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Jenna

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Jenna

So, da bin ich wieder.

Beruflich hängt zwar einiges in der Schwebe aber es sieht hoffnungsvoll aus.

Daher geht es heute weiter.

Viel Spaß.

Danny stieg die Stufen zu Alex Zimmer empor.

Inzwischen wohnte die Familie Danvers seid einer Woche auf Trever Hall und es überraschte den Vierzehnjährigen wie natürlich es sich inzwischen anfühlte.

Besonders mit seiner Cousine Alex hatte Danny sich gut angefreundet.

Für Rose gab es zwar eindeutig keinen Grund eifersüchtig zu sein aber Danny hatte das Gefühl, dass sich eine echte Freundschaft aufgebaut hatte.

Er musste an das denken, was seine Tante gesagt hatte: Wenn sie nicht den Fehler gemacht hätte auf die Wünsche ihres Vaters einzugehen, wären er und Alex wie Geschwister aufgewachsen.

Nachdem er seine Cousine nun etwas besser kennengelernt hatte tat es Danny fast leid, dass sie so viel Zeit verloren hatten.

Inzwischen hatte er die Tür von Alex Zimmer erreicht und klopfte an.

Alex gab ihm die Erlaubnis einzutreten und Danny öffnete die Tür.

„Hey junge Löwin!“ rief er Alex zu die bäuchlings auf ihrem Bett lag.

Sie verdrehte die Augen.

„Ich fühl mich noch mehr wie ein Donnervogel Dachs-Bro!“ schoss sie zurück.

„Warte bis du Hogwarts siehst.“ lachte Danny. „Und Gryffindor ist ein tolles Haus. Nicht so gut wie Hufflepuff aber....“

Drohend hob Alex ein Kopfkissen.

Danny hob abwehrend die Hände.

„Gute Nachrichten?“ erkundigte sich Danny und wies auf den Brief den Alex offenbar gerade gelesen hatte.

„Von Jenna.“ grinste Alex. „Ihre Mutter hat zugestimmt ihr ein Austauschjahr zu ermöglichen und der Antrag an Hogwarts ist raus, Ich sage dir, wenn das noch dieses Jahr klappt werde ich jedem verkünden, dass Hogwarts die beste Schule der Welt ist. Kuck mal, das hat sie mitgeschickt!“

Alex reichte Danny ein Zauberfoto. Es zeigte Alex und ein weiteres Mädchen im selben Alter. Sie hatte ein fein geschnittenes Gesicht, karamelbraune Haut und lange schwarze Haare.

„Jenna?“ fragte Danny.

„Das Foto haben wir gemacht als ich sie in den Ferien besucht habe.“ meinte Alex verträumt als Danny ihr das Bild zurückreichte. „Ich vermisse sie.“

„Keine Sorge.“ meinte Danny. „Ich hab mit Onkel Taro gesprochen. Wenn Jenna ihre Zusage von Hogwarts bekommt ist sie willkommen den Rest der Ferien hier bei uns zu verbringen. Jakubi ist auch begeistert. Er kann gar nicht genug Leute haben um die er sich kümmern kann.“

„Ich glaube langsam hat er sich auch an uns gewöhnt.“ lächelte Alex.

„Denke ich auch.“ meinte Danny. „Ich denke ihm entgeht in diesem Haus nicht viel und er hat mitbekommen, dass deine Mum es ernst meint mit einem neuen Anfang.“

„Ja, muss ich zugeben.“ räumte Alex nachdenklich ein. „Sie hatte schon zwei Therapiestunden und ich glaube sie tun ihr gut. Nach der ersten hat sie ja erst mal nur geheult aber.....“

„Zeigt das da wirklich eine Menge bei ihr im Kessel brodelt.“ brummte Danny.

