Unerwartet
Unerwartet
Wieder geht es weiter.
Ich hoffe , dass es euch wieder gefallen wird und ohne weitere Vorrede:
Viel Spaß.
„So, da wären wir.“ meinte Mrs Potter als der Portschlüssel sie freigab.
Es war hatte keiner großen Überzeugungsarbeit bedurft die Zustimmung von Mr Danvers zu bekommen. Alex und Karas Vater war absolut der Meinung, dass seine Mädchen etwas Entspannung verdient hatten.
Mrs Potter hatte auf Nachfrage hin erklärt, dass nicht nur ihre Kinder das Spiel mitverfolgen würden sondern das sie auch Rose eingeladen hatte. Immerhin spielten die Chuadley Cannons gegen Eintracht Pfützensee. Das wollte das größte Fan Girl der Cannons sich nicht entgehen lassen.
Danny sah sich neugierig um. Bisher hatte er nur auf Hogwarts Quidditch-Spiele verfolgt und natürlich während der Junior-Meisterschaft im letzten Jahr.
Seine Mitschüler hatten sich auch immer über die Spiele der Liga ausgetauscht aber Danny hatte ein solches noch nie selbst mitverfolgt.
Mit elf Jahren hatte er sich kurzzeitig für das Team „Pride of Portree“ interessiert weil es aus der Region stammte in der Dannys Waisenhaus lag. Nachdem er jedoch umgezogen war, hatte er sich nicht weiter darum gekümmert.
Nein, das einzige Team, welches er regelmäßig anfeuerte war seine Hausmannschaft.
Nun jedoch fand er es sehr interessant mal zu sehen wo Quidditch-Spiele eigentlich stattfanden.
Im Augenblick jedoch war der Anblick allerdings nicht wirklich überwältigend. Sie standen auf dem Gelände von etwas, das aussah wie eine aufgegebene Fabrik.
Danny war jedoch klar, dass in der magischen Welt der äußere Anschein trügen konnte.
Mrs Potter führte ihre Schützlinge zu einer Hintertür der Haupthalle der alten Fabrik.
Danny spähte um die Ecke der Halle und erkannte, dass an der Seite, die der Straße zugewandt war reger Betrieb herrschte.
„Da vorne ist wohl der Haupteingang.“ vermutete er.
„Richtig.“ lächelte Mrs Potter. „Offiziell ist das hier ein ungenutztes Industrie-Gelände, welches man zum Beispiel für Firmenfeiern nutzen kann. Wann immer ein Spiel stattfindet wird hier offiziell eine solche Feier ausgerichtet. So fallen die Menschenansammlungen nicht auf. Wir nehmen allerdings den Eingang für Presse und VIPs.“
„Schönes Gefühl ein VIP zu sein.“ grinste Albus und lief leicht rot an als Kara kicherte.
Danny verfolgte wie die beiden einen verstohlenen Blick austauschten.
Er warf Alex einen Blick zu.
Diese erwiderte Dannys blickt und kicherte leise.
Damit war es offiziell: Danny sah keine Gespenster....Albus und Kara hatten wohl ein Auge aufeinander geworfen.
Gerade als Danny darüber nachdachte wie er dazu stand legte ihm jemand von Hinten die Hände vor die Augen.
„Rate mal wer?“ erkundigte sich eine wohlbekannte Stimme.
„Mein umwerfend süße Freundin?“ erkundigte sich Danny.
„Gute Antwort Mr Huntington.“ meinte Rose und trat nun in Dannys Blickfeld.
Ganz offensichtlich war sie im vollen Fan-Girl Modus.
Rose hatte sich mit magischer Kreide das Cannons-Symbol auf beide Backen gemalt und trug einen Cannons-Fan Schal dessen Orange sich geradezu unglaublich mit ihren roten Haaren biss.
(Da Danny aber auf einen Kuss scharf war beschloss er ihr das nicht mitzuteilen.)
„Jetzt knutschen sie erst mal.“ ließ Lily Potter sich vernehmen.
„Ach, bist du nicht mehr stolz darauf uns verkuppelt zu haben Potter-Prinzessin?“ meinte Danny als er James und Lily entdeckte.
