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Und wieder auf ein neues.
Starten wir einfach mal ohne lange Vorrede aber auf jeden Fall mit: Danke für jedes einzelne Feedback.
Viel Spaß wünsche ich jetzt.
Danny zog sich wie geplant lautlos zurück und bemühte sich dann die Stufen lautstark empor zu steigen. Als er das obere Stockwerk erreichte lösten sich Mutter und Tochter gerade voneinander.
„Hey, ihr versucht nicht euch zu erwürgen, oder?“ erkundigte er sich mit Unschuldsmine.
„Nee...“ grinste Alex. „Im Wesentlichen hab ich auf deinen Rat gehört.“
„Und ich habe mir vorgenommen mir Hilfe zu suchen.“ meinte Eliza Danvers. „Ich denke, dass ich einiges aufzuarbeiten habe. Du weist nicht zufällig an wen ich mich da im St Mungo wenden muss?“
„Ich kann keinen speziellen Heiler benennen.“ gab Danny zu. „Aber am besten fragst du im Janus Thickey Flügel nach. Der ist zwar in erster Linie für Langzeit-Patienten aber dort haben sie auch Heiler für psychische Leiden und keine Sorge wegen der Kosten. In England ist medizinische Versorgung ein Grundrecht.“
„Und woher weißt du so genau wo Leute mit seelischen Leiden behandelt werden?“ erkundigte sich Eliza.
„Wegen dem Mord an Mum und Dad.“ seufzte Danny.
Ein Schatten fiel über die Züge seiner Tante.
„Ich...ich wollte dich schon lange fragen was es damit auf sich hatte.“
Danny seufzte und blickte Alex an.
„Dir und Kara hab ich es ja schon erzählt.....also.....“
Er begann für seine Tante die Ereignisse des letzten Jahres zusammen zu fassen und konzentrierte sich dabei vor allem auf die Rolle von Percy Weasley. Danny bemühte sich dabei klar zu stellen, dass es im Grunde nicht Percy Weasley gewesen war der all diese Verbrechen begangen hatte sondern die dunkle Macht die man ihm eingepflanzt hatte.
Als er schließlich geendet hatte, musste Eliza Danvers sich erst einmal setzen. Sie ließ sich auf die Stufen der Treppe sinken die ins obere Stockwerk führten.
„Ich hoffe du bist jetzt nicht sauer auf die Potters oder die Weasleys Mum?“ erkundigte sich Alex. „Ich meine gerade Mrs Potter war supernett zu uns und hat Dad geholfen einen Job zu finden.“
Eliza hob den Kopf.
Für einen Moment wirkte sie als wäre sie völlig abwesend gewesen.
„Natürlich nicht.“ meinte sie schließlich. „Ich meine, ich bin ja wohl die Letzte die jemanden verurteilen sollte wegen einem Verwandten. Sie dir meinen Vater an! Und wie furchtbar muss das für die Familie von diesem Percy sein. Zu wissen, dass ein....Ding ihn übernommen hat und nicht zu wissen ob sie ihren eigentlichen Verwandten je wieder sehen werden. In Merlins Namen! Es wäre fast leichter wenn er tot wäre. So ist er einfach nur verschwunden. Er ist da und doch nicht!“
„In der magischen Welt gibt es schlimmeres als nur den Tod.“ warf Danny ein. „Sagt unser Lehrer für VgdK auf Hogwarts.“
„Richtig!“ meinte Eliza. „Ich würde mich bei Gelegenheit nur gerne mit Mrs Potter unterhalten. Ich wüsste gerne was nun mit diesem Wesen geschehen wird, dass für Wills Tod verantwortlich ist.“
„Soweit ich weiß steckt dieses Ding noch immer in dem armen Percy drin.“ sprudelte es aus Danny heraus. Er war erleichtert, dass kein neuer Streit aufzog.. „Das St Mungo will erst verstehen wie diese schwarze Magie funktioniert bevor sie versuchen sie zu entfernen. Aber soweit Onkel Taro es mir erzählt hat ist der Plan diesen schwarzen Kristall aus Percy herauszulösen und ihn, und damit auch diese dunkle Persönlichkeit zu zerstören. Man muss nur erst sicher sein das man auch alles aus Percy Weasley herausbekommt.“
„Das ist gut.“ meinte Eliza Danvers. „Dann bekommt dieses Ding seine Strafe.“
Kurz vergrub sie das Gesicht in den Händen.