„Stimmt.“ meinte Alex. „Sie wirkt aber entschlossener denn je ihrem Vater die Stirn zu bieten und das ist gut so. Morgen wird es schließlich ernst. Denkst du dieser Rechtsbeistand den Mr Potter empfohlen hat bringt es? Wie hieß er noch? Justin.....?“

„Finch-Fletchley.“ sagte Danny. „Justin Finch-Fletchley. Offenbar kennt Mr Potter ihn aus seiner Zeit auf Hogwarts und er scheint gut zu sein. Außerdem ist der Fall ziemlich klar.“

„Weiß ich ja.“ Alex hob die Schultern. „Trotzdem....nach dem Entführungs-Versuch bin ich halt etwas nervös. Aber Respekt vor Kara. Ich hätte erwartet, dass sie sich hier unter der Bettdecke verkriecht. Statt dessen ist sie bei den Potters.“

„Albus hat sich ja geradezu darum gerissen ihr die Nachhilfe geben zu dürfen.“ schmunzelte Danny.

„Warum wohl frage ich mich.“

Alex tat als müsse sie scharf nachdenken dann begann sie und Danny gleichzeitig zu lachen.

„Die beiden stehen total in Flammen, oder?“ fragte Alex atemlos.

„Total!“ gluckste Danny. „Aber so schüchtern wie sie sind könnte es noch eine Weile dauern. Daher hab ich Lily einen Tipp gegeben.“

„Als kleine Schwester?“ fragte Alex. „Was hat sie damit zu tun.“

„Oh, sie hat auch mir mit Rose auf die Sprünge geholfen.“ meinte Danny und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.

„Ah!“ meinte Alex mit wissendem Grinsen. „Wie war euer Date gestern?“

„Ein Gentleman genießt und schweigt.“ gab Danny zurück.

„Da musst du dir was besseres einfallen lassen Dachs-Bro!“ beharrte Alex.

„Ok junge Löwin.“ meinte Danny herausfordernd. „Du kannst mich jetzt weiter ausquetschen aber dann werde ich das gleiche tun wenn Jenna hier einzieht.“

„Ich habe mich gerade entschieden deine Privatspähre zu achten Danny.“ gab Alex nach und seufzte dann. „Ist cool das du da bist. Morgen ist die Anhörung und ich will echt nicht darüber nachdenken.“

„Hab ich mir schon gedacht.“ lächelte Danny. „Deshalb bin ich auch hier. Kara, ganz Ravenclaw hat ja in Albus einen Nachhilfelehrer gefunden. Du bist in meinem Jahrgang. Warum legen wir nicht los? Taro und ich haben diesen Übungsraum hier.....Und Kampfzauber? Das fühlt sich doch fast nicht nach lernen an, oder?“

Alex war sofort Feuer und Flamme.

„Genau die Ablenkung die ich brauche und ich hab in den letzten Tagen mit meinem neuen Zauberstab geübt. Ich denke ich hab ihn jetzt gut genug im Griff. Womit fangen wir an?“

„Also, Kampfmagie ist zwar was Neu für dich aber du bist keine Erstklässlerin. Ich denke wir können etwas anspruchsvoller anfangen. Ich dachte wir versuchen erst den Schlildzauber und dann vielleicht den Schockzauber. Abblocken und der Schocker. Das ist so ziemlich die Grundlage für alles andere.“

„Klingt cool!“ freute sich Alex und griff ihren Zauberstab. Nachdenklich strich sie über das glatte, dunkle Holz. „Ich hab mal gehört, dass Zauberstäbe einem nicht mehr treu sind wenn man sie im Kampf verliert.“

„Stimmt nicht ganz.“ verbesserte Danny. „Ein Zauberstab bindet sich immer stark an seinen ersten Meister. Bei den meisten Stäben ist es so, dass sie nur für diesen Meister all ihre Kraft zur Verfügung stellen. Bei jedem andern funktionieren sie nicht so gut es sei denn sie werden im Kampf gewonnen. Es gibt glaube ich nur einen Stab der total die Loyalität wechselt wenn er mit Gewalt genommen wird. Das wäre der Elder-Stab. Das war nach der Legende die große Schwäche dieses Stabes. Ja, er macht dich mächtig aber er hat praktisch keine Treue. Diesem Stab ging es nur um Macht.“

