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Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Fakten

Wieder auf ein Neues.

Heute gibt es die Nachwirkungen des Angriffs auf Kara.

Viel Spaß.

Nachdem der Wachmann des einen Entführer gesichert hatte eilte er aus der Zerstörten Toilette um Hilfe zu holen.

Danny konzentrierte sich darauf Karas Kopf ruhig zu halten. Die Platzwunde an ihrer Schläfe machte ihm Sorgen. Offenbar hatte sie einen ziemlichen Schlag auf den Kopf bekommen.

Danny hatte schon im Waisenhaus einen erste Hilfe-Kurs mitgemacht und gelernt, dass es nur im Film eine harmlose Sache war jemanden bewusstlos zu schlagen. Im wirklichen Leben war ein harter Schlag an den Kopf überhaupt nicht harmlos.

Albus war in der Zwischenzeit damit beschäftigt Karas Fesseln zu lösen.

„Du weißt schon, dass da gerade ganz schön der Besen mit dir durchgegangen ist?“ fragte Danny.

Albus hatte gerade Karas Handgelenke befreit und sah nun schuldbewusst zu Danny auf.

„Ja....“sagte er schlicht. „Schon irgendwie.

Danny schüttelte den Kopf. Er konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.

„Naja, wenn es um Rose gegangen wäre, würdest du mir jetzt diese Predigt halten.“ räumte er ein.

In diesem Moment flog die Tür auf und Alex stürzte in den Raum gefolgt von Mrs Potter.

Beide gingen sofort neben Kara und den beiden Jungen in die Hocke.

„Ihr bleibt bitte zurück.“ bat ein kräftig gebauter  Mann der etwa in Mrs Potters Alter war.

Der Unbekannte hatte mit James, Lily und Rose gesprochen.

Die drei blieben im Türrahmen stehen und blickten in die zerstörte Toilette.

„Mann! Euch kann man auch keine fünf Minuten aus den Augen lassen!“ meinte James mit Blick auf die zerstörte Toiletten-Wand.

„Keine Witze jetzt!“ meinte Mrs Potter scharf. „Godrics Herz, was ist denn nur passiert!“

„Das würden wir wohl alle gerne wissen.“ meinte der unbekannte Mann der nun hinter Mrs Potter und Alex stand.

Die ältere der Danvers Schwestern hatte noch kein Wort gesagt. Mit zitternden Fingern strich sie ihrer kleinen Schwester einige blutige Haarsträhnen aus der Stirn.

Alex schien den Tränen nahe zu sein als sie auf Kara herabblickte.

Mrs Potter bemerkte dies offensichtlich und legte den Arm um Dannys Cousine.

„Das hier ist übrigens Oliver Wood.“ meinte Mrs Potter und nickte in Richtung des Unbekannten. „Er ist der Teamchef von Eintracht Pfützensee.“

Mrs Potter atmete kurz durch.

„Jungs...“ meinte sie zu Danny und Albus. „Was genau ist hier passiert?“

Es überraschte Danny nicht, dass er die Ereignisse zusammenfassen musste. Schnell schilderte er was geschehen war.

Alex zuckte zusammen als hätte sie ein Schockzauber getroffen als sie hörte, dass die beiden Unbekannten auch hinter ihr her gewesen waren.

„Das ist meine Schuld.“ flüsterte sie und streichelte vorsichtig die Wange ihrer Schwester. „Dad hat immer gesagt: Wenn ihr unterwegs seid, geht immer zusammen aufs Klo. Ich hätte sie nicht allein gehen lassen sollen.“

„Schätzchen so darfst du nicht einmal denken!“ widersprach Mrs Potter und drückte Alex sanft an sich. „Das war nicht deine Schuld. Lieber Himmel ich habe euch ja schließlich auch in der Loge zurückgelassen! Das hier ist ein geschützter VIP-Bereich!“

„Sehr richtig!“ meinte Oliver Wood.

Nervös fuhr er sich mit der Hand übers Gesicht.

„Diesen Wachmann werde ich mir gleich vornehmen!“ fluchte er. „Zwei Typen in Overalls tauchen auf, behaupten die Toilette ist verstopft und er lässt sie in einen Sicherheitsbereich! Verdammt nochmal! Es gibt Vorschriften! Wenn kein klarer Arbeitsauftrag vorliegt hätte er nachfragen müssen. Er hätte.....“

„Oliver!“ unterbrach Mrs Potter. „Du hast ja recht. Aber das muss warten. Wir brauchen einen Heiler und wir müssen das Auroren-Büro benachrichtigen.“

„Ja, ich kümmere mich darum.“ versprach Oliver Wood und eilte an James, Lily und Rose vorbei in den Gang.