Danny verstand, dass das nicht leicht für seine Tante war. Er wusste inzwischen einiges über seine Eltern aber Eliza hatte sie gekannt.
„Eine der Lieblingsstrafen meines Vaters war es mich im Keller in diesen kleinen Raum zu sperren. Völlige Dunkelheit....Es war furchtbar!“
„Deshalb also!“ hauchte Alex. „Mum....bis heute kannst du Dunkelheit nicht ertragen. Ich hab mal einen dummen Spruch gemacht, weil du ein Nachtlicht brauchst und ich nicht.“
Eliza lächelte müde und nickte.
„Das war eine der vielen Strafen meines Vaters die er für würdevoller hielt als körperliche Gewalt.“ flüsterte sie. „Ich kann Dunkelheit nicht ertragen. Will hat mir immer geholfen. Er war ein Metamorphmagus. Er hat sich einfach in etwas verwandelt, dass in den Raum schlüpfen konnte und ist bei mir geblieben bis ich wieder raus durfte.“
„Es tut mir leid, dass ich dich damit aufgezogen habe....mit dem Nachtlicht.“ meinte Alex kleinlaut und setzte sich neben ihrer Mutter.
Eliza lächelte müde und strich ihrer Tochter liebevoll eine Haarsträne hinter das Ohr.
„Meine tapfere Alex.“ flüsterte sie. „Du bist so viel stärker als ich es je war.“
Alex wollte widersprechen aber ihre Mutter legte ihr den Zeigefinger auf die Lippen.
„Es ist wahr.“ sagte sie nachdrücklich. „Alex, ich hätte mich viel früher gegen meinen Vater wehren müssen aber jedes mal wenn er vor mir steht spüre ich diese Angst. Die selbe angst die ich gefühlt habe wenn er mich in den Keller gezerrt hat und diese dunkle Tür immer näher kam. Ich glaube ein Teil von mir hockt noch immer in diesem dunklen Keller. Trotz allem was Will für mich getan hat.
Lange blickte Eliza nun Danny an.
„Du bist ihm so ähnlich.“ flüsterte sie. „Es wird wirklich Zeit, dass ich die Schwester werde die Will in mir gesehen hat. Ich muss mir diesen Teil von mir der immer noch in diesem Keller sitzt zurück holen. Aber das muss ich selbst schaffen. Ihr Kinder könnt mir dabei leider nicht helfen.“
Noch einmal fuhr Eliza sich mit den Händen übers Gesicht.
„Der erste Schritt ist, dass ich mit den Heilern rede.“
Ihr Blick wanderte zu Alex.
„Du musst mir nur etwas Zeit geben meine Große.“ meinte sie und klang etwas entschuldigend. „Bei solchen Problemen kann man nicht einfach den Zauberstab schwingen. Das braucht Zeit.“
„Das verstehe ich.“ versicherte Alex und ließ sich nochmal von ihrer Mutter drücken.
Danny indes hatte eine Idee. Sie war ihm durch den Kopf geschossen als seine Tante „....nicht den Zauberstab schwingen....“ gesagt hatte.
Er entschuldigte sich kurz, eilte in sein Zimmer und kam mit einer länglichen Schachtel wieder zurück. Diese reichte er seiner Tante.
Als Eliza die Schachtel öffnete stockte ihr der Atem.