Er stellte Alex und Kara seinen Freunden vor.
„Freut uns echt euch kennenzulernen.“ meinte James. „Echt heftig mit eurem Opa.“
„Darüber sind wir uns wohl alle einig.“ unterbrach Mrs Potter bevor das Thema weiter diskutiert werden konnte. „Hier geht es darum, dass Dannys Cousinen abschalten können. Daher erkläre ich dieses Thema jetzt für Tabu. Alles klar?“
Allgemeine Zustimmung war die Folge.
„Sehr gut.“ meinte Mrs Potter zufrieden. „So, nun mir nach. Ich sitze bei den Presse-Leuten. Freu euch Kinder konnte ich eine Ehrenloge sichern.“
„Wahnsinn!“ meinte James. „Mum, ich werde mein Bestes tun dir für wenigstens eine Woche keinen Ärger zu machen.“
„Ich bin im Paradies!“ meinte Mrs Potter sarkastisch.
„Gewöhnt euch an den Luxus.“ meinte Rose und klang etwas traurig.
„Was ist denn los?“ fragte Danny und legte den Arm um seine Freundin.
„Das ist wohl das letzte mal, dass ich so ungezwungen mit zu einem Quidditch-Spiel kommen kann.“ meinte Rose. „Die Lufkin-Einheit wird es nicht zulassen.“
„Die Lufkin-Einheit?“ fragte Kara.
„Unsere Rose ist ein VIP.“ antwortet Albus (bevor ihm jemand zuvorkommen konnte.) „Ihre Mum wird unsere nächste Ministerin für Zauberei.“
Jetzt machten Alex und Kara große Augen während Rose das Gesicht in den Händen vergrub.
„Al, musst du das so raushauen??“ fragte sie.
„Rosie, wie soll ich es denn bitte sonst sagen?“ fragte Albus.
„Also da muss ich meinem Brüderchen jetzt mal beistehen.“ sprang James ein. „Wo er recht hat....“
„Ist ja gut, ist ja gut!“ Rose warf den Kopf in den Nacken. „Es ist halt nur so, das die Lufkin-Einheit nicht einfach zulassen wird, dass ich so mit euch abhänge. Sicherheitsvorkehrungen. Bereits heute war Mrs Hastings nicht begeistert aber sie konnte nicht viel machen.“
„Na nun mach dir mal keine Sorgen Rosie.“ tröstete Mrs Potter. „Wenn überhaupt muss ich mir Sorgen machen.“
„Warum denn das Tante Ginny?“ wollte Rose wissen.
„Ganz einfach...“ erklärte Mrs Potter. „Ministerin zu sein kommt für Minchen mit gewissen Privilegien. In jedem Stadion gibt es eine Ehrenloge für hohe Würdenträger des Ministeriums und ihre Familien. Außer bei Endspielen oder internationalen Spielen wird die aber eher selten genutzt. Du und Hugo werdet demnächst die sein, die Freunde einladen und den Luxus einer Ehrenloge anbieten können.“
„ Oh!“ meinte Rose erfreut. „Dann seid mal nett zu mir Leute.“
„Soll ich wieder mit dem Hofknicks anfangen.“ fragte Lily.
„Untersteh dich!“ schoss Rose zurück. „Ich will keine Sonderbehandlung aber....naja, für Quidditch mach ich eine Ausnahme.“
„Besonders für Spiele der Cannons, was?“ fragte Danny.
„Natürlich!“ grinste Rose. „Aber warum musst du dir deswegen Sorgen machen Tante Ginny?“
„Na du hast doch meinen Großen hier gerade gehört.“ meinte Mrs Potter und nickte in James Richtung.
Inzwischen stieg die Gruppe eine enge Treppe empor.
Danny fragte sich wo das Stadion nun eigentlich war. Die Fabrikhalle war groß aber groß genug für ein Sportstadion?
Mrs Potter indes fuhr fort:
„Wegen der Einladung heute hat James mir eine wundervolle Woche der Ruhe versprochen. Wenn du demnächst die Gastgeberin bist Rosie, welche Hoffnung habe ich dann noch?“
Allgemeines Gelächter war die Folge.