„Woher weißt du so viel über Zauberstäbe?“ erkundigte sich Alex als sie die Treppe empor stiegen. „Hab viel drüber gelesen.“ erklärte Danny. „Ich finde das Thema total spannend. Ich meine ein Kessel ist ein Kessel und ein Schulbuch ist ein Schulbuch aber der Zauberstab?! Der ist mehr! Irgendwie lebendig. Dann ist mein Zauberstab auch noch im ersten Schuljahr mit Drachenfeuer verstärkt worden und hat eine besondere Verbindung zu den Stäben meiner Freunde.... Ich müsste ja echt ein Troll sein um mich nicht dafür zu interessieren.“

„Ok!“ grinste Alex. „Das kann ich verstehen.“

Wenig später erreichten die beiden Teenager den Trainingsraum wo Taro schon Danny und seinen Freunden Unterricht gegeben hatte.

Danny begann mit dem Schildzauber.

Zwar stand der nicht gerade auf dem Lehrplan für Erstklässler aber Danny hatte sich mit Taro unterhalten bevor er mit der Nachhilfe anfing. Der alte Japaner hatte seinem Neffen geraten nicht unbedingt nach dem Lehrplan vorzugehen.

Der Unterricht der Erstklässler diente vor allem dazu, das die Schüler einen stabilen Zugang zu ihrer Magie fanden und ihre Kräfte einschätzen lernten.

Alex war keine Erstklässlerin. Sie hatte stabilen Zugang zu ihrer Magie und war lediglich nicht in kombativer Anwendung unterrichtet worden.

Unter diesem Gesichtspunkt war Danny seine eigenen alten Aufzeichnungen durch gegangen. Er konnte Grundübungen überspringen, ebenso Unterricht  betreffend schwarzmagische Tierwesen oder Verunreinigungen durch Spukbilder.

Es überraschte ihn selbst aber die Liste mit Kampfzaubern und Flüchen die Alex und Kara aufholen mussten war gar nicht so lang.

Hier zeigte sich auch wie nützlich es war, dass die Rumtreiber im Grunde seid der ersten Klasse so eine Art VgdK-Club gegründet hatten.

Um Diggory ein Schnippchen zu schlagen hatten Danny und seine Freunde immer etwas vorgearbeitet und dieser Vorsprung machte es ihnen in VgdK oft leichter.

Bei Alex begann Danny mit dem Schildzauber weil dieser der Inbegriff von Schutz war. Außerdem nützte es nichts austeilen zu können wenn man nicht einstecken konnte.

Schnell zeigte sich, dass Alex eine geschickte Hexe war. Schon nach einer Stunde konnte sie einen  beachtlichen Schild aufbauen.

„Das mit dem Rundumschutz fällt mir noch etwas schwer.“ räumte Alex ein als sie eine Pause einlegten.

Die beiden Teenager hatten sich auf einer hölzernen Sitzbank am Rande des Raums niedergelassen.

„Geht uns allen so.“ versicherte Danny. „Dein neuer Hauslehrer, Professor Gravenstein, hat das damit erklärt, dass bei uns Menschen die Wahrnehmung eben einfach nach Vorne  ausgerichtet ist. Das spiegelt sich in der Art wie wir zaubern wieder. Bleib da einfach dran, übe weiter und versuch dir weiterhin den Schild wie eine Glocke oder Blase vorzustellen. Ich meine, es kann ja auch keiner erwarten, dass du nach gerade mal einer Stunde üben gleich perfekt bist. Ich denke wir können jetzt auch mit dem Schockzauber loslegen. Ich wollte nur sichergehen, dass du erst den Schild drauf hast bevor wir uns Kampfzauber an den Kopf werfen junge Löwin.“