„Das ist der alte Zauberstab von meinem Dad.“ erklärte Danny. „Nach der Sache im letzten Jahr hab ich ihn ja diesem Percy-Etwas abgenommen und den hat das Ministerium mir praktisch gleich überlassen. Er gehörte ja meinem Dad. Er hat einen Kern aus Wampus -Fell. Damit ist er loyal zu jedem der mit meinem Vater verwandt ist. Er sollte also gut funktionieren und ich dachte er hilft dir vielleicht. Mein Dad hätte es sicher so gewollt.“
Eliza strich mit den Fingerspitzen zärtlich über das rötliche Holz des alten Zauberstabs. Kurz verharrten ihre Finger am Griff, dann jedoch schloss sie die Schachtel wieder und reichte sie Danny zurück mit dem Stab darin.
Der Vierzehnjährige war verwirrt doch seine Tante lächelte ihn an.
„Danny...“sagte sie. „Was du da gerade getan hast ist so unendlich lieb von dir und ich bin dir so dankbar für diese Geste, ich kann es nicht in Worte fassen. Aber ich kann das nicht machen.“
Danny wollte widersprechen aber Eliza stand auf und legte ihm die Hände auf die Schultern und begann zu erklären:
„Ich möchte glauben, dass es Will damit einverstanden gewesen wäre aber ich glaube, dass es für mich ein Schritt in die falsche Richtung wäre. Ich würde mich an diesen Zauberstab klammern und mich quasi wieder von meinem Bruder beschützen lassen. Ich muss aber endlich meinen eigenen Mut finden, verstehst du? Er darf mir nicht von einer Sache zufließen.“
Danny dachte darüber nach, dann nickte er.
„War wohl ne dumme Idee.“ meinte er verlegen.
„Oh nein!“ meinte Eliza und Danny konnte spüren wie sie seine Schultern etwas fester drückte. „Danny, nein, es war eine wundervolle Geste und sie hat mir viel gegeben. Es bedeutet für mich, dass es noch nicht zu spät ist um ein paar Dinge richtig zu rücken. Es bedeutet.....“
Sie blickte jetzt auch zu Alex.
„Es bedeutet, dass die Menschen, auf die es für mich ankommt, mich noch nicht aufgegeben haben.“
Ihr Blick kehrte zu Danny zurück.
„Aber ich darf mich nicht mehr beschützen lassen Danny. Ich muss mir Hilfe holen und endlich mehr werden als ein kleines Mädchen das Angst vor der Dunkelheit hat. Dazu gehört auch mein eigener Zauberstab.“
Danny nickte. Das verstand er.
Alex indes trat neben ihre Mutter und schlang die Arme um ihre Hüften.
„Das....DAS.....ist meine Mum!“ sagte sie.
Eliza reagierte auf dieses Lob indem sie ihre Tochter fest umarmte.
„Da fällt mir ein.“ meinte Danny nach einigen Augenblicken. „Es ist Post für euch gekommen.“
Er zog den Brief hervor und reichte ihn seiner Tante.
„Oh,...!“ meinte Eliza erfreut und wischte sich die letzten Tränenspuren von den Wangen. „Der ist von der Hogwarts-Schule. Das die so schnell reagieren....?“
„Hast du die Notlage deiner Familie erwähnt?“ wollte Danny wissen.
Eliza nickte.
„Dann ist es kein Wunder!“ meinte Danny. „Da war McGonagall bestimmt auf 180.“
Eliza riss den Brief auf und überflog die Zeilen. Freude und Erleichterung breiteten sich auf ihrem Gesicht aus.
„Hogwarts ist bereit dich und Kara aufzunehmen.“ erklärte sie an Alex gewandt. „Schulleiterin McGonagall schläft ein Treffen hier auf Trever Hall vor. Morgen Abend gegen 18 Uhr.“
„Sollte kein Problem sein.“ meinte Danny. „Taro dürfte da zwar auf der Arbeit sein aber es geht ja in erster Linie um euch.“
„Und Kara können wir doch morgen früh aus dem St Mungo abholen, oder?“ wollte Alex wissen.