Schließlich erklärte James jedoch großmütig: „Keine Sorge Mum. Wir laufen schon nicht Amok.“
„Genau.“ meinte Lily und fügte dann verschwörerisch hinzu. „Sags nicht weiter....aber wir haben dich ja lieb.“
In einer gespielt theatralischen Geste griff sich Mrs Potter an die Brust.
„Es gibt also Hoffnung für mich.“ meinte sie salbungsvoll.
Inzwischen schritt die Gruppe durch einen langen Gang. Hier zeigte sich zum ersten Mal, dass es sich um ein magisches Gebäude handelte. Wände Fußboden und Decke waren in Marineblau gehalten und immer wieder zeigte sich in Gold ein Wappen welches zwei überkreuzte Binsen darstellte.
Danny wusste, dass es sich hier um das Wappen von „Eintracht Pfützensee“ handelte. Diese goldenen Wappen diensten auch als Lichtquelle. Es war keine Glühbirne oder etwas vergleichbares zu sehen. Die goldenen Wappen selbst schienen zu leuchten.
„Ist das das Heimatstadion der Eintracht?“ fragte er Mrs Potter.
„Stimmt.“ meinte diese. „Alle großen Vereine haben eigene Stadien wo sie trainieren können. Alle liegen sie versteckt oder in sehr einsamen Gegenden. Ich weiß noch, das Stadion meiner alten Mannschaft lag auf einem besseren Felsen im Meer südlich der Insel Ramsey zwischen Yunys Bery und Yunys Eilun.“
Die Gruppe bog nun um eine Ecke und näherte sich einem kleinen Schalter. Ein Wach-Zauberer in einer dunkelgrünen Dienstuniform saß hinter dem Schalter und prüfte einige Listen.
Vor dem Schalter standen zwei Zauberer in grauen Arbeits-Overalls. Bei sich hatten sie einen großen Werkzeugkoffer.
„Also hier ist nichts angemeldet.“ brummte der Wachmann.
„Fein, dann gehen wir wieder.“ meinte einer der Overall-Träger. „Aber beklagen sie sich nicht, wenn die Leute, die hier die Ehrenlogen gemietet haben auf einmal ihr Geld zurück wollen weil das Klo überläuft.“
„Mir ist noch nicht mal die Störung gemeldet worden.“ meinte der Wachmann.
„Ist ja auch erst vor zehn Minuten aufgetreten.“ hielt der Overall-Träger dagegen.
„Vermutlich hat da einer von diesen Trotteln die nur zum Spiel kommen um sich ei8nen hinter die Binde zu gießen und Ärger zu machen.“ warf sein Kollege ein. „Heute spielen doch die Cannons. Mal im Ernst: Mit denen wischt die Eintracht den Boden. Da wird sich jemand auf andere Art und weise ein bisschen Spaß verschaff haben.“
Dann, der immer noch den Arm um Rose gelegt hatte spürte wie sich seine Freundin verkrampfte als jemand „ihr“ Team beleidigte. Die junge Weasley hielt sich aber zurück.
„In jedem Fall hat man uns gemeldet, dass auf der VIP-Ebene die Toiletten verstopft sind und überlaufen.“
„Na gut, na gut.“ meinte der Wachmann schließlich. „Die Toiletten sind am Ende des Ganges. Viel los ist heute in den Ehrenlogen nicht. Machen sie trotzdem schnell.“
„Wird gemacht.“ meinte der erste Overall-Träger.
Er und sein Kollege nahmen ihren Werkzeugkoffer auf und Danny hatte das Gefühl, dass seine Gruppe kurz gemustert wurde.
Vermutlich wollten die beiden Arbeiter sehen ob da irgendwelche berühmten Leute hinter ihnen standen.
Als die beiden Arbeiter davongingen trat Mrs Potter an den Schalter und übergab ihren Presse-Ausweis.
„Ah, Mrs Potter.“ meinte der Wachmann. „Sie berichten für den Propheten?“
„Stimmt und die jungen Herrschaften hier sind meine Gäste. Loge 5 müsste reserviert sein.“ erklärte Mrs Potter.