In diesem Augenblick begann Kara sich zu regen.

Unendliche Erleichterung flutete über Alex Gesicht.

„Hey, K! Kannst du mich hören.“

„Lexie....“ nuschelte Kara und kämpfte darum die Augen zu öffnen. „Was ist....mein Kopf!“

„Schön still halten.“ meinte Danny und legte Kara die Hand auf die Stirn um zu verhindern, dass sie den Kopf zu stark bewegte.

„Was ist passiert?“ fragte Kara verängstigt in die Runde. „Ich bin aufs Klo und auf einmal....“

„Zwei Typen haben dich angegriffen.“ flüsterte Alex. „Sie wollten uns entführen.“

„Was?!“ Kara riss die Augen auf und machte Anstalten sich aufzusetzen aber Mrs Potter hielt sie zurück.

„Ruhig liegen bleiben Schätzchen.“ meinte sie nachdrücklich und strich Kara mit dem Handrücken über die Wange. „Es war gefährlich aber es wird alles wieder gut. Danny und Albus haben dich beschützt. Wir sind alle bei dir. Deine Schwester ist hier und gleich kommt ein Heiler. Alles wird wieder gut.“

Eilige Schritte erklangen vom Gang her und ein Zauberer in einem grünen Umhang betrat die Toilette. Am Umhang trug er ein goldenes Abzeichen. Ein Zauberstab der sich mit einem Knochen kreuzte.

„Heiler Collins.“ stellte er sich vor. „Bitte einmal zur Seite treten die Damen.“

Die professionelle Ruhe des Heilers war Balsam für Dannys Seele.

Schnell stellte Mr Collins fest, dass Kara eine schwere Gehirnerschütterung hatte, sowie einen Haarriss im Schädelknochen. Er ordnete an, dass sie sofort ins St. Mungo gebracht werden sollte.

„Wir verwenden einen medizinischen Portschlüssel.“ erklärte der Heiler. „Schonender Transport. Wie viele Begleitpersonen?“

„Mal sehen,“ meinte Mrs Potter. „Da wäre ich, Danny und Alex und....wollt ihr auch mit oder wollt ihr lieber....“

„Mum!“ unterbrach James entrüstet. „Du glaubst doch wohl nicht, dass wir uns nach dieser Sache einfach in die Ehrenloge fläzen und das Spiel ankucken.“

„Quidditch ist Cool Mum.“ meinte Lily. „Aber Freunde sind wichtiger.“

„Amen!“ warf Al ein.

„Und ich komm auch mit!“ legte Rose fest.

„Wie schnell ihr doch erwachsen werdet.“ seufzte Mrs Poitter.

„Nun, das sind einige Begleitpersonen.“ brummte Heiler  Collins. „Ich bin nicht sicher.....“

„Bitte Sir!“ unterbrach Kara. „Ich will jetzt nicht allein sein.“

„Das sagt ja auch niemand Schätzchen.“ lächelte Mrs Potter und strich dem verängstigten Mädchen durch den Haarschopf. „Aber wenn ich richtig informiert bin sind medizinische Portschlüssel nur für maximal zwei Begleitpersonen ausgelegt, richtig?

„Leider ja.“ bestätigte Heiler Collins. „Ich kann auf drei Begleitpersonen erhöhen aber.....“

Mrs Potter wehrte ab.

„Wir machen das so.“ legte sie fest. „Danny, Albus und Alex, ihr begleitet Kara direkt zum St. Mungo....“

„An Kara selbst gewandt fügte sie hinzu:

„Dann hast du schon mal deine große Schwester an deiner Seite und die beiden edlen Ritter die dich verteidigt haben.

Besonders Albus lief bei dem Begriff „edle Ritter“ rot an.

Danny sah es jedoch als gutes Zeichen, dass Kara darauf mit einem „meine Helden“ reagierte. Sie war verängstigt aber schaffte einen kleinen Scherz.