„Das ist der Plan.“ bestätigte ihre Mutter. „Wir holen deine Schwester ab, ich will mit den Heilern reden und, dass haben wir mit deinem Onkel abgesprochen Danny, Jerry und ich wollen uns dann neue Zauberstäbe beschaffen. 18 Uhr wäre denke ich eine gute Zeit. Professor McGonagall schreibt hier, dass das Gespräch etwa eine Stunde gehen soll. Sie möchte sich ein Bild davon machen wie weit ihr in eurer Ausbildung seid. Gegebenenfalls will sie euch Schüler vorschlagen die euch Nachhilfe geben können wenn ihr irgendwo was nachholen müsst.“
„Na, so schlecht ist die Ausbildung auf Ilvermorny aber nicht.“ ereiferte sich Alex.
„Sagt auch niemand Schatz.“ hielt Eliza dagegen. „Aber Hogwarts und Ilvermorny haben unterschiedliche Lehrpläne. In manchen Fächern werdet ihr euren neuen Mitschülern etwas voraus haben in anderen werdet ihr etwas aufholen müssen.“
„Gibt es da solche Unterschiede?“ wunderte sich Alex.
„Durchaus.“ meinte ihre Mutter. „Zum Beispiel wenn es um Pflege magischer Geschöpfe geht. Die meisten Lehrer konzentrieren sich da im ersten Jahr auf Wesen, die in der jeweiligen Region heimisch sind. Eure Lehrer haben doch die vier Wappentiere im ersten Jahr besprochen, oder?“
Alex nickte.
„Und da hast du uns schon was voraus Cousinchen.“ warf Danny ein. „Über Donnervögel weiß ich einiges. Wegen dem Abenteuer von mir und meinen Freunden hat unser Lehrer Hagrid das mit besprochen aber Wampus-Katzen und gehörnte Schlangen? Die hatten wir nicht. Hattet ihr schon Kelpies und Rotkappen?“
Alex schüttelte den Kopf.
„Nee, leider nicht.“
„Schon ok, kannst dir meine Notizen ansehen.“ tröstet Danny.
„Mach dir jetzt nicht zu viele Sorgen meine Große.“ beschwichtigte Eliza. „Ihr beide, du und Kara schafft das schon. Wie gesagt: In manchen Punkten seid ihr voraus und in anderen müsst ihr was nachholen. Professor McGonagall verspricht hier, dass man euch da helfen wird und Hogwarts hat da auch Erfahrung. Ihr seid nicht die Ersten Schüler die gezwungen sind während ihrer Ausbildung die Schule zu wechseln. Das Gespräch morgen soll da helfen, damit man weiß wo man ansetzen muss. Sie schreibt auch, dass man euch bei dieser Gelegenheit auf eure Häuser einteilen wird.“
„Das ist denke ich ganz gut so.“ gluckste Danny. „Bei uns gibt es immer eine Auswahlfeier zu Beginn des Schuljahres. Stellt dir mal vor du müsstest mit Kara zwischen den Erstklässlern stehen, vor der ganzen Schule!“
„Ich würde sterben!“ meinte Alex entsetzt. „Wie läuft das mit der Auswahl bei euch eigentlich ab. Auf Ilvermorny treten wir vor vier Statuen in Form der Wappentiere der Schulhäuser und wenn die reagieren gehört man zu dem jeweiligen Haus. Manchmal reagieren auch zwei oder sogar alle. Dann kann man selbst wählen.“
„Ist eigentlich ein Geheimnis bei uns.“ grinste Danny. „Die meisten in meinem Jahrgang wussten nicht was sie erwarten würde. Mr Potter hatte Albus aber schon verraten wie die Auswahl ablaufen würde. Flatternde Nerven.“
„Wie bei Kara.“ gluckste Alex. „Die hatte in unserem Zimmer, aus Kissen und so, vier Statuen nachgebaut und hat das mit der Auswahl geübt.“
„Stimmt!“ lachte Eliza. „Sie wollte nicht doof aussehen wenn sie vor die Statuen tritt.“
„Gut vorbereitet sein ist eben alles.“ lachte Danny. „Bei uns muss man den sprechenden Hut aufsetzen. Der hat vor langer Zeit Godric Gryffindor selbst gehört. Die Gründer von Hogwarts haben zu ihren Lebzeiten ihre Schüler ja handverlesen. Da sie wussten, dass sie das nicht für immer tun können haben sie Gryffindors Hut so verzaubert, dass er praktisch lebt und in die Seelen zukünftiger Studenten blicken kann. Der Hut beurteilt dann in welches Haus man am besten passt.“
„Ein Hut beurteilt uns?“ fragte Alex sarkastisch.