„Richtig.“ meinte der Wachmann höflich. „Hier hätten wir es schon. Sollte ja spannend werden heute. Der Kerl vorhin hat zwar recht abfällig über die Cannons gesprochen aber bisher spielen die doch eine gute Saison, oder?“
„DANKE!“ meldete sich Rose aus dem Hintergrund.
Der Wachmann zwinkerte freundlich als er den Cannons-Fan Schal bemerkte.
„Stimmt.“ meinte Mrs Potter schmunzelnd. „Das letzte Jahr war ja ein Desaster für die Cannons. Mein Bruder Ron hat fast einen Nervenzusammenbruch bekommen. Aber der neue Trainer scheint gute Arbeit zu machen. Ich hoffe meine Nichte bringt mich jetzt nicht um ( sie zwinkerte Rose zu) aber die Meisterschafft traue ich den Cannons noch nicht zu aber ich denke, dass sie vielleicht bis auf Platz 5 in der Liga aufsteigen könnten. Begonnen haben sie auf Platz 14....Das wäre schon was.“
„Kreuzen wir die Finger und hoffen das Beste.“ lachte der Wachmann und zitierte damit das Team-Motto der Cannons.
Er übergab Mrs Potter einige Besucherpässe und ließ die Gruppe passieren.
Ein weiterer langer Gang schloss sich an den Schalter an. Linker Hand lagen nun Doppeltüren die ebenfalls mit dem Wappen der Eintracht geschmückt waren.
„Dann glaubst du, dass die Cannons heute eine Chance haben Tante Ginny.“ fragte Rose.
„Gegen die Eintracht....“ Mrs Potter überlegte einen Moment. „Doch, denke ich schon. Die Jäger der Cannons waren in den letzten Spielen sehr stark während die Eintracht nicht so Torgefährlich ist wie sie es noch vor einem Jahr war. Sorgen mache ich mir etwas wegen des Schnatzfangs. Mit Mira Romän hat die Eintracht eine klasse Sucherin. Die Cannons müssen von Anfang an Druck machen und möglichst viel Vorsprung rausholen. Auf einen rettenden Schnatzfang sollten sie sich nicht verlassen.“
„Das ist nie eine gute Politik.“ meinte James fachmännisch. „Es gibt nicht umsonst sieben Spieler in der Mannschaft.“
„Sehr richtig.“ meinte Mrs Potter. „So, hier ist eure Loge. Ich sitze zwei Türen weiter bei der Presse. Habt Spaß und bitte: Haltet die Sachschäden auf einem Minimum.“
„Mum, wir sind doch keine Hooligans.“ hielt Albus dagegen.
„Weiß ich doch!“ lachte Mrs Potter und ging davon.
Gespannt betrat Danny mit seinen Freunden die Loge und war beeindruckt. Edler, Marineblauer Teppich bedeckte den Boden, neben der Tür standen Erfrischungen auf einem kleinen Tisch und etwa ein dutzend bequeme Sessel waren vor einem großen Panorama-Fenster aufgereiht von dem aus man ins Stadion blickte.
Die Aussicht war fantastisch. Die Loge der Freunde lag fast auf höhe der Mittellinie des Stadions. Der Rasen lag tief unter den Jugendlichen. Höher konnte man gar nicht sitzen.
Der Ausblick verriet Danny, dass er richtig getippt hatte. Auf dem Fabrikgebäude lag ein räumlich begrenzter Ausdehnungszauber. Das relativ unscheinbare Gebäude war von Innen so groß, das bequem das Spielfeld und die Ränge platz hatten. Dazu kam noch eine Höhe die es den Spielern erlaubte auch die wildesten Manöver zu fliegen.
„Hier hat Mum mich schon mal durchs Stadion fliegen lassen.“ erklärte Lily stolz.
„Ja, du wolltest gar nicht mehr runter vom Besen.“ meinte Albus. „Ich musste dich einfangen.“
„Hab dich gewinnen lassen.“ antwortete Lily frech.