Mrs Potter indes fuhr fort:

„James, Lily und Rose....für euch kaufen wir einen Portschlüssel zum St. Mungo unten am Schalter.“

„Den organisiere ich direkt.“ versprach Oliver Wood. „Und der geht selbstverständlich aufs Haus. Nach all dem Ärger....“

„Danke dir Oliver.“ lächelte Mrs Potter und fuhr dann fort. „Damit wäre dann geregelt wie ihr zum St. Mungo kommt. Ich appariere erst mal nach Trever-Hall und sage euren Eltern bescheid Alex und Kara und dann treffen wir uns alle in London.“

„Hast du wieder  das Kommando Schatz.“ erkundigte sich eine freundliche Stimme von der Tür her.

Es war Mr Potter der sich gerade mit zwei Auroren durch die Reihen von James, Rose und Lily schob.

„Genau wie zu Hause.“ meinte Lily frech. „Da sagt Mum auch immer wo es langgeht.“

Scherzhaft kniff Mr Potter seiner Tochter für diese Bemerkung in den Nacken und umarmte dann seine Frau.

Danny hatte den Eindruck, dass Mrs Potter diesen Umstand durchaus genoss und aus ihm Kraft schöpfte. Auch an ihr waren die dramatischen Ereignisse nicht spurlos vorbei gegangen.

„Nun Schatz.“ meinte Mr Potter schließlich. „Was du da festgelegt hast klingt nach einem guten Plan.“

„Dann besorge ich mal den Portschlüssel.“ meinte Oliver Wood. „Schade das wir uns auf diese Weise wiedersehen Harry.“

„Tut mir auch leid Oliver.“ lächelte Mr Potter und reichte. „Wir müssen uns mal bei Seamus auf ein Drachenbräu treffen und über die alten Zeiten reden. Sagst du deinen Suchern immer noch, dass sie den Schnatz fangen oder bei dem Versuch sterben sollen?“

„Selbstverständlich!“ lachte Oliver Wood und verließ dann die Toilette um den Portschlüssel zu holen.

„So, nun aber mal Feuer unterm Kessel.“ meinte Mr Potter nun ernst. Er ging neben Kara in die Hocke und reichte ihr die Hand.

„Du musst Kara sein.“ meinte er lächelnd.

„Ja Sir.“ flüsterte die Dreizehnjährige.

„Nun mal nicht so förmlich.“ meinte der erfahrene Auror. „Mr Potter reicht völlig. Bevor man dich jetzt ins Krankenhaus bringt möchte ich gerne wissen: Was genau ist passiert?“

Einmal mehr erzählten nun alle Beteiligten was sich zugetragen hatte. Kara wie man sie niedergeschlagen hatte, Danny und Albus von ihrem Kampf mit den Entführern.

„Was ich nur nicht verstehe ist, wie diese Typen das geplant haben.“ meinte Danny schließlich als er mit seinem Bericht zum Ende kam.

„Was meinst du Alter?“ wollte Albus wissen.

„Na überleg mal Al.“ zählte Danny auf. „Alex und Kara sind erst heute bei mir und Taro eingezogen und ihre Idee, Mrs Potter, uns zum Quidditch einzuladen kam auch eher spontan. Trotzdem warteten hier zwei Typen auf uns um Alex und Kara zu entführen. Sie hatten alles dabei um euch zu fesseln, einen magischen Koffer um euch ungesehen fortschaffen zu können und wir haben ganz klar gehört, dass sie hinter euch her waren. Das war doch geplant. Nur wie? Wer konnte all das wissen und diese Sache planen?“

„Danny, dass ist genau die Frage die dein Vater in dieser Lage auch gestellt hätte.“ lächelte Mr Potter. „Mal sehen ob wir eine Antwort finden.“

Mr Potter zückte seinen Zauberstab und sagte dann beruhigend zu Kara:

„Keine Angst Kleines, was ich jetzt versuche tut überhaupt nicht weh.“

Mr Potter schwenkte den Zauberstab über Karas Brust und Augenblicke später schienen feine grüne Rauchschwaden von der Dreizehnjährigen aufzusteigen.

„Hab ich mir's doch gedacht.“ lächelte Mr Potter. „Reste eines feindseligen Zaubers. Goldstein, sehen sie sich das mal an.“

Während einer der Auroren, die mit Mr Potter eingetroffen waren, neben Kara trat und die magischen Spuren untersuchte bat Mr Potter Alex aufzustehen und führte dann den selben Aufspürzauber nochmal aus.

