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Weiter geht's.
Bin beruflich wieder sehr eingespannt, daher fällt das Kapitel etwas kürzer aus aber ich hoffe es wird euch wieder gefallen.
Ohne weitere Vorrede wünsche ich nun viel Spaß.
Trever Hall summte wie ein Bienenstock als Danny die Küche betrat. Danny gefiel das.
Als er hier eingezogen war hatte das alte Haus seiner Eltern etwas groß gewirkt und vor allem: Leer!
Danny war es gewohnt gewesen viele Menschen um sich zu haben. Erst im Waisenhaus und dann auf Hogwarts. Dort teilte er sich mit seinen Klassenkammeraden den Schlafsaal und mit allen anderen Hufflepuffs den Gemeinschaftsraum.
Trever Hall war so ein großes Haus und für lange Zeit hatte es neben Danny nur Taro und Jakubie gegeben.
Jetzt war die Küche ein Taubenschlag!
Jerry Danvers verabschiedete sich gerade mit einem Kuss von seiner Frau bevor er in den Flohflammen verschwand.
Vor einigen Tagen hatte er seine neue Stelle im Ministerium angetreten und er kam auf Anhieb gut mit Arthur Weasley klar.
Jakubi reichte Mr Danvers mit einer Verbeugung noch ein Lunch-Paket welches dieser lächelnd entgegennahm.
Der kleine Hauself hatte seine anfängliche Scheu vor den Danvers fast völlig abgelegt.
Besonders Alex und Kara schien er ins Herz geschlossen zu haben.
Die ältere der beiden Danvers-Schwestern saß gerade mit ihrer Freundin Jenna am Küchentisch.
„So läuft man also in Ilvermorney herum?“ erkundigte sich Danny bei Jenna.
„Meine Schuluniform passt am ehestens zum Anlass heute.“ grinste Jenna und drehte sich einmal um die eigene Achse.
Die Schuluniform der Ilvermorny Schule war zum Größten Teil in einem dunklen Blau gehalten mit Cranberry-roten Akzenten.
Die Schüler trugen einen ärmellosen Umhang mit Kapuze der am Kragen von einem goldenen, gordischen Knoten zusammengehalten wurde. Außen war der Umhang blau und sein Futter war Cranberry-Farben.
Unter dem Umhang bestand die Uniform aus einem eleganten Blazer (blau mir Cranberry an den Aufschlägen), ein weißes Hemd mit Cranberry-roter Krawatte und ein knielanger Faltenrock ebenfalls in Cranberry.
Auf Brusthöhe war die Uniform mit dem Wappen von Jennas Schulhaus verziert.
„Steht dir.“ grinste Danny als er sich an den Küchentisch setzte.
„Gracias.“ lächelte Jenna.
„Wird mir irgendwie fehlen.“ seufzte Alex etwas wehmütig.
„Keine Sorge Schatz.“ tröstete Eliza Danvers. „Du wirst bestimmt hervorragend in deiner neuen Hogwarts-Uniform aussehen. Übrigens Taro, danke, dass du die Mädchen mitnimmst.
„Das ist keine Mühe.“ versicherte der alte Japaner. „Ich muss ja sowieso mit Danny in die Winkelgasse. Die Ferien gehen dem Ende entgegen und es wird wirklich Zeit, dass wir die Schulmaterialien für das neue Jahr kaufen. Es ist eine glückliche Fügung, dass das große Ereignis noch vor dem neuen Schuljahr statt findet. Wir treffen uns dann im Ministerium?“
Eliza nickte.
„Ich arbeite heute nur morgens.“ erklärte sie. „Wir treffen uns dort.“
Es war eine glückliche Fügung für Dannys Tante gewesen. Ein Mitglied ihrer Selbsthilfe-Gruppe hatte Eliza einen Job vermitteln können. Die Frau hieß Helena Harper und hatte sich mit Eliza angefreundet. Sie besuchte die Gruppe weil sie lange das Opfer von Gewalt in ihrer Ehe gewesen war. Sie hatte daher großes Verständnis für das Leiden von Eliza Danvers.