James indes hatte einige Flaschen gekühlte Kürbislimonade vom Erfrischungs-Tisch besorgt, verteilte sie und ließ sich dann mit einem genüsslichen Seufzen in einen der Sessel sinken. Als er die Füße anhob wuchs ein Fußschemel wie eine art Pilz aus dem Boden.
„Gut!“ erklärte er mit gebieterische Stimme.“ Mögen die Spiele beginnen.“
„Na das wird noch etwas dauern.“ lachte Albus. „Da unten beginnt gerade erst der Einlass. Und Anpfiff ist erst in einer Stunde.“
„Dann hab ich ja noch Zeit eben aufs Klo zu gehen.“ meinte Kara.
„Sofern die Arbeiter es wieder freibekommen haben.“ lachte Danny.
„Wollen wir es hoffen.“ grinste Kara und verließ die Loge.
Danny warf noch einen Blick ins Stadion. Auch auf den Rängen strömten nun Besucher hinein. Es war kein ausverkauftes Haus aber alles in allem waren das Spiel gut besucht.
Rose und James begannen nun eine hitzige Debatte über den Aufstieg der Cannons.
Von dem was Danny mitbekam konnte er schließen, dass die Cannons einen neuen Trainer hatten dessen Programm offenbar Früchte trug.
Weit interessanter fand Danny jedoch den Umstand, dass Albus sich den Sitz neben Kara gesichert hatte und immer wieder verstohlene Blicke zur Tür warf.
„Deine Schwester ist jetzt aber schon eine ganze Weile weg.“ meinte Albus schließlich zu Alex.
„Stimmt eigentlich.“ meinte diese. „Schon fast eine viertel Stunde.“
„Vielleicht ist das Klo noch immer verstopft.“ meinte Lily.
„Ich denke ich seh mal nach.“ meinte Albus betont unschuldig.
„Und ich komm mit.“ sagte Danny schnell und folgte Albus in den Korridor hinaus.
Dies war die perfekte Gelegenheit Albus ein wenig auf den Zahn zu fühlen ohne ihn gleich in Verlegenheit zu bringen.
„Die Toiletten sind da drüben.“ ließ Albus sich nun vernehmen.
Danny beschloss direkt zum Angriff überzugehen.
„Du magst meine Cousine oder?“ fragte er schlicht und fügte hinzu: „So wie ich deine mag.“
Albus blieb stehen als hätte man ihm eine Ganzkörperklammer auf den Hals gejagt.
Langsam dreht er den Kopf zu Danny.
„Ist es so offensichtlich.“
Danny kniff Al ein Auge zu.
„Ich denke ich hab es gemerkt und auch Alex. Aber ich denke Lily und James sind zu sehr mit Quidditch beschäftigt. Früher oder später werden sie es aber spitz kriegen.“
„Da muss ich wohl mit leben.“ seufzte Albus. „Als wir uns in der Winkelgasse getroffen haben....wow, da hat echt der Blitz bei mir eingeschlagen. Du hast doch.....“
„Ob ich was dagegen habe?“ Danny lachte. „Al, ich hab meine Cousinen gerade erst kennengelernt. Da werde ich mich jetzt nicht als den großen Beschützer aufspielen. Das kommt bei den Damen meistens sowieso nicht so gut an. Meinen Segen hast du und ein Rat: Sei ehrlich Mann und verbieg dich nicht.“
Al grinste schüchtern und die beiden Jungen setzten ihren Weg fort.
Als sie sich angelehnten der Toilettentür näherten hörten sie Stimmen.
„Na endlich. Warum konnten wir nicht einfach Incarcerous verwenden.“
„Incarcerous?“ flüsterte Albus.
„Das ist doch der Fessel-Fluch.“ wunderte sich Danny.