„Statuen beurteilen euch?“ schoss Danny zurück.
Alex hob abwehrend die Hände.
„Schon ok.“ meinte sie. „Aber man selbst hat überhaupt keine Wahl?“
„Die letzte Entscheidung trifft der Hut.“ erklärte Danny. „Aber deine Meinung ist gefragt. Der Hut redet regelrecht mit dir. Als ich ihn aufgesetzt habe, hab ich zuerst an Hufflepuff gedacht weil es das alte Haus von meiner Mum war. Das hat dem Hut aber nicht gereicht. Er wollt einen besseren Grund für dieses Haus, weil er meinte, dass ich auch in andere Häuser passen würde.“
„Ah, das finde ich gut.“ freute sich Alex. „Und wie lange dauert es bis man eingeteilt ist.“
„Das ist unterschiedlich.“ erklärte Danny. „Wenn es länger als fünf Minuten dauert bist du ein sogenannter Hutklemmer.“
Danny beantwortete Alex noch einige Frage zu Hogwarts. Nun da die Zulassung eingetroffen war wollte seine Cousine alles wissen und dem Vierzehnjährigen machte es spaß ein wenig mit seiner Schule anzugeben. Er beschrieb Alex auch die vier Gemeinschaftsräume und verschwieg nicht, dass er sich in drei reingeschlichen hatte.
Später am Abend kam Jerry Danvers nach hause und konnte verkünden, dass er in einer Woche im Ministerium anfangen konnte. Der Job war unter Dach und Fach.
Eliza freute sich für ihren Mann und sprach mit ihm über die Möglichkeit sich Hilfe zu suchen was ihre Angst betraf. Jerry wurde sehr ernst als er das hörte und versprach seiner frau, dass er sie unterstützen würde.
„Ich habe das immer in dir gespürt Liz.“ meinte er. „Wann immer wir von deinem Vater gesprochen haben....wann immer wir mit ihm zu tun hatte. Da war einfach etwas in dir.....ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll.“
Danny und Alex konnten Eliza deutlich ansehen, dass es sie traf wie offensichtlich ihre seelischen Wunden doch gewesen waren.
„Zeit das loszuwerden.“ meinte sie tapfer und hielt Wort.
Am nächsten Tag sprach sie mit den Heilern im St Mungo. Man verwies sie an eine Heilerin mit Namen Padma Patil. Diese hatte sich auf Fälle von Trauma-Bewältigung spezialisiert und riet Eliza Danvers sich einer Therapie-Runde anzuschließen die sich zweimal die Woche traf.
„Meine Liebe, sie sind mit derartigen Problemen nicht allein.“ versicherte die Heilerin. „Etwa ein Drittel meiner Patienten in der Gruppe haben mit Kinheits -Traumata zu kämpfen. Die alten Zauberer-Familien üben oft ein schreckliches Maß an Druck auf ihre Kinder aus damit sie deren Vorstellungen von wahrem Zauberer-Stolz erfüllen. Ich kann ihnen keine Namen nennen aber ich habe einen Patienten der von seinem, inzwischen verstorbenen Vater, mit der Cruciatus-Fluch bestraft wurde. Sie müssen sich nicht schämen. Wichtig ist, dass sie diesen Kreislauf der Gewalt nun durchbrechen wollen.“
Allein der Umstand nicht allein zu sein gab Eliza Danvers Kraft.