Mrs Harper betrieb einen Handel mit Zaubertränken. Sie hatte das Geschäft von ihrer Mutter geerbt. Mit der Herstellung von Tränken kannte sie sich gut aus aber sie braucht Hilfe bei der Buchhaltung.
Eliza hatte diesen Teil übernommen als sie und ihr Mann noch ihren eigenen Laden betrieben und so hatte Helena ihr einen Job angeboten.
Eliza hatte die Chance begrüßt.
„Wenn die Mädchen bald Hogwarts unsicher machen fällt mir hier nur die Decke auf den Kopf.“ hatte sie gemeint. „Und zwei einkommen sind besser als eins.“
Zwischen den beiden Hexen hatte sich über dies eine Freundschaft entwickelt.
Helena Harper hatte eine Tochter die ein Jahr jünger war als Danny und Alex. Rebecca gehörte zum Haus Slytherin.
Als Eliza ihre neue Arbeitgeberin der Familie vorstellte hatte sie ihre Tochter mitgebracht.
Danny hatte Rebecca schon einige Male auf den Gängen von Hogwarts gesehen.
„Sollen wir denn auch unsere Schuluniformen tragen heute?“ erkundigte sich Kara die nun ebenfalls die Küche betrat.
„Oh bitte!“ warf Jenna ein. „Sonst komm ich mir so alleine vor.“
„Hab nichts dagegen.“ meinte Danny.
„Dann zieh sie nach dem Essen gleich an.“ wies Taro seinen Neffen an. „Von der Winkelgasse aus geht es direkt zum Ministerium.
Danny nickte.
Zum Glück hatte er sich im letzten Jahr einen neuen Satz Schulumhänge gekauft.
Wenn man sie neu kaufte waren die Umhänge immer etwas großzügig. Schließlich wuchsen Schüler in Dannys Alter noch.
Zur Zeit jedoch passten seine Umhänge perfekt.
Nach dem Frühstück warf sich Danny also in seine Schuluniform und traf sich mit dem Rest der Gruppe in der Küche vor der Feuerstelle.
„Und so läuft man also in Hogwarts herum?“ erkundigte sich diesmal Jenna mit einem schelmischen Grinsen.
Nun war es an Danny sich einmal um die eigene Achse zu drehen.
„Bei den Damen gehört natürlich ein Rock dazu aber mir steht so etwas nicht.“ scherzte er.
Eliza reichte ihren Töchtern ihre Rucksäcke.
„Für eure Straßenkleidung.“ erklärte sie.
„Na dann mal auf zur Winkelgasse.“ lächelte Taro.
Wenig später schritten Taro, die Danvers Schwestern sowie Jenna und Danny durch die Winkelgasse.
Neugierig sah Jenna sich um.
„Das ist der Wahnsinn!“ meinte sie schließlich. „Die Atmosphäre ist einfach cool!“
„Gibt es so etwas wie die Winkelgasse etwa nicht in Amerika?“ fragte Danny ungläubig.
„Doch klar!“ bestätigte Jenna. „Wir nennen es den Tower. Der ist in Bosten und liegt im Innern eines großen Wolkenkratzers. Unten in der Lobby ist ein Laden der für die No-Mags aussieht als wäre er wegen Renovierung geschlossen. Du trittst durch die Schaufensterscheibe und bist in einem riesigen Turm mit allen Läden die du dir nur vorstellen kannst. Ist echt cool aber hier.....Alles riecht nach Geschichte, verstehst du?“
„Ist mir auch schon aufgefallen.“ meinte Alex. „Die magische Gemeinschaft hier in England hat irgendwie was besonderes. Es fühlst sich hier irgendwie weniger wie verstecken an. Magie und die Welt....alles scheint zusammen zu gehören.“
„Vielleicht hat das damit zu tun, dass Amerika von Europa kolonialisiert worden ist.“ vermutete Danny. „Die magische Gemeinsaft hat sich bei euch erst vor ein paar hundert Jahren finden und wenn man an „die Gesellschaft“ denkt war es wohl erst nicht so, dass sich die Magier aus Europa und die, der Ureinwohner gleich gut verstanden haben.“
„Nein, leider nicht.“ seufzte Jenna. „Du hast recht Danny. Irgendwie ist drüben alles zweigeteilt. Es gibt den Tower als zentrale Einkaufsmeile aber es gibt bei uns auch sehr viele kleine Zentren wo man einkaufen kann und cooles, sehr einzigartiges Zeug kriegt. Zum Beispiel in Eureka in Kalifornien. Wenn du Talismane oder Tränke suchst die auf die Magie der Ureinwohner zurückgeht musst du da hin! Da stinkt der Tower ab.“
„Da siehst du es,“ neinte Danny. „Wo wir sind ist immer das Ergebnis von wo wir herkommen.“
„Na, die jungen Herrschaften sind ja sehr philosophisch heute.“ lachte Taro.