„Der Dachs-Bro ist weise.“ orgelte Alex. „Tut es denn weh wenn man von einem Schockzauber getroffen wird?“

„Im Grunde nicht.“ erklärte Danny. „Es hängt aber davon ab wie viel Kraft du in den Zauber packst. Wenn du viel Kraft aufwendest kann das ganz schön aufs Nervensystem gehen. Es müssten aber schon mehrere Zauber auf einmal auf dich treffen damit ein Schocker ernsthaften schaden anrichten kann. Es fühlt sich im Grunde an als ob dich ein heftiger schlag trifft. Nicht von außen....er fährt irgendwie durch deinen ganzen Körper. Es tut nicht wirklich weh aber angenehm ist es auch nicht. Und es kann dich auf die Bretter schicken.“

„Cool!“ grinste Alex. „Wollen wir?“

„Am besten nehmen wir eine der Übungspuppen da drüben.“ schlug Danny vor und erhob sich von der Bank.

Als Alex ihm Folgte trat sie sich aus versehen auf den Schnürsenkel ihres Turnschuhs.

„Mist.“ fluchte sie leise und begann den Schuh neu zu schnüren.

Danny ging zum anderen Ende des Raumes und begann damit eine der Übungspuppen aufzustellen.

Gerade als er damit fertig war hörte er wie leise die Zugangstür geöffnet wurde.

Er wäre besorgt gewesen weil sich der Neuankömmling an Alex heranpirschte aber Danny erkannte das Mädchen, dass Alex ihm auf dem Foto gezeigt hatte.

Es war ganz offensichtlich Jenna. Alex Freundin.

Diese schlich sich nun an Dannys Cousine heran und legte ihr von hinten die Hände vor die Augen.

„Rate mal wer?“ fragte sie.

„Jenna!“ jubelte Alex und drehte sich zu ihrer Freundin um.

Danny spürte wie seine Ohren brannten als sich die beiden Mädchen leidenschaftlich begrüßten.

….Ich muss Rose mal wieder besuchen.....schoss es dem Vierzehnjährigen durch den Kopf und er spürte wie seine Ohren noch etwas stärker brannten.

„Was machst du denn hier?“ erkundigte sich Alex gerade begeistert als sie und Jenna sich wieder von einander gelöst hatten.

Jenna lachte.

„Du hast doch geschrieben, dass ihr morgen den Termin vor Gericht habt.“ erklärte sie. „Ich hab meiner Mum keine ruhige Minute mehr gelassen und schließlich hat sie zugestimmt, dass ich euch besuchen darf. Ich wollte bei dir sein wenn es morgen ernst wird und Mum hat mit diesem Mr Isurgie über das Ministerium kommuniziert. Sie arbeitet ja für den MACUSA und hat da einen direkten Draht. Ich wollte dich überraschen.“

„Oh, du bist so durchtrieben.“ meinte Alex scherzhaft. „Da wirst du mich aber besänftigen müssen damit ich dir diese Täuschung verzeihe.“

„Ich werde mir alle Mühe geben.“ versprach Jenna und rieb ihre Nasenspitze an die von Alex.

„Soll ich euch etwas alleine lassen?“ erkundigte sich Danny.

Erst jetzt schienen sich die beiden Mädchen daran zu erinnern, dass sie nicht völlig allein waren.