„Weil das hier ein verdammtes Quidditch-Stadion ist!“ erwiderte indes eine andere Stimme. „Hier sind überall Alarmzauber. Jede Art von Kampf-Magie löst die sofort aus und wir haben die Wachleute auf dem Hals. Da mussten wir die Kleine eben selbst fesseln aber jetzt ist es ja geschafft.“
„Ich hoffe nur du hast nicht zu hart zugehauen.“ ließ sich die erste Stimme wieder vernehmen. „Sie ist immer noch weggetreten.“
Die zweite Stimme antwortete zunehmend ungehalten:
„Man jetzt Jammer hier nicht rum. Sie atmet also geht es ihr gut. Hätten wir vielleicht riskieren sollen, dass sie krach schlägt während wir sie verschnüren. Knebel hin oder her, Rabatz hätte sie machen können. So, nun nimm ihre Beine. Wir verstauen sie in unserem Koffer und warten bis ihr Schwesterchen kommt und nach ihr sucht. Dann schnappen wir sie auch und bringen den Job zu Ende.“
Dannys Verstand raste. Man musste kein Meisterdetektiv sein um zu begreifen, dass die beiden „Arbeiter“ Kara angegriffen und überwältigt hatten.
Offenbar waren sie auch hinter Alex her.
Wie nun weiter vorgehen?
Er wollte Kara helfen aber sie durften sie auch nicht in Gefahr bringen.
Das Beste war es sicher den Wachdienst zu rufen und....
In diesem Moment trat Albus in Aktion. Der junge Potter hatte seinen Zauberstab gezückt und stürmte auf die Toilettentür zu.
Danny zog seinen eigenen Stab und versuchte aber Albus zurück zu halten. Einfach in die Situation hinein zu stürmen war keine gute Idee aber Albus war schneller und riss die Toilettentür auf.
Bei dem Anblick der sich den beiden Jungen bot krampfte sich Dannys Magen zusammen. Da standen die beiden Kerle die vor ihnen am Schalter gewesen waren. Der eine hatte Kara unter die Achselhöhlen gegriffen, der Andere hielt ihre Beine. Bewusstlos hing das Mädchen zwischen ihnen. Kara war an Händen und Füßen gefesselt und ein dunkles Tuch war ihr als Knebel vor den Mund gebunden.
Ihre Entführer versuchten ihr Opfer gerade in den großen Werkzeugkoffer zu verfrachten den sie am Schalter bei sich gehabt hatten.
Danny vermutete, dass es sich auch hier um ein magisches Objekt handelte, welches von Außen kleiner wirkte als von innen.
Überrascht starrten die beiden Männer die Jungen an.
Die Schrecksekunde der Entführer gab Albus die Chance zu handeln. Der junge Potter riss seinen Zauberstab hoch und feuerte einen Schockzauber auf den Mann ab der Karas Beine hielt. Der Fluch traf den Mann direkt in die Brust. Bewusstlos sackte der Entführer zusammen.
Da sie beide mit ihrem Opfer beschäftigt waren hatte keiner von ihnen die Hände frei um den eigenen Zauberstab zu greifen.
Danny dankte Gott, dass Albus hyper-aktive Drüsen ihm offenbar ein wenig Verstand ließen. Es war gut, dass sein Freund den Mann angegriffen hatte der Karas Beine hielt. Als er betäubt wurde sackte der Unterkörper der Dreizehnjährigen zu Boden. Ungern hätte Danny dabei zugesehen wie Karas Kopf aufschlug!
Der zweite Entführer ließ nun von seinem Opfer ab und griff nach seinem Zauberstab. (Da Karas bereits halb zu Boden gesunken war als der zweite Entführer sie losließ gab es zum Glück keinen harten Aufprall.)
Albus feuerte einen weiteren Schockzauber auf den zweiten Entführer doch dieser konnte ausweichen, rollte sich ab und zielte auf Albus doch Danny kam seinem Freund zu Hilfe.
Der Schocker des Entführers prallte gegen Dannys Schildzauber.
„Expeliarmus!“ befahl Albus.
Der Entführer wehrte ab und feuerte einen Fluch ab.
Dannys Schild hielt erneut.
Der Umstand das die Freunde zu zweit waren gab ihnen einen Vorteil!
Während Danny sich und Albus vor den Angriffen des Unbekannten schützte konnte Al selbst in die Offensive gehen.
Er tat dies mit einem weiteren Schockzauber.