Allgemeines Gelächter war die Folge.
Schließlich jedoch fragte Kara: „Sagen sie mal Mr Isurgi, haben Mum und Dad eigentlich was erzählt wie es um die Wohnungssuche steht.“
„Uns sagen sie ja kaum was.“ steuerte Alex bei.
„Soweit ich weiß haben sie zwei oder drei schöne Objekte im Auge.“ erklärte Taro.
„Eigentlich schade.“ seufzte Kara.
„Fühlt ihr euch wohl auf Trever Hall?“ erkundigte sich Taro.
Kara zuckte etwas zusammen und wirkte verlegen.
Schließlich räumte sie aber ein:
„Doch, sehr.“
„Gilt für uns beide.“ meinte Alex und stärkte ihrer Schwester damit den Rücken.
„Ich finde es eigentlich auch ganz cool wie es ist.“ sagte Danny.
Alex und Kara kommentierten dies mit einem strahlenden Lächeln welches Danny dazu brachte sich verlegen am Hinterkopf zu kratzen.
Taro lächelte gütig.
„Das muss dir nicht peinlich sein Danny.“ meinte er. „Du weißt, ich war am Anfang recht skeptisch weil ich schlechte Erfahrungen mit Eliza gemacht hatte aber diese Sorgen haben sich zerstreut.“
Er seufzte.
„Nach allem was wir in den letzten Wochen durchgemacht haben verstehe ich Eliza nun wesentlich besser und es freut mich, das ihr euch so gut versteht. Ich habe darüber auch mit Eliza und Jerry gesprochen. Ob sie nicht einfach bleiben wollen.“
„Und?“ fragte Kara neugierig.
„Das Angebot hat die beiden sehr gefreut aber ich denke, dass sie etwas eigenes wollen.“ antwortete Taro.
„Warum denn?“ Kara klang regerecht enttäuscht.
Taro blieb kurz stehen und blickte die Jugendlichen direkt an.
„Ich denke, dass hat damit zu tun, das die vergangenen Wochen auch für eure Eltern nicht leicht waren. Alex, Kara....niemand kann bestreiten, dass es für euch die Hölle war aber auch Jerry und Eliza haben gelitten. Sie mussten mit ansehen wie alles was sie sich aufgebaut haben in Stücke gegangen ist. Und macht euch nichts vor: Es gibt für Eltern nichts schlimmeres als sich eingestehen zu müssen, dass sie nicht für ihre Kinder sorgen können. Ein eigenes Haus ist für die beiden wichtig. Sicher, ich könnte den beiden anbieten, dass sie an dich Danny quasi Miete zahlen aber.....“
„Finde ich nicht so gut.“ brummte Danny. An Alex und Kara gewandt fügte er hinzu: „Von euch Miete zu verlangen fühlt sich falsch an.“
„Ich habe mir schon gedacht, dass du das so siehst Danny.“ lächelte Taro und klopfte seinem Neffen auf die Schulter. „Aber für Jerry und Eliza bedeutet das eben, dass sie sich auf Trever Hall immer nur wie Gäste fühlen. Was sie für ihre Familie wollen ist ein Zuhause.“
„Kann ich sogar irgendwo verstehen.“ räumte Danny ein. „Ich meine, Tante Eliza war total abhängig von ihrem Vater. Das sie jetzt wirklich unabhängig sein will ist denke ich klar.“
„Stimmt schon.“ meinte Alex.