„Sorry Danny.“ meinte Alex verlegen. „Jenna, darf ich vorstellen: Das ist mein Cousin Danny. Ohne ihn und seinen Onkel sähe es für uns jetzt weit schlimmer aus.“

„Freut mich sehr!“ lächelte Jenna. „Ich bin Jenna Vega.“

„Alex hat viel von dir erzählt.“ grinste Danny. „Freut mich, dass wir uns endlich kennenlernen.“

„Freut mich auch.“ strahlte Jenna. „In Merlins Namen ich war so froh als ich die Eule von Alex bekommen habe, dass sie bei euch Hilfe gefunden hat. Und diese supersüße Eule gehört dir?“

„Speedy!“ grinste Danny. „Und ist selbstverständlich das wir helfen. Ich meine, was sich unser Großvater da ausgedacht hat ist doch einfach nur.....“

„Loco!“ vollendete Jenna auf spanisch. „Simplemente loco. Ich hoffe es ist ok wenn ich für einige Zeit bei euch wohne?“

„Klar ist es das.“ versicherte Danny. „Platz haben wir genug.“

„Das Haus ist der Wahnsinn.“ lobte Jenna.

„Gibt es eigentlich schon was neues wegen einem Austauschjahr für dich?“ wollte Alex von ihrer Freundin wissen.

Jennas Lächeln wuchs noch in die Breite.

„Oh ja!“ grinste sie. „Meine Mum war von der Idee begeistert und zwar weil sie selbst einen neuen Job hier in England hat.“

„Ist nicht wahr?“ meinte Alex überrascht. „Davon hast du gar nichts erzählt.“

„Wollte ich.“ erklärte Jenna. „Aber dann ging das mit deinem Opa los. Mum arbeitet für den MACUSA. Sie ist in der Importabteilung für die Einfuhr magischer Rohstoffe und Materialien. Sie hat das Angebot bekommen die Kontaktperson des MACUSA hier in England zu sein. Für Dad ist das kein Problem. Er schreibt Bücher und kann arbeiten wo immer er will. Bei mir ist es was anderes und sie wollte schon eine ganze Weile darüber reden wie es mit meiner Ausbildung weitergehen soll. Eigentlich wollten Mum und Dad nicht, dass ich Ilvermorney verlassen. Die Idee war, dass ich bei meiner Abuela....meiner Großmutter leben sollte. Ganz glücklich war Mum damit nicht. Sie und Dad hier in England und ich auf der anderen Seite des Globus. Dann bin ich mit der Idee für den Schüleraustausch gekommen und sie waren begeistert. Die beiden wollen ein kleines Cottage mieten in der Nähe von einem Ort....der heißt....Ottery St.....irgendwas.“

„Ottery St. Catchpole?“ erkundigte sich Danny.

„Genau!“ bestätigte Jenna.

„Dann haben sie gleich Anschluss an die magische Gemeinschaft hier.“ erklärte Danny. „Da leben die Großeltern von meiner Freundin Rose. Arthur und Molly Weasley.“

„Der Erfinder des Mag-Web?“ erkundigte sich Jenna. „Oh, das wird mein Dad lieben! Er schreibt Kriminalromane. Genau gesagt über einen Auroren der vor allem in der nichtmagischen Welt ermittelt. Mit dem Experten für Muggel-Wissenschaft reden zu können....! Das wäre super!“

„Ich schicke Rose gerne eine Eule.“ versprach Danny. „So wie ich die Weasleys kenne werden sie sich gerne mit deinen Eltern treffen.“

„Ich mag deinen Cousin.“ meinte Jenna an Alex gewandt. „In jedem Fall waren die beiden von der Idee begeistert, dass ich Hogwarts besuche. Wir sind so verblieben, dass ich erst mal ein Außtauschjahr mache und wenn es gut läuft kann ich hier vielleicht sogar meinen Abschluss machen.“

„Endlich haben wir mal wieder Glück!“ strahlte Alex begeistert.

In diesem Moment wurde erneut die Tür geöffnet und Eliza Danvers betrat den Raum.

Jenna wollte einen Schritt zur Seite machen aber Alex schlang den Arm um die Hüfte ihrer Freundin und trat auf ihre Mutter zu.

„Ich hab es Mum endlich gesagt.“ flüsterte sie Jenna zu.

Kurz sahen die beiden Mädchen sich an. Jennas Gesichtsausdruck brachte viel zum Ausdruck. Stolz, Erleichterung  und Dankbarkeit.