Plötzlich veränderte sich das Licht im Raum. Statt dem weißgoldenen Schein verströmten alle Lichtquellen plötzlich rotes Licht und ein Geräusch erklang wie als ob ein mächtiger Gong geschlagen wurde.
„Die Alarmzauber!“ erkannte Danny und sagte zu dem Unbekannten. „Was haben sie hier gerade noch gequatscht: Jede Kampfmagie löst die aus. Gleich haben sie es nicht mehr nur mit und zu tun sondern haben den ganzen Sicherheitsdienst am Hals.“
„Panisch blickte der Entführer sich um, dann riss er seinen Zauberstab herum und zielte auf ein kleines Fenster durch das man den Nachmittagshimmel sehen konnte.
„Bombarda!“ brüllte der Mann und ein Sprengfluch zerlegte die Wand.
Danny und Albus hielten sich Schützend die Hände vors Gesicht. Steine und Betonstaub wirbelten durch die Toilette.
Als Danny wieder hinter seiner Hand hervorblickte sah er, dass der Sprengfluch ein Loch in die Wand gerissen hatte. Der Entführer rannte darauf zu und während er das Tat veränderte er sich.
…..Er ist ein Animagus!.....begriff Danny als dem Mann Federn wuchsen und er als Elster davonflog.
Danny und Albus machten keine Anstalten ihn aufzuhalten sondern liefen zu der bewusstlosen Kara.
Beide Jungen knieten sich neben das gefesselte Mädchen. Danny hob vorsichtig den Kopf seiner Cousine in seinen Schoß.
Albus indes zog Kara den Knebel aus dem Mund.
„Sie atmet.“ stellte er fest.
„Und hat Puls.“ meinte Danny erleichtert als er den Finger an Karas hals legte.
„KEINE BEWEGUNG!“ Der Sicherheitsmann vom Schalter stürmte in den Raum.
Er hatte seinen Zauberstab gezückt und zielte auf Danny und Albus.
„Sir, bitte...“sagte Danny. „Wir wollen meiner Cousine nur helfen.“
„Du.... Ihr zwei seid doch mit Mrs Potter gekommen.“ erkannte der Wachmann dem der Schweiß auf der Stirn stand.
„So ist es.“ übernahm Albus. „Mrs Potter ist meine Mum und dieses Mädchen ist die Cousine von meinem Freund Danny hier. Dieser Kerl da (Albus wies auf den betäubten Entführer ) und sein Kumpel haben Dannys Cousine angegriffen und wollten sie entführen. Den einen haben wir betäubt und den anderen bekämpft aber als der Alarm losging hat der andere Kerl Panik bekommen und hat die Wand zerlegt.“
„Er ist durch das Loch geflohen.“ übernahm Danny. „Er ist wohl ein Animagus und ist als Elster davongeflogen.“
„In Merlins Namen!“ der Schicherheitsmann ging neben Albus und Danny in die Hocke. „Wie geht es der Kleinen?“
„Sie atmet und hat Puls.“ gab Albus Auskunft. „Aber sie wacht nicht auf.“
„Sie hat einen schweren Schlag auf den Kopf bekommen.“ stellte Danny fest und wies auf eine Platzwunde an Karas rechter Schläfe aus der Blut zum Kinn sickerte.
„Sie braucht einen Heiler!“ meinte Albus.
„Es gibt einen im Haus!“ meinte der Wachmann. „Ist ja Pflicht bei jedem Großereignis. Ich fessele den Kerl da, dann hole ich den Heiler und sage deiner Mutter bescheid mein Junge. Bleibt ihr bei der Kleinen.“
Danny und Albus nickten.
Während der Wachmann den betäubten Entführer nun mit einem Incarcerous-Zauber fesselte schossen tausend Fragen durch Dannys Kopf.
Was war hier nur gerade geschehen?
Steckte Dannys Großvater hinter diesem Entführungsversucht?
War er bereit soweit zu gehen?
Und woher wusste er wo die Danvers-Schwestern waren und wann sie verwundbar waren?
So, das war es für heute.
Wieder einmal wünsche ich eine gute Woche und bis bald!