der Alles-ist-gut-Ton war ein Versuch sich eurem Problem nicht zu stellen und jetzt sagt sie eben gar nichts mehr.“

„Vielleicht hat sie ihrer „falsch gepolten Tochter“ nichts mehr zu sagen.“ meinte Alex bitter.

„Sorry das zu sagen aber jetzt redest du Quatsch.“ meinte Danny.

Fast hoffnungsvoll sah Alex zu ihm auf.

„Alex....Deine Mum hat sich noch nie in ihrem Leben gegen ihren Vater gewehrt.“ erklärte Danny. „Erst für dich und deine Schwester! Alex....ich will dich jetzt nicht hängen lassen. Deshalb sag ich: Warte ab. Du hast ein Recht auf die Antworten die du suchst und deine Mum muss zeigen, dass sie die Dinge anders angehen will aber gib ihr etwas Zeit. Unser Großvater hat sie ganz schön fertig gemacht und....Sie versucht es! Sie versucht sich zu wehren aber muss erst mal rauskriegen wie! Dann hast du da unten im Garten einen ganz schönen Sprengfluch losgelassen und sie muss jetzt damit fertig werden, dass du ihr seid über einem Jahr nicht vertraut hast.

Sie wird kommen und mit dir reden aber das muss sie erst mal verdauen.“

„Auch Mums sind nur Menschen, was?“ fragte Alex mit schiefem Grinsen.

„Gut das du das einsiehst.“ gab Danny zurück.

Alex schüttelte den Kopf.

„Sie wird sich aber was einfallen lassen müssen. Einfach aussitzen......“

„Kann ich verstehen, dass dir das nicht rechen würde.“ meinte Danny.

Bevor weitere Worte gewechselt werden konnten klopfte es erneut an der Tür und Kara schob ihren Kopf ins Zimmer.

„Du hast es Mum gesagt?“ fragte sie ihre Schwester als sie sich neben sie aufs Bett setzte.

„Wie hast du das nun wieder rausbekommen?“ fragte Alex kopfschüttelnd.

„Mum war bei mir.“ meinte die Jüngere der beiden. „Sie hat meine Zeugnisse abgeholt und dann hat sie gefragt ob ich das mit dir und Jenna gewusst habe. Als ich ihr gesagt habe, dass ich es wusste....wow.....sie hat fast geheult. War es ok, dass ich das zugegeben habe? Ich meine nach dem was Mum gesagt hat war klar.....“

„Ist schon ok Kara.“ seufzte Alex. „Jetzt ist es wenigstens raus. Ist sie sauer auf dich K?“

„Bin nicht sicher Lex.“ meinte Kara und zuckte mit den Schultern. „Dad kam dazu bevor sie was zu mir sagen konnte. Sie hat dann ihn gefragt ob er es auch gewusst hat und.....“

„Und?“ fragte Alex.

„Er hat es gewusst.“ verriet Kara.

„Nicht dein Ernst!“ Alex war überrascht. „Ich hab ihm nie was gesagt. Ich dachte er geht sofort zu Mum.“

„Naja....er hat es nicht sicher gewusst.“ korrigierte Kara. „Aber er hat es vermutet. Er sagte er hätte gesehen wie du und Jenna miteinander umgeht. Eine heimliche Berührung hier....die Art wie ihr euch angesehen habt. Jenna war ja oft bei uns zu Besuch. Mum hat dann gefragt warum sie es nicht bemerkt hat wenn es so offensichtlich war aber bevor Dad oder ich was sagen konnten ist sie aus dem Zimmer raus.“

„Ist ziemlich klar warum sie das nicht gemerkt hat.“ brummte Alex düster. „Sie wusste, dass es Opa nicht gefallen würde. Also wollte sie es einfach nicht sehen. Das hätte ja Probleme bedeutet.“

Danny musste fast lachen als es wieder an der Tür klopfte.

Diesmal war es der Vater der Danvers-Schwestern.

Mit wissendem Grinsen setzte sich Mr Danvers neben seine Tochter auf das Bett.

„Du und Jenna?“ fragte er und legte seine Großen eine Hand auf die Schulter.

„Du hast es gemerkt?“ fragte Alex.

Mr Danvers nickte und drückte seine Älteste kurz an sich.

„Tu mir nur einen Gefallen Alex.“ sagte er schließlich. „Alex, deine Mum verarbeitet gerade sehr viel. Nicht nur deine Beziehung sondern sehr viel aus ihrer Vergangenheit. Gib ihr eine Chance wenn sie bereit ist zu reden. Sie liebt dich, dich und Kara. Mehr als alles andere,“

„Hat mir Danny im Grunde auch geraten.“ seufzte Alex.

„Bist ein kluger Junge.“ lachte Jerry Danvers. „So, jetzt kommt mal bitte mit runter in die Küche. Da ist Besuch gekommen.“

Die Jugendlichen folgten Mr Danvers ins Erdgeschoss von Trever Hall und, zu Dannys Überraschung, erwartete sie dort Ginny Potter. Auch Albus war bei ihr.

Alex Reaktion war nicht ganz so heftig wie beim letzten Mal aber deutlich war zu spüren, dass sie gehörigen Respekt vor Mrs Potter hatte.

Denkwürdig war auch die Reaktion die Albus im Bezug auf Kara zeigte, Danny war sich nicht sicher aber er hatte das Gefühl, dass sein alter Kumpel die jüngere der beiden Danvers Schwestern etwas herzlicher begrüßte.