„Mr Isurgie hat mir gerade gesagt, dass wir Besuch haben.“ meinte Eliza und trat zu den Teenagern.

„Ich hoffe sie haben nichts dagegen Mrs Danvers?“ erkundigte sich Jenna etwas schüchtern. „Ich will Alex morgen nicht allein lassen.“

„Das ist lieb von dir.“ lächelte Eliza. „Und um deine Frage zu beantworten: Nein, du störst nicht. Ganz im Gegenteil. Rechnet aber damit, dass ich euch etwas ausfragen werde.“

Vielsagend kniff Eliza den beiden Mädchen ein Auge zu.

„Wie ist es denn gelaufen bei Mr Finch-Fletchley?“ wollte Alex wissen.

„Alles in allem sehr gut.“ meinte Eliza. „Mr Finch-Fletchley meint, dass wir uns nicht zu viele Sorgen machen müssen. Er glaubt, dass der einzige Ansatzpunkt, den mein Vater haben könnte, um uns Probleme zu machen die Sache mit dem Entführungsversuch ist.“

„Hat Kara das eigentlich gut verkraftet?“ erkundigte sich Jenna.

„Besser als wir hoffen konnten.“ antwortete Eliza. „Sehr lieb von dir das du fragst. Unser Anwalt meint, dass mein Vater argumentieren könnte, dass wir euch Mädchen in Gefahr gebracht haben.“

„Hat er damit eine Chance?“ wollte Alex wissen.

„Kann ich mir nicht vorstellen.“ war sich Danny sicher.

„Das denkt auch Mr Finch-Fletchley.“ beschwichtigte Mrs Danvers. „Nur wenn er Zeugen bringt die bestätigen, dass Jerry und ich generell verantwortungslos sind. Das macht mir etwas Sorge. Für so etwas hat er eigentlich immer meinen Bruder Tobias.“

„Ich glaube ihr Bruder ist derzeit anderweitig beschäftigt.“ meinte Jenna und begann an ihrem Rucksack herum zu fingern.

Sie zog ein Magazin heraus. Danny erkannte den Titel „Junge Hexe heute“.

„Das hab ich von meiner Mum. Hier ist ein Artikel, dass ihr Bruder in aller Stille seine Ehe mit seiner bisherigen Frau aufgelöst hat und wieder geheiratet hat. Er ist mit seiner neuen Frau in den Flitterwochen. Das ganze ist ein ganz schöner Skandal und hier ist ein Artikel mit Foto. Das ist doch ihr Bruder, oder?“

Jenna hatte das Magazin aufgeschlagen und präsentierte ein Foto, dass sich über eine Doppelseite zog.

Danny musterte den dort abgebildeten Mann interessiert. Das war also sein Onkel!

Der Mann hielt eine attraktive, dunkelhäutige Hexe im Arm.

Bevor Danny sich das Bild des Brautpaars jedoch genauer ansehen konnte brach Eliza Danvers in schallendes Gelächter aus.

Sie geriet so außer sich, dass sie sich vorn über beugte und die Hände auf ihre Knie schützte.

„Tobias!“ gluckste sie atemlos. „Das hätte ich dir gar nicht zugetraut.“

„Mum?“ erkundigte sich Alex unsicher. „Alles klar?“

„Alles wunderbar mein Schatz.“ strahlte ihre Mutter und richtete sich wieder auf. „Deine wundervolle Freundin hat mir gerade die Antwort geliefert auf eine Frage die ich mir gestellt habe seid diese ganze Affäre begonnen hat. Die Frage: Warum ist mein Vater so plötzlich hinter dir und deiner Schwester her Alex. Warum setzt er plötzlich Himmel und Hölle in Bewegung um einen männlichen Erben zeugen zu lassen. Jetzt habe ich die Antwort.“

Diese Antwort werde ich euch natürlich liefern.

Hoffe es hat euch gefallen und habt eine gute Woche.