Auch hier zeigten sich magische Spuren.

„Die Reste eines Aufspür- und Überwachungszaubers.“ befand Auror Goldstein schließlich. „Solange er aktiv war wusste der, der ihn ausgeführt hat genau wo ihr seid oder was in eurem Umfeld gesprochen wird.“

„Da haben wir die Antwort.“ brummte Mrs Potter. „Jemand hat euch Mädchen mit diesem Zauber belegt und überwacht. Als Ginny euch eingeladen hat sah der Unbekannte seine Chance gekommen und hat den Zauber gelöst als er seine „Truppen“ in Marsch gesetzt hatte.“

„Warum hat er ihn gelöst Dad?“ wollte Albus wissen.

„Weil Kriminelle leider keine Idioten sind.“ meinte Mr Potter. „Erste Regel des Verbrechers: Lass dich nicht erwischen. Magie hinterlässt immer Spuren. Wir können nachweisen was für ein Zauber das war mit dem man Alex und Kara belegt hat aber wenn der Zauber noch bestehen würde, noch aktiv wäre, dann könnten wir ihn direkt zu dem zurückverfolgen der ihn ausgesprochen hat.“

„Ah, natürlich!“ ließ sich Rose von der Tür her vernehmen. „Als der Plan stand hat der Unbekannte seine Spuren verwischt für den Fall, dass etwas schiefgeht.“

„Genau so Rosie.“ lächelte Mr Potter. „Nun, zum Glück haben wir ja noch eine Informationsquelle“

Mr Potter wies auf den Entführer den Danny und Albus ausgeschaltet hatten.

„Anderson, schaffen sie den ins Büro. Beleben sie ihn erst wieder, wenn er in der Wartezelle sitzt und dann lassen sie ihn etwas schwitzen. Ich vernehme ihn dann selbst. Mal sehen was er zu sagen hat.“

In diesem Moment kehrte Oliver Wood zurück und übergab den Portschlüssel.

Wenig später hatte sich die Gruppe im St Mungo um Karas Krankenbett versammelt. Dannys Cousine hatte ein Einzelzimmer bekommen. Darauf hatte Mr Potter bestanden. Solange die Ermittlungen liefen wollte er die Kontrolle behalten.

Er hatte auch ein Mitglied des magischen Strafverfolgungskommandos als Wache vor Kras Tür positioniert.

Der Dreizehnjährigen ging es inzwischen wieder besser. Ihre Kopfverletzung war behandelt worden und die Heiler hatten lediglich darauf bestanden, dass Kara über Nacht zur Beobachtung blieb bis der Haarriss vollständig abgeheilt war.

Alex wich nicht von der Seite ihrer kleinen Schwester und Danny konnte das gut verstehen.

Kara musste Alex schließlich überreden auf die Toilette zu gehen.

„Alex, es geht mir wieder besser und es sind genug Leute hier die auf mich aufpassen. Ich werde nicht zulassen, dass du in die Blumenvase da drüben....“

„Schon ok!“ hatte Alex gesagt.

„Ich geh als Bodyguard mit.“ meinte Danny. „Für heute war echt genug los.“

Alex nahm das Angebot mit einem Lächeln an.

Still schritten die beiden Teenager wenig später zur Besuchertoilette des St. Mungo.

Es war Alex die schließlich das Schweigen brach.

„Gerade als ich wirklich wieder angefangen habe mich sicher zu fühlen....“ sagte sie mit einem mal zu Danny. „Gerade als ich mich so gefühlt habe als hätte ich wieder ein ganz normales Leben! Ich weiß, es war Kara die überfallen wurde aber.....“

Alex fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und ihre Augen glänzten feucht.

„Ich komm von diesem Gedanken nicht los.“ meinte sie schließlich mit erstickter Stimme. „Was wäre wenn ich losgegangen wäre um nach Kara zu sehen? Was hätten die mit uns gemacht? Ich meine....“

Danny konnte verfolgen wie Alex immer mehr aus der Fassung geriet. Was geschehen war hatte sie tief getroffen. Zuerst legte er ihr die Hand auf die Schulter. Alex griff nach der Hand und drückte sie fest.

Danny folgte daraufhin seinem Bauchgefühl und nahm seine Cousine in den Arm.

Für einen Moment klammerte sich Alex regelrecht an ihn und ihr Körper zitterte leicht als sie leise weinte.