„Nun macht euch mal keine Sorgen.“ tröstete Taro. „Soweit ich weiß haben Jerry und Eliza bei allen Objekten die sie im Auge haben darauf geachtet, dass sie in der Nachbarschaft bleiben. Aus den Augen verlieren werdet ihr euch nicht.“
So getröstet begann die Gruppe ihre Einkäufe. Schnell waren die Schulmaterialien gekauft und die Gruppe betrat das Bekleidungsgeschäft von Madame Malkin.
„Guten Morgen Herrschaften!“ grüßte ein junger Verkaufszauberer. „Mein Name ist Helius Malkin. Bitte entschuldigen sie, dass meine Großtante sie nicht persönlich begrüßen kann aber heute ist ein großer Tag und sie ist im Ministerium. Bei solchen Großereignissen muss ein Schneider das Ohr am Boden haben. Ich sage ihnen, was da heute ablaufen wird..... das wird die Mode für die nächsten Jahre beeinflussen! Welcher Schnitt, welche Farben getragen werden. Da muss meine Großtante ein Auge drauf haben.“
„Volles Verständnis. Wir wollen auch gleich an den Feierlichkeiten teilnehmen.“ lächelte Taro und warf einen Blick auf seine Uhr. „In Merlins Namen. Wir sind später dran als ich dachte! Wir müssen uns beeilen wenn wir nicht zu spät kommen wollen. Also direkt zur Sache: Die beiden jungen Damen brauchen Schuluniformen für Hogwarts.“
„Dann bräuchte ich einmal die Namen der jungen Damen und den Jahrgang.“ meinte Mr Malkin und zog einen Ordner aus dem Regal der ein Verzeichnis der Schüler von Hogwarts enthielt.“
„Dort werden sie die beiden nicht finden.“ erklärte Taro und reichte Mr Malkin di8e Zulassungs-Briefe von Alex und Kara.“ Die beiden haben bisher Ilvermorney besucht und fangen dieses Jahr auf Hogwarts an.“
„Verstehe.“ lächelte Mr Malkin.
Er berührte die Zulassungs-Briefe kurz mit seinem Zauberstab und übertrug Alex und Karas Namen in sein Verzeichnis.
„Wurden die Damen den bereits Häusern zugewiesen?“ erkundigte er sich schließlich.
„Ravenclaw!“ erklärte Kara.
„Gryffindor ist mein Haus.“ war Alex Antwort.
Auch dies wurde in den Unterlagen der Malkins vermerkt.
„Das muss ihnen etwas übertrieben vorkommen.“ lächelte Mr Malkin als er den Ordner schloss und wieder ins Regal schweben ließ. „Leider ist das aber nötig. Schulumhänge sind offizielle Kleidungsstücke wie beispielsweise die Dienstkleidung von Auroren. Die dürfen wir nicht einfach so rausgeben. So, nun wollen wir aber.....“
Schnell wurden Alex und Kara nun vermessen und schon eine halbe Stunde später verließ die Gruppe die Schneiderei.
Alex und Kara trugen nun beide ihre Hogwarts-Uniform.
„Damit ist es wohl offiziell.“ seufzte Alex und blickte etwas wehmütig zu Jennas Uniform.
„Ich finde du siehst toll aus in deiner neuen Uniform.“ grinste diese und schlang den Arm um die Hüfte ihrer Freundin.
„Oh, du magst also Frauen in Uniform.“ grinste Alex.
„Oh ja.“ meinte Jenna und zog Alex etwas näher an sich
„Benehmt euch ihr beiden!“ grinste Kara.
„Das würde ich auch vorschlagen.“ forderte Taro. „Man hat nicht oft die Gelegenheit bei der Amtseinführung eines Zaubereiministers zu Gast zu sein und Mrs Granger hat uns als Ehrengäste eingeladen.“
So, mehr schaffe ich heute nicht. Nächste Woche erleben wir dann wie aus Hermine Granger die Ministerin wird.
Hoffe es hat euch gefallen und einen guten Start in die neue Woche.