Kara reagierte mit Panik auf den Umstand, dass sie bereits am Abend einem Hogwarts-Haus zugeteilt werden sollte.
„Keine Sorge!“ scherzte ihre Schwester. „Ich hab was für dich.“
Aus einer alten Kleidertruhe hatte Alex einen alten Hut ausgegraben. Es war eine von Motten zerfressene Abscheulichkeit. Ein violetter Spitzhut den jemand mit getrockneten Seesternen dekoriert hatte. Diesen reichte sie nun Kara.
„Damit kannst du üben.“ meinte sie.
Kara versuchte darauf hin ihre Schwester mit einem Kissen zu ersticken.
„Ich glaube es geht aufwärts mit unserer Familie.“ lachte Eliza.
„Ganz sicher.“ stimmte Jerry zu. „Die Mädchen haben seid wenigstens einer Woche nicht mehr versucht sich umzubringen.“
Auch der Besuch in der Winkelgasse verlief erfreulich.
Mr Ollivander konnte Eliza Danvers zu einem Zauberstab aus Weißdorn mit Drachenherzfaser im Kern verhelfen während Jerry von einem Stab aus Tannenholz mit Einhorn-Haar ausgewählt wurde.
Da er nun einen neuen Zauberstab vorweisen konnte war für ihn auch die letzte Hürde genommen um wieder in den Beruf einzusteigen.
Speedy wurde gefordert wie seid langem nicht mehr.
Zunächst überbrachte er die Zustimmung der Danvers für das Treffen mit Professor McGonagall, dann eine Kopie von Jerry Danvers Zauberstab-Registrierung zum Ministerium und schließlich wurde es Zeit für einen weitern Floh-Flug zu Alex Freundin Jenna.
Die kleine Eule hatte die Zeit ihres Lebens und glühte vor Begeisterung.
Schließlich war der Abend gekommen und die Danvers Familie erwartete den Besuch im Wohnzimmer.
Taro hatte keine Einwände gehabt und so stand dem Besuch nichts im Weg.
Alex war die Ruhe selbst während Kara ein Nervenbündel war. Sie hatte sich dreimal umgezogen und konnte nur von ihren Eltern davon abgehalten werden ein viertes Mal die Garderobe zu wechseln.
„Kara-Schatz jetzt beruhige dich bitte.“ lächelte ihr Vater und brachte die aufgeregte Dreizehnjährige dazu sich zu setzen.
„Du hast leicht reden Dad!“ jammerte Kara. „Ich bin schon in Ilvermorny fast gestorben bei der Auswahl.“
„Du hast doch geübt!“ spottete Alex.
Bevor Kara reagieren konnte klopfte es an der Tür und Jakubi verkündete, dass das Gemälde von Dannys Großonkel Frederic (einem ehemaligen Hogwarts-Professor der auch ein Gemälde in der Schule hatte) angekündigt hatte, dass die Schulleiterin in kürze eintreffen würde.
Danny verließ das Wohnzimmer um Professor McGonagall in Empfang zu nehmen.
Als er die Küche betrat züngelten bereits grüne Flammen aus dem Kamin und Augenblicke später verließ die Schulleiterin die Feuerstelle.
Auch Danny musste gegen einen Frosch im Hals ankämpfen als er Professor McGonagall begrüßte. Es geschah nicht jeden Tag das seine Schulleiterin bei ihm zu Hause zu Besuch war.