Schließlich lösten sich die beiden wieder voneinander.

Alex wischte sich die Tränen ab und knuffte Danny gegen die Schulter.

„Du bist das Beste was uns seid Wochen passiert ist Cousin.“

„Danke dir Cousinchen.“ grinste Danny.

Er hatte das Gefühl, das gerade etwas passiert war zwischen ihnen. Bisher waren sie einfach zwei Teenager gewesen die sich sympathisch waren. Jetzt war eine Entscheidung gefallen: Sie waren Familie.

„Du, Danny,“ meinte Alex schließlich. „Dein Freund Albus....kann es sein, dass der sich etwas in meine Schwester verkuckt hat?“

„Könnte schon sein.“ grinste Danny.

Alex kommentierte das mit einem schiefen Grinsen und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ok!“ räumte Danny ein. „Er ist voll in sie verschossen.“

„Ah,“ Alex grinste. „Weißt du, nachdem wir die Potters in der Winkelgasse getroffen haben meinte Kara, dass sie Albus süß fand.“

„Na dann sollten wir uns wohl einfach zurücklehnen und den Dingen ihren Lauf lassen.“ meinte Danny.

Alex grinste noch etwas breiter und kniff ihm ein Auge zu.

Wenig später kehrten die beiden Teenager zu Karas Krankenzimmer zurück. Schon von der Tür her konnten sie die Stimmen von Mr und Mrs Danvers hören.

„....sich wirklich nicht zu entschuldigen Mrs Potter.“ hörten sie die Stimme von Alex Vater. „Es war unglaublich nett von ihnen, dass sie den Mädchen eine Freude machen wollten.“

„Allerdings.“ meinte Eliza Danvers Stimme. „Außerdem war es ein gesicherter Bereich. Den Fehler hat dieser Wachmann gemacht. Aber wie ich gerade schon gesagt habe. Ich glaube nicht, dass mein Vater das direkt geplant hat.“

„Das glaube ich jetzt nicht!“

Mit diesem wütenden Ausruf auf den Lippen platzte Alex ins Krankenzimmer.

Mrs Potter war eingetroffen ebenso die Eltern von Alex und Kara.

Mit einem wütenden Blick nagelte Alex ihre Mutter fest.

„Du verteidigst ihn?!“ fragte sie aufgebracht. „Nach allem was war verteidigst du ihn?“

„Alex, das hat deine Mutter nicht gesagt.“ hob Mr Danvers an doch Alex überging den Einwand.

„Wie kannst du nur?“ wütete sie. „Natürlich steckt er dahinter! Diese Kerle waren gezielt hinter Kara und mir her! Wer sonst sollte ein Motiv haben. Aber du.....“

„Du glaubst das wirklich, oder?“ Elizas Stimme schnitt durch die wütende Tirade ihrer Tochter.

Dannys Tante klang traurig aber sie war seltsam ruhig als sie sich erhob und vor ihre ältere Tochter trat.

„Glaubst du wirklich, dass ich deinen Großvater verteidigen würde? Das ich ihn schützen würde wenn ich glauben würde, dass er für den Angriff auf deine Schwester verantwortlich ist?“

Die traurige Ruhe in den worten ihrer Mutter warf Alex etwas aus der Bahn.

Sie unterbrach den Blickkontakt mit ihrer Mutter und meinte etwas ruhiger:

„Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll wenn es um dich geht.“

Eliza Danvers schloss kurz die Augen, dann ergriff sie das Kinn ihrer Tochter und brachte Alex dazu sie anzusehen.

„Das ist ein Problem.“ flüsterte sie und bevor Alex etwas dazu sagen konnte fuhr sie fort: „Ich habe gesagt: Ich glaube nicht, dass mein Vater direkt verantwortlich war. Ich kenne ihn nämlich besser als du! Physische Gewalt empfindet er als primitiv. ER ist ein Manipulator! Die Spinne im Netz die abwartet. Er spannt es auf und wartet was sich darin verfängt und wie es ihm nützen kann. Ist er skrupellos genug für so einen Angriff? Oh ja! Aber es ist nicht ganz seine Art. Er könnte durchaus die treibende Kraft sein aber.....“

sie schüttelte den Kopf.

„Du glaubst nicht, dass es sein direkter Plan war?“ fragte Alex in neutralem Ton.