Danny beschloss das im Auge zu behalten,

„Ich habe eure Geschichte einfach nicht aus dem Kopf bekommen.“ erklärte Mrs Potter als alle am Küchentisch platzgenommen hatten. An Mr Danvers gewandt meinte sie: „Ihre Familie muss ja eine schreckliche Zeit hinter sich haben.“

Jerry Danvers seufzte:

„Leider ja und es ist frustrierend für mich, dass ich keine größere Hilfe war.“

„Dad du warst krank.“ hielt Alex dagegen aber ihr Vater wehrte ab.

„Euer Großvater hat meine Krankheit benutzt um zu kriegen was er will. Leider nicht zum ersten Mal. (Er nickte in Dannys Richtung) Aber eine Sache ist doch wohl klar: Wenn es mir nicht so schlecht gegangen wäre, hätten wir uns ganz anders wehren können. Wir wären direkt mit euch ins Ausland gegangen Mädchen. Aber mein Zustand hat solche Reisen nun mal sehr erschwert. Wenn ich nicht richtig eingestellt bin vertrage ich die Magie von Portschlüsseln oder das Apparieren nicht gut. Mein Schwiegervater hat genau gewusst was er tat als er erst gewartet hat bis meine Symptome immer schlimmer wurden. Erst sah es ja so aus als ob er uns nur unter druck setzen will seinen Plänen zuzustimmen und erst als es mir immer schlechter ging hat er seinen Sorgerechtsanspruch gestellt. Die Reise nach England hat mich ja dann auch fast ins Grab befördert.“

Mr Danvers schüttelte den Kopf.

„Ich wollte das vorhin nicht so klar sagen aber ohne Dannys Spende.....Ich habe von einem möglichen Krankenhausaufenthalt gesprochen. Das war eine Untertreibung. Der Heiler der mich untersucht hat, war ziemlich klar. Mädchen ich hatte einen Fuß im Grab. Mit der herkömmlichen Behandlung hatte ich eine Überlebenschance nach wenigstens drei Monaten im Krankenhaus und vermutlich hätte es bleibende Schäden gegeben. Das ich jetzt hier wieder so sitze......“

Mr Danvers schüttelte nur den Kopf.

„Nun,“ meinte Mrs Potter. „Ich habe gegenüber ihren Töchtern ja schon angedeutet, dass ich mich mal umhören wollte ob im Ministerium vielleicht etwas frei wäre. Kennen sie sich mit verzauberten Muggelartefakten aus?“

„Durchaus.“ antwortete Mr Danvers. „Meine Frau und ich haben einen magischen Antiquitäten-Laden betrieben. Viele unserer Artikel sind nach dem Gesetz im Grunde verhexte No-Mag-Gegenstände. Die Gesetze waren ja nicht immer so streng.“

„Nun, das trift sich gut.“ lächelte Mrs Potter. „Mein Vater ist Abteilungsleiter im Ministerium. Missbrauch von verhexten Muggelartefakten.“

„Ich war in der selben Abteilung im MACUSA.“ schmunzelte Jerry Danvers. „Das war bevor ich mich selbständig gemacht habe.“

„Perfekt.“ strahlte Mrs Potter. „Ich habe mit meinem Vater gesprochen. In seiner Abteilung ist ein Posten für einen Sachbearbeiter frei. Es ist vielleicht nicht ihr Traumjob.....“

„Das ist egal!“ unterbrach Mr Danvers aufgeregt. „Meinen „Traumjob“ kann ich mir immer noch suchen wenn meine Familie sicher ist. Wir haben jetzt schon recht gute Karten im Sorgerechtsstreit aber die werden noch besser, wenn ich einen festen Arbeitsplatz vorweisen kann! Außerdem müssen wir ihnen dann nicht mehr auf der Tasche liegen Mr Isurgi.“

„Dann betrachten sie sich als zum Essen eingeladen Mr Danvers.“ lächelte Mrs Potter. „Das gleiche gilt natürlich auch für ihre Frau. Meine Eltern kommen heute Abend zu mir und meinem Mann zum Essen. Dann können sie sich mit meinem Vater zusammensetzen.“

„Das wäre wunderbar!“ strahlte Mr Danvers und reichte Mrs Potter die Hand. „Wir kommen gerne. Ich weiß gar nicht wie ich ihnen danken soll.“

„Oh, sie könnten mir erlauben ihren Töchtern einen kleine Freude zu machen.“ lächelte Mrs Potter. „In zwei Stunden soll ich ein Spiel unserer Quidditch-Liga für meine Zeitung kommentieren. Ich hab ein paar Fäden gezogen und Freikarten nicht nur für meine Kinder sondern auch für Danny und euch Mädchen sichern können.“

Sie wandte sich nun an Alex und Kara.

„Versteht das nicht falsch.“ erklärte Mrs Potter. „Ich glaube nicht, dass etwas Quidditch und eine große Tüte Popcorn für euch alles wieder gut macht. So einfach geht das nicht. Aber es ist vielleicht ein Anfang.“

Es war eine Wohltat für Danny die Vorfreude bei seinen Cousinen zu beobachten.

So, das war es für heute.

Etwas kürzer als letzte Woche aber an den Feiertagen bin ich beruflich voll eingespannt.

Ich wünsche euch frohe Ostern und eine gute neue Woche.