Danny führte Professor McGonagall ins Wohnzimmer und dort begrüßte sie die Familie Danvers. Als Alex und Kara der Schulleiterin vorgestellt wurden bedachte McGonagall die beiden Mädchen mit einem dieser Blicke die verrieten wie sehr sie sich doch um ihre Schüler sorgte.
„Meine Damen.“ meinte sie. „Ihre Mutter hat mir in ihrem Schreiben ihre Notlage bereits angekündigt. Das ganze muss eine schreckliche Angelegenheit für sie sein und ich werde kein weiteres Salz in ihre Wunden streuen indem ich die Sache noch weiter diskutiere.“
Sie blähte kurz die Nasenflügel.
„Diese Angelegenheit ist sowieso der Diskussion nicht würdig. Wenden wir uns lieber dem Ansinnen zu ihre Zukunft zu sichern meine Damen. Mit der Erlaubnis ihrer Eltern würde ich ihnen gerne einige Fragen stellen was ihre Ausbildung betrifft.“
Die nächste Dreiviertelstunde verbrachte Professor McGonagall damit das wissen von Alex und Kara zu prüfen. Sie erkundigte sich was die Mädchen in den verschiedenen Fächern zuletzt behandelt hatten, stellte einige Wissensfragen und machte sich Notizen.
„Gut,“ meinte sie schließlich. „Ich sehe, ihre Lehrer waren gründlich und haben ihren Ausbildungsstand sehr gut in ihren Noten wiedergegeben. In den meisten Fächern dürften sie keine Schwierigkeiten haben. Ich rate ihnen beiden sich nicht zu scheuen nachzufragen wenn es kleinere Probleme gibt. Manche Lehrer gehen unterschiedlich an den Stoff heran. Reden sie mit ihren Professoren wenn ihnen Unterschiede auffallen und stimmen sie sich ab. In Zauberkunst und Zaubertränke dürften sie sogar einen gewissen Vorsprung haben. Das ist erfreulich und gibt ihnen die Möglichkeit sich auf andere Bereiche zu konzentrieren wo sie etwas aufholen müssen.
Vor allem in „VgdK“ und „Pflege magischer Geschöpfe“.“
McGonagall atmete kurz durch.
„Was „Pfleg magischer Geschöpfe“ angeht ergibt sich eine kleine Lücke was heimische Tierwesen angeht. Das war zu erwarten und sie werden schnell aufholen. Da mache ich mir keine Sorgen. Was „VgdK“ angeht....Ich will meinen Kollegen von Ilvermorny keinen Vorwurf machen aber sie sind etwas zurück was Flüche und Gegenflüche angeht. Ihr bisheriger Professor scheint sich in erster Linie auf schwarzmagische Geschöpfe konzentriert zu haben sowie die magische Rechtsprechung.“
„Das stimmt leider.“ meinte Alex. „Professor Hornby hat immer gemeint: Das Kämpfen lernt ihr früh genug.“
„Mit Flüchen und so wollte er erst geschlossen in der fünften Klasse anfangen.“ steuerte Kara bei.
„Ich kann die Argumentation nachvollziehen.“ nickte McGonagall. „Doch teilen kann ich sie nicht. Flüche sind auch nicht meine bevorzugte Form der Magie aber sie sind ein komplexes Thema. Diesen gesamten Themenkomplex auf das ZAG Jahr zu verschieben setzt die Schüler doch sehr Unterdruck.“
„Das ist eine Kritik die ich auf so manchem Elterntag gehört habe.“ warf Eliza Danvers ein. „Aber Professor Hornby ließ in diesem Punkt nicht mit sich reden.“
„Nun, ich werde mit unserem Professor Gravenstein über die Lage reden und ihn um einige Zusatzaufgaben für sie bitten meine Damen. Zusätzlich rate ich ihnen sich Nachhilfe von einem Schüler ihres jeweiligen Jahrgangs geben zu lassen. Die Lücke ist nicht unüberbrückbar. Alex, sie können sich denke ich an ihren Cousin hier wenden. Daniel, sie sind einer der Besten in ihrem Jahrgang was Verteidigungs-Magie angeht.“
„Ich helfe gerne.“ versicherte Danny.