„Nein, zu primitiv.“ meinte ihre Mutter.

In diesem Moment klopfte es an der Tür und Augenblicke später trat Mr Potter ein.

„Harry, gibt es etwas neues?“ wollte Ginny Potter wissen.

„So einiges!“ meinte ihr Mann mit einem schiefen Lächeln. „Der Kerl den Albus und Danny ausgeschaltet haben hat gesungen wie ein Vögelchen.“

Er zog sich einen Stuhl heran und wandte sich an Eliza Danvers und ihren Mann.

„Bei ihrer Einreise nach England hatten sie Hilfe von Kobolden, oder?“

„Leider war das nötig.“ räumte Jerry Danvers ein. „Geld war knapp und wir hatten die Sorge, dass mein Schwiegervater unsere Ausreise über offizielle Kanäle verhindern würde.“

„Der Kobold der uns den Portschlüssel nach England besorgt hat, hat uns auch diese Herberge in der Nocturngasse empfohlen. Sein Bruder würde sie betreiben.“ erklärte Mrs Danvers.

„Das habe ich mir gedacht.“ brummte Mr Potter. „Der Kobold der die Herberge betreibt heiß Guruck. Die beiden Männer die versucht haben ihre Töchter zu entführen sind bekannte Kleinkriminelle die schon oft für Guruck gearbeitet haben. Er hat sie auch geschickt um ihre Mädchen zu entführen.“

„Aber warum?“ wollte Alex wissen.

„Nun, das lässt sich zu deinem Großvater zurück verfolgen Kleines.“ meinte Mr Potter. „Der ehrenwerte Mr Crowfield hat eine hohe Belohnung für Informationen über euren Verbleib ausgesetzt. Einen geradezu obszön hohen Betrag. Speziell sucht er nach Informationen über seine Enkeltöchter.“

Eliza Danvers legte den Kopf in den Nacken und lachte freudlos auf.

„Siehst du Alex?“ meinte sie. „ Das ist mein Vater! Verstehst du? Er setzt diese Unmenge an Geld aus für Informationen über uns. Das ist kein Verbrechen! Er kann immer sagen, dass er sich doch nur Sorgen um euch gemacht hat und alles tun würde um zu wissen ob es euch gut geht.“

„Darauf läuft es wohl hinaus.“ meinte Mr Potter. „Das Gold ist der Köder. Mr Crowfield rechnet damit, dass es nur eine Frage der Zeit ist bis sich jemand fragt: Wenn dieser Kerl so viel Geld für Informationen über seine Enkeltöchter ausgeben würde, was zahlt er dann erst für die Mädchen selbst?“

„Und damit ist eine Situation geschaffen wo mein Vater nur gewinnen kann.“ meinte Eliza Danvers und ihre Augen glänzten feucht.

Sie blickte zu Alex und Kara.

„Wenn der Plan geklappt hätte und diese Kerle euch in die Finger bekommen hätten, hätte der Kobold euch an meinen Vater verkauft und er hätte mit euch machen können was er will. Wäre die Sache aufgeflogen hätte er seine Hände in Unschuld waschen können und sagen können: Es war eine Entführung. Ich wollte Lösegeld für meine Enkeltöchter zahlen. Sollte ein guter Großvater das nicht tun? Und jetzt hat er den Trostpreis, dass er vor Gericht behaupten kann, dass Jerry und ich nicht richtig auf euch aufpassen.“

„Das wird ihm kein Richter abnehmen.“ widersprach Mr Potter. „Ich kenne mich mit dem magischen Recht aus und in diesem Punkt kann ihnen niemand einen Vorwurf machen. Ich würde ihnen aber raten möglichst schnell in die Offensive zu gehen. Rufen sie das Gericht an und verlangen sie eine Entscheidung in der Frage des Sorgerechts. Jerry, durch meinen Schwiegervater haben sie einen Job in Aussicht. Sie können einen festen Wohnsitz nachweisen und finanzielle Sicherheit. Sie haben die besten Chancen! Schaffen sie Fakten an denen ihr Vater nicht vorbei kommt. Nur dann wird er diese Belohnung zurückziehen und nur so gewinnen sie Sicherheit für ihre Familie.“

Was werden die Danvers tun.

Das erfährt man im nächsten Kapitel.

Ich hoffe es hat euch wieder gefallen und eine schöne Woche wünsche ich.