„Wunderbar.“ lächelte McGonagall. „Vielleicht bemühen sie auch ihren Vormund. Mr Isurgie ist ja ehemaliger Auror und kann ihnen sicher helfen. Mr und Mrs Danvers....ich rate ihnen ihren Töchtern die Anwendung von Magie in den Ferien zu gestatten dmit die Mädchen üben können. Nutzen sie die Zeit bevor die Schule wieder beginnt.“
„Das ist denke ich sinnvoll.“ meinte Mr Danvers.
„Die Mädchen müssen sich ja auch an ihre neuen Zauberstäbe gewöhnen. Auf jeden Fall.“ stimmte Eliza zu.
„Wunderbar.“ freute sich McGonagall. „Kara, sobald wir sie und ihre Schwester einem Haus zugeteilt haben gebe ich ihnen eine Liste mit Schülern ihres Jahrgangs die für Nachhilfe in Frage kommen. Natürlich können ihr Cousin und Mr Isurgie auch für sie hilfreich sein aber ich denke es wäre gut wenn sie in ihrer Jahrgangsstufe und in ihrem Haus schon ein wenig Kontakte knüpfen.“
Kara nickte begeistert.
„Gut, ich denke dann kann ich ihnen die Zulassung für Hogwarts formell aussprechen.“ meinte McGonagall und reichte dem Ehepaar Danvers zwei Bögen mit Pergament auf denen die Bücher und sonstige Unterrichtsmittel aufgeführt waren.
„Bleibt also nur noch die Mädchen ihren Häusern zuzuteilen.“
Mit diesen Worten hob McGonagall einen kleinen Holzkasten auf den Wohnzimmertisch. Mit einem Schwenk ihres Zauberstabs rief die Schulleiterin einen leeren Sessel neben sich und klappte den Kasten auf.
Wie Danny es erwartet hatte enthielt er den sprechenden Hut.
McGonagall erklärte den Danvers Schwestern den Vorgang und rief dann zunächst Alex zu sich heran.
Nun doch etwas nervös nahm diese auf dem Sessel neben der Schulleiterin platz und McGonagall setzte ihr den Hut auf.
„So, so!“ schnarrte der Hut. „Das hatten wir schon lange nicht mehr. Ein älteres Köpfchen. Mhm! Da sehe ich schon klare Vorstellungen und.....ja....das ist eindeutig! Gryffindor!“
„Meinen Glückwunsch.“ lächelte McGonagall. „Ein sehr ehrenwertes Haus Miss Danvers. Hier....“
Sie reichte Alex einen kleinen Zettel.
„Gebens sie das dem Schneider wenn sie ihre Schulumhänge kaufen. Sie erhalten sie dann in den entsprechenden Hausfarben. Kara, darf ich sie dann bitten.
Kara machte den Eindruck als würde sie der Kraft ihrer Beine nicht ganz trauen, schaffte es aber sich in den Sessel zu setzen.
„Auch ein interessantes Köpfchen.“ bewertete der Hut. „Neugierig ist die junge Dame und hat einen wachen Verstand. Ich denke du bist am besten aufgehoben in Ravenclaw!“
Eine gewaltige Last schien von Kara abzufallen als McGonagall ihr den Hut abnahm und auch ihr den Berechtigungsschein übergab.
„Nun meine Damen.“ meinte McGonagall und erhob sich.
Sie reichte zuerst Alex und dann Kara die Hand.
„Bleibt mir nur noch zu sagen: Willkommen auf Hogwarts. Ich bin sicher sie werden ein Gewinn für die Schule sein.“
So, das war es für heute.
Hoffe es hat euch gefallen und ihr seid mit der Wahl des Hutes zufrieden.
Guten Start in die neue